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Tineco CARPET ONE im Test: Der Endgegner für schmutzige Teppiche!

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • hochwertige Verarbeitung, praktisches Design
  • sehr einfache Bedienung
  • große Wassertanks
  • LED-Farbdisplay mit wichtigen Infos
  • ausreichend großer Lieferumfang
  • grandiose Reinigungsergebnisse auf allen Teppichen
Nachteile
  • keine manuelle Einstellung der Leistung
  • hoher Preis & nur für Teppiche geeignet
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Dass Tineco es drauf hat, konnte uns der chinesische Hersteller bereits in mehreren Testberichten beweisen. Meist war der Preis der größte Kritikpunkt unsererseits. Nach dem Staubsauger A11 Master und den Wischsaugern Floor One S5 und Floor One S5 Combo haben wir diesmal den Tineco CARPET ONE für euch ausprobiert. Der kleine Helfer soll Dreck in Teppichen und Polstern an den Kragen gehen. Tineco wirbt vollmundig damit, dass es sich um den besten Teppichreiniger der Welt handeln soll.

Tineco CARPET ONE 14

Zumindest diese Aussage können wir nicht mit Gewissheit überprüfen. Trotzdem rücken wir dem smarten Teppichreiniger in diesem Artikel auf den Leib und überprüfen alle versprochenen Features auf ihre Funktion. Los geht’s!

Lieferumfang des Tineco CARPET ONE

Die Verpackung des Tineco CARPET ONE ist nicht nur riesig, sondern auch ziemlich schwer. Einen Großteil der Fläche nimmt der Teppichreiniger ein, der quasi schon vollständig montiert ist. Nur einer der beiden Wassertanks und die Bedieneinheit müssen noch an dem Gehäuse befestigt werden. Abgesehen davon liegen in der Box eigentlich nur noch die Polsterdüse, die Reinigungslotion und eine Bürste zur Reinigung der Bürste.

Der letzte Satz ist soweit übrigens korrekt, ich hatte keinen Anfall. Das kleine schwarze Teil erinnert an eine missratene Toilettenbürste, soll aber bei der Reinigung des Teppichreinigers behilflich sein. Das Kabel ist fest am Tineco CARPET ONE montiert und definitiv lang genug. Die beiliegende Bedienungsanleitung ist mehrsprachig und auch in verständliches Deutsch übersetzt.

Design, Verarbeitung & Bedienung

Tineco scheint beim Design seiner Produkte eine durchgängige Linie zu verfolgen – das gefällt mir gut. Der CARPET ONE wirkt ein wenig wie ein aufgequollener Floor One S5 und ist ebenfalls im Stormtrooper-Look gehalten. Tatsächlich sind einige Teile sogar fast identisch, der Handgriff ist an dieser Stelle ein gutes Beispiel. Das bedeutet auch, dass der Teppichreiniger der Chinesen die hervorragende Verarbeitung der anderen Produkte erbt.

Tineco CARPET ONE 15

Alle beweglichen Teile können fest in ihrer Position verankert und einfach entnommen werden. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und der Körper des Teppichreinigers wirkt sehr hochwertig und stabil. Auch das Zubehör überzeugt mit seiner Optik und Haptik.

Tineco CARPET ONE 12

Die Bedienung ist wieder einmal sehr einfach gehalten. Am Tineco CARPET ONE befinden sich gerade einmal zwei Tasten. Einerseits gibt es natürlich den Ein-/Ausschalter, andererseits den Knopf zur Moduswahl. Dadurch habe ich das Bedienkonzept nach einigen Minuten verinnerlicht. Leider klingt der integrierte Lautsprecher, der für die Sprachansagen zuständig ist, wirklich grauenhaft. Glücklicherweise sind die Ansagen in der ansonsten ziemlich sinnlosen App abschaltbar. Der ausgewählte Modus wird übrigens zusätzlich auf dem Farbdisplay auf der Oberseite angezeigt, ebenso wie die aktuelle Verschmutzung des Teppichs.

Tineco CARPET ONE 1

Im Gegensatz zum Floor One S5 gefallen mir beim Tineco CARPET ONE die Wassertanks besser. Sie können durch einen einfachen Mechanismus gelöst und eingesetzt werden. Zudem ist die Öffnung für das Frischwasser größer, weswegen beim Befüllen nichts daneben gehen kann. Alle Verbindungen sind durch hochwertige Gummilippen geschützt und machen einen sehr robusten Eindruck.

Handling: Wie läuft eine Reinigung mit dem Tineco CARPET ONE ab?

Der Tineco CARPET ONE kommt mit einem fest angebrachten Kabel, das auf einen EU-Stecker endet. Den packt ihr einfach in die Steckdose, füllt den Frischwassertank mit maximal 60°C heißem Leitungswasser und zwei Deckeln der Reinigungslotion auf und schon kann es losgehen. Drückt ihr auf den Ein-/Ausschalter, startet der Teppichreiniger im Automatikmodus. Den habe ich die meiste Zeit verwendet, immerhin wird die Leistung ebenso wie die Wassermenge bei Bedarf automatisch erhöht. Dafür kommen Sensoren zum Einsatz, die auch schon bei den Wischsaugern von Tineco verbaut sind.

Tineco CARPET ONE 4

Wird ein stark verschmutzter Bereich erkannt, wird das LED-Band rund um das Display herum in Rot eingefärbt. In der Praxis funktioniert das sogar bei hochflorigen Teppichen gut und sorgt für eine einfache Reinigung, bei der ihr euch keine Sorgen über die gewählte Stufe machen müsst. Wenn ihr dann aber doch einmal dauerhaft die maximale Leistung von 1.300 Watt beziehungsweise 130 AW nutzen wollt, drückt ihr auf den Moduswahlknopf. Die Lautstärke erhöht sich bei maximaler Leistung auf 84 dB (A) – im Alltag ist das zwar nicht unbedingt leise, aber durch die eher tiefe Frequenz des Tons auch nicht störend.

Tineco CARPET ONE 9

Ein erneutes Drücken auf den Moduswahlknopf aktiviert den Trocknungsmodus. Während der Reinigung wird der Teppich feucht, da Wasser über den Bürsten entleert wird, um die Reinigung bis in die Tiefen des Teppichs zu ermöglichen. Der Trocknungsmodus entfernt Wasserrückstände, indem 75°C heiße Luft auf den Teppich abgegeben wird. In der Praxis ist mein hochfloriger Teppich nach vier bis fünf Durchläufen wieder komplett trocken. Ist das der Fall, wird das ebenfalls auf dem Display angezeigt. Dafür kommt ein weiterer Sensor zum Einsatz. Natürlich sollte man hier vorher abwägen, ob der zu reinigende Teppich eine solche Behandlung mitmacht. Bei einem teuren Perser-Teppich sollte man gegebenenfalls auf eine solche Reinigung verzichten.

Der Zubehörmodus – Reinigung von Polstern

Mit im Lieferumfang ist ein Schlauch mit Fleckenentferner, der für Polster und andere Oberflächen gedacht ist. Dieser kann einfach an den Tineco CARPET ONE angesteckt werden – dann wechselt ihr in den entsprechenden Modus und könnt zum Beispiel eure Couch oder einen Sessel reinigen. Auch das hat im Test ausgezeichnet funktioniert, einige Flecken von meinem Stoffsofa gehören jetzt der Vergangenheit an. Auch für Autoinnenräume – vor allem für solche mit Stoffsitzen – ist dieser Modus ideal geeignet.

Reinigungsleistung des Tineco CARPET ONE

In diesem Punkt hat mich der Tineco CARPET ONE vollständig überzeugen können. Meine Teppiche reinige ich zwar zweimal pro Woche mit einem Staubsauger, doch der Teppichreiniger hat völlig andere Reinigungsergebnisse erzielen können. Deutlich bessere, um genau zu sein. Die Menge an Schmutz, die der CARPET ONE aus meinem Teppich im Wohnzimmer gezogen hat, ist wirklich beängstigend. Auch größere Verunreinigungen wie Plastikteile oder Gummibänder, die in einem hochflorigen Teppich durchaus einmal verloren gehen können, haben die Bürsten aufgenommen und in den Schmutzwassertank verbannt.

Alle Teppiche haben nach der Reinigung sauberer ausgesehen und geradezu geglänzt. Die Farben haben wieder mehr Kraft erhalten und ein dezenter Duft sorgt für ein sauberes Gefühl. Für Polster und alle anderen Stoffoberflächen gilt genau dasselbe. Die Reinigungsleistung des Tineco CARPET ONE ist auf einem enorm hohen Niveau!

Tineco CARPET ONE 16

Das Beginnen und Beenden der Reinigung ist überaus einfach, da ihr den oberen Teil des Teppichreinigers nur nach vorne respektive nach hinten kippen müsst. Die Wassertanks haben genug Volumen, auch mehrere große Teppiche nacheinander zu reinigen. Selbst bei großen Häusern mit Teppichböden dürfte es hier nicht zu Problemen kommen.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Der Tineco CARPET ONE ist ohne Frage ein Teppichreiniger der Extraklasse. Die Bedienung ist einfach, der Lieferumfang groß und die Reinigungsergebnisse ausgezeichnet. An Design und Verarbeitung gibt es nichts zu kritisieren und die smarten Funktionen sind teilweise sehr sinnvoll, teilweise stören sie immerhin nicht. Ganz ehrlich – mir fällt kaum ein Kritikpunkt zum Teppichreiniger von Tineco ein.

Würde ich mit vorgehaltener Waffe nach negativen Punkten befragt werden, würde ich die sinnlose App und den wirklich grauenhaften Lautsprecher nennen. Ersteres ist meiner Meinung nach zu vernachlässigen, weil ihr die App ja nicht nutzen müsst – außer, um die Sprachausgabe einmalig auszuschalten. Damit hätte sich dann auch der zweite Kritikpunkt direkt erledigt, mit deaktivierter Sprachausgabe stört der schlechte Lautsprecher nicht mehr.

Bleibt nur noch der Preis, der mit 500 Euro wahrlich hoch angesetzt ist. Wenn ihr aber viele Teppiche und Polster in eurem Haushalt habt, könnte es sich lohnen, so viel Geld auszugeben. Die Reinigungsergebnisse sind jedem Staubsauger weit überlegen.

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Daniel
Gast
Daniel (@guest_87860)
1 Monat her

Ich habe den bissel proheat Revolution (rot). Der arbeitet fast identisch. Er ist nur nicht smart und hat keinen Automatikmodus. Der “Fön” fehlt ebenfalls, aber die Saugleistung ist so stark, dass der Teppich trotzdem über Nacht trocken ist.

Wir haben Hunde und Kinder und es ist heftig was diese “Waschmaschine” rausholt. Teppich liegt bei uns fast überall (hauptsächlich Hochflor). Die Reinigung ist phänomenal.

Wer also auf das smarte Gedöns verzichten kann, ist bei dem bissel sehr gut aufgehoben. Und der kostet lediglich 270,- Euro 🙂

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
1 Monat her

Hallo,
was mich bei allen Vorstellungen dieser Art interessiert ist die Frage, wie es mit Reparaturen bzw. Ersatzteilen aussieht.
Ist das Gerät nach zwei Jahren bei einem Defekt Sondermüll?
Gruß Georg

Markus Wolf
Gast
Markus Wolf (@guest_87835)
1 Monat her
Antwort an  Wackelohr

Tineco ist kein Problem. Bekommt man sogar Ersatzteil kostenlos. Für sowas ist die Firma Tiger in Bayern zuständig. Habe sogar beim staubsauger 3 Filter nach 1.5 Jahren kostenlos bekommen und es ist einmal oben der Stift gebrochen bei dem die Verlängerung abgesteckt wird. Es wurde sofort das alles neu zugeschickt. Sind zwar teuer gehe ich zu, aber beim Service muss man keine Angst haben wie bei oneplus oder xiaomi wo nur der verkauft interessiert.

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
1 Monat her
Antwort an  Markus Wolf

Hallo,
Ob das wohl ein unzulässiger Wunsch ist, wenn ich solche Infos in der Rezension erwarte?
Gruß Georg

Markus Wolf
Gast
Markus Wolf (@guest_87839)
1 Monat her
Antwort an  Wackelohr

Kann dir gerade nicht ganz folgen.

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