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Teclast T50HD im Test

Getestet von Manuel am
Vorteile
  • Stock-Android 14 ohne Bloatware
  • Widevine Level 1 inklusive Netflix
  • tolle Bildschirmhelligkeit
  • 3,5 mm Klinkenanschluss
  • rasend schneller und großer Festspeicher
Nachteile
  • langsamer Prozessor
  • lange Ladezeit
  • nur SBC als Bluetooth-Codec
  • leicht rucklige Bedienung
  • nerviger Helligkeitssensor
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Teclast ist ein alter Bekannter bei chinahandys.net und im heutigen Test muss sich das brandneue Teclast T50HD beweisen. Das Tablet hat mich die letzten drei Wochen begleitet und mein Samsung Galaxy Tab S6 Lite ersetzt.

Primär soll das T50HD durch das aktuelle Android 14 und die Unterstützung von Widevine Level 1 punkten. Schon der Vorgänger Teclast T40HD (zum Test) wusste im Großen und Ganzen im Test zu überzeugen. Deshalb können wir gespannt sein, ob Teclast an den richtigen Stellschrauben gedreht und ein perfektes Tablet zum entspannten Streamen entwickelt hat. Für um die 150€ reißt es schon mal kein Riesenloch ins Budget.

Lieferumfang des Teclast T50HD

Teclast T50 HD Lieferumfang

Der weiße Karton des Teclast T50HD ist mit weniger gefüllt, als ich eigentlich erhofft habe. Immerhin legt der Hersteller ein 10W-Ladegerät und ein USB-C-Kabel mit dabei und natürlich eine Kurzanleitung. Die Displayschutzfolie ist schon auf dem Bildschirm appliziert. Ich vermisse eine Schutzhülle.

Verarbeitung und Design

Es erwartet euch ein ganz klassisches, großes Tablet mit  257 x 169 x 7,7 Millimeter in den Abmessungen und einem Gewicht von 526 Gramm. Trotz großem Akku ist es mit 7,7 mm angenehm dünn. Bis auf den Kamerabereich kommt Aluminium zum Einsatz und verleiht dem Teclast T50HD einen optischen ansprechenden Eindruck. Dieser wird aber von der Verarbeitungsqualität ein wenig getrübt. Die Tasten für den Power-Button und die Laut/Leise-Wippe sind relativ locker im Gehäuse und haben Spiel. Das Gehäuse ist nicht verwindungssteif und es sind Geräusche aus dem Tablet bei leichtem Druck auf die Rückseite zu vernehmen. Wirklich schlimm ist das nicht, aber auch nicht optimal. Als Farbe steht nur Schwarz bereit.

Das Teclast T50HD ist ganz klar auf die Bedienung im Querformat ausgelegt. Dann befindet sich die Frontkamera oben, ebenso wie die Bedientasten im oberen Rahmen. Die Stereolautsprecher strahlen in die Handmulde. Eine höhere Positionierung wäre aus meiner Sicht sinnvoller gewesen, das trifft genauso auf den 3,5 mm Klinkenanschluss in der rechten unteren Ecke zu. Alternativ kann man das Tablet noch um 180 Grad bei der Nutzung drehen. Die rechte Kante wird noch ergänzt durch den USB-C 2.0 Anschluss und den Hybrid-Slot für die zwei SIM-Karten oder einer microSD-Speicherkarte in Kombination mit einer SIM-Karte.

Das Display ist mittig und symmetrisch in der Front eingefasst und die Displayränder von 12 Millimeter erlauben eine komfortable Haltung ohne Fehlbedienungen. Die Kamera auf der Rückseite steht 2 mm hervor und gibt durch den dunkelblauen Kunststoff und Form dem Teclast T50HD eine eigene Note.

Display des Teclast T50HD

Das Display des Teclast T50HD hat mit 10,95 Zoll die mittlerweile übliche Größe im Tablet-Segment. Die Auflösung mit 1920 x 1200 Pixel stellt einen guten Standard in diesem Segment und resultiert in einer Pixeldichte von 206 Pixel pro Zoll. Erfreulicherweise verbaut Teclast ein hochwertiges IPS-Display, auch wenn die Bildwiederholungsrate nur bei 60 Hertz liegt. Vor allem die hohe Helligkeit von maximal 495 Lux konnte im Test begeistern. Aber auch die Ausleuchtung und Blickwinkelstabilität können überzeugen.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux

Die Farben lassen sich innerhalb des Systems frei anpassen. Ein Dunkelmodus ist genauso vorhanden, wie ein Modus für einen reduzierten Blaulichtanteil. Rundrum zufrieden wäre ich, wenn der Helligkeitssensor vernünftig funktionieren würde. Besonders im Halbschatten nervt er mit einer zu hohen Helligkeit.

Bis auf die teilweise zu hohe Helligkeit gefällt mir der Bildschirm also, auch wenn kein HDR oder andere Profile unterstützt werden. 10 Finger werden zuverlässig bis in die Ecken des Bildschirms erkannt und ein gewisse Kratzfestigkeit ist auch vorhanden. Trotzdem würde ich immer zur Nutzung einer Schutzfolie raten.

Leistung

Wie schon beim Vorgänger muss beim Teclast T50HD ein Uniscoc T606 die Arbeit verrichten. Der Prozessor ist mittlerweile 3 Jahre alt und war schon beim Erscheinen der Einstiegsklasse zugeordnet. Die acht Kerne teilen sich in 2 Leistungskerne mit bis zu 1,6 GHz und sechs Energiesparkerne ebenfalls mit zu 1,6 GHz Takt. Bedauerlicherweise wird die CPU noch in 12 nm gefertigt. Der Arbeitsspeicher beträgt vernünftige 6 Gigabyte. Schon der Vorgänger T40HD hatte jedoch bereits 8 GB RAM verbaut.

Antutu (v10)
Geekbench Single (v6)
Geekbench Multi (v6)
3DMark (Wildlife)

Dementsprechend fallen auch die Benchmark-Ergebnisse aus. Ich hätte mir eher ein Leistungsupgrade gegenüber dem Vorgänger gewünscht. Der Festspeicher wurde auf 256 GB vergrößert und ist für diese Preisklasse überraschend rasant. Werte über 1000 MB pro Sekunde im Lesen und nahezu gleichwertig im Schreiben sind astrein und lassen so manches Mittelklasse-Smartphone erblassen. Zusätzlich kann der Festspeicher mit einer microSD Karte erweitert werden.

Mit der ARM Mali-G57 mit nur einem Kern als GPU ist natürlich kein Blumentopf in Sachen Gaming zu gewinnen. Für einfache Casual Games reicht die Leistung aber aus. Subway Surfers auf dem großen Bildschirm zu spielen, macht Spaß.

System

Dass Teclast auf Android 14 bei seinem T50HD setzt, ist für einen kleinen Anbieter wirklich erfreulich. Und mit dem Stock-Android sollte sich jeder Nutzer zügig zurechtfinden. Dafür ist der Funktionsumfang ein wenig beschnitten und nicht so umfangreich, wie man es von anderen Distributionen wie OneUI oder DokeOS kennt. Im Gegenzug geht Stock-Android relativ sparsam mit den Ressourcen um und eine halbwegs flüssige Bedienung war möglich. Dennoch merkt man die mangelnde Power der CPU. Es kam zu leichten Rucklern im System.

Das System ist in Deutsch verfügbar und gut zu bedienen. Über eventuelle Updates oder Bugfixes würde ich mir keine großen Hoffnungen machen, gleichwohl unterstützt das Teclast T50HD OTA-Updates.

Ein Höhepunkt ist die vollständige Integration von Widevine Level 1 in das System. Sogar Netflix erkennt das Tablet als HD-fähig an. Somit kann das Angebot der Streamingdienste in voller Auflösung genossen werden. Ebenso erfreulich, dass Teclast sich sämtliche Bloatware im System spart.

Kamera des Teclast T50HD

Teclast T50 HD Kamera Test

Im Teclast T50HD sind insgesamt 3 Kameras verbaut, wobei die zweite rückwärtige Kamera keine Funktion hat. Mit Information über die verbaute Hardware hält sich der Hersteller sehr bedeckt.

  • Hauptkamera: 13 Megapixel, OmniVision, AF
  • sekundärer Sensor: 0,1 Megapixel für Tiefeninformationen
  • Frontkamera: 8 Megapixel

Aber am Ende zählt das Ergebnis und die Bilder. Zur Unterstützung hat Teclast dem T50HD noch eine Szenenerkennung und einen Blitz für die Hauptkamera spendiert.

Hauptkamera

Auch wenn sicherlich die wenigsten ein Tablet für Bilder nutzen werden, hat das Teclast T50HD positiv überrascht. Für diese Preisklasse sind die Bilder gut. Der Autofokus arbeitet korrekt. Die Helligkeit der Bilder stimmt und die Farben sind kräftig, auch wenn damit ein wenig der geringe Dynamikumfang kaschiert wird. Die Schärfe lässt primär zum Rand der Bilder nach. Nur den HDR-Modus kann man sich sparen, den er verbessert die Bilder bei schwierigen Kontrastverhältnissen nicht.

Frontkamera

Der 8-Megapixel-Sensor der Frontkamera liefert allenfalls solide Ergebnisse ab. Die Helligkeit der Bilder stimmt so weit und auch mit der Hautfarbe kann man leben. Im Gegenzug ist die Schärfe ausbaufähig. Für die Videotelefonie oder Konferenzen sollte die Kamera ausreichen. Bei Dunkelheit ist die Kamera ein Totalausfall, daher erspare ich euch die Bilder.

Videos

Wer möchte, kann auch Videos mit der Hauptkamera aufnehmen, ist dann auf 1080p und 30fps beschränkt. Eine Stabilisierung ist nicht vorhanden. Die Qualität kann nicht überzeugen, da die Aufnahmen zu dunkel und auch unscharf werden. Zumindest der Ton wird gut aufgenommen. Bei der Frontkamera reduziert sich die Auflösung auf 720p und 30 fps.

Konnektivität und Kommunikation

Teclast T50 HD SIM Netz Empfang

Sehr erfreulich ist, dass der Hersteller dem Teclast T50HD einen Hybrid-Slot für zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD Karte spendiert hat. Der Empfang im 4G-Netz war vollkommen unproblematisch und auch das wichtige Band 20 für Deutschland wird unterstützt. Insgesamt sind folgende 4G-Frequenzen verbaut.

  • 1/3/4/5/7/8/20/34/38/39/40/41

Falls gewünscht, kann mit dem Tablet telefoniert werden, selbst VoLTE und VoWiFi werden unterstützt. In den heimischen vier Wänden wird man eher das WLAN nutzen und mit WiFi 5 steht ein guter Standard bereit.

Das Teclast T50HD kann mit einem soliden Empfang punkten, auch wenn die Datenrate nur durchschnittlich ist. In meinem heimischen Mesh von AVM war der Wechsel zwischen den Funkzellen ein wenig verzögert. Eine Enttäuschung war sowohl das Bluetooth 5.0 als auch die Navigation. Außer SBC wird kein weiterer Codec unterstützt. Damit ist das Tablet für Bluetooth-Kopfhörer aus dem höheren Preisbereich eher nicht geeignet. Zum Glück hat Teclast immerhin einen 3,5 mm Kopfhörer-Anschluss verbaut. Aber eine Bildausgabe über USB-C 2.0 ist nicht möglich, auch wenn in der Kurzanleitung etwas in der Art angedeutet wird.

Der zweite Kritikpunkt betrifft die Navigation, da trotz Unterstützung von GPS, Beidou, GLONASS, Galileo es lange dauert, bis ein GPS-Fix durchgeführt wurde und die Verbindung auch nicht sonderlich stabil war. Neben dem bereits kritisierten Helligkeitssensor ist noch ein Hall-Sensor für Hüllen verbaut. Allerdings muss auf einen E-Kompass verzichtet werden. Positiv zu erwähnen sind ansonsten die Stereolautsprecher, da diese eine ordentliche Lautstärke erzeugen, auch wenn der Höhen-betonte Sound ab 80 % leicht übersteuert.

Akkulaufzeit des Teclast T50HD

Test Teclast T50HD Benchmark 8

Einen 8000mAh starker Akku ist im Teclast T50HD verbaut und lädt zu langen Streamingsession ein. Auch wenn die CPU relativ gerne am Akku knabbert, kann sich die Laufzeit von 11 Stunden und 47 Minuten sehen lassen. Der Standby-Verbrauch über Nacht ist mit 5 % ist erfreulich gering. Für eine Stunde YouTube Konsum müssen rund 10 Prozent des Akkus eingeplant werden. Ich konnte das Tablet zwei Tage problemlos nutzen, bis der Akku wieder geladen werden musste. Mein Samsung Galaxy Tab S6 Lite kann das kaum besser.

PCMark Akku
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten

Dafür lässt die maximale Ladeleistung von 10 W Böses erahnen, falls die 8000 mAh wieder geladen werden müssen. Quälend lange 4,5 Stunden vergingen, bis das Tablet wieder die 99 % Prozentmarke erreicht hatte. Ich hätte mich zumindest über 18W Ladeleistung gefreut, wie es die Konkurrenz macht.

 

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Mit dem Teclast T50HD erhält man den preisgünstigen Partner für das heimische Streamingerlebnis auf der Couch. Das Tablet ist keineswegs perfekt, aber in der Kernkompetenz kann es überzeugen. Auf dem hellen Bildschirm werden Medien astrein wiedergegeben, dazu überzeugt der Stereolautsprecher mit einer guten Lautstärke. Abseits des Streamens fällt als Erstes noch die Kamera auf, die für ein Tablet in dieser Preisliga überraschend gute Bilder erzeugt. Dafür stehen auf der Minusseite vorwiegend die lange Ladezeit und der lahme Prozessor.

Wer nicht zwangsläufig Widevine Level 1 benötigt, könnte einen Blick auf Alldocube iPlay 50 Pro (zum Test) werfen, das dank Helio G99 mehr Leistung hat. Zudem könnte das Redmi Pad SE (zum Test) eine Alternative sein. Aber als Android 14 Streaming Tablet ist das Teclast T50HD für 120€ ein echtes Schnäppchen.

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