Oclean X Testbericht

Getestet von Erik Zürrlein am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • starke Preis-Leistung
  • besser in der Handhabung
  • clevere Ladestation
  • smart mit eigenen Putzprogrammen
Nachteile
  • Sparmaßnahmen im Vergleich zur Oclean One
  • "nur" 3 Wochen Akku
  • Menü / Display nicht ganz perfekt umgesetzt
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Gut ein Jahr ist die Oclean One schon auf dem Markt und jetzt haben den ersten vollwertigen Nachfolger im Test: die Oclean X mit integriertem Touchdisplay. Gleichzeitig bleibt der Preis der neuen Ultraschallzahnbürste bei circa 55€, der Motor ist nun stärker und die Ladestation ausgeklügelter.Oclean X Testebericht Produktfotos 1

Ein integriertes vollwertiges Touchdisplay in Farbe ist neu: Oral-B und die Phillips Sonicare haben maximal ein externes einfarbiges Display (der „Smart Guide“) oder aufleuchtende Schriftzüge an der elektrischen Schallzahnbürste – und das gut für den doppelt und dreifachen Preis. Auch die Smartphone-Anbindung fehlt hier noch.

Wir hatten die Oclean X nun gut zwei Wochen im Praxistest – wie fällt das Fazit aus und kann sie die Oclean One ersetzen?

Oclean One 1 Jahr im Einsatz

Seit dem Test der Oclean One war diese der tägliche Begleiter im Bereich der Zahnpflege und dabei ließ sie auch keinerlei Kritik aufkommen. Deshalb hier ein kurzer Erfahrungsbericht nach circa einem Jahr:

Oclean X Testebericht Produktfotos 3Die Bürstenköpfe waren bei mir je gut 4 Monate im Einsatz und das machen die Borsten auch mit – lediglich nach der Hälfte des Zyklus werden sie weicher und verlieren immer weiter ihre Form. Zwischendurch kann man sie auch mal im kochenden Wasser reinigen, das macht der Kunststoff für kurze Zeit mit. Bei einem Preis von circa 3€ pro Bürstenkopf alles tadellos.

Auch weiterhin hoch geschätzt bleibt die Akkulaufzeit: 2 Monate sind bei 7 Minuten am Tag drinnen und das Netzteil darf bei Reisen daheimbleiben. Immer noch hoch im Kurs sind die smarten Funktionen, wobei ich sie persönlich weniger häufig nutze, als z.B. Kollegen, die die Oclean One inzwischen auch haben. Hat man einmal sein Programm so gestaltet, dass die Zähne zufrieden sind, dann bleibt es auch dabei – außer z.B. nach dem Zahnarztbesuch oder der Politur vor besonderen Events.

Design & Handhabung der Oclean X

Mit dementsprechend hohen Erwartungen startet die neue Oclean X also auch in den Praxistest. Direkt beim Auspacken fällt auf, dass die neue Schallzahnbürste leichter geworden ist, man nun auf matten Kunststoff setzt und sie nun leicht rechteckiger ist. Alles hilft bei der Handhabung und beim Putzen, denn die Oclean X liegt definitiv besser in der Hand. Allerdings hat sie auch mit dem geringeren Gewicht und anderen Kunststoff ein klein wenig an Wertigkeit eingebüßt.

  • Die Maße der Oclean X: 99,6g, 162mm Länge plus 82mm der Bürstenkopf, 24mm Durchmesser
  • Dagegen die Oclean One: 158,3g, 173mm Länge plus 84mm der Bürstenkopf, 26mm Durchmesser

Zum Einsatz kommt hier der Bürstenkopf der Oclean SE, nur mit grauen Borsten, allerdings passt auch der normale Bürstenkopf der Oclean One wie angegossen. Letzterer ist auch besser, dank verschieden weicher und harter Borsten – man kann sich also aussuchen, welcher mehr zusagt.

Prägend für die Oclean X ist natürlich das Display auf halber Strecke – erster Kommentar nach dem Auspacken: „Warum ist da ein Mi Band in deiner neuen Zahnbürste?“. Oclean X Testbericht 3Das Display ist in einem bronzenen Element eingefasst, wo auch noch der einzige Button sitzt. Das schwarze Oval misst 26 x 11mm, das Display ist aber nur 23 x 9mm groß bzw. 0,96mm.

Auch die Oclean X ist komplett wasserdicht mit IPX7 und ihr könnt sie unter Wasser abspülen nach dem Zähneputzen.

Lieferumfang & Ladestation

Die Ladestation der Oclean One ist bei mir direkt im Badschrank verschwunden und wurde alle zwei Monate mal zum Aufladen rausgekramt. Viel besser ist die neue Ladestation der Oclean X, die auch zweigeteilt benutzt werden kann. Die untere Platte kann über das angebrachte 3M Klebepad z.B. an den Fließen über den Waschbecken angebracht werden und hält so die Oclean X magnetisch in Position. Muss die Ultraschallzahnbürste dann an den Strom, nimmt man einfach den oberen Teil ab, stellt die Oclean X auf die 4 goldenen Pins und lädt sie auf. Alternativ kann man seine Zahnbürste so auch auf das Waschbecken stellen, statt sie an die Wand zu hängen.

Oclean X Testbericht 2 Oclean X Testbericht 4Oclean X Testebericht Produktfotos 4Oclean X Testebericht Produktfotos 5

Zum Einsatz kommt hier zum Glück nun einfach einfacher Micro-USB Anschluss zum Einsatz und das entsprechende Kabel liegt auch bei (Micro-USB auf USB-A) – unsere Oclean One in der Produktionscharge hatte da ja ihre Probleme. Dem Lieferumfang entflohen ist hingegen das praktische Case und die Oclean X muss nun lose in den Kulturbeutel.

Display

Bedient wird das Display über Wischgesten bzw. erkennt der Touchscreen, auch wenn in der oberen oder unteren Hälfte gedrückt wird. Der Bedienkomfort ist dabei nicht wie man es vom Smartphone verwöhnt ist, mit ein bisschen Praxis hat man aber den Dreh raus. Die Oclean X erweckt man mit dem Button und ein zweites Mal startet das standardmäßige Putzprogramm. Damit startet die Oclean X auch gut eine Sekunde schneller das Putzprogramm, als die Oclean One.

Auf dem Startscreen bekommt man die Uhrzeit, das Datum und die Tageszeit, wie „Midday“ oder Night präsentiert. Hier hätte man noch gut den Akkustand unterbringen können, denn so findet man ihn erst im Menü unter „About“.

Während des Putzens kann man das Display eigentlich nur noch über den Badspiegel im Blick haben, was man in der Praxis aber kaum anschaut. Hier sieht man die aktuelle Intensität und das Programm (Cleaning, Whitening,…) sowie einen Timer, der abläuft. Nach dem Zähneputzen bekommt man dann sein Ergebnis präsentiert. Hier sieht man seinen Score, 1 bis 99, die geputzte Zeit und zu wieviel Prozent, 0 bis 25%, man in den vier Vierteln des Mundes war. Dies wird über einen Lage- und Beschleunigungssensor ermittelt und ist erstaunlich akkurat, selbst durch Handwechsel lässt sich die Erfassung nicht verunsichern.

Fragwürdiges Menü

An sich ist das Display bis zu dem Punkt gut: auch bei der Oclean One habe ich mich zuerst noch gefragt, warum nun auch die Zahnbürste smart sein muss, aber es ist genial. Das Display der Oclean X erfüllt also auch schon seinen Zweck. Nur hätte ich mir für das Menü wirklich etwas anderes gewünscht. Um die Synchronisation mit der Oclean App auf dem Smartphone kommt man nicht herum, mindestens beim Einrichten. Hier baut man sich einfach seine Putzprogramme zusammen und schickt sie dann zur smarten Zahnbürste. Warum lässt mich die Oclean X also im Menü nicht zwischen den einzelnen Putzprogrammen wechseln, sondern stattdessen kann man hier einen Modus mit Intensitätsstufe und Dauer auswählen. Andersrum wäre es viel besser für mich gewesen und Scrollen auf dem kleinen Display ist auch nicht sehr angenehm.

Nicht mehr vorhanden ist der Lautsprecher und damit die Ansagen der Oclean One z.B. „Level 2 Cleaning“ oder das schöne „Ocleeean“ zum Start. Das übernimmt nun das Display der Oclean X.

App von Oclean

Auch mit der Ocelan X muss man die Oclean App nutzen (zum Google Play Store), um seine Putzplänze zu erstellen, Daten einzusehen, Einstellungen zu ändern oder sich Tipps zu holen. Dafür loggt man sich bei der App ein und fügt über Bluetooth die Oclean X hinzu. Hier legt man zu Beginn wieder ein Profil an und gibt Sachen wie Geschlecht, Zähnetyp (Verfärbungen, Verformungen), Zahnfarbe (weiß bis gelb) und lästige Angewohnheiten (Tee / Kaffee Trinker, Raucher) an. Daraufhin kann man sich auch von der App einen Putzplan zusammenstellen lassen, wo bei mir auch das schöne Whitening (entfernt exzellent Plague) mit dabei war.

Auch noch ein wichtiger Punkt: bisher sprechen die Oclean Ultraschallbürsten nur Englisch. In der App hat man drei Reiter für die Funktionen der Ultraschallzahnbürste:

  • Home: ein Dashboard, wo man zwischen den gekoppelten Oclean Zahnbürsten wechseln kann, man bekommt seine Statistiken und kommt auch zu den Daten der einzelnen Daten.
  • Plans: hier erstellt man seine Zahnputz-Pläne, also stellt ein wie geputzt werden soll. Dafür fügt man bis zu 6 Blöcke hinzu, stellt den Modus, die Intensität und Dauer ein.
  • About me: beim letzten Punkt kann man Einstellungen vornehmen, die persönlichen Daten überarbeiten und kann Informationen / Hinweise zum Zähneputzen nachlesen

Ob man durch die App zuverlässiger die Zähne pflegt, hängt wohl vom Einzelnen ab. Das wichtigste an der App bleibt aber das Erstellen von Putzplänen.

Praxis

Bei der neuen Oclean X wird die Leistung mit 40.000 u/min und das Drehmoment mit 220 gf.cm (Newtonzentimeter) angegeben. Bei der Oclean One hingegen sind es 42.000 u/min und 280 gf.cm – auf dem Papier schon mal schwächer, aber im Ende ist es hinfällig. Die Oclean hatte ich maximal auf Stufe 3 von 4 im Einsatz. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lautstärke, denn auch hier ist die Oclean X schlechter, also lauter geworden.

Ansonsten bin ich mit der Reinigungsleistung der Oclean X genauso zufrieden, wie auch mit der Oclean One. Mein Putzprogramm besteht aus: 1. 90 Sekunden normaler Reinigung für allgemein den ganzen Mundraum auf Stufe 2 bzw. nun 18 (von 32), da sich der Modus nun feiner einstellen lässt, 2. 60 Sekunden Whitening auf Stufe 3 für die Vorderseite um Ablagerungen und Kaffeeverfärbungen zu entfernen sowie 3. Reinigung auf Stufe 3 bzw. nun 25, um die Kauseite der Backenzähne etwas stärker zu bearbeiten.

Auch hier sollte man darauf achten, die elektrische Zahnbürste größtenteils arbeiten zu lassen, daher nicht wild hin und her schrubben und nicht feste aufzudrücken. Mit dem Display und der Anzeige der Bereiche in Prozent kann man sich außerdem nach dem Putzen gut selber kontrollieren, ob man überall geputzt hat, und gegebenenfalls nochmal schnell nachbessern.

Akku der Ocelan X

Ist man bei der Oclean One noch mit locker 2 Monaten verwöhnt, so ist die Oclean X in der Hinsicht erstmal ein deutliches Downgrade. Nach nun 2 Wochen im Praxiseinsatz, auch wieder bei gut 7 Minuten am Tag, stehen nur noch 35% Akku auf dem Display. Bedeutet: Man schafft ungefähr 3 Wochen mit einer Akkuladung – was immer noch sehr gut im Vergleich mit den hiesigen Modellen ist.

Wieder aufladen geht dafür schnell: nach 45 Minuten sind es 45% und vollgeladen ist sie nach 1:45.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Die Oclean X wird zum Eyecatcher in jedem Bad! Das isst natürlich nicht ganz ihre Aufgabe, aber Zähneputzen kann sie zum Glück auch und das mit Bravour. Wir bekommen mit dem Nachfolger ein Display statt nur einem Lautsprecher, können die Intensität noch genauer wählen und sie liegt auch besser in der Hand. Mit der umgestalteten Ladestation hat man ebenfalls einen Volltreffer gelandet.

Trotzdem fühlt sich die Oclean X an so manchen Stellen nach einer Sparmaßnahme an: als wolle man auf jeden Fall ein Display verbauen UND den Preis nicht in die Höhe treiben. Zum Beispiel ist die Akkulaufzeit viel kürzer (aber trotzdem noch lang genug mit 3 Wochen) und man bekommt nur den billigeren Bürstenkopf (der sich ja auch austauschen lässt) und kein Reisecase mehr mitgeliefert. Dabei ist das Display jetzt nicht der entscheidende Mehrwert, eher nette Spielerei.

Wer die Oclean One oder Oclean One SE schon daheim hat, bekommt von der Oclean X nicht viel zum Wechsel geliefert. Wer aber die Wahl hat, kann sich seine neue Ultraschallzahnbürste aussuchen: praktischer oder exklusiver?

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 12.12.2019

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Helmut
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Helmut

DAnke für den Test, gefällt mir sehr gut – habt ihr vielleicht Tipps wo man die Bürstenköpfe zeitnah bekommen kann – von Gearbest kann das ja schon mal lange dauern und bei Amazon finde ich nicht viel (geht konkret um die Oclean P1S4)

Danke

Joschbo
Admin
TeamStarMitglied
Joscha Becking

Bei Aliexpress bekommst du sie wohl am günstigsten. Wenn du sie schnell brauchst, schau mal bei Ebay. Allerdings musst du dort drauf achten, dass auch wirklich aus Deutschland versendet wird.