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Xiaomi Mi Home Security Camera 360° im Test

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • solide Videoqualität
  • Aufnahme auf SD-Karte oder in die Cloud
  • Einbindung in die App 'Xiaomi Home'
  • unterstützt Google Assistant
  • gute Preis/Leistung
Nachteile
  • Betrieb nur via Netzkabel
  • Livestream hakelig
  • Geschwindigkeit der App ausbaufähig
  • Cloud-Aufnahme nur bei eingelegter SD-Karte
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Xiaomi – ein Name der schon lange nicht mehr nur für Smartphones steht. In den vergangenen Jahren hat sich das Portfolio des Herstellers enorm vergrößert. Viele Produkte können wir mittlerweile sogar direkt in Deutschland bestellen und auf europäischen Servern mit deutscher Sprache nutzen. Neu mit dabei ist nun eine Überwachungskamera, die seit einigen Jahren schon in China erhältlich ist. Wir haben die Xiaomi Mijia 360° 1080p vorletztes Jahr getestet – hier findet ihr den Bericht. Nun ist sie unter dem Namen Mi Home Security Camera 360° auch in Deutschland verfügbar.

Zugegeben, viel geändert hat sich dadurch nicht. Die Überwachungskamera ist immer noch dasselbe Produkt, nun aber auch mit Unterstützung von Servern außerhalb Chinas. In diesem Kurztest schauen wir uns die Kamera erneut an und beantworten die Frage, ob sie auch zwei Jahre später immer noch ein guter Deal ist.

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Abmessungen, Design & Lieferumfang der Mi Home Security Camera 360°

Die Xiaomi Mi Home Security Camera 360° ist 118 Millimeter hoch und hat einen Durchmesser von rund 78 Millimeter. Sie wiegt 239 Gramm und ist komplett aus weißem Kunststoff gefertigt. An der Verarbeitungsqualität ist nichts auszusetzen, was auch für den Lieferumfang gilt. Mit in der Packung liegen ein USB-A auf Micro-USB-Kabel, die Bedienungsanleitung und sogar eine Vorrichtung inklusive Schrauben und Dübeln, um die Überwachungskamera an der Decke zu montieren.

Einen kleinen Seitenhieb muss ich dann aber doch noch loswerden. Klar, die Hardware dieses Modells ist identisch zu der China-Version – dennoch hätte ich mir ein Upgrade auf USB-C sehr gewünscht. Das hat zwar auch die teurere 2K-Version der 360°-Überwachungskamera nicht, dafür hat die ein Netzteil mit im Lieferumfang.

Das USB-Kabel wird hinten durch einen kleinen Schacht an die Mi Home Security Camera 360° herangeführt, sodass sie nicht wackelt und sicher steht. Der Einschub für die microSD-Karte ist allerdings nicht dort hinten, sondern vorne in der schwarzen Kunststofffläche rund um die Linse herum. Um den Einschub zu erreichen, muss die Linse der Kamera über die App ganz nach oben gefahren werden. Ob das wohl schon als Diebstahlschutz für die microSD-Karte durchgeht? Obwohl – zur Not kann der potenzielle Einbrecher ja immer noch die ganze Kamera mitnehmen.

Damit sind wir aber auch schon beim Thema. Wie der Name schon andeutet, haben wir es hier mit einer 360°-Kamera zu tun. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Tatsächlich ist das weniger spannend, als es auf den ersten Blick scheint. Das in der Kamera verbaute Objektiv ist nämlich ein ganz normales Ultraweitwinkelobjektiv. Allerdings lässt sich der Kopf der Mi Home Security Camera 360° um 360° drehen und die Linse lässt sich hoch- und runterfahren. Dadurch wird ein größerer Bereich von der Kamera abgedeckt.

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Installation & Software: Die Xiaomi Home-App

Die Einrichtung der Mi Home Security Camera 360° läuft eigentlich genauso, wie wir es von anderen Xiaomi-Produkten kennen. Als Erstes muss die App Xiaomi Home von Google Play oder aus dem Apple App Store heruntergeladen werden. Danach steckt man die Kamera an die Steckdose und wartet, bis diese hochgefahren ist. Nach knapp einer Minute meldet die Xiaomi Home-App dann auch schon, dass ein neues Gerät gefunden wurde und eingerichtet werden kann.

Sollte bei euch keine entsprechende Meldung erscheinen, reicht ein Klick auf das Plus in der rechten oberen Ecke der App. Zur Installation wird ein QR-Code auf dem Display eures Handys angezeigt, der dann von der Kamera gescannt wird. Ich habe mein Display auf die höchste Helligkeitsstufe gestellt und das Smartphone etwa 20 Zentimeter vor die Kamera gehalten. Nach einem kurzen Moment war der QR-Code dann auch schon gescannt. Das einzige Manko an diesem Punkt: Bis der QR-Code vollständig geladen ist, sind geschlagene zwei Minuten vergangen. Bei einer Gigabit-Leitung!

Nachdem sich die Kamera und euer Handy verstehen, fehlen nur noch die Raumzuweisung und die Wahl eines Namens. Ich habe mich schlicht für “Überwachungskamera” entschieden und sie dem Wohnzimmer zugewiesen.

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Cloud-Speicherung, Überwachungsassistent & Automatisierung

Weiter im Text. Nach der abgeschlossenen Einrichtung kann man auf alle Features der Xiaomi Mi Home Security Camera 360° zugreifen. Ich stecke also eine microSD-Karte ein und lasse die Kamera erst einmal aufnehmen. Für jede angebrochene Minute wird eine neue Datei erstellt und für jede angebrochene Stunde ein neuer Ordner. Ist die microSD-Karte voll (bei meiner 8 Gigabyte-Karte nach ungefähr 24 Stunden), wird die älteste Datei überschrieben. Wer ein wenig länger auf seine Aufnahmen zugreifen will, kann diese kostenpflichtig in der Cloud von Xiaomi speichern lassen.

Ich habe mich dagegen entschieden und stattdessen auf ein anderes Feature gesetzt: NAS-Speicherung. Mein Terra-Master F2-221 war blitzschnell eingerichtet und jede volle Stunde werden nun alle Dateien von der microSD-Karte auf das NAS gespiegelt. Das funktioniert problemlos und überaus flott. Die Ordnerstruktur wird beibehalten, wodurch alle Videos einfach auffindbar sind.

Doch auch ansonsten bietet die App alle Features, die man für eine Überwachungskamera erwartet. So kann das Bild gespiegelt werden, Automatisierungen mit anderen Smart Home-Produkten eingerichtet werden und Alarme bei Bewegungserkennung erstellt werden. Das kenne ich so schon alles von der China-Version der Mi Home Security Camera 360°. Apropos: Auch das EU-Modell kann auf den China-Servern betrieben werden!

Ganz neu ist hingegen die Kompatibilität mit dem Google Assistant und Amazon Alexa. So kann ich zum Beispiel den Livestream der Kamera auf meinem Mi TV 4S abspielen. Das ist genauso auf kompatiblen Smart Displays möglich. Ganz reibungslos funktioniert das nicht, aber nach einer halben Minute steht der Feed. In der Xiaomi Home-App ist das Live-Video schon nach einigen Sekunden abrufbar.

Videoqualität der Mi Home Security Camera 360°

Die Mi Home Security Camera 360° nimmt Videos mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und 20 Bildern pro Sekunde auf. Die Bitrate liegt bei knapp unter einem Mbit/s. Audio wird in Mono und mit 16.000 KHz Abtastrate aufgezeichnet. Die Audioqualität ist trotzdem überraschend gut – gesprochene Worte lassen sich problemlos verstehen. Es gibt übrigens auch einen Lautsprecher auf der Rückseite der Kamera, was zusammen mit dem integrierten Mikrofon Gespräche über die App ermöglicht.

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Die 360°-Überwachungskamera lässt sich auf einen Winkel fest einstellen oder verfolgt bei Bedarf sich bewegende Objekte wie Menschen oder Haustiere. In meinem Wohnzimmer ist das nicht nötig, da der Raum auch bei einer statischen Position komplett abgedeckt wird. Die Videos glänzen nicht unbedingt durch Farbgenauigkeit und Sättigung, sind aber überraschend scharf und die Bildrate bleibt auch im Dunkeln ziemlich konstant. Wird es zu dunkel, schaltet die Kamera in den Nachtmodus. Dann ist das Video monochrom, Umrisse und Konturen sind aber selbst bei absoluter Dunkelheit noch sehr gut erkennbar.

Unter dem Strich hat mich die Videoqualität überzeugt. Einen Kinofilm würde ich mit der Mi Home Security Camera 360° von Xiaomi nicht drehen, aber dafür ist sie auch nicht gedacht. Zur Hausüberwachung – im Hellen und im Dunkeln – ist das hier Gebotene ideal.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Auch zwei Jahre nach unserem Test der China-Version überzeugt die Mi Home Security Camera 360° von Xiaomi. Die Videoqualität passt für den Preis, die Software bietet alle nötigen Features und mit der globalen Version sind jetzt auch der Google Assistant und Amazon Alexa mit an Bord. Wer eine günstige, smarte Lösung zur Heimüberwachung mit guter Videoqualität sucht, ist mir der 360°-Überwachungskamera von Xiaomi gut beraten!

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MartinLGore
Gast
MartinLGore (@guest_76675)
2 Monate her

Hi, merci für den Test. Eine Sache die mir bei den bildern aufgefallen ist, man kann die blaue Betriebs LED auch abschalten, besonders im Dunkeln macht es die Kamera sonst sehr auffällig. Auch nervig, wenn man die Kamera in Richtung Fenster aufgestellt hat, spiegelt sich sonst das Licht im Fenster.