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Sofirn BLF LT1 Laterne im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • robuste Verarbeitung
  • maximal 800 Lumen
  • Lichtfarbe änderbar
  • umfassendes Anduril 2 User Interface
  • großes Einsatzspektrum
Nachteile
  • kein USB-C zu USB-C Kabel im Lieferumfang
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Wir hatten bereits mehrere gute Taschenlampen des Herstellers Sofirn bei uns im Test und waren dabei stets von der Qualität und besonders vom Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte angetan. Mit der Sofirn LT1 steht nun eine (Camping-) Laterne für einen ausführlichen Test bereit. Wie sie sich geschlagen hat, erfahrt Ihr in folgendem Testbericht.

Spezifikationen

Neben den EDC-Taschenlampen (Every Day Carry), den Throwern (möglichst hohe Leuchtweite), den Floodern (möglichst breite Ausleuchtung) und den taktischen Taschenlampen (sehr robust für den Geländeeinsatz) erweitert sich unsere Taschenlampen-Kategorie mit der Sofirn LT1 um die Gruppe der Laternen. Der Einsatzzweck solcher LED-Laternen liegt natürlich auf der Hand: Camping bzw. generell Outdoor Abenteuer aller Art.

Die Sofirn LT1 ist insgesamt 17,5 cm groß und hat inklusive der Akkus ein Gewicht von 640 Gramm. Sie ist also nicht gerade ein Winzling oder besonders leicht, aber dafür bringt sie bis zu 800 Lumen und erreicht durch gleich vier (!) Li-Ion Akkus auch sehr lange Akkulaufzeiten. Die LT1 besteht grundsätzlich aus zwei Teilen: dem Laternenkopf samt Schalter und dem Akkurohr. Das Gehäuse ist wie gewohnt aus Aluminium gefertigt und farblich eloxiert. Ihr bekommt die LT1 in den Farben schwarz, grün und orange.

Der Laternenkopf ist insgesamt 10,5 cm lang und hat einen maximalen Durchmesser von 6,8 cm. Der Kopf an sich besteht nochmals aus drei Teilen, die durch eine größere Sechskant-Schraube miteinander verbunden sind. Ganz oben befindet sich der Deckel. An ihm ist ein klappbarer Metallbügel befestigt, mit dem man die Laterne beispielsweise innen in einem Zelt aufhängen kann. An der Innenseite des Deckels befindet sich die LED-Platine mit den acht Samsung LH351D LEDs. Diese strahlen dann über den Reflektor ihr Licht ab. Der recht große, kegelförmige Reflektor ist gleichermaßen der zweite Teil des Laternenkopfes. Er besteht aus weißem Kunststoff und ist vollständig blickdicht. Der Reflektor mündet schließlich im dritten Teil des Kopfes – der “Kontrolleinheit”. Diese besteht aus Aluminium und beherbergt den Schalter, den USB-C Ladeport sowie eine Gewindeaufnahme für Stative. Der Schalter ist wie gewohnt von einer Silikonkappe geschützt und ist/kann beim vorhandenen Anduril User Interface auch beleuchtet werden. Der USB-C Ladeport ist mit einem Gummistöpsel vor äußeren Einflüsse geschützt. Dieser Stöpsel sitzt hier schön bündig im Gehäuse und steht nicht unnötig heraus – das hat Sofirn hervorragend gelöst. Die Besonderheit an dem USB-C Ladeport ist, dass man darüber nicht nur die vorhandenen Akkus aufladen kann. Über den Port lässt sich die Laterne auch als Powerbank nutzen, um andere Geräte wie bspw. Smartphones aufzuladen. Außerdem kann die Laterne über den Port wiederum selbst mit einer Powerbank betrieben werden. Mehr dazu etwas weiter unten.

Das Akkurohr ist über ein leicht gefettetes Schraubgewinde mit dem Kopf verbunden. Hier findet man natürlich auch einen O-Ring zur Abdichtung. Die gesamte Laterne ist nach IPX7 wasserfest. Ein ordentlicher Regenguss ist also kein Problem für die LT1 aber der dauerhafte Betrieb unter Wasser ist definitiv nicht möglich. Das Akkurohr ist insgesamt 8,3 cm lang und hat einen Durchmesser von 5 cm. Der Griffbereich weist das Sofirn-typische Knurrling auf, wodurch er eine gute Griffigkeit bekommt. Im Akkurohr werden, wie der Name schon sagt, natürlich die vier Li-Ion Akkus aufbewahrt, aber dazu später noch mehr. Den unteren Abschluss der Laterne bildete eine aufgesetzte Endkappe. Diese ließ sich in meinem Test jedoch nicht entfernen. Auf der Endkappe steht die LT1, auch auf leicht unebenen Untergründen, sehr sicher. Auch die Endkappe hat eine weitere Gewindeaufnahme für Stative. Durch diese zwei Stativ-Aufnahmen im Kontrollbereich und an der Endkappe, kann die Sofirn LT1 gleich in zwei Positionen auf einem handelsüblichen Fotostativ gehalten werden und hat so einen festen und vor allem sicheren Platz. Gerade solche Kleinigkeiten erachte ich als sehr coole Features, denn sie sind einfach aber wirkungsvoll umgesetzt und erweitern bzw. verbessern die Einsatzfähigkeiten des Produkts.

Insgesamt macht die Sofirn LT1 einen sehr hochwertigen und robusten Eindruck. Die Lampe liegt auch aufgrund ihres Gewichts einwandfrei in der Hand und kann gleichzeitig über den Metallbügel aufgehängt oder aber auf einem Fotostativ (sogar in zwei unterschiedlichen Positionen!) befestigt werden. Zudem steht sie noch recht sicher auf der relativ großen, flachen Endkappe. Schon diese Features zeigen, wie groß das Einsatzspektrum dieser LED-Laterne am Ende sein kann. Die Verarbeitungsqualität von Sofirn überzeugt mich auch hier ein weiteres Mal. Diese Laterne scheint schon auf den ersten etwas genaueren Blick ein absolutes Must-Have für zukünftige Outdoor Abenteuer zu sein!

Lieferumfang der Sofirn LT1

Zum Lieferumfang der Sofirn LT1 gehören:

  • Sofirn LT1 Laterne
  • 4x 18650 Li-Ion Akkus
  • USB-C zu USB-A Ladekabel
  • Bedienungsanleitung (Englisch)
  • Ersatzdichtungen für Schraubgewinde und USB-C Ladeport

Sofirn BLF LT1 01

User Interface

Kommen wir aber zur Bedienung der Laterne. Wie schon bei einigen anderen Sofirn Modellen wie der Sofirn SC31 Pro oder der Sofirn SP36 Pro, wird auch in der LT1 das sehr umfangreiche Anduril User Interface verwendet. Der große Unterschied ist hier jedoch, dass wir es genau genommen mit Anduril 2 zu tun haben. Dies ist eine Weiterentwicklung und bringt gegenüber der ersten Version hauptsächlich eine Hauptneuerung mit sich: es gibt nun ein Simple UI und ein Advanced UI. Ich hatte in meinen bisherigen Reviews von Taschenlampen mit Anduril UI mehrfach angesprochen, dass Anduril für Neulinge etwas kompliziert erscheint. Hier wurde mit dem Simple UI von Anduril 2 also eine Möglichkeit geschaffen, die Funktionen ein wenig zu reduzieren, sodass man sich schneller bei der Bedienung zurechtfindet. Gleichzeitig besteht über das Advanced UI aber weiterhin auch die Möglichkeit, den vollen Funktionsumfang von Anduril nutzen zu können.

Sofirn BLF LT1 05

Hier auf alle Funktionen von Anduril 2 einzugehen führt eindeutig zu weit, denn wie man dem Schaubild entnehmen kann, gibt es gefühlt tausende Optionen und Einstellungsmöglichkeiten. Ich möchte Euch in der Tabelle etwas weiter unten daher nur die m.M.n. wichtigsten Funktionen kurz darstellen. Grundsätzlich startet die Sofirn LT1 nach dem Kauf im Simple UI. Mit einem Click schaltet man die Laterne ein und mit einem weiteren Click auch wieder aus. Mit einem Click & Hold bei eingeschalteter Lampe wechselt man in festen Schritten zwischen den einzelnen Leuchtstufen (Stepped Ramping). Die Anzahl und Helligkeit dieser Leuchtstufen kann man im Advanced UI natürlich ganz an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Im Advaned UI könnt Ihr außerdem vom Stepped Ramping des Simple UI auch auf ein Smooth Ramping wechseln. In das Advaned UI gelangt man, indem man bei ausgeschalteter Lampe den Schalter 10 mal clickt und dann hält. Nun könnt Ihr bei eingeschalteter Lampe mit einem dreifach Click zwischen Stepped und Smooth Ramping umschalten.

Schaubild zu den Funktionalitäten von Anduril 2

Natürlich lässt sich die Sofirn LT1 auch im Lockout Mode sperren. Dazu clickt man bei ausgeschalteter Lampe einfach 4-mal. Dies funktioniert sowohl im Simple als auch im Advanced UI. Ist der Lockout Mode aktiv, könnt Ihr die Lampe nicht mehr (unbeabsichtigt) dauerhaft einschalten. Mit einem Click & Hold steht dann lediglich Momentlicht im Moonlight Mode zur Verfügung.

Ein richtig cooles Feature der Sofirn LT1 ist meiner Meinung nach die Möglichkeit die Lichtfarbe zu ändern. Dazu sind unterschiedliche Samsung LEDs verbaut. Die Lichtfarbe ändert man im Advanced Mode, wenn man bei eingeschalteter Lampe drei Clicks & Hold ausführt. Nun wechselt die Lichtfarbe stufenlos zwischen warmen 2700 Kelvin und neutralweißen 5000 Kelvin. Bei meinen Taschenlampen-Tests habe ich bisher immer Hersteller dafür gelobt, wenn man wenigstens beim Kauf zwischen verschiedenen Lichtfarben (bzw. LEDs) wählen kann. Die Sofirn LT1 bietet diese Wahlmöglichkeit direkt im Gerät und das sogar über einen recht großen Farbbereich – einfach klasse!

Sofirn BLF LT1 06

Selbstverständlich könnt Ihr über das Anduril 2 User Interface bspw. auch den Akkustand abfragen, die Laterne wie eine Kerze flackern lassen oder die Beleuchtung am Schalter anpassen. Alle Funktionen sind eigentlich recht gut im Schaubild oben zu sehen und zur Not finden sich im Netz auch noch ausführlichere Dokumentationen zu diesem User Interface.

Die wichtigsten Anduril 2 Grundfunktionen (SUI = Simple UI / AUI = Advanced UI):

Zustand Aktion Resultat
Aus (SUI/AUI) 1 x Click Laterne an – Memory Mode
Aus (SUI/AUI) 2 x Click Laterne an – höchste Helligkeit
Aus (SUI/AUI) 3 x Click Battery Check
Aus (SUI/AUI) 4 x Click Lockout Mode
An (SUI/AUI) 3 x Click & Hold Einstellung der Lichtfarbe
Aus (SUI) 10 x Click & Hold Wechsel ins Advanced UI
Aus (AUI) 10 x Click Wechsel ins Simple UI
An (SUI/AUI) 1 x Click & Hold Wechsel der Leuchstufe
An (SUI/AUI) 1 Click Laterne aus

Nie war ich so glücklich Anduril an Bord einer “Lampe” zu haben wie bei der Sofirn LT1. Diese Laterne wird durch Anduril 2 quasi ein Licht-Multitool! Man kann sie natürlich ganz einfach nur An- und Ausschalten und die Leuchtstufen entsprechend anpassen. Spätestens im Advaned UI können dann aber unzählige Einstellungen gemacht werden, um die Sofirn LT1 ganz an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Performance der Sofirn LT1

Wie Ihr es sicher schon von meinen Taschenlampentests kennt, mache ich natürlich auch immer ein paar Beamshots von den Lampen – so auch hier. Die Sofirn LT1 schafft maximal 800 Lumen, was für eine Laterne schon recht ordentlich ist. Man kann damit einen Bereich von mehreren Metern wirklich sehr hell ausleuchten. Die hier gezeigten Beamshots wurden z.T. in ganz unterschiedlichen Helligkeitsstufen gemacht und sind daher nicht geeignet um die maximale Helligkeit der Laterne beurteilen zu können. Sie dienen vielmehr als Beispielbilder für verschiedene Einsatzsituationen.

Auf höchster Stufe blendet die Laterne dann sogar, wenn man direkt in das Licht schaut. Über die verschiedenen Helligkeitsstufen kann man die LT1 dann auch sehr stimmungsvoll bspw. als indirektes Licht einsetzen. Besonders hervorheben möchte ich hier nochmal die Möglichkeit der Anpassung der Lichtfarbe. Während das sehr warme Licht besonders gut als indirekte Beleuchtung beim gemütlichen Zusammensitzen wirkt, kann man das neutralweiße Licht der LT1 z.B. auch gut nutzen, um mal ein dunkles Gartenhaus innen auszuleuchten oder bei Reparaturarbeiten am Auto für genügend Licht zu sorgen.

Die Einsatzmöglichkeiten dieser Laterne sind wirklich sehr vielfältig und daher ist sie für mich ein echtes Must-Have! Keine der bisher getesteten Taschenlampen überzeugt mich im Gesamtpaket so wie diese LED-Laterne von Sofirn.

Akku

In der Sofirn LT1 kommen die bereits aus anderen Sorfirn Lampen bekannten 18650 Li-Ion Akkus mit einer Kapazität von je 3.000 mAh zum Einsatz. Es handelt sich auch hier um ungeschützte Button-Top Zellen (erhöhter Pluspol). Durch den Einsatz von gleich vier Zellen, erreicht man eine Gesamtkapazität von ca. 12.000 mAh was für sehr ordentliche Laufzeiten der Laterne sorgt.

Da die Laufzeit am Ende natürlich sehr von der gewählten Leuchtstufe abhängt, lässt sich ein einzelner Wert an dieser Stelle gar nicht benennen. Sofirn selbst wirbt mit Laufzeiten von bis zu einem Monat, wobei hier natürlich der Moonlight Mode gemeint sein wird. Aber selbst auf hellster Stufe sind mehrere Stunden drin. Gleichzeitig könnt Ihr die Sofirn LT1 aber auch als mobile Powerbank nutzen. Über den USB-C Port und ein entsprechendes Kabel (nicht im Lieferumfang dabei!), lassen sich nämlich z.B. auch Smartphones mit der Laterne laden. Im Campingurlaub ist dieses Feature schon sehr nützlich, denn solange man die Laterne voll geladen hat, ist neben dem Licht auch i.d.R. noch genügend Energie vorhanden, um auch das Smartphone etwas laden zu können.

Die Sofirn LT1 als Powerbank

Aufgeladen wird die Sofirn LT1 über den USB-C Ladeport im mittleren Teil der Laterne. Hier kann das mitgelieferte USB-Kabel angeschlossen und dann auf der anderen Seite in ein USB-Netzteil gesteckt werden. Ein vollständiger Ladevorgang mit allen vier Akkus dauert aufgrund der Kapazität natürlich circa 6 Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Lasst es mich ganz kurz machen: noch nie war ich von einer “Taschenlampe” so überzeugt wie von der Sofirn LT1 Laterne! Diese LED-Laterne überzeugt durch ihre robuste Bauweise und gleichzeitig gutes Handling. Die Lichtausbeute mit maximal 800 Lumen ist absolut ausreichend und die Bedienung über das Anduril 2 User Interface kann bei Bedarf bis ins Detail an die eigenen Vorlieben angepasst werden. Durch gleich vier Li-Ion Akkus ist auch die Akkulaufzeit absolut positiv erwähnenswert. Gleichzeitig könnt Ihr diese Laterne auch als mobile Powerbank zum Laden weiterer Geräte nutzen. Lediglich das fehlen eines USB-C zu USB-C Kabels bleibt als kleiner Kritikpunkt übrig.

Wer eine Lichtquelle jenseits einer normalen Taschenlampe für seine Outdoor Aktivitäten sucht, dem kann ich die Sofirn LT1 ohne Einschränkungen empfehlen. Sie ist zwar kein echtes Schnäppchen aber dafür bekommt Ihr meiner Meinung nach eine der besten Outdoor LED-Laternen auf dem Markt. Ausreichend Leuchtpower, gute Akkulaufzeit und konfigurierbare Bedienung, lassen die Sofirn LT1 zum klaren Must-Have für alle Outdoor Fans werden.

AKTION:

Wir haben zusammen mit Sofirn natürlich auch wieder einen Gutschein für Euch! Mit dem Code “R7EH8Y8E” bekommt Ihr ganze 20% Rabatt auf den Kauf einer Sofirn LT1 (gilt für alle Farben). Dieses Angebot gilt noch bis zum 12.12.2021.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 16.08.2022

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deppjones
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deppjones (@guest_83162)
8 Monate her

Vielen Dank für den wieder mal sehr gelungenen ausführlichen Test. Erwähnenswert wäre noch, dass Sofirn die BLF Lampen in Kooperation mit Leuten aus dem Budgetlightforum produziert. Die LT1 ist sogar komplett von einem User dort (DBSAR) entworfen worden. Daher auch die vielen praktischen Ideen (und das coole freakige Interface). Ich bin auch total von den Ding beeindruckt. Geniale Lichtausbeute, guter CRI-Wert und eine unglaubliche Masse an Features. Mein Highlight ist nach wie vor der Kerzenmodus. 🙂 Andruil 2 ist übrigens nicht einfach die Funktionserweiterung von Andruil 1, sondern ein von Toykeeper vorgenommener notwendiger Versionssprung, weil sich einige Bedienschritte grundsätzlich geändert… Weiterlesen »

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