Heute präsentieren wir Euch einen Test des Tbao T15. Bei diesem kompakten Gerät handelt es sich um einen tragbaren Monitor, den man unterwegs an sein Smartphone oder Notebook anschließen kann. Statt sich mit einem Bildschirm zu begnügen, kann man so die Anzeige erweitern und sich die Office-Arbeit erheblich erleichtern. Auch aus technischer Perspektive hat das Gerät einige Highlights am Start. So verfügt der Tbao T15 über einen integrierten Akku und eine Touchscreen. Überdies werden durch HDMI und USB-C Output die wichtigsten Standards unterstützt. Ob der portable Bildschirm wirklich überzeugt, erfahrt Ihr im folgenden Test.

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Den Tbao T15 gibt es übrigens in einer Upgraded-Version mit Akku und Toucheingabe. Dieses Modell liegt uns auch zum Test vor. Für etwa 30€ weniger kann man sich das Gerät auch ohne Akku und Touchfunktion kaufen. 

Design und Verarbeitung

Zusammengefaltet sieht der Tbao T15 aus wie ein großer Zeichenblock. Mit Maßen von 22cm x 36cm x 1,8cm passt das Gerät problemlos in jedes 15 Zoll Laptop-Fach im Rucksack oder der Handtasche. Auch das Gewichtig ist mit 1,2kg (mit Hülle) bzw. 0,77kg ohne Hülle noch angenehm leicht. 

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Der Monitor ist beidseitig in eine aufklappbare Stoffhülle eingefasst, die ihn gleichzeitig schützt und als Ständer fungiert. Die Hülle ist durchaus hochwertig und steht auf jeder Unterlage stabil. Da es sich um Stoff handelt, muss man allerdings etwas mehr vor Verschmutzungen aufpassen, da sich diese nicht so einfach entfernen lassen. Wer den Bildschirm ohne Hülle benutzen möchte, kann auch die zwei auf der Rückseite angebrachten Schrauben lösen und das Display aus der Hülle herauslösen. Die Schrauben können per Hand ein- und ausgedreht werden. Das Display alleine hat dann lediglich eine Tiefe von 0,9cm.

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Auf der Rückseite befindet sich zudem ein Mono-Lautsprecher. Dieser liefert allerdings eine miserable Qualität, die von den meisten Handys problemlos übertroffen wird. Im Vergleich mit normalen Laptop-Lautsprechern bietet der Speaker keinen Mehrwert.

Anschlüsse

An der linken Seite befinden sich die Anschlüsse:

  • Mini HDMI
  • USB-C
  • USB-C Eingang zum Aufladen
  • Micro-USB

Inhalte können über den oberen USB-C Anschluss oder den Mini-HDMI Anschluss auf den Monitor übertragen werden. Der zweite USB-C Eingang dient lediglich zum Aufladen. Über den Ladestand informiert eine kleine LED an der Seite. Der Micro-USB Anschluss ist OTG-fähig und dient dazu, eine Maus oder Tastatur über ein Dongle an den Monitor anzuschließen.

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Das Anschließen externer Monitore funktioniert also über USB-C oder klassisch über HDMI. Im Lieferumfang ist gleich ein USB-C auf USB-C Kabel sowie ein Mini-HDMI auf HDMI Kabel enthalten. Wer die Touch-Eingabe benutzen möchte, muss natürlich auf die Verbindung via USB-C zurückgreifen, da HDMI keine Touchfunktion unterstützt. Das Anschließen funktionierte über beide Standards problemlos unter Windows und MacOS. Auch mit einer Nintendo Switch oder Smartphones mit USB 3.1 und einer Desktop-Funktion (z.B. Samsung S10 oder Huawei P30) sollte sich der Monitor verbinden lassen.

Nachdem das Kabel eingesteckt wurde, wird der Monitor gleich als zweite Anzeige erkannt. Leider hat bei unserem Testgerät nach einem Tag der HDMI-Anschluss den Geist aufgegeben. Ich hatte zunächst die Hoffnung, dass nur das Kabel defekt wäre, allerdings brachte auch ein Ersatzkabel kein Bild mehr zustande.

Display

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Das Display selbst ist in ein schwarzes Kunststoff-Gehäuse eingefasst. Der Rahmen ragt etwa 2mm über das Panel hinaus, was dieses zusätzlich vor Kratzern schützt. Es handelt sich um ein klassisches IPS-Panel im 16:9 Format mit 15,6 Zoll – also die gleiche Größe wie die großen MacBook Pros oder das Xiaomi Mi Notebook Pro. Die Auflösung liegt bei Full-HD 1920 x 1080 Pixel.

Das Display ist nicht entspiegelt, sodass man im Freien unter Sonneneinstrahlung durchaus Probleme mit der Lesbarkeit haben wird. Für den Einsatz im Schatten oder im Haus ist das Panel mit seinen 220 cd/m2 ausreichend leuchtstark. Zum Vergleich: Das Macbook Pro 2015 und das Xiaomi Notebook Pro erreichen beide eine Helligkeit für 350cd/m2. Das Tbao T15 ist in punkto Helligkeit vergleichbar mit günstigeren Notebooks. Die Kontraste sind durchschnittlich gut und die Blickwinkelstabilität sehr hoch.

Was die Farbwiedergabe angeht, ist das Panel unseres Testgerätes leider meilenweit entfernt von naturgetreu. Von Werk aus ist die Farbwiedergabe durch einen starken Grünstich geprägt, der sämtliche Farben verfälscht. Mir ist es auch nicht gelungen, diesen gänzlich auszumerzen. Folgende Einstellungen würde ich empfehlen, im Menü vorzunehmen, um das Bild wenigstens etwas natürlicher zu bekommen:

  • Temperature: sRGB
  • Color Effect: Vivid
  • PCM: USER

Mit etwas Kalibrierung bekommt man schließlich eine halbwegs brauchbare Farbwiedergabe, solange man den Bildschirm nicht für Bild- oder Videobearbeitung benutzen möchte. Allerdings hätte ich mir sehr gewünscht, dass der Hersteller hier mehr Mühe an den Tag gelegt hätte.

Insgesamt ist das Panel ausreichend hell, hat gute Kontraste und ist blickwinkelstabil. Allerdings ist die Farbwiedergabe wirklich ziemlich daneben. Wer auf diesen Aspekt nicht viel Wert legt, wird sich eventuell nicht sonderlich daran stören – auffällig ist es aber.

Touch-Eingabe und Bedienung

Sofern man den externen Monitor über USB-C verbindet, steht sofort die Toucheingabe zur Verfügung. Diese funktioniert ausreichend präzise. Es lässt sich problemlos in einem Word Dokument scrollen oder an eine bestimmte Stelle des Textes springen. Auch Multi-Touch Eingaben wie etwa Zoomen mit zwei Fingern werden unterstützt. Generell gibt es an der Bedienbarkeit nichts auszusetzen. Uns ist allerdings ein paar Mal aufgefallen, dass der Touchscreen eine Berührung registriert hatte, obwohl er gar nicht berührt wurde. Dies hat zur Folge, dass der Mauszeiger an einen anderen Ort “springt”. Das Phänomen tritt etwa alle 20 Minuten einmal auf. Ob dies ein allgemeines Problem ist oder nur bei unserem Gerät vorhanden ist, können wir nicht beurteilen.

Alle Einstellungen am Monitor nimmt man über die drei Buttons unter dem Display vor. Hier lässt sich beispielsweise die Helligkeit, Kontraste und die Lautstärke des Sounds einstellen. Über die drei Buttons ist die Bedienung etwas holprig, dies gilt aber für die meisten Display-Menüs. Im Endeffekt wird man zu Beginn einmal versuchen, die Farbwiedergabe den eigenen Vorlieben anzupassen und das Menü danach nicht mehr anfassen.

Akku

Der Tbao T15 hat einen 3000mAh Akku an Board. Dies ist zwar kein besonders hoher Wert, allerdings ist es dennoch schön, den Monitor bei Bedarf ohne externe Stromquelle betreiben zu können. In unserem Test hielt der Akku etwa 2 Stunden bei 100% Helligkeit und 2,5 Stunden bei 50% Helligkeit. Geladen wird der Monitor über den zweiten USB-C Slot. Löblicherweise packt der Hersteller gleich einen passenden 15W Charger (USB-A auf USB-C) mit EU-Stecker in den Lieferumfang. Ein Ladevorgang dauert etwa 2 Stunden. Wer eine Powerbank mit mindestens 15 Watt Ausgangsleitung hat, kann den Monitor auch über die Powerbank mit Strom versorgen. Beachten sollte man allerdings, dass die USB Ausgänge von Laptops nicht genügend Leistung bieten, um den Monitor zu laden. Auch das Laden mit einem USB-C auf USB-C Kabel funktioniert nicht. Die einzige Möglichkeit ist daher ein “normales” USB-A auf USB-C Kabel an einem Netzteil oder einer Powerbank.

Im Menü des Displays gibt es leider keine Option zur Anzeige des Akkustandes. Wie viel Prozent wirklich noch vorhanden sind, ist nicht ersichtlich. Man bekommt lediglich über die kleine LED angezeigt, wenn der Akku vollständig geladen ist, da diese dann aufhört, rot zu leuchten. Bei niedrigem Akkustand fängt die LED zwar zu blinken an, allerdings übersieht man das während der Nutzung leicht. Eine einfache Akku-Anzeige im Menü wäre wirklich nicht zu viel des Guten gewesen.%name

Fazit und Alternative

Joschbo
Joscha Becking:

Der Tbao T15 ist das erste tragbare Display, das uns zu einem Test erreicht hat – und das Produkt macht durchaus Lust auf mehr. Für kaum 150€ bekommt man einen sehr kompakten Zweitmonitor, der die Arbeit unterwegs erleichtert und oder gerne mal zum Zocken herhalten kann. Das IPS Panel liefert eine gute Schärfe und ist durch HDMI + USB-C auch mit den meisten Geräten kompatibel. Auch der integrierte Akku ist eine feine Dreingabe, wenngleich nur 2 bis maximal 3 Stunden im Akkubetrieb möglich sind.

Allerdings hat der Tbao T15 durchaus seine Nachteile und wirkt auf mich nicht wie ein ausgereiftes Produkt. Auf unserem Test-Gerät ist die Farbwiedergabe alles andere als natürlich und lässt sich auch nicht wirklich auf eine naturgetreue Einstellung ändern. Zudem hat der Mini-HDMI Port nach wenigen Tagen den Geist aufgegeben und der Touchscreen hat gelegentliche Ghost-Touches. Auch eine Akku-Anzeige im Menü wäre hilfreich gewesen.

Eine Kaufempfehlung können wir aus den genannten Gründen nicht wirklich aussprechen. Es bleibt aber zu hoffen, dass Tbao oder ein anderer China-Hersteller in naher Zukunft ein vergleichbares Produkt ohne Kinderkrankheiten auf den Markt bringt. Wahrscheinlich wird ein solches auch nicht allzu lange auf sich warten lassen.

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