Xiaomi hat mit dem Mi Notebook Air bereits gezeigt, wie man einen günstigen Preis mit einem hochwertigen Ultrabook-Design und ordentlicher Hardware-Ausstattung verknüpfen kann. Nun geht man einen Schritt weiter und wagt sich in den High-End Bereich vor. Mit dem Xiaomi Mi Notebook Pro präsentiert der Hersteller ein Produkt, das nicht nur im Namen an Apples MacBook Pro angelehnt ist.

Im Gegensatz zu den bisherigen Modellen der Xiaomi Laptops hat das Mi Notebook Pro ein großes 15,6 Zoll Display. Das filigrane Design wurde zugunsten des größeren Displays und mehr Leistung aufgegeben und der Laptop kommt in einem dunkelgrauen Aluminiumgehäuse, das sehr stark an das Macbook Pro erinnert. Doch nicht nur äußerlich ist das Mi Notebook Pro als Konkurrent zum Macbook Pro konzipiert. Auch bei der Hardware setzt Xiaomi mit der Pro-Reihe neue Standards. Die günstigste Version des Mi Notebook Pro startet bei 720€ und verfügt über 8/256GB Speicher und einen i5-8250U Prozessor. Der i5-8250 wurde erst August 2017 vorgestellt und entspringt der neuen Kaby-Lake-Refresh Architektur. Neben der preisgünstigen Einsteigerversion des Pro-Laptops gibt es noch 2 Versionen mit Intel i7-8550U mit wahlweise 8/256 (820€) oder mit 16/256GB Speicher (900€). Somit bleibt der teuerste Laptop im Xiaomi Lineup unter der 1000€ Marke und verfügt über einen der leistungsstärksten und aktuellsten SOCs auf dem Ultrabook-Markt.

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Das Erfolgsrezept des Mi Notebook Pro lautet also: High-End Hardware und Premium-Verarbeitung zu einem günstigen Preis. Auf dem Handymarkt konnte Xiaomi mit diesem Konzept bereits punkten. Doch geht die Rechnung auch im Falle des MI Notebook Pro auf? Wir hatten das Mi Notebook Pro 2 Wochen im Einsatz und schildern Euch unsere Erfahrungen im folgenden Testbericht.

Design und Verarbeitung

Das Xiaomi Mi Notebook Pro hat ein mattgraues Aluminium-Gehäuse, das dem Grau der neuen Macbook-Pro Reihe zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Verarbeitung macht einen sehr guten Eindruck und wirkt durch und durch hochwertig. Das Gehäuse ist an den Seiten nur minimal abgerundet und ist daher etwas scharfkantig. Da das einzige Hersteller-Logo auf der Unterseite des Laptops angebracht wurde, wirkt das Mi Notebook Pro äußerst dezent. Es besticht lediglich durch die hochwertigen Materialien und die gekonnte Verarbeitung, ohne auffällige Akzente zu setzen. Mir persönlich gefällt dieses business-taugliche Design sehr gut.

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Beim Aufklappen des Displays macht sich bemerkbar, dass man sehr wohl auf die Details geachtet hat, denn die Oberseite kann einhändig nach oben geklappt werden, ohne dass sich das Mi Notebook dabei auch nur einen Millimeter vom Tisch bewegt. Zudem ist das Display angenehm verwindungssteif. Mit einem Gewicht von 2kg ist das Mi Notebook minimal schwerer als das neue Macbook Pro (1,87kg). Die Maße betragen 36 x 24,4 x 1,5cm und entsprechen damit fast genau denen das Apple Macbooks (35 x 24 x 1,55cm), obwohl das Xiaomi Mi Notebook Pro einen größeren Bildschirm verbaut hat (15,6“ vs. 15,4“).

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Auf der Unterseite des Mi Notebook Pro befinden sich die Lautsprecher und die Lüfter. Ein fester Stand wird durch 5 Gumminoppen gewährleistet, dank denen das Notebook stabil auf jeder Unterlag ruht. Wer Zugriff auf das Innere des Notebooks braucht, kann hier einfach die 9 TORX-Schrauben entfernen (eine befindet sich unter dem mittleren Gumminoppen unterhalb des Displays) und die Unterseite abnehmen. Im Innern des Notebooks gibt es einen freien M2-SSD-Slot, mit dem man den Speicher einfach erweitern kann. Der Arbeitsspeicher lässt sich hingegen nicht aufrüsten, da dieser mit dem Mainboard verlötet wurde.

In punkto Design und Verarbeitung setzt das Mi Notebook Pro alle Haken richtig. Man bekommt ein wunderschönes 15,6 Zoll Notebook mit Premium Look & Feel, das sich vor keinem Macbook verstecken muss. Das Design ist überzeugt durch seine einfache Eleganz und auch der Zugriff zum Innern wurde nicht unnötig erschwert. Einziger Wehrmutstropfen ist das relativ hohe Gewicht, was allerdings für einen Laptop dieser Größe nicht außergewöhnlich ist. Xiaomis 13,3 Zoll Notebook wiegt z.B. nur 1,3kg und ist damit in Punkto Mobilität stark überlegen.

Display

Das Display wird ist mit 15.6 Zoll deutlich größer als bei den Vorgängern und macht das Mi Notebook Pro zum idealen Arbeitsgerät für Office-Aufgaben. Die Auflösung beträgt wie auch bei den Vorgängern 1920 x 1080 Pixel. Man kommt somit auf eine Pixeldichte von 162 ppi. Das Bild ist damit noch angenehm scharf, allerdings lässt sich beim genauen Hinsehen durchaus ein Unterschied zum 2K-Display eines Macbook Pro erkennen (220ppi). Zum Schutz vor Kratzern wird das Display von Corning Gorilla Glas geschützt. Was die Farbwiedergabe und die Kontraste des Displays angeht, hat Xiaomi gute Arbeit geleistet. Inhalte erscheinen leuchtstark und mit einer natürlichen Farbwiedergabe. Das Display ist gleichmäßig ausgeleuchtet und es gibt keine störenden Lichthöfe oder tote Pixel. Da es sich Glare-Type Display handelt, liegen die Inhalte fast schon auf der Displayoberfläche auf. Die Kehrseite dieses Displaytyps ist natürlich, dass das Mi Notebook Pro bei direkter Sonneneinstrahlung ziemlich stark spiegelt. Bei normalem Wetter oder im Schatten kann man das Gerät zwar noch bedienen, bei stärkerer Sonneneinstrahlung ist die Anzeige aber stark eingeschränkt.

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In punkto Display macht das Mi Notebook Pro einen guten Gesamteindruck. Natürlich wäre ein 2K-Display schöner gewesen, aber auch mit der Full-HD Anzeige bekommt man noch ein gutes Bild geboten. In punkto Helligkeit, Farbwiedergabe und Kontrast macht das Display zudem einen sehr guten Eindruck.

Leistung

Unser Testgerät ist die leistungsschwächste Version des Mi Notebook Pro mit einem Intel i5-8250 Prozessor und 8GB RAM. Alternativ gibt es das Mi Notebook Pro auch noch mit Intel i7-8550U Prozessor mit wahlweise 8 oder 16GB DDR4 RAM. Alle Mi Notebook Pros haben eine 256GB SSD von Samsung sowie einen zweiten, unbesetzten M2-SSD-Slot zur Speichererweiterung verbaut. Neben den potenten Prozessoren kommt noch eine dedizierte Nvidia Geforce MX150 Grafikkarte zum Einsatz.

Bei den verbauten Chipsätzen handelt es sich bei allen Versionen um die neuste Garde der mobilen Intel-Prozessoren. Als Laie sollte man also nicht dem Fehler unterlaufen, zu denken, dass der neue Intel i5-8250 schwächer ist, als ältere i7-Modelle. Prinzipiell ist die Leistung der neuen Kaby-Lake Prozessoren auf dem neusten Stand der Technik und wird im 14-Nanometer-Verfahren hergestellt. Der i5-8250 unserer Version ist ein Quad-Core Prozessor mit 4 Prozessorkernen mit 1,6 bis 3,4GHz. Der i7-8550U der leistungsstärkeren Version bietet 4 Prozessorkerne mit 1,8 bis 4 GHz und erreicht etwa 20-30% mehr Leistung. Er ist einer der schnellsten mobilen Prozessoren überhaupt und normalerweise nur in Notebooks deutlich über der 1000-Euro Marke zu finden. Die On-Board-Grafikkarte ist bei beiden Prozessoren eine Intel UHD Graphics 620. Im Mi Notebook Pro wird die interne GPU zudem durch eine weitere NVIDIA GeForce MX150 GPU mit 2GDDR5 RAM unterstützt. Dies ermöglicht dem Notebook, bei grafisch anspruchsvollen Anwendung auf die externe GPU zurückzugreifen, um genügend Leistung zur Verfügung zu stellen. Auch wenn die Nvidia GPU nicht die leistungsstärkste Grafikkarte auf dem Markt ist, liefert sie doch erheblich mehr Leistung als die internen Grafikchips normaler Ultrabooks. Insbesondere angesichts des geringen Preises ist es beachtlich, dass Xiaomi nicht nur auf leistungsstarke Prozessoren setzt, sondern das Gesamtpaket durch eine dedizierte Grafikkarte erweitert. Auch wenn das Mi Notebook mit dieser Kombination hinter den meisten Gaming-Notebooks zurückbleibt, ist es dennoch wesentlich spieletauglicher als gängige Ultrabooks.

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Xiaomi Mi Notebook Pro SD Bench 300x269Der interne Speicher für Dateien wird durch eine M2 Samsung PM961 SSD bereitgestellt. Es handelt sich um den gleichen Chipsatz, der auch in der 2017-Version des Mi Air verbaut wurde. In den Crystal SSD-Benchmark schneidet der Speicher im Vergleich mit dem Mi Air erheblich langsamer ab (ca. 1700MB/s vs. 3000 MB/s). Dies wurde auch von einigen Reviews im Internet bemängelt. Da uns dieser Geschwindigkeitsunterschied etwas stutzig gemacht hat, haben wir die Geschwindigkeit der SSD des Mi Air 2017 mit dem Mi Notebook Pro im Praxiseinsatz verglichen. Das Mi Notebook Pro war beim Kopieren, Entpacken und Übertragen von Dateien allerdings überall geringfügig schneller, weshalb wir vermuten, dass das Benchmarkergebnis (aus welchen Gründen auch immer) von der tatsächlichen Leistung abweicht.

Die Prozessoren der neuen Mi Notebooks sind in Kombination mit dem von Xiaomi angesetzten Preis der Verarbeitung einmalig auf dem Markt. Doch wie schlägt sich die Leistung im Praxiseinsatz?

Für den alltäglichen Office-Betrieb kann man dem Mi Notebook ohne Einschränkung die Note „sehr gut“ geben. Beim Bearbeiten von Dokumente, Anschauen von Videos oder Surfen im Internet sind Wartezeiten ein Ding der Vergangenheit. Zudem beeindruckt der schnelle Boot-Vorgang immens. Bis zum Start ins Windows vergehen nicht einmal 10 Sekunden. Hier gibt es kaum Einschränkungen und für den Office-Betrieb bekommt man mit dem Mi Notebook Pro genau das richtige Gerät.

Was die Gaming-Performance angeht, kann sich das Mi Notebook Pro ebenfalls wacker schlagen. Zwar handelt es sich bei der zweiten GPU nicht um ein High-End Modell, wie man es in dezidierten Gaming-Laptops findet, für gelegentliches Gaming ist die Leistung allerdings ausreichend. Prinzipiell werden aktuelle High-End Games wie Battlefield mit mittlerer oder niedriger Grafikeinstellung flüssig wiedergegeben. Etwas ältere Spiele wie Counterstrike Global Offensive oder League of Legends spielt das Mi Notebook Pro auch mit hohen Grafikeinstellungen flüssig ab.

Wird das Mi Notebook Pro durch Gaming gefordert, macht sich das auch akustisch bemerkbar. Unterhalb des Gehäuses gibt es einen bereiten Lüfterausgang, durch den die Ventilatoren die Hardware kühlen. Die Lautstärke-Entwicklung unter Volllast ist deutlich hörbar, allerdings nicht so laut, dass sie als ernsthaft störend empfunden würde. Was die Hitzeentwicklung angeht, bleibt das Mi Notebook im Normalbetrieb angenehm kühl. Die heißeste Stelle ist der Bereich oberhalb der Tastatur. Hier wird das Notebook im Normalbetrieb etwa 36° und unter Volllast 44° warm. Super Werte!

Windows 10 auf dem Mi Notebook Pro

Xiaomi Mi Notebook Pro Windows 10

Das Xiaomi Mi Notebook Pro wird mit vorinstallierten Windows 10 Home in der chinesischen Version geliefert. Da sich auf dem chinesischen Windows kein deutsches Sprachpaket installieren lässt, muss man Windows zunächst neuinstallieren.

  1. Hier das Medienerstellungstool herunterladen und installieren.
  2. USB-Stick mit mindestens 8GB anschließen
  3. Windows Boot-Stick erstellen
  4. Beim Einschalten des Mi Book die „F2“ Taste gedrückt halten und unter „Boot“ – „Boot Device Order“ den USB-Stick auswählen
  5. Windows installieren.

Uns war es leider nicht möglich, die im Mi Notebook Pro hinterlegte Windows 10 Lizenz auf dem neuinstallierten Windows zu reaktivieren. Wie es aussieht, wurde von Microsoft eine Sperre für chinesische Lizenzen errichtet. Insofern ist die einzige Möglichkeit, eine neue Lizenz zu erwerben. Windows 10 Home oder Professional bekommt man bereits schon für unter 10€.

Außerdem solltet ihr euch noch die aktuellen Nvidia Treiber für den NVIDIA GeForce MX150 Grafikchip herunterladen und installieren.

Schnittstellen & Ausgabe

Das Xiaomi Mi Notebook Pro bietet eine gute Auswahl der wichtigsten und neusten Schnittstellen. Auf der rechten Seite befinden sich zwei USB-Type C Anschlüsse und ein SD-Kartenslot. Der obere USB-Type C Slot wird gleichzeitig zum Laden des Notebooks genutzt.

Der HDMI 1 Anschluss kann an alle Bildschirme mit Full-HD bei 60FPS ausgeben. Wer einen 4K-Monitor sein Eigen nennt, muss zwangsweise auf den USB-Type C Anschluss zurückgreifen. Hierfür gibt es von Xiaomi einen kostengünstigen Adapter, der einen HDMI 2 (4K, 60FPS) Anschluss, einen Aufladeport und einen weiteren USB-Slot zur Verfügung stellt. Alternativ gibt es einen weiteren Adapter für Monitore mit Displayport.

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Auf der linken Seite des Notebooks befinden sich zwei USB 3 Anschlüsse und ein klassischer 3,5mm Klinke-Adapter. Dieser liefert einen sehr guten Sound und spielt Musik mit plastischem Sound und ausgewogenem Klangbild ab.

Was die drahtlose Verbindung angeht, bekommt man mit dem Mi Notebook Pro den neuen .ac-Wifi Standard und Bluetooth 4.1. Hervorzuheben ist die Stärke des Wifi-Moduls, denn diese ist wirklich sehr gut. Selbst 3 Räume neben meinem Router nimmt die Geschwindigkeit nur geringfügig ab und sorgt für genügend Speed bei Downloads und Streaming.

Zum Abspielen von Sound über das Notebook leitet eine Realtek ALC298 Soundkarte den Klang an zwei 2,5 Watt Harman Kardon Infinity Lautsprecher weiter, die mit Dolby Atmos Sound arbeiten. Das Ergebnis kann sich sehen oder vielmehr hören lassen. Der Sound über das Mi Notebook Pro hat so viel Räumlichkeit, wie ich es noch bei keinem Notebook gehört habe. Auch die Lautstärke des Sounds ist sehr hoch. Klangliche Verzerrungen gibt es auch bei höchster Lautstärke nicht.

Womit das Mi Notebook Pro allerdings überhaupt nicht überzeugen kann, ist die verbaute Webcam. Diese löst nur mit einem Megapixel auf. Das Bild hat einen permanenten Grauschleier und ist sehr verpixelt.

Eingabegeräte

Die Qualität der Eingabegeräte (Touchpad und Tastatur) sind etwas, die bei der Kaufentscheidung zu Unrecht häufig vernachlässigt werden. Was bringt einem ein leistungsstarker Rechner, wenn er sich unterwegs nicht angenehm bedienen lässt und man aufgrund eines ungenauen Touchpads ständig danebenklickt? Zum Glück hat Xiaomi in diesem Punkt ganze Arbeit geleistet.

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Als Macbook-Nutzer bin ich, was den Bedienungskomfort des Touchpads angeht, extrem verwöhnt. Ich war vor dem Test des Xiaomi Notebooks sehr skeptisch, ob das Gerät in diesem Punkt meine Erwartungen erfüllen kann. Zum Glück wurde ich eines Besseren belehrt. Die Bedienung über das 12,7 x 8,3 cm große Touchpad geht sehr geschmeidig von der Hand. Die Oberfläche des Pads besteht aus kratzfestem Glas. Multi-Touch Gestern werden genau umgesetzt und das Hin- und Herwechseln zwischen Fenstern unter Windows 10 und das Scrollen auf Websites funktioniert tadellos. Zum Ausführen des klassischen Linke-Maustaste-Befehls kann der Nutzer entweder zweimal schnell hintereinander auf das Pad tippen oder einmal festen Druck ausüben. Zweites geht im unteren Teil des Touchpads wesentlich leichter als im oberen Drittel, da sich dort der Fingerabdrucksensor befindet. Mit diesem kann man den Anmeldeprozess beschleunigen. In der Praxis wird der Fingerabdruck in etwa 4/5 Fällen richtig erkannt und bis zum Entsperren vergeht etwa eine Sekunde. Zur Steigerung der Genauigkeit empfiehlt es sich hierbei, den gleichen Finger mehrmals im Windows Fingerprint-Management zu hinterlegen. Insgesamt kann ich dem Trackpad des Mi Notebook problemlos die Note „sehr gut“ geben, denn es ist für mich der erste Windows-Laptop, bei dem der Bedienkomfort an die von Apple gewohnte Qualität herankommt.

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Was die Tastatur angeht, kann man Xiaomi ebenfalls nur loben. Die Tasten haben einen guten Anschlag, sitzen fest im Gehäuse und machen kein unangenehmes Klappern beim Betätigen. Der Abstand zwischen den Tasten beträgt 3mm. Die Oberfläche der Tasten ist leicht nach Innen gewölbt, was ebenfalls ein angenehmes Gefühl bei der Bedienung vermittelt.  Die Tastatur hat eine weiße LED-Hintergrundbeleuchtung. Diese kann nur ein- oder ausgeschaltet werden und lässt sich nicht in verschiedenen Helligkeitsstufen regulieren.

Was für einige Nutzer jedoch eine ziemliche Einschränkung darstellen könnte, ist das QWERTY-Layout. Natürlich kann man die Tastatur in den Systemeinstellungen auf Deutsch einstellen, die Befehle stimmen dann allerdings teilweise nicht mit den Symbolen auf den Tasten überein. Mich persönlich hat dies kaum gestört, da ich als Vielschreiber nicht auf die Symbole schauen muss. Wer beim Tippen häufiger auf die Tastatur schaut, muss sich zwangsweise mit Tastaturaufklebern behelfen. Ein passendes Set findet Ihr auf Tastaturaufkleber.de.

Akkulaufzeit

Das Xiaomi Mi Notebook hat einen 60Wh Lithium-Polymer Akku verbaut. Dies ist eine beachtliche Größe für ein mehr oder weniger kompaktes Notebook. Im normalen Office-Betrieb mit Surfen, gelegentlichen Videos und Word-Nutzung schaffte das Notebook bei mir im Durchschnitt 8 Stunden Laufzeit bei mittlerer Helligkeit. Im Dauervideotest eines Full-HD Youtube Videos mit mittlerer Helligkeit hielt das Mi Notebook Pro mit knappen 10 Stunden ebenfalls lange durch. Über den Tag kommt man mit dem Notebook also problemlos.

Aufgeladen wird das Mi Notebook Pro über den USB-Type C Anschluss auf der rechten Seite. Der mitgelieferte Adapter hat einen chinesischen Netzstecker. Zwar legen die Onlineshops immer einen passenden EU-Adapter bei, allerdings sollte man aus Sicherheitsgründen besser ein deutsches Netzteil anschaffen. Passende Adapter gibt es bei Amazon ab 25€. Aufgeladen ist das Mi Notebook Pro mit dem 65W Netzteil in nur einer Stunde und 15 Minuten, was durchaus als Rekordwert bezeichnet werden kann.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Das Xiaomi Mi Notebook Pro ist wahrscheinlich das preis-/leistungsstärkste Business-Notebook auf dem Markt. Wer zu dem Gerät greift, muss allerdings auch ein paar Nachteile hinnehmen. So kommt das Mi Notebook Pro mit englischem Tastaturlayout, Windows 10 muss neuinstalliert werden und im Garantiefall muss man das Notebook nach China zurücksenden. Auf der anderen Seite weiß das Notebook auf vielfältige Weise zu reizen: Man bekommt einen leistungsstarken Intel-Prozessor der neusten Generation, eine Verarbeitungsqualität, die unterhalb der 1200€-Marke ihresgleichen sucht, einen starken Akku und eine dedizierte Grafikkarte für‘s gelegentliche Gaming. Zudem bietet der große 15,6 Zoll Bildschirm ausreichend Platz für Inhalte, wenngleich das große Notebook mit 2kg auch durchaus ein ordentliches Gewicht hat.

Alles in allem bekommt man mit dem Mi Notebook Pro also eine Preis-/Leistung, die man hierzulande nicht findet. Von uns bekommt der Laptop daher eine klare Kaufempfehlung.

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* Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 15.11.2017

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Kommentar Updates
 
Gast
Stefan

Mein Moi Notebook startet nach Neuinstallation von Windows 10 Pro nicht mehr im Uefi Modus.
Weshalb?

Vielen Dank

Gast
Sinan

wird es ein test geben wie gut das notebook pro ist mit benchmark usw. Was mich noch interessiert ob es kühl probleme gibt?

Gast
Max

Wann bekommt Ihr Euer Testgerät und wann wird es die höherwertigen Notebooks zum Kaufen geben?

Gast
Egbert

Wird Xiaomi auf absehbare Zeit Notebooks mit CE-Kennzeichnung verkaufen?

Gast
Volker

Hat das Mi Notebook einen Touch Screen?
Und gibt es einen guten workaround aus der Tastatur eine mit Deutschem Layout zu machen?
Danke u lg
V. Binder

Autor
TeamStarMitglied
Jonas Andre

Kein Touchscreen. Theoretisch mit Aufklebern, aber das sieht halt nicht schön aus.

Gruß Jonas

Mitglied
Mitglied
Volker Rasmusen

Weis jemand ob man die Buchstaben Blenden wie bei anderen Notebooks rausnehmen kann. Weil dann muss man ja nur die Knöpfe so setzen wie bei der DE Tastatur .

Gast
Daniel

Es ist leider nicht nur mit dem Tauschen der zwei Buchstaben Z und Y getan. Dies sind nur die offensichtlichsten Unterschiede. Auch die ganzen Sonderzeichen wie Doppelpunkt, Semikolon, Klammern und auch die Umlaute (äöü) sind anders belegt bzw fehlen. Übrigens hat die Qwerty Tastatur eine Taste weniger als die Qwertz-Version. Gruß Daniel

Gast
Fred

Einfach windows taste + leertaste dann hat man deutsches layout! Reicht mir aus weil die sonderzeichen im eng layout eh besser sind und nur ü ö und ä sind wichtig. Mmn.

Gast
Dirk

Vielleicht hilft das hier ja auch weiter:
https://www.lsa.umich.edu/german/hmr/schreiben/umlaute.html

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