Startseite » Gadgets » TCL Breeva A3 Luftreiniger im Test

TCL Breeva A3 Luftreiniger im Test

Getestet von Philip Hauck am
Vorteile
  • stylishes schwarzes Design
  • LED-Ambientelicht
  • Zwei Sensoren für Luftqualität
  • "Sterilisations"-Modus
  • umfangreiche Alexa-Integration
Nachteile
  • Touchpanel überladen
  • keine Einschaltzeiten programmierbar
Springe zu:

Seit Corona sind Luftreiniger in aller Munde. Sie befreien die belastete Raumluft angeblich nicht nur von Viren und Bakterien, sondern saugen auch Feinstaub, Hausstaub, Pollen und Gerüche ab. Spätestens mit dem TCL Breeva A3 avanciert ein solches Gerät zum Styling-Objekt fürs Wohnzimmer – in elegantem Mattschwarz und dimmbarem LED-Ring. Das Crowdfunding für den Styler unter den Luftreinigern endet am 12. Juni 2021. Was er kann, erfahrt ihr schon jetzt im Testbericht.

TCL ist alles andere als eine unbekannte Marke und die Nutzung der Indiegogo Plattform für einen etablierten Hersteller ist verwunderlich. Dabei hat TCL bereits Luftreiniger im eigenen Sortiment (Zur Herstellerwebseite). Breeva ist jedenfalls eine Untermarke vom bekannten Hersteller TCL und den hier getesteten Luftreiniger gibt es bei Indiegogo aktuell für 98€.

Zur Indiegogo Kampagne

Lieferumfang des Breeva A3

Maximal minimalistisch: Stecker, Luftreiniger, Filter – das war’s. Und mehr braucht es zum Glück nicht. Um den TCL Breeva A3 zu starten, muss nur der Filter eingesetzt werden. Danach reicht ein Knopfdruck, dann summt die Automatik los.

breevaa3 5 von 6

Einrichtung und Bedienung

Das beleuchtete Touchpanel befindet sich an der Oberseite. Wer es gerne minimalistisch hat, drückt auf “On/Off”, wenn er Reinigungs-Bedarf verspürt. Mehr ist ohne Anleitung und App auch nicht drin, die Bedeutung der Symbole ist nicht zu erraten.
Der Blick in die Anleitung offenbart die Funktionen der insgesamt acht Touchbuttons: An/Aus, Modus (Automatik/Sleep/Manuell), Timer (1 bis 8 Stunden), breeva Shield aktivieren, Kindersicherung, Filterverschleiss Anzeige, Luftqualität Anzeige, LED-Licht an/aus.

breevaa3 3 von 6

Am leichtesten geht das Konfigurieren in der App. “TCL Home” ist übersichtlich gehalten, führt durch den Installationsprozess (WLAN-Taste am Luftreiniger drücken, warten, fertig) und bietet essenzielle Funktionen. Im Automatikmodus verlässt sich der Breeva A3 auf seinen Laser- und VOC-Sensor. Letzterer spürt “volatile organic compounds”, also flüchtige organische Verbindungen wie Aceton oder Ethanol auf.

Ist die Belastung im Zimmer hoch, dreht der “Propeller” auf höchster Stufe, die gut und gerne 50 Dezibel laut ist. Ist die Luft rein, säuselt er im Flüstermodus. Der manuelle Modus erklärt sich von selbst. Im Schlafmodus ist minimale Lautstärke angesagt und alle Lichter sind auf 50 Prozent heruntergefahren. Die Lichter lassen sich aber auch ganz ausschalten.

breevaa3 2 von 6

Was die App im Vergleich zur Konkurrenz von Xiaomi nicht kann: Feste Reinigungsintervalle einstellen. Das ist besonders praktisch, wenn man zu den immer gleichen Zeiten isst und gerne Gerüche “automatisch” entfernt haben möchte. Was er stattdessen kann: Leuchten! Dimmbar! Cool.

Kinderleicht ist die Integration ins Smart Home, hier am Beispiel Alexa: In der TCL Home-App auf “Alexa” klicken – der Rest geht wie von selbst. Der Clou: Der Breeva A3 ist mit sehr vielen Funktionen in Alexa integriert und diese lassen sich per Sprachbefehl aktivieren und deaktivieren.

Mittels App und Alexa lässt sich der Luftreiniger natürlich auch von unterwegs steuern.

Wirkung des Breeva A3

breevaa3 1 von 6 e1623272213117Wie schon beim Xiaomi Mi 3C dreht auch der Breeva A3 beim ersten Start richtig auf. Vielleicht, weil ihm die Luft tatsächlich nicht schmeckt. Oder, weil er erst mal sein Revier markieren muss. Dabei schafft der Breeva A3 laut Hersteller einen Luftdurchfluss von 270m³/h und eignet sich für 23 m² große Räume. Der kleinste und günstigste Xiaomi Luftreiniger 3C bietet im Vergleich bereits einen Durchfluss von 320m³/h. So oder so: Der Luftzug des Breeva A3 ist noch im Treppenhaus zu spüren, da geht was! Nach wenigen Minuten hat sich aber auch der Breeva beruhigt, zeigt dann “moderate Luftqualität” im 22 Quadratmeter großen Dachboden an, ehe er zehn Minuten später “großartig” vermeldet.

An diesem Wert verändert sich nichts; auch nicht, wenn der Luftreiniger einige Tage nicht an war. Das liegt vermutlich an der guten Landluft, andererseits war das Wetter im Mai/Juni 2021 lange regnerisch und kühl – und damit kaum noch Pollen unterwegs. Und selbst wenn der Sommer und damit die Pollenbelastung noch kommen sollte: Der Breeva A3 verspricht 99,97 aller Partikel aus der Luft zu ziehen.

breevaa3 6 von 6Ob er das wirklich kann, ließe sich wohl nur mit teurem Labor-Equipment überprüfen. Sobald die Allergene das Haus heimsuchen, wird zumindest der subjektive Hatschi-Test nachgereicht. Die Technik, die im Breeva steckt, klingt immerhin vielversprechend. Die Filtereinheit besteht aus einem groben Vorfilter, einem HEPA-Filter, einem Carbon-Filter sowie zwei weiteren “Schutzschichten”.

Diese zwei Schichten bilden das “breevaShield” und sollen die Luft regelrecht “sterilisieren” mittels negativer Ionen und UV-C-Licht. Auf der Crownfunding-Plattform www.indiegogo.com untermauert TCL die Effektivität seines Luftreinigers mit allerlei Zertifikaten, die die Wirksamkeit gegen Partikel und Viren bestätigen. Was die Zahlen im Detail bedeuten, ist für einen Laien aber nicht erkennbar.

Der Breeva A3 ist laut Hersteller für Räume bis zu 23 Quadratmeter ausgelegt, er zieht sich pro Stunde 270 Kubikmeter durch den Filter.

Filter & Ersatzfilter

breevaa3 4 von 6Der Filter lässt sich leicht ausbauen: Dazu einfach den Luftreiniger auf den Kopfstellen, den Verschlussdeckel abziehen und den Filter entnehmen. Wer möchte, kann den Filter regelmäßig von außen absaugen, damit zumindest die groben Partikel draußen sind.

Wenn die App dann doch einmal einen Filterwechsel empfiehlt, gibt es Nachschub für aktuell 33 Euro laut Info auf der Crowdfunding-Plattform. Noch ist er nirgends im Netz zu finden. Laut TCL wird es die Filter und den Luftreiniger dann auch offiziell bei Amazon.de geben.

Ferner kündigt TCL zwei “erweiterte” Filter an. Vermutlich wird es sich dabei analog zu Xiaomi um einen Anti-Formaldehyd-Filter sowie eine spezielle antibakterielle Version handeln.

Quellen

Testergebnis

Getestet von
Philip Hauck

Der Breeva A3 wuchert mit einem ordentlichen Pfund: Elegantes Design, dimmbare LED-Beleuchtung, viele Einstellmöglichkeiten und on top eine optimale Alexa-Integration. Early Birds bekommen das stimmige Gesamtpaket für 98 Euro. Der Preis nach dem offiziellen Verkaufsstart wird aber wohl nach einigen Wochen nicht weit davon entfernt sein.

Zur Indiegogo Kampagne

Die Verarbeitung ist hochklassig, die Bedienung (in der App und mit Alexa) simpel und die Luftreinigung funktioniert offenbar gut. Der Ventilator zieht spürbar eine große Menge Luft durch den Filter. Sobald der Sensor weniger Partikel in der Luft registriert, fährt der Breeva A3 die Leistung runter.

Konkurrenz kommt derzeit unter anderem von Xiaomi: Der Mi 3H und 3C sind echte Alternativen. Beide Geräte bieten viel Leistung für einen Kaufpreis von unter 100 Euro. Sie sind (noch) leichter zu bedienen als der Breeva A3. Punkten können sie außerdem mit in der App einstellbaren Start- und Stoppzeiten der Luftreinigung. Letztlich bleibt es eine Geschmacksfrage: Weiß und eckig (Xiaomi) oder rund und schwarz (Breeva).

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare