Auch wenn der One Mix Yoga als Netbook betitelt wird, handelt es sich bei dem Gerät doch eher um einen Pocket PC. Mit seinem 7“ Display ist das One Mix Yoga überaus kompakt und passt damit wirklich in jede Tasche. Ob das Gerät für mobiles Arbeiten taugt und was der Pocket PC drauf hat, klärt unser Test.

One Mix Yoga Lieferumfang

Design und Verarbeitung

Das One Mix Yoga ist mit den Abmessungen 182 x 118 x 15 mm etwas dicklich aber noch kompakt. Die 541g wirken aber dennoch für ein solch kleines Gerät etwas schwer. Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist sehr gut verarbeitet. Nichts knarzt, wackelt oder weist größere Spaltmaße auf. Das Gehäuse ist zudem sehr sauber gehalten und wurde nicht einmal mit einem Logo versehen. So wirkt das Gerät durchaus edel. Auch die beleuchtete Tastatur trägt zum stimmigen Gesamtbild bei. Wem Silber zu langweilig ist, der kann das One-Netbook auch in Rosé oder Gold erwerben.

One Mix Yoga Design Verarbeitung 4 One Mix Yoga Design Verarbeitung 1 One Mix Yoga Unterseite One Mix Yoga Design Verarbeitung 2

Die Maus wird beim One Mix Yoga nicht per Touchpad bedient, sondern über den Track-Point in der Mitte. Für einige eventuell keine perfekte Lösung. Aber Kompaktheit ist beim Gerät von One-Netbook eben alles und so wurde auf ein Touchpad verzichtet.

One Mix Yoga Tastatur EIngabegeräte

Die Bezeichnung Yoga impliziert bereits eine gewisse Erwartungshaltung an die Eigenschaften des Displays, denn man denkt unweigerlich an die gleichnamige Serie von Lenovo. Und tatsächlich lässt sich auch der Bildschirm des One-Netbooks um bis zu 360° umklappen und das Netbook wird zum 7“ Tablet.

One Mix Yoga Testbericht One Mix Yoga aufgeklappt

Im Bestreben ein kleines Allroundtalent zu sein, hat One-Netbook dem One Mix Yoga einiges an Anschlüssen beschert. Auf der rechten Seite befinden sich somit ein USB 3.0 Anschluss, ein USB Type-C Anschluss, ein Micro-USB Anschluss, ein Klinke-Anschluss, ein Micro-HDMI Port und ein Schacht für Micro-SD Karten. Geladen wird das Gerät übrigens über den Micro-USB Anschluss.

Dafür, dass das One Mix Yoga so kompakt ist kann es mit seiner Anschlussvielfalt schon mit seinen großen Brüdern (Notebooks und Tablets) mithalten und es bleibt quasi kein Wunsch offen.

Display des One Mix Yoga

Das Display des One-Netbooks liefert mit seinen 1920 x 1200 Pixeln ein super Bild in Full-HD Auflösung. Das 7“ Touchpanel reagiert flott auf jegliche Eingaben und kann bis zu 10 Berührungspunkte gleichzeitig verarbeiten. Das Display glänzt mit Farbechtheit und einer guten Helligkeit. Leider ist das Display nicht matt, was bei direktem Lichteinfall zu Spiegelungen führt.

One Mix Yoga Display

Der Bildschirm als solches ist Namensgeber und Highlight des One Mix Yoga zugleich. Wie oben schon erwähnt, lässt sich der Bildschirm um volle 360° umklappen, womit das Gerät als Netbook oder Tablet genutzt werden kann. Im „Tablet-Modus“ schließt der Bildschirm mit der Rückseite leider nicht komplett ab. Wer nur mit dem Touchscreen arbeiten möchte und wem dabei die Tastatur im Weg ist, kann das One Mix Yoga auch Kopfüber aufstellen (Tent-Mode), der integrierte Lagesensor macht’s möglich.

Die Scharniere zum Umschlagen des Displays sind übrigens sehr schwergängig. Anfangs dachte ich, dass sich der Bildschirm gar nicht ganz umklappen lässt. Man muss schon mit Mut und etwas Kraft das Display in die 360° Stellung zwingen. Allerdings gibt dies einem auch das Gefühl, dass die Scharniere stabil sind und einiges aushalten können.

Leistung und System

Im One-Netbook One Mix Yoga werkelt ein in die Jahre gekommener Intel Atom Prozessor, der x5-Z8350. Der Quadcore taktet mit 1,4 Ghz und wird von 8 GB RAM und von einer Intel HD Graphics GPU unterstützt. Der interne Speicher ist ein eMMC Speicher und fasst 128 GB. Dieser taktet mit einer maximalen Übertragungsrate von 128 MB/s, was eher dem unteren Durchschnitt entspricht. Schade, dass man hier nicht auf eine SSD setzt. Noch dazu konnte ich nie ein Benchmark abschließen, da es zu einem Lesefehler kam. Wem die 128 GB übrigens nicht reichen sollten, kann natürlich auch für zusätzlichen Speicher auf eine Micro-SD Karte setzen.

Der schon Anfangs 2016 vorgestellte Prozessor aus der unteren Preisschiene kann nicht wirklich mit Leistung überzeugen. Er erledigt treu Standardaufgaben wir Surfen, Filme schauen oder einfach Officeaufgaben, für mehr reicht es aber auch nicht. Dafür ist er aber auch stromsparend. Da das Gerät mit vielen offenen Programmen schon überfordert ist, wirken die 8 GB RAM etwas überdimensioniert. Das One-Netbook kann über seinen Micro-HDMI Anschluss problemlos einen zweiten Bildschirm betreiben. Der USB Typ-C Anschluss ist allerdings nicht in der Lage, dieses zu leisten. Ob es ein Einstellungsproblem ist, blieb mir bisher aber verborgen.

Damit das One Mix Yoga einen kühlen Kopf bewahrt, kühlt ein winziger Lüfter (40mm) die Recheneinheit. Dieser ist auch bei Volllast nicht wirklich wahrnehmbar. Was dagegen deutlich wahrnehmbar ist, ist die Wärme, die sich spürbar an der Unterseite trotz aktiver Kühlung entwickelt und das Metallgehäuse aufheizt.

one mix yoga geekbench one mix yoga hdtueone mix yoga adw

Das One Mix Yoga wird übrigens mit Windows 10 Home ausgeliefert und besitzt auch eine gültige und aktivierte Lizenz. Es befindet sich keinerlei Bloatware auf dem Gerät, dafür gab es aber einiges an Malware, welche vom AdwCleaner erkannt wurde. Die Malware lässt sich mit dem eben kostenlosen Tool, welches ihr hier runterladen könnt, ganz einfach entfernen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann Windows natürlich auch komplett neuinstallieren. Die Keyeingabe kann während des Installationsprozesses übersprungen werden, da Windows 10 für dieses Gerät schon einmal aktiviert wurde. Das System aktiviert sich dann selbst, sobald eine Internetverbindung besteht.

Ob die Malware von Werk aus installiert ist oder durch den Shop verursacht wurde, sei mal dahingestellt. Falls jemand anderes dieses Gerät bereits besitzt, kann er ja mal in den Kommentaren mitteilen, ob sein Gerät ebenfalls verseucht war.

Bei Auslieferung ist das System auf Englisch eingestellt. Um die Sprache zu ändern, müsst ihr unter den Windowseinstellungen auf den Menüpunkt „Time & Language“ klicken. Dort wählt ihr im linken Menü „Region & language“ aus und werdet feststellen, dass Deutsch nicht zur Auswahl steht. Ihr geht auf „Add a language“, sucht dort nach Deutsch und installiert anschließend die Sprache. Den Haken bei „Set as my default windows language“ könnt ihr drin lassen, dann wird die Sprache anschließend direkt als Systemsprache ausgewählt. Nach einem Neustart ist dann auch schon alles in Deutsch verfügbar.

 

windows language settings

 

Ich würde die Tastatureingabe allerdings bei Englisch belassen, da die Verwirrung beim Finden der Sonderzeichen sonst groß ist. Diese könnt ihr ganz einfach in der Taskleiste ändern, indem ihr auf DEU klickt und English wieder auswählt.

windows keyboard input

Bedienung des One Mix Yoga

Das Pocket-Netbook ist auch bei der Bedienung ein wahrer Allrounder und versucht jedem zu gefallen. So kann das Gerät via Touchscreen, Tastatur und Track-Point oder via Pen bedient werden.

Die Maus wird mit dem Track-Point in der Mitte bedient und erinnert an die Thinkpad-Serie von Lenovo. Allerdings ist der Track-Point nicht beweglich, sondern funktioniert mit Infrarot. Da man dadurch auf den Einsatz eines Touchpads verzichten konnte, wurde erheblich an Platz gespart. Die Bedienung über den Track-Point ist auch kein Nachteil, denn die Maus lässt sich mit diesem präzise steuern. Wem dies doch zu umständlich ist oder mit der Bedienung schlicht nicht klarkommt, der kann natürlich auch den Touchscreen nutzen oder eine Maus anschließen. Auch wenn unter der gesplitteten Leertaste Maustasten vorhanden sind, so reagiert auch der Track-Point auf Single- und Doppelklick.

Der Hersteller hat versucht, dem One Mix Yoga eine vollwertige QWERTY Tastatur zu spendieren. Dabei viel die Tastengröße der Kompaktheit des Gerätes zum Opfer. Einige Tasten sind besonders schmal und generell ist alles sehr eng angeordnet. Ein bequemes Tippen mit 10 Fingern ist so definitiv nicht möglich und das Gerät für längere Texte ungeeignet! Auch wenn sich die Tasten nicht zum schnellen Tippen mit 10 Fingern eignen, so verfügen sie doch über einen angenehm festen Druckpunkt und es lässt sich auch im Stehen super einfach ein Text verfassen. Zusätzlich ist die Tastatur beleuchtet, sodass man auch im Dunkeln erkennen kann, welche Taste man betätigt. Schade fand ich, dass sich die Tastatur im „Tablet-Modus“ nicht deaktiviert oder es einen Shortcut dafür gibt. Somit läuft man Gefahr auf der Rückseite ungewollte Eingaben zu tätigen. Dies ist allerdings ein Problem, für welches Windows verantwortlich ist und das bei so gut wie allen Tablet-PCs besteht.

Konnektivität und Audio

Im One Mix Yoga sorgt der Intel Wireless AC 3165 für einen top Empfang im 2,4 GHz als auch im 5 Ghz WLAN. Dabei wird sogar der ac-Standard unterstützt. Via Bluetooth 4.2 kommuniziert das Convertible einwandfrei mit Kopfhörern, Boxen oder dem Handy. Ein zusätzliches 3G Modul hätte dem Gerät allerdings gut gestanden, um tatsächlich überall über Internet zu verfügen.

Das One-Netbook verfügt auch über ein Mikrofon, das ich optisch zwar nicht am Gerät ausmachen konnte, aber im System zu finden war. Die Aufnahmen sind eher naja und nicht wirklich zu gebrauchen. Gleiches gilt übrigens auch für den Monolautsprecher an der Unterseite. Für Hintergrundmusik ist dieser vielleicht noch annehmbar, aber bei höherer Lautstärke übersteuert er sofort und klingt sehr blechern. Was das Ganze noch abgerundet hätte, wäre eine Webcam, um mit dem Gerät Videotelefonate zu führen.

Akku

Das One Mix Yoga verfügt über einen 6500 mAh Akku, der sich mit einem 5V/2A Netzstecker laden lässt. Damit können auch gängige Powerbanks das Gerät unterwegs mit Strom versorgen. Der Akku hält auch tatsächlich gut durch. Bei mittlerer Helligkeit, Surfen und Serie schauen im Zug kam ich auf gute 9 Stunden Laufzeit.

Fazit und Alternative

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Mathias:

Für wen ist das One Mix Yoga denn nun geeignet? Puh das ist schwer zu sagen. Der Preis ist leider nicht ganz ohne und man bekommt für so viel Geld deutlich bessere Tablets und auch deutlich bessere Notebooks. Der große Vorteil des Gerätes ist nur seine Kompaktheit und seine Vielseitigkeit, wobei letzteres durch die schwache Leistung schon eingeschränkt wird. Cool fand ich, dass ich mit dem Gerät im Stehen locker über die Tastatur schreiben konnte, es in jede noch so kleine Arbeitstasche passt und ich im Zug auch gerne via Emulator Gameboy Advanced Spiele zocken konnte. Aber rechtfertigt das einen solchen Preis? Das muss in dem Falle jeder für sich entscheiden, die Verarbeitung ist top und das Gerät hat eventuell seine Daseinsberechtigung und obwohl ich viel Spaß mit dem One Mix Yoga hatte, würde ich mir dieses Gerät für den aktuellen Preis niemals kaufen!

77%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Display 90 %
  • Leistung und System 50 %
  • Bedienung 70 %
  • Konnektivität 80 %
  • Akku 80 %

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