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Sofirn SP33S Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • gute Haptik
  • maximal 5.000 Lumen
  • gute Akkulaufzeit
  • Powerbankfunktion
  • beleuchtbarer Seitenschalter
Nachteile
  • recht teuer
  • 5.000 Lumen nur kurzzeitig
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Mit der Sofirn SP33S hat erneut eine Taschenlampe des chinesischen Herstellers ihren Weg in unser “Testlabor” gefunden. Ob auch diese Lampe von Sofirn überzeugen kann und worin der Unterschied zur SP33 V3.0 besteht, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen

Die Sofirn SP33S darf durchaus als Nachfolger der von mir getesteten Sofirn SP33 V3.0 bezeichnet werden. Auch bei der SP33S haben wir es wieder mit einer recht handlichen Taschenlampe zu tun. Mit Abmessungen von 12,7 cm Länge und einem Gewicht von 244 Gramm inklusive Akku ist sie nur minimal größer als gängige EDC-Lampen. Trotzdem sind hier maximal 5.000 Lumen drin, was die meisten EDC-Lampen in der Regel nicht leisten können.

Optisch ähnelt sie dem Vorgängermodell doch recht stark, aber die Unterschiede werden bei der Betrachtung von einigen Details deutlich (siehe direkte Vergleichsbilder weiter unten). Ich finde, dass die SP33S einfach runder geworden ist. Das Design ist etwas weniger aggressiv und dezenter. Wie auch ihr Vorgänger besteht die Sofirn SP33S aus drei Gehäuseteilen: dem Lampenkopf, dem Akkurohr und der Endkappe.

Der Lampenkopf ist 5,7cm lang und hat einen Durchmesser von 36mm. In ihm sitzt eine Cree XHP70.2 LED, die durch einen Orange Peel Reflektor (raue Oberfläche) emittiert. Die SP33 V3.0 hatte eine deutlich kleinere Cree XHP50.2 LED verbaut, womit sich dann auch schon die höhere maximale Helligkeit der neuen SP33S erklären lässt. Der obere Abschluss ist wieder in einer aufgesetzten Bezel gelöst. Der untere Teil des Lampenkopfes ist nicht mehr so kantig wie bei der SP33 V3.0 ausgeführt. Es sind nun deutlich mehr Kühlrippen vorhanden, die aber abgerundet sind und sich in der Hand dadurch noch besser anfühlen. In diesem Bereich ist auch weiterhin der elektronische Seitenschalter mit Status-LED verbaut. Dieser steht ca. 1,5mm aus dem Gehäuse heraus und ist zusätzlich mit einem silberfarbenen Ring umgeben. Mit den Fingern lässt er sich nicht so gut ertasten und mit Handschuhen bekommt man hier schon richtig Probleme. Im Vergleich zum Vorgänger hat Sofirn hier aber Abhilfe geschaffen. Die Status-LED des Schalters kann nun nämlich auch beleuchtet werden, wenn die Taschenlampe ausgeschaltet ist, aber dazu später mehr. Auf der gegenüberliegenden Seite des Schalters befindet sich der USB-C Ladeport. Dieser ist mit einem Silikonstöpsel gut gegen äußere Einflüsse geschützt.

Das Akkurohr ist 7,4cm lang und hat im Griffbereich einen Durchmesser von 33mm. In diesem Rohr findet wieder ein 26650er Li-Ion-Akku Platz, der natürlich im Lieferumfang enthalten ist. Während die Sofirn SP33 V3.0 noch ein markantes rautenförmiges Knurrling im Griffbereich hatte, ist dieser bei der neuen SP33S nun in einer feinen Riffelung ausgeführt. Diese Riffelung fühlt sich angenehm beim Greifen an und verleiht auch recht guten Halt. Das Akkurohr besitzt zwei gut geschmierte Gewinde, die jeweils mit einem O-Ring gegen Staub und Wasser geschützt sind und die Lampe somit auch nach IPX-8 wasserdicht ist.

Den unteren Abschluss dieser Taschenlampe bildet die Endkappe. Diese ist 17mm lang und hat ebenfalls einen Durchmesser von 33mm. Sie hat innen eine vergoldete Feder, die für guten Kontakt des Akkus zu den Polen sorgt. Die Unterseite der Endkappe ist (anders als bei der SP33 V3.0) nun in einer vollständig glatten Fläche ausgeführt. Die nervigen “Füßchen” der SP33 V3.0 sind also verschwunden und damit ist die neue SP33S auch deutlich sicherer tailstandfähig. Auf einer Seite der Endkappe wurde noch eine gut erreichbare Aufnahme für ein Lanyard untergebracht.

Insgesamt finde ich das Design der neuen Sofirn SP33S absolut gelungen – es gefällt mir besser als das des Vorgängermodells SP33 V3.0. Die Lampe hat trotzdem den “typischen Sofirn-Look” behalten und liegt insgesamt richtig gut in der Hand. Mit der neuen CREE XHP70.2 LED sind deutlich mehr Lumen drin und der elektronische Schalter lässt sich auch bei ausgeschalteter Lampe beleuchten. Dieser erste Eindruck der neuen SP33S ist positiv und ich bin gespannt, ob die Performance da mithalten kann.

Lieferumfang der Sofirn SP33S

Zum Lieferumfang der Sofirn SP33S gehören:

  • Sofirn SP33S Taschenlampe
  • 1x 26650er Li-Ion-Akku
  • 1x USB-C Ladekabel
  • 1x Lanyard
  • 2x O-Ring
  • Bedienungsanleitung

Sofirn SP33S 01

User Interface

Bedient wird die Sofirn SP33S über den elektronischen Seitenschalter. Dieser ist mit einer Status-LED bestückt und ragt, wie bereits beschrieben, nur sehr knapp aus dem Gehäuse heraus, sodass er nicht besonders gut zu ertasten ist. Das hatte ich auch schon als Kritikpunkt beim Vorgängermodell angemerkt. Sofirn hat hier aber Abhilfe geschaffen, denn die Status-LED im Schalter kann nun ganz einfach beleuchtet werden, auch wenn die Taschenlampe ausgeschaltet ist. Dazu führt man einfach fünf schnelle Clicks aus, wenn die Lampe ausgeschaltet ist. Nun leuchtet die Status-LED dauerhaft. Mit erneuten fünf Clicks kann man die Status-LED dann sogar blinken lassen. Somit ist es nun kein Problem mehr, den Schalter auch bei völliger Dunkelheit zu finden – ausgezeichnet gelöst!

Die eigentliche Bedienung der Lampe hat Sofirn wieder in zwei Grundmodi umgesetzt. Ist die Lampe eingeschaltet, wechselt man mit vier schnellen Clicks vom stufenlosen Ramping Mode in den Stepped Ramping Mode. Im Stepped Ramping Mode werden die Leuchtstufen durch ein Click & Hold gewechselt. Ein Doppelclick führt jederzeit in den Turbo Mode und ein Dreifachclick in den Strobe Mode. Auch ein elektronischer Lockout ist wieder verfügbar. Dazu muss der Schalter bei ausgeschalteter Lampe schnell viermal geklickt werden.

Die Status-LED am Schalter zeigt in den ersten fünf Sekunden nach dem Einschalten der SP33S mit verschiedenen Farben den Akkustand der Lampe wie folgt an:

  • grün: 100 – 30%
  • rot: <30%
  • rot blinkend: kritischer Ladestand – sofort Laden

Ich mag dieses Sofirn User Interface, denn es gibt genügend Optionen zur individuellen Bedienung der Lampe. Aber es ist auch nicht unnötig kompliziert, sodass man es schnell erlernt hat. Auch hier hat Sofirn m.M.n. alles richtig gemacht.

Performance der Sofirn SP33S

Die Performance der Sofirn SP33S habe ich wieder in ein paar Beamshots für Euch festgehalten. Alle Bilder sind wie immer mit identischen Belichtungseinstellungen in einer Session entstanden. Die Farbtemperatur der SP33S dürfte im Bereich von 6.000 – 6.500 Kelvin liegen.

lossless Sofirn SP33S Outdoors Beamshot 1

Auf die Darstellung des Eco Mode mit 10 Lumen habe ich verzichtet, da sonst bei gleichbleibenden Belichtungseinstellungen die Darstellungen aller weiteren Modes sehr unrealitisch geworden wäre. Der Low Mode leistet 100 Lumen und ist für über 45 Stunden nutzbar. Er ist bereits locker ausreichend, um sich in direktem Umkreis in völliger Dunkelheit bewegen und orientieren zu können. Der Medium-Mode ist mit 600 Lumen dann schon ziemlich hell und dabei für knapp sechs Stunden nutzbar.

Im High Mode stehen bereits 2.000 Lumen für ca. 3,5 Stunden zur Verfügung. Die volle Helligkeit ist hier jedoch eher maximal eine Stunde lang gegeben, was aber trotzdem ein ansprechender Wert ist. Bereits im High Mode sieht man den sehr ausgeglichenen Beam recht gut. Die Sofirn SP33S ist viel mehr ein Flutlicht als es noch ihr Vorgänger, die SP 33 V3.0 war. Der Spot ist nicht sehr stark abgegrenzt und so ergibt sich ein sehr weites, homogenes Leuchtbild, mit dem man auch breitere Flächen gut ausleuchten kann.

lossless Sofirn SP33S Outdoors Beamshot 2

Im Turbo Mode leistet die SP33S maximal 5.000 Lumen, obwohl hier durch den Treiber natürlich immer wieder runtergeregelt wird. Messungen anderer Tester haben ergeben, dass jedoch regelmäßig wieder fast auf die maximale Helligkeit zurückgeschaltet wird und somit recht viel Laufzeit für die maximale Lumenausbeute zusammen kommt. Die angegebenen knapp 2 Stunden sind natürlich nicht wirklich auf die 5.000 Lumen zu beziehen, aber diese hat man ganz sicher für mehr also nur eine Minute zur Verfügung.

Ich persönlich mag Taschenlampen mit homogenem, breiten Leuchtbild, zu denen auch die Sofirn SP33S gehört. Die Lampe ist bereits im Medium Mode hell genug, um viele Anwendungsfelder abzudecken und hat dann auch noch genügend Reserven nach oben. Die maximalen 5.000 Lumen sind verdammt hell und machen auch gern mal die Nacht zum Tag. Wie man auf den Bildern sehen kann, werden Gebäudeteile mit der SP33S spielend ausgeleuchtet und sogar halbe Äcker lassen sich gut ausleuchten. Die Performance gefällt mir deutlich besser als noch bei der SP33 V3.0 und somit ist die neue SP33S ganz klar eine gute Weiterentwicklung.

Akku

Beim Akku der Sofirn SP33S handelt es sich um einen Li-Ion Akku im 26650er Format mit einer Kapazität von 5.500 mAh. Genutzt wird eine ungeschützte Bottom Top Zelle mit erhöhtem Pluspol, die man auch gut in verschiedenen Online-Akkushops kaufen kann. Für Ersatzzellen ist also leicht gesorgt, was ausdrücklich zu loben ist. Ebenfalls ein cooles Feature ist die Powerbankfunktion der SP33S. Damit kann man bspw. sein Handy direkt über den Akku der Taschenlampe laden und diese während des Ladevorgangs sogar benutzen – ein weiterer Pluspunkt dieser neuen Version.

Sofirn SP33S 06

Laden kann man den Akku direkt an der Taschenlampe. Dazu entfernt man einfach den Silikonstöpsel am USB-C Ladeport und steckt das beiliegende Ladekabel ein.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Sofirn SP33S darf definitiv als gelungener Nachfolger der bereits von uns getesteten Sofirn SP33 V3.0 gesehen werden. Ein etwas moderneres Design trifft hier erneut auf hervorragende Verarbeitungsqualität und Haptik. Die maximal 5.000 Lumen erleuchten weite Bereiche spielend leicht und machen die Nacht sprichwörtlich zum Tag. Der beleuchtbare Seitenschalter und die neuen Powerbankfunktionen sind für mich die zwei wichtigsten Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell.

Wer ein leistungsstarkes Flutlicht im EDC-Format und zusätzlich praktischer Powerbankfunktion sucht, ist bei der Sofirn SP33S wirklich bestens aufgehoben. Mit knapp 80 EUR ist sie zwar kein echtes Schnäppchen, aber meiner Meinung nach trotzdem eine der besten Flutlicht-Taschenlampen dieser Art. Eine Alternative ist die Sofirn SP36 Pro, die sogar noch etwas mehr Lumen zu bieten hat, dafür aber auch deutlich größer ist.

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Nomadd
Gast
Nomadd (@guest_91911)
3 Monate her

Habe ich mir direkt mal bestellt.
Ich hoffe die übertrifft die Leistung meiner Sofirn SC31 Pro die ich bisher im Eisnatz hatte. Diese hatte mich auf jedenfall aufgrund der Größe sehr begeistert. Hoffe die neue kann das toppen.
Habe Sie meistens im Handschuhfach im Auto .
Eine weitere für zu Hsuse und unterwegs kann nicht schaden.
Nehme Sie auch gerne mit den Urlaub, wobei ich mir bei dem Akku nicht sicher bin ob die auch ins Handgepäck darf.
Ich finds cool das Ihr die Taschenlampen testet die sind einfach cool.
Ne super Spielerei für Erwachsene sowie nützlich.

Joachim Lucas
Gast
Joachim Lucas (@guest_92419)
2 Monate her
Antwort an  Jens M.

Guten Tag.
Erstmal vielen Dank für eure Mühe.
Ich bin Flugzeug Techniker und arbeite 50% im Jahr Nachts an Airbus A320.
Würden Sie diese Lampe empfehlen, oder haben Sie etwas besseres, bezahlbares in Ihrer Testdstei.
Ich habe schon die sp33v2 und somit auch 26650er Akkus.
Danke

Nomadd
Gast
Nomadd (@guest_92473)
2 Monate her
Antwort an  Jens M.

Mich würde ein Test zu der JetBeam Jet-RRT01 interessieren.Die scheint sehr beliebt zu sein.

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