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Sofirn IF22A Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • über 600 Meter Reichweite
  • maximal 2.100 Lumen
  • eingängiges User Interface
  • Powerbankfunktion
  • unterschiedliche Akkuformate möglich
Nachteile
  • Schalter nicht beleuchtbar
  • Turbo Mode max. 2 Minuten
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Die Taschenlampen von Sofirn sind schon seit einigen Jahren zurecht sehr beliebt, denn der Hersteller überzeugt zumeist mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und zuverlässiger Technik. Mit der Sofirn IF22A haben wir nun eine weitere Taschenlampe aus China im Test. Ob sie den bisherigen Eindruck von Sofirn bestätigen kann, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen der Sofirn IF22A

Die Sofirn IF22A ist gerade einmal 12,8cm lang und daher nur minimal größer als gewöhnliche EDC-Lampen. Mit einem Gewicht von 185g inklusive Akku hält sie sich angenehm satt in der Hand, ohne dabei zu schwer für längere Einsätze zu sein. Was jedoch sofort auffällt, ist der recht große Lampenkopf. Hier kann man direkt erkennen, welchen Lampentyp man erwarten darf: Es geht ganz klar in die Richtung EDC-Thrower – also eine handliche Taschenlampe, mit der man gut und gezielt in die Ferne leuchten kann. Wir kennen diesen Lampentyp bereits von der Olight Javelot Mini, die ebenfalls solch ein “Pocket-Thrower” ist. Das Gehäuse der Sofirn IF22A besteht wie gewohnt aus Aluminium und ist schwarz anodisiert. Gehäuseverarbeitung und auch die Anodisierung sind wieder einmal auf hohem Niveau und lassen keine Schwächen erkennen. Die Lampe selbst besteht aus drei Teilen: dem Lampenkopf, dem Akkurohr und der Endkappe.

Der Lampenkopf der IF22A ist 5,7cm lang und hat oben an der breitesten Stelle einen Durchmesser von 4,2cm. Im Kopf werkelt eine Luminus SFT40 LED hinter einer TIR-Linse. Der Kopf selbst hat außen ein sehr feines Knurling, das wir bereits von anderen Sofirn Lampen kennen. Dieses Knurling findet sich auch weiter unten am Akkurohr wieder. Am unteren, deutlich dünneren Teil des Lampenkopfes finden wir schließlich den elektronischen Seitenschalter. Auch dieser kommt nicht zum ersten Mal bei Sofirn zum Einsatz und konnte mich gerade erst bei der Sofirn SP33S überzeugen. Der Schalter ist auch hier quasi im Gehäuse integriert und ragt nicht wirklich weit heraus. Dadurch lässt er sich bei Dunkelheit nicht ganz so leicht ertasten. Eine Möglichkeit, den Schalter auch bei ausgeschalteter Lampe zu beleuchten (wie es bspw. bei der SP33S der Fall ist), gibt es hier leider nicht. Auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite liegt schließlich der USB-C Ladeport. Dieser ist von einem Silikonstöpsel vor äußeren Einflüssen geschützt. So ist die Sofirn IF22A auch nach IPX-8 wasserdicht.

Das Akkurohr ist 7,4cm lang und hat im Griffbereich einen Durchmesser von 28mm. Die beiden Gewinde zum Kopf und zur Endkappe sind gut geschmiert und sind jeweils mit einem O-Ring versehen. Das feine Knurling im Griffbereich kennen wir bereits z.B. von der Sofirn SC31 Pro. Ehrlich gesagt finde ich es nicht besonders griffig – da hatte es mir die Riffelung der Sofirn SP33S schon eher angetan.

Die Endkappe der IF22A ist 17mm lang und hat einen Durchmesser von 28mm. Sie ist nach unten hin in einem durchlaufenden Rand und einer mittigen Vertiefung ausgeführt. Auf diesem Rand ist sie zwar tailstandfähig, aber eine vollständig glatte Unterseite hätte mir etwas besser gefallen. In dem äußeren Rand wurde aber immerhin noch eine Lanyard-Aufnahme untergebracht.

Die Sofirn IF22A fällt mit ihrem großen Lampenkopf bei insgesamt eher EDC-artigen Abmessungen durchaus auf. Seitenschalter, USB-C Ladeport und auch weitere Gehäuseelemente kennen wir bereits von anderen Sofirn Taschenlampen. Insgesamt darf design-technisch ruhig mal etwas “Neues” von Sofirn kommen, wobei der typische “Sofirn-Look” natürlich nicht gleich verloren gehen sollte.

Lieferumfang der Sofirn IF22A

Zum Lieferumfang der Sofirn IF22A gehören:

  • Sofirn IF22A Taschenlampe
  • 21700er-Li-Ion-Akku
  • 1860-Akku-Adapter
  • Pocket-Clip
  • USB-A zu USB-C Ladekabel
  • Handschlaufe
  • 2x O-Ring
  • Bedienungsanleitung

Sofirn IF22A 01

User Interface

Die Bedienung der Sofirn IF22A erfolgt ausschließlich über den elektronischen Seitenschalter. Wie bereits erwähnt ist dieser nicht sonderlich gut ertastbar, erst recht nicht mit Handschuhen. Hier hätte ich mir die Möglichkeit zur Beleuchtung, wie auch bei der Sofirn SP33S schon gesehen, gewünscht.

Die eigentliche Bedienung der Lampe hat Sofirn wieder in zwei Grundmodi umgesetzt. Ist die Lampe mit einem Click eingeschaltet, wechselt man mit vier schnellen Clicks vom stufenlosen Ramping Mode in den Stepped Ramping Mode. Im Stepped Ramping Mode werden die Leuchtstufen durch ein Click & Hold gewechselt. Ein Doppelclick führt jederzeit in den Turbo Mode und ein Dreifachclick in den Strobe Mode. Auch ein elektronischer Lockout ist verfügbar. Dazu muss der Schalter bei ausgeschalteter Lampe schnell viermal geklickt werden. Den Moonlight Mode mit nur einem Lumen erreicht man über einen Click & Hold bei ausgeschalteter Lampe.

Die Status-LED am Schalter zeigt in den ersten fünf Sekunden nach dem Einschalten der IF22A mit verschiedenen Farben den Akkustand der Lampe wie folgt an:

  • grün: 100 – 30%
  • rot: <30%
  • rot blinkend: kritischer Ladestand – sofort Laden

Das Sofirn User Interface kann mich auch bei der IF22A wieder voll überzeugen. Es ist nicht unnötig kompliziert und gleichzeitig gibt es genügend Optionen zur individuellen Bedienung der Lampe.

Performance der Sofirn IF22A

Die folgenden Beamshots dienen wie gewohnt zur Veranschaulichung der Performance dieser Taschenlampe. Alle Aufnahmen sind in einer Session und mit unveränderten Belichtungseinstellungen entstanden.

lossless Sofirn IF22A Outdoor Beamshot 1

Der Beam der Sofirn IF22A hat einen strahlend hellen Spot, der sich nicht sehr scharf vom Spill abgrenzt. Der Spill ist deutlich weniger hell und verläuft nach außen hin auch ohne scharfen Rand. Die Farbtemperatur der Lampe liegt bei 6.500 Kelvin im kaltweißen Bereich.

farbtemperaturskala

Im Low Mode leistet die IF22A 30 Lumen, die nur schwer im Foto darzustellen waren, aber durchaus ausreichen, um sich in der näheren Umgebung bei Dunkelheit zu orientieren. Dieser Mode steht für 41 Stunden zur Verfügung. Im Med Mode sind es dann bereits 320 Lumen für 5,5 Stunden, mit denen man dann erste Suchaufgaben wahrnehmen kann.

Der High Mode leistet dann schon 1.000 Lumen und bis zu 500 Meter Reichweite. Hier kann die Lampe also schon als kleiner Suchscheinwerfer genutzt werden. Die Laufzeit beträgt etwas über zwei Stunden. Der Turbo Mode toppt das Ganze dann noch mal mit maximal 2.100 Lumen. Diese werden für maximal 2 Minuten gehalten, bevor z.T. drastisch runtergeregelt wird. Dies ist uns aber ehrlich gesagt von so ziemlich allen Taschenlampen im höchsten Mode bekannt, insofern ist die IF22A da auch keine Ausnahme. Mit den 2.100 Lumen kommt man dann sogar fast 700 Meter weit und hat ein praktisches Fernlicht im Hosentaschenformat.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Licht aus so einer doch recht kleinen Lampe kommt. Da der Fokus hier ganz klar auf möglichst gebündeltes Licht zum Leuchten in die Ferne liegt, haben wir einen sehr hellen Spot, der im Turbo Mode auch richtig gute Reichweiten ermöglicht. Im Vergleich zur Olight Javelot Mini (die der IF22A insgesamt sehr ähnlich ist) sind hier aber deutlich mehr Modi und sogar ein stufenloses Ramping vorhanden, was am Ende doch ein klarer Pluspunkt für die Sofirn ist.

Akku

In der Sofirn IF22A kommt ein 21700er-Li-Ion-Akku mit einer Kapazität von 5.000 mAh zum Einsatz. Es handelt sich um eine ungeschützte Flat Top Zelle (flacher Pluspol). Dieser Zellentyp ist sehr beliebt und daher auch leicht über die gängigen Akku-Onlineshops zu beziehen. Da der IF22A sogar noch ein Adapter für 18650er-Li-Ion-Akkus beiliegt, vergrößert sich die Anzahl an möglichen Alternativ-Akkus noch einmal erheblich. Allerdings funktionieren nur geschützte 18650er-Zellen bzw. solche mit integrierten Ladeports, da ungeschützte 18650er-Zellen ganz einfach zu kurz für diese Lampe sind.

Ein wirklich cooles Feature der Sofirn IF22A ist auch die Powerbankfunktion. Damit kann man bspw. sein Handy direkt über den Akku der Taschenlampe laden und diese während des Ladevorgangs sogar benutzen.

Sofirn IF22A 06

Der Akku kann direkt in der Taschenlampe geladen werden. Dazu entfernt man einfach den Silikonstöpsel am USB-C Ladeport und steckt das beiliegende Ladekabel ein. Ein vollständiger Ladevorgang dauert ca. 3 Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Sofirn IF22A ist ein Pocket-Thrower mit maximal 2.100 Lumen und einer Reichweite von über 600 Metern. Während das Design der IF22A recht unspektakulär ist, kann mich die gewohnt gute Verarbeitungsqualität von Sofirn erneut überzeugen. Dazu passend ist auch das User-Interface wieder sehr einfach gehalten und trotzdem bietet es genügend Optionen zur individuellen Bedienung. Auch die Powerbankfunktion finde ich sehr praktisch, denn damit wird das Funktionsspektrum einer Taschenlampe sinnvoll erweitert.

Ihr sucht ein Fernlicht im Hosentaschenformat? Dann kann ich Euch die Sofirn IF22A durchaus empfehlen. Hier bekommt Ihr maximal 2.100 Lumen mit über 600 Meter Reichweite und dazu noch ein praktisches Powerbankfeature. Eine etwas stylischere Alternative ist sicher die Olight Javelot Mini, die jedoch wesentlich teurer ist und auch nur zwei Leuchtstufen besitzt.

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