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Tribit StormBox Pro Bluetooth Lautsprecher im Test

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • schickes Design, handlich & wasserdicht (IP67)
  • USB C-Anschluss zum Aufladen
  • USB A-Anschluss für Powerbank-Funktion
  • Bluetooth 5.0 mit aptX
  • sehr guter Klang, hohe maximale Lautstärke
  • ausgezeichnete Akkulaufzeit
Nachteile
  • Verzerrungen bei sehr hohen Lautstärken
  • kein 360°-Sound
  • keine Möglichkeit, Musik per Kabel abzuspielen
  • den Akku aufzuladen dauert ewig
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Der chinesische Audio-Spezialist Tribit erweitert sein Portfolio. Der Tribit StormBox und der Tribit StormBox Micro wird ein teureres Modell mit weit mehr Leistung zur Seite gestellt. Die StormBox Pro kostet über 100 Euro, bietet dafür aber auch eine ganze Menge.

Wie so oft bei Tribit liest sich das Datenblatt hervorragend. Der Hersteller verspricht drei Treiber mit insgesamt 40 Watt (RMS), Bluetooth 5.0, 24 Stunden Akkulaufzeit und eine IP67-Zertifizierung. Wie gut schlägt sich der Bluetooth Speaker in der Praxis? Ich habe die Tribit StormBox Pro jetzt seit einigen Wochen im Einsatz und teile meine Erfahrungen mit euch in diesem Testbericht.

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Design & Verarbeitung

Verglichen mit den anderen Speakern von Tribit ist die StormBox Pro sehr groß und schwer. Der Lautsprecher ist 180 Millimeter hoch, die Bodenplatte misst 95 Millimeter im Durchmesser. Nach oben hin verjüngt sich die Form des Speakers ein wenig. Mit 980 Gramm ist die StormBox Pro nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Durch den angenehm niedrigen Schwerpunkt und den aus Gummi gefertigten Griff ist der Lautsprecher dennoch sehr portabel. Zum Radfahren würde ich vielleicht eher die Tribit StormBox Micro mitnehmen – für ein Picknick oder ein Barbecue im Garten ist knapp ein Kilo aber völlig in Ordnung.

Abgesehen von dem aus Gummi gearbeiteten Griff und der darunter liegenden Bedieneinheit besteht der Lautsprecher größtenteils aus Kunststoff. Das den Speaker komplett umschließende Netz ist aus einer Canvas-Oberfläche, die sich robust und relativ edel anfühlt. Durch die Standfläche aus Gummi rutscht die StormBox Pro auch bei schiefen Oberflächen nicht weg.

Die Verarbeitung des Speakers ist tadellos. Der Hersteller hat die richtige Mischung aus einer hochwertigen Optik und Haptik und einem robusten Aufbau gefunden. Das beweist auch die IP67-Zertifizierung – eine halbe Stunde unter Wasser ist für den Lautsprecher kein Problem.

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An Anschlüssen kriegen wir von Tribit USB-C zum Aufladen und USB-A für die Powerbank-Funktion vorgesetzt. Beide Ports befinden sich auf der Rückseite hinter einer Klappe aus Gummi, die sich wieder einmal nur sehr mühsam öffnen lässt. Das Layout der Knöpfe ist hingegen dasselbe, wie bei den anderen Lautsprechern des Herstellers. In der Mitte liegt ein Pause-Knopf, rechts und links davon Tasten für das Anpassen der Lautstärke. Darunter sind der Ein-/Ausschalter und die Bluetooth-Taste, außerdem gibt es noch eine XBass-Funktion – dazu später mehr. Der Akkustand wird von fünf blau leuchtenden LEDs angezeigt.

Lieferumfang der Tribit StormBox Pro

In der aus Pappe hergestellten Box befinden sich neben dem Lautsprecher selber nur eine Bedienungsanleitung und ein USB-C auf USB-A Kabel. Das Kabel ist selbstverständlich beidseitig einsetzbar. Wenn ihr den Lautsprecher aufladen möchtet, steckt ihr das Ende mit USB-C in den Speaker und das andere Ende in euer Notebook oder ein USB-Netzteil. Wenn ihr euer Smartphone aufladen möchtet, steckt ihr das Ende mit USB-A in den Speaker und das Ende mit USB-C in euer Handy. Der Tribit Speaker ist auch als Powerbank nutzbar.

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Funktionen

Tribit verzichtet weiterhin auf eine App und auf eine Möglichkeit, dem Lautsprecher analog Musik zuzuspielen. Ihr seid also auf die drahtlose Verbindung angewiesen. Genau wie seine Schwestermodelle kommt die Tribit StormBox Pro mit Bluetooth 5.0. Neu ist hingegen, dass mit aptX von Qualcomm endlich auch ein hochauflösender Codec unterstützt wird. Klar – aptX Adaptive wäre die noch bessere Wahl gewesen, aber es ist ohne Frage ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Bluetooth-Verbindung ist stabil und reißt auch dann nicht ab, wenn eine Wand zwischen dem Zuspieler und dem Lautsprecher liegt. Laut Herstellerangaben soll auch Stereo-Pairing mit einer zweiten StormBox Pro möglich sein – in Ermangelung eines zweiten Speakers konnten wir das leider nicht ausprobieren. Die Kollegen von Inside Digital hatten zwei Lautsprecher zur Verfügung und haben den Stereo-Sound als sehr gut empfunden.

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Akkulaufzeit der Tribit StormBox Pro

Tribit wirbt mit bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit und diese Angabe ist tatsächlich realistisch und erreichbar. Bei rund 30 bis 40 Prozent Lautstärke sind rund 24 Stunden kein Problem. Um einen mittelgroßen Raum (20 bis 25 Quadratmeter) laut genug zu beschallen, ist dieses Volumen ausreichend. Für größere Räume oder Außenbereiche reicht das nicht, doch auch dann sind rund 18 Stunden Laufzeit drin.

Während die Akkulaufzeit also wirklich ausgezeichnet ist, dauert das Aufladen der Tribit StormBox Pro ziemlich lang. Wenn der Akku komplett leer ist, sind rund sieben Stunden zur vollständigen Ladung nötig. Das ist natürlich ziemlich lang, aber da der Akku locker den ganzen Tag hält, kann man einfach über Nacht laden.

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Klang

Wie an anderer Stelle schon erwähnt – die maximale Lautstärke der Tribit StormBox Pro ist auffallend hoch. Über rund 40 Prozent zu gehen traue ich mich in meiner Wohnung nicht, um meine Nachbarn nicht zu stören. Außerhalb habe ich das aber natürlich ausprobiert und selbst große Treffen könnten (wenn keine Pandemie wäre) problemlos mit nur einer StormBox Pro beschallt werden. Ab rund 80 Prozent verzerren die Bässe allerdings merklich und die Höhen werden etwas blechern.

Ich habe die Tribit StormBox Pro meistens ohne den optionalen XBass benutzt. Ist dieser eingeschaltet, verschiebt sich die sonst relativ neutrale Abstimmung deutlich in die tiefen Frequenzbereiche. Das ist nur dann sinnvoll, wenn man leise Musik hört, aber trotzdem den Bass fühlen möchte. Bei normalen Lautstärken verfälscht es einfach nur die Klangsignatur des Speakers.

Eine leichte Verschiebung hin zu den Höhen und den Bässen ist auch ohne XBass hörbar, allerdings nur minimal. Die Mitten sind überraschend präsent und klingen wirklich gut. Durch die starken Treiber mit genug Leistung ist der Klang druckvoll und voluminös. Die Dynamik ist ebenfalls in Ordnung. Insgesamt klingt der Speaker einfach vorzüglich und weit besser, als ich es zu diesem Preis erwartet hätte. Der einzige Wermutstropfen ist die gelegentlich auftretende Verzerrung der Bässe bei sehr hohen Lautstärken.

Ein paar Beispielsongs…

Das eine oder andere Lied hören wir uns noch flott zusammen an. Gestreamt wird die Musik von Tidal (wenn möglich als Tidal Master mit 24 Bit / 192 kHz), der Lautsprecher ist auf rund 30 Prozent Volumen eingestellt und XBass ist ausgeschaltet. Los geht’s mit ein wenig Hip-Hop: Standard von KitschKrieg, Trettman, Gzuz, Gringo und Ufo361 als Tidal Master (MQA). Absolut nicht mein Genre, aber der Track hat irgendwie was. Die Tribit StormBox Pro gibt das Lied sehr rund wieder, die Kicks sind nicht zu aufdringlich und die Autotune-Stimmen klingen, wie sie es sollen. Der Sound wird noch etwas besser, wenn man den Lautsprecher leicht (um etwa 60°) zu sich hin dreht.

Als nächstes hören wir Hale-Bopp von Seeed als Tidal Master (MQA). Ein wirklich schönes Liebeslied mit einem tollen Musikvideo. Für eine aktuelle Produktion ist der Song sehr dynamisch abgemischt und das bringt die StormBox Pro auch adäquat rüber. Die Percussion und die Basslinie höre ich wirklich gut raus, ohne dass der Gesamteindruck darunter leidet. Als nächstes entscheide ich mich für ein instrumentales Stück, das eigentlich von seinem Stereobild lebt. Piper Beta – Version 2020 von Manuel Backert klingt ausgezeichnet, die hohen Töne der Synthesizer sind auffällig brillant. Auch das Ansprechverhalten des in die Tribit StormBox Pro eingebauten Subwoofers ist wirklich gut.

Als letztes hören wir uns Where The Wild Roses Grow (2011 – Remaster) von Nick Cave & The Bad Seeds und Kylie Minogue als Tidal Master (MQA) an. Eine der schönsten Balladen der letzten Jahrzehnte, die auch von ihrer aufwändigen Instrumentierung lebt. Die Violinen begleiten die wunderschönen Stimmen dezent im Hintergrund, gehen aber nicht unter. Dieses Lied braucht keinen übertriebenen Bass, die Mitten und Höhen sind hier entscheidend. Die Tribit StormBox Pro hat auch hier keinen spontanen Aussetzer, der Sound ist und bleibt wirklich gut.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Die Tribit StormBox Pro ist ein grandioser Bluetooth-Lautsprecher! Negativ zu bewerten sind nur Kleinigkeiten, beispielsweise die lange Ladedauer. Das wird durch die phänomenale Akkulaufzeit aber wieder wettgemacht. Selbiges gilt für die leichten Verzerrungen, die bei sehr hohen Lautstärken auftreten. Die meisten Bluetooth Speaker werden nämlich gar nicht so laut, deswegen kann ich darüber definitiv hinwegsehen. Wenn ihr einen schicken, wasserdichten Lautsprecher für unterwegs mit hervorragendem Klang und ausgezeichneter Akkulaufzeit sucht, seid ihr mit der Tribit StormBox Pro gut beraten.

Übrigens – Aktuell könnt ihr bei Amazon mit dem Rabattcode “EUYTSTPRR” 35 Prozent sparen. Das Angebot gilt noch bis zum 17. April. Zuschlagen lohnt sich!


Gesamtwertung
90%
Design & Verarbeitung
100 %
Funktionen
80 %
Akku
90 %
Klang
90 %

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Jan
Gast
Jan (@guest_77443)
3 Monate her

Hallo, hat der Lautsprecher ein eingebautes Mikrofon, wie bspw der UE Boom 3, so dass über den Lautsprecher bei Videokonferenzen die Gespräche laufen können?

Gurkengott
Mitglied
Mitglied
Gurkengott (@gurkengott)
3 Monate her

Hallo Benjamin!
Kann man den Henkel abmachen ohne Schaden anzurichten? Kann mir vorstellen, dass mich das Ding auf Dauer nerven könnte (z.B. auf Reisen, wenn es auf ein geringes Packmaß ankommt).

Beste Grüße!

Gurkengott
Mitglied
Mitglied
Gurkengott (@gurkengott)
3 Monate her
Antwort an  Benjamin Kalt

Okay, das kann ich verstehen ?
Vielen Dank für deine Antwort!

mickg
Mitglied
Mitglied
mickg (@mickg)
3 Monate her

Bei AMA leider “Derzeit nicht verfügbar. “. Scheint, als gäbe es den offiziellen Tribit Shop hier nicht (mehr?) als Anbieter (aber auf IIhBay, nur dort teurer).
Schade, hätte gerne den Rabattcode genutzt.

Tom Bösche
Gast
Tom Bösche (@guest_76957)
3 Monate her
Antwort an  Benjamin Kalt

Scheint so als hätte AMA Probleme mit der Lieferbarkeit. Ich habe die Box auch bei hs-sound.de bestellt. Ist der offizielle deutsche Vertriebspartner von Tribit, desshalb haben sie die Box auch schon viel länger Online. Da gab’s ein Rabattcode mit 10% und ich bin auf 99€ gekommen (“shop10”). Ist wohl der gleiche Anbieter wie bei der Bucht, nur günstiger! So bin ich auch auf den Shop gekommen. LG Tom