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Sofirn SP33 V3.0 Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • top Preis-Leistung
  • super User Interface
  • sehr leuchtstark
  • starke Akkulaufzeit
Nachteile
  • Schalter im Dunkeln kaum tastbar
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Mit der Kopflampe SP40 habe ich Euch im Frühjahr 2020 bereits eine erste Lampe der Firma Sofirn vorgestellt. Nun folgt mit der Sofirn SP33 V3 eine leistungsstarke Taschenlampe, die kaum größer als eine durchschnittliche EDC-Lampe ist. Ob Sofirn auch hier wieder überzeugen kann, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen der Sofirn SP33

Mit einer Gesamtlänge von 12,7 cm und einem Durchmesser von 32 mm am Griff (schmalste Stelle der Lampe) kann man die Sofirn SP33 V3 durchaus noch zu den EDC-Lampen zählen, selbst wenn der Durchmesser im ersten Moment doch etwas ungewohnt groß ist. Die Lampe liegt jedoch wirklich gut in der Hand und ist mit einem Gewicht von 234 Gramm inklusive Akku auch für den dauerhaften Einsatz als EDC-Lampe gut aufgestellt. Die SP33 V3 besteht aus drei Teilen: Dem Lampenkopf, dem Batterierohr und der Tailcap.

Der Lampenkopf hat eine Länge von 55 mm und einen Durchmesser von 37,5 mm. Im Lampenkopf sitzt eine Cree XHP50.2 LED die über einen OP-Reflektor emittiert. Abgedeckt ist das Ganze von einer Glaslinse. Den äußeren oberen Abschluss bildet eine Edelstahl-Bezel. Mit diesem Setup sind bis zu 3.500 Lumen bei einer maximalen Reichweite von 273 Metern drin, aber dazu später mehr bei der Performance.

Der untere Teil des Kopfes ist als recht grobes Hexagon ausgeführt und hier sind auch der elektronische Schalter mit integrierter Status-LED sowie der USB-C Ladeport  zu finden. Während sich der USB-C Ladeport durch die Gummiabdeckung noch recht gut fühlen lässt, kann man jedoch beim Schalter sofort feststellen, dass er sehr flach ausgeführt ist. Wenn man Nachts im Dunkeln unterwegs ist, fällt es leider doch recht schwer den Schalter zu ertasten – mit Handschuhen ist es ungleich schwerer. Das hätte Sofirn doch ein wenig besser lösen können.

Das Batterierohr hat eine Länge von 73 mm bei einem Durchmesser von 32 mm. Das Rohr hat ein recht feines Knurling, was jedoch kaum den Grip erhöht. Dieses Knurling ist durch vier längliche Kerben unterbrochen. In diesem mittleren Teil der Lampe befindet sich der mitgelieferte 26650 Li-Ion Akku, der die SP33 mit Energie versorgt. Dieses Akkuformat hatten wir in unseren bisherigen Tests noch nicht aber es gewinnt im Bereich der Taschenlampen zunehmend an Bedeutung, denn durch die oftmals großen Kapazitäten (hier 5.500 mAh) können mit diesem Format recht hohe Laufzeiten erreicht werden – aber dazu später mehr.

Das Rohr ist insgesamt recht robust ausgeführt und die Wandstärken machen einen soliden Eindruck. Auch die Gewinde laufen einwandfrei. Die Verarbeitungsqualität von Sofirn ist auch bei dieser Lampe wieder auf sehr hohem Niveau.

Die Tailcap der SP33 V3 ist 17 mm lang und hat einen Druchmesser von 34,5 mm. Ähnlich wie wir es beispielsweise schon von der Convoy S2+ oder der Fenix E28R kennen, hat die Tailcap am Ende zwei Erhöhungen, die als Füße für die Lampe dienen. In eine dieser Erhöhungen sind zwei Löcher zur Befestigung z.B. eines Lanyards vorhanden. Die Lampe ist auf diesen zwei Füßen durchaus tailstandfähig, denn durch den relativ großen Durchmesser der Tailcap sind die Auflageflächen schon recht groß. Die Tailcap ist jedoch nicht magnetisch.

Die Sofirn SP33 V3 ist eine Taschenlampe für die Jackentasche oder den Rucksack, denn sie ist im Durchmesser etwas größer als die meisten bisher von mir getesteten EDC-Lampen. Trotzdem würde ich sie gerade noch in diese Kategorie einordnen, denn sie liegt wirklich perfekt in der Hand und ist somit in vielen Alltagssituationen schnell einsatzbereit. Auch die Verarbeitungsqualität von Sofirn kann mich erneut überzeugen.

Lieferumfang

Im Lieferumfang der Sofirn SP33 V3 befinden sich neben der Lampe selbst ein 26650 Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 5.500 mAh, ein 18650 Akku-Adapter, ein Lanyard, ein USB-C Ladekabel sowie eine mehrsprachge Bedienungsanleitung (inkl. Deutsch).

Sofirn SP33 V3 07

User Interface

Bedient wird die Sofirn SP33 V3 über den seitlichen Schalter. Die eingefleischten Taschenlampen-Fans unter Euch wissen sicher, dass der hier verbaute E-Switch (elektronischen Schalter) durchaus die Möglichkeit eines stufenloses Rampings bietet. Glücklicherweise nutzt Sofirn diese Option auch aus und bietet euch quasi zwei verschiedene UI-Modi: den Stufen-Modus und den Ramping-Modus.

Zustand Aktion Leuchtmode
Aus (SM & RM) 1 x Click Lampe an – Memory Mode
Aus (SM & RM) 1 x Click & Hold Lampe an – Moonlight Mode
Aus (SM & RM) 2 x Click Lampe an – Turbo Mode
Aus (SM & RM) 3 x Click Lampe an – Strobe Mode
Aus (SM & RM) 4 x Click Lockout aktivieren (deaktivieren)
An (SM & RM) 4 x Click Wechsel zwischen SM und RM
An (SM) 1 x Click & Hold Wechsel zwischen Leuchtstufen (Low – Med – High)
An (RM) 1 x Click & Hold Stufenloses Ramping von Low bis Turbo (erneutes Click & Hold innerhalb 1,5 Sekunden ändert die Ramping-Richtung)
(SM) = Stufen-Modus; (RM) = Ramping-Modus

Das Problem von zwei verschiedenen User Interfaces bei nur einer Lampe kann ziemlich schnell die Unübersichtlichkeit bei der Bedienung sein. Diesen Fehler macht Sofirn absolut nicht – im Gegenteil! Bei beiden UI-Modi gibt es viele Funktionen die zum gleichen Ergebnis führen. So wird die Lampe in beiden Modi über einen einfachen Click eingeschaltet. Nun leuchtet auch die in den Schalter integrierte Status-LED auf und signalisiert einen groben Richtwert zum aktuellen Akkufüllstand (siehe untere Tabelle). Über weitere Click-Muster landet man dann auch direkt im Moonlight Mode, Turbo Mode oder Strobe Mode. Ist die Lampe eingeschaltet kann man über einen 4-fachen Click schließlich zwischen dem Stufen-Modus und dem Ramping-Modus wechseln. Der Wechsel wird über ein doppeltes Aufleuchten quittiert.

Status-LED Akkustand
leuchtet blau gut/ausreichend
leuchtet rot gering
blinkt rot kritisch – Akku aufladen!

Die Sofirn SP33 V3 verfügt ebenfalls über einen elektronischen Lockout. Diesen kann man bei ausgeschalteter Lampe über einen 4-fach Click aktivieren und deaktivieren. Mit aktiviertem Lockout kann die Lampe schließlich sicher im vollen Rucksack transportiert werden, ohne dabei die Tailcap lockern oder gar den Akku entnehmen zu müssen.

Im ersten Augenblick liest sich das User Interface bei so ziemlich jeder Lampe recht kompliziert aber die UI-Tabellen zeigen Euch, welche Aktion Ihr ausführen müsst um in den gewünschten Mode zu gelangen. Das UI der Sofirn SP33 V3 ist schnell erlernt und ich persönlich finde die Auswahlmöglichkeit zwischen klassischem Stufen-Modus und einem eher freieren Ramping-Modus einfach klasse – bitte mehr davon!

Performance der Sofirn SP33

Natürlich kommt aus der Sofirn SP33 V3 auch Licht und das nicht zu knapp. Ich habe natürlich auch wieder ein paar Beamshots für Euch gemacht, auf denen man eine Vorstellung der Leuchtkraft bekommen kann. Als Vergleichslampe stand dieses Mal die Fenix PD40R V2.0 parat. Sie sollte mit ihren maximal 3.000 Lumen im Vergleich zur Sofirn SP33 V3 (maximal 3.500 Lumen) auf einem ähnlichen Level liegen.

Sofirn SP 33 auf Turbo

Die Beamshots wurden natürlich in einer Session mit unveränderten Kamerasettings aufgenommen. Bei der Sofirn SP33 V3 wurde der Stufen-Modus genutzt. Die SP33 V3 macht ein kalt-weißes Licht (ca. 6.500 K). Sie hat einen weißen Spot der von einem eher gelblichen Rand umgeben ist. Dieser wiederum geht in einen fast leicht blaulichen Spill über. Im Freien sieht man diese Übergänge jedoch kaum und es wird ein recht breiter Beam sichtbar. Im Vergleich zur Fenix stellt sich die SP33 eigentlich auf fast allen Stufen als nicht drastisch heller dar, obwohl man dies anhand der Lumen-Herstellerangaben durchaus vermuten würde. Vor allem im High- und Turbo-Mode wird schön sichtbar, dass der Beam der Fenix deutlich begrenzter ist (man sieht recht viel schwarzen Rand zum Bildrand hin) und der Beam der Sofirn eben deutlich weiter wirkt. Bei der Sofirn wird das Licht also deutlich mehr in die Breite gestreut und somit wirkt die Helligkeit im zentralen Bereich (trotz höherer Lumenwerte) nicht viel höher.

Im Low Mode mit 150 Lumen kann man die Sofirn immerhin für 26,5 Stunden nutzen. Der Med Mode mit 450 Lumen reicht dann schon locker für einen Nacht-Spaziergang und steht dabei für knapp 9,5 Stunden zur Verfügung. Der High Mode mit 1.600 Lumen kann immerhin noch für knapp 2,5 Stunden genutzt werden und ist eigentlich bereits ausreichend, wenn es mal etwas mehr Licht sein darf. Der Turbo Mode mit seinen 3.5000 Lumen soll immerhin noch für knapp 2 Stunden zur Verfügung stehen, obwohl es hier auch einen hitze-bedingten Stepdown nach wenigen Minuten geben wird.

farbtemperaturskala

Die maximale Reichweite von 273 Metern im Turbo Mode kann ich mit meinen Beamshots durchaus belegen. Im entsprechenden Beamshot sieht man bei ziemlich genau 200 m einen gelben Pfeiler am linken Farbahnrand und etwa hundert Meter dahinter macht die Straße einen Bogen nach links, der ebenfalls noch leicht zu erkennen ist. Die Fenix hat eine maximale Reichweite von 400 Metern und hier sieht man die angesprochene Kurve auf dem Turbo Beamshot noch deutlicher.

Insgesamt finde ich die Performance der Sofirn SP33 V3 absolut ansprechend. Es handelt sich hier eben eher um einen Flooder (also Taschenlampen die einen recht breiten Bereich möglichst gut ausleuchten, dafür aber eine eingeschränkte Reichweite haben) und da passt die Sofirn natürlich richtig gut ins Bild.

Akku

Die Sofirn SP33 V3 wird mit einem 26650 Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 5.500 mAh geliefert. Im Vergleich zu den sehr weit verbreiteten 18650 Li-Ion Akkus ist dieses Teil natürlich ein echter Brummer – dafür stehen aber eben deutlich mehr Amperestunden zur Verfügung. Wirklich positiv hervorzuheben ist hier aber auch, dass Sofirn keinen Spezialakku verwendet. Der mitgelieferte Akku ist eine ungeschützte Zelle mit erhöhtem Pluspol. Es sollte jedoch auch problemlos ein geschützter 26650 Li-Ion Akku in der Lampe betrieben werden können. Im Netz ist also recht schnell für einen Ersatzakku gesorgt, was ich absolut positiv finde. Über den mitgelieferten Adapter, kann die SP33 auch mit einem 18650 Li-Ion Akku betrieben werden.

Sofirn SP33 V3 08

Geladen wird der Akku direkt in der Lampe über den USB-C Ladeport. Hier muss der Gummistöpsel rausgepult werden und dann kann man ein USB-C Ladekabel anschließen. Während des Ladevorgangs leuchtet die Status-LED am E-Switch rot. Ist der Ladevorgang beendet leuchtet die LED schließlich blau auf.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Ihr sucht eine nicht all zu große Taschenlampe, die gut verarbeitet ist, ein eingängiges User Interface besitzt und auch noch eine starke Performance abliefert? Dann seid ihr bei der Sofirn SP33 V3 eigentlich genau richtig. Sie ist kaum größer als viele andere EDC-Lampen aber hat durch den 26650 Akku genug Power für lange Laufzeiten. Das User Interface hält zwei verschiedene Grundmodi bereit und weiß damit absolut zu überzeugen.

In Sachen Preis-Leistung ist Sofirn weiterhin richtig gut unterwegs. Ich kann für die SP33 V3 daher eine ganz klare Kaufempfehlung aussprechen.

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DVBMan
Gast
DVBMan (@guest_73599)
1 Monat her

Sehr gute Lampe mit einem kleinen – naja, eher doch wohl größerem – Nachteil: Die enorme Hitzeentwicklung, die den High- und den Turbomodus nur für ein Paar Minuten nutzbar machen. Ich war wirklich überrascht. Bereits nach fünf Minuten im High-Modus ist die ganze Lampe so heiß, dass man sie nicht mehr in der ungeschützten Hand halten will. Vom Turbo-Modus ganz zu schweigen. Mir war ja grundsätzlich klar, das LED-Taschenlampen eine gewisse Abwärme produzieren, aber das dieser Effekt so stark ist das er die beiden Modi praktisch unbenutzbar macht, damit habe ich nicht gerechnet. Das hätte man im Test doch mal… Weiterlesen »

Robbi
Gast
Robbi (@guest_72017)
2 Monate her

Danke für den Test.

Könnte ein 21700er evtl. auch passen? Weil die 26650er am Markt etwas seltener geworden sind. Es heißt ja auch, dass Hersteller wie LG-Chem, Samsung, Sony/Murata und Sanyo/Panasonic diese nicht oder nicht mehr produzieren.

Dieser 26650 Sofirn-Akku scheint wenigstens eine gute Zelle zu haben, wie etwa die leckere PLB-55A. Mir wäre trotzdem ein 21700er lieber, denn diese Sorte kommt langsam in die Gänge, spätestens seit Tesla ihn verbaut. Außerdem liegen hier einige 5000er rum, die sich über ein weiteres Gerät freuen würden.

Robbi
Gast
Robbi (@guest_72022)
2 Monate her
Antwort an  Jens M.

Gute Nachrichten sind das.

Hab Dank!