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ZLL SG216 Max RC-Driftauto im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • cooles Muscle Car Design
  • großes Lichtpaket
  • brushless Elektronik mit ausreichend Power
  • zwei Radsätze
  • LEDs über Funke schaltbar
  • drei Geschwindigkeitsstufen
Nachteile
  • ESC-Empfänger-Combo
  • Ersatzteilversorgung noch überschaubar
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Der Frühling kommt mit großen Schritten und somit beginnt endlich wieder die Jahreszeit, um die Umgebung mit RC Autos unsicher machen zu können. Mit dem ZLL SG216 Max RC Drifter haben wir auch direkt ein nettes RC Driftauto im Maßstab 1:16 für Euch im Test. Wie sich der kleine Renner auf der Straße beim Querfahren macht, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Design & Verarbeitung

Der ZLL SG216 Max kommt einem auf den ersten Blick sehr “bekannt” vor. Bezüglich der Karosserie hat sich ZLL hier wohl großzügig beim Dodge Challenger und/oder Charger “inspirieren lassen'”, aber das ist offen gesagt auch nichts Neues bei Technik aus Fernost. Der Look ist definitiv gelungen und der SG216 Max trägt nicht umsonst den Beinamen “Beast“. Die Karosserie (Karo) ist fast komplett in Schwarz gehalten und hat lediglich einen weißen Seitenstreifen sowie zwei rote, vertikale Streifen mit “Beast” Schriftzug hinter den hinteren Radkästen.

Die Karo besteht aus Lexan und wurde mit einem Heckspoiler, einer Haifischflosse, Außenspiegeln und einer Lufthutze auf der Motorhaube ergänzt. Diese “Anbauteile” bestehen aus einem festeren, aber dennoch flexiblem Kunststoff. Heckspoiler, Haifischflosse und Außenspiegel müssen Out-of-the-Box noch montiert werden, bevor der Look dann komplett ist. Abgerundet wird das Ganze von einem recht massiven Kunststoffgrill samt Lichtanlage mit Angle Eyes. Die Frontlippe hat zusätzlich noch einen roten Streifen bekommen, der gut mit den roten Streifen vom Heck matcht. Die detailreiche Karosserie kann mich absolut überzeugen und lässt den kleinen Flitzer alles andere als billig wirken.

Der ZLL SG216 ist im Maßstab 1:16 umgesetzt und circa 34cm lang, 16,5cm breit und 11cm hoch. Das RC Auto wiegt inklusive Akku nachgewogene 902 Gramm und kann somit bequem in jedem mittelgroßen Rucksack transportiert werden. Zum Lieferumfang des ZLL gehören vier normale Räder mit Gummibereifung und zusätzlich vier Drifträder mit einer deutlich härteren Kunststoffmischung. Die Straßenräder mit Gummibereifung messen 55mm im Außendurchmesser und haben eine Breite von ca. 23mm. Leider ist dies ein sehr spezielles Maß, aber ich konnte die originalen Reifen u.a. bei Banggood.com (ca. 7,50 EUR für einen Satz) finden. Diesen Hinweis wollte ich Euch nicht vorenthalten, da die Gummireifen bei entsprechend driftender Fahrweise doch recht schnell verschleißen und man lieber einen neuen Satz auf Lager haben sollte. Bei Banggood gibt es darüber hinaus auch noch weitere Ersatzteile für den ZLL SG216 Max. Die Drifträder haben einen Außendurchmesser von 51,5mm und sind 21mm breit. Beide Rädersätze haben eine 9mm Hex-Aufnahme.

Der ZLL SG216 ist in zwei Modellvarianten erhältlich. So gibt es neben der hier getesteten brushless Variante ZLL SG216 Max auch den brushed ZLL SG216 Pro. Dieser hat eine brushed Elektronik verbaut und die Karosserie besitzt eine Farbkombination aus Schwarz, Grün, Gelb und Weiß. Zudem sind beide Varianten je nach Shop auch noch mit einem oder gleich drei Akkus erhältlich.

Der ZLL SG216 Max hat zugegebenermaßen einen eher bescheidenen Namen, was auch der Zusatz “Beast” nicht wirklich retten kann. Umso besser gefällt mir dagegen die Optik des kleinen Drifters im Maßstab 1:16. Diese ist ganz klar an amerikanische Muscle Cars angelehnt und kann nicht zuletzt aufgrund einiger schöner Details wie Heckspoiler, Außenspiegel oder Lufthutze überzeugen.

Chassis & Fahrwerk

Der ZLL SG216 Max hat als Grundlage ein wannenförmiges Kunststoff-Chassis, das einen sehr stabilen Eindruck macht und gleichzeitig Gewicht (im Vergleich zu einem Metall-Chassis) spart. Es ist mit einer zentralen Metallstrebe gut versteift. In der Front und im Heck sind jeweils Differenziale verbaut. Diese werden über eine zentrale Welle (Hex-Form) angetrieben. Während in der Front ein Dicker Moosgummibumper vor harten Einschlägen schützt, findet man im Heck eine Diffusorplatte. Diese hat zum Differenzial hin ebenfalls ein Element zur Schockdämpfung spendiert bekommen. Der Chassis-Aufbau wirkt insgesamt sehr stabil und macht einen soliden Eindruck.

Auf beiden Achsen sind jeweils zwei Stoßdämpfer zu finden. Diese haben eine recht straffe Federspannung und sind nicht mit Öl gefüllt, was in diesem Maßstab allerdings gut zu verschmerzen ist. Die Achsen haben den klassischen Aufbau mit unterem Querlenker, oberen Querlenker und Antriebswelle (aus Metall und 3mm dick). Die oberen Querlenker sind in ihrer Länge allerdings nicht verstellbar, sodass der Sturz nicht angepasst werden kann. Spur und Sturz sind beim ZLL SG216 allerdings fast perfekt neutral eingestellt, was ein solides Fahrverhalten mit sich bringt. An der Vorderachse kommt natürlich noch das Lenkgestänge hinzu, über das am Ende das Lenkservo verbunden ist. Der Radstand des ZLL beträgt 18cm.

Chassis und Fahrwerk sind dem Maßstab und Preis entsprechend sehr solide umgesetzt. Wir finden die klassischen Komponenten von 4WD RC Autos, selbst wenn es im Detail (keine Ölstoßdämpfer, obere Querlenker nicht einstellbar) natürlich Unterschiede zu deutlich teureren Modell gibt. Trotzdem bin ich mit dem Aufbau absolut zufrieden und das gewählte Setup sollte jeder Menge Fahrspaß nicht entgegenstehen.

Elektronik

Den ZLL SG216 gibt es, wie oben schon beschrieben, in einer brushed Version (“Pro”) und einer brushless Version (“Max”). Im Test haben wir die brushless Version, welche mit einem 2240er brushless Motor (24mm im Durchmesser und 40mm lang) mit 4500KV ausgestattet ist. Die Motorplatte und das Chassis lassen definitiv auch genügend Platz um hier sogar einen 2845er Motor zu verbauen, der mit seiner Größe etwas mehr Drehmoment bringen könnte, wenn man etwas “Tuning” betreiben will. Als Regler (ESC) ist ein 35A Kombi ESC verbaut. Wir haben hier also Regler und Empfänger in einem Gerät. Diese Kombination kennen wir bereits von den brushed Modellen von Wltoys. Glücklicherweise hat ZLL dem SG216 wenigstens einen normalen 3-Kabel Servo mit 17g spendiert. Dieser lässt sich somit bei Defekt unkompliziert durch ein entsprechend vergleichbares Ersatzteil austauschen. Beim ESC ist das durch die Kombination mit dem Empfänger leider nicht so einfach möglich. Diese Combo-Geräte werden wohl u.a. auch aus Platzgründen in RC Autos dieser Art verbaut obwohl hier meiner Meinung nach genug Platz für einen 35A ESC und einen zusätzlichen Empfänger gewesen wäre. Die verbaute Elektronik funktioniert allerdings absolut einwandfrei und somit ist ein Upgrade grundsätzlich nicht nötig. Im Falle eines Defektes muss halt auf Originalteile zurückgegriffen oder eben ein neuer Empfänger & ESC besorgt werden.

Die Elektronik ist recht übersichtlich im Chassis untergebracht. Die ESC-Combo ist sogar mit zwei Schrauben anständig mit dem Chassis verbunden – hier findet man sonst oftmals “nur” Klebepads. Neben der Elektronik zum Antrieb des RC Drifters, ist auch noch ein recht umfangreiches Lichtpaket im ZLL vorhanden.

So finden wir einen LED-Streifen in der Lufthutze der Motorhaube sowie eine komplette Frontbeleuchtung inklusive Angele Eyes. Auch eine Heckbeleuchtung ist vorhanden. Diese muss allerdings durch die Karo leuchten. Die gesamte Lichtelektronik wird über ein zentrales Modul gesteuert, mit welchem die einzelnen LED-Teile verbunden sind. Dies führt durchaus zu etwas “Kabelsalat” im Inneren des ZLL, aber alle Kabel können über Stecker auch jederzeit vom Steuermodul entfernt werden. Durch das Modul wird erreicht, dass die Beleuchtung über die Funke ansteuerbar ist – dazu aber später mehr.

Die Elektronik im kleinen ZLL SG216 Max macht einen sehr vernünftigen Eindruck. Der brushless Motor und die ESC/Empfänger-Combo sind ausreichend stark dimensioniert und gut im Chassis platziert. Ein echtes Highlight ist sicher das umfangreiche Lichtpaket, dass über ein Lichtmodul sogar von der Funke angesteuert werden kann. Man darf also sehr auf den Praxiseinsatz dieses kleinen Drifter gespannt sein.

Lieferumfang des ZLL SG216 Max

Zum Lieferumfang des ZLL SG216 Max gehören:

  • ZLL SG216 Max RC Drifter
  • 3x Li-Ion Akku
  • Ladeadapter
  • Pistolenfernsteuerung
  • 1x Satz Drifträder
  • Radmutterschlüssel
  • Schraubendreher
  • Federwegsbegrenzer für Dämpfer
  • extra Karosserieklammern
  • Bedienungsanleitung samt Ersatzteilkatalog

ZLL SG216 Pro 01

 

Fernsteuerung

Im Lieferumfang des ZLL SG216 Max befindet sich eine klassische Pistolenfernsteuerung (“Funke”). Diese wird mit drei AA-Batterien betrieben und sendet wie gewohnt auf 2,4 GHz. Das Steuerrad ist mit einem Moosgummiring versehen, sodass es angenehm griffig ist. Auf der Oberseite der Funke findet man den On/Off Schalter, einen Drehknopf zum Trimmen der Lenkung, einen weiteren Drehknopf zur Einstellung des Lenkeinschlags, eine Status-LED sowie einen Switch, um die Lenkrichtung umzukehren.

Auf der rechten Griffseite neben dem Steuerrad ist zudem ein 3-Positionen-Schalter zur Auswahl des Geschwindigkeitsmodes vorhanden. Des Weiteren gibt es dort den “CH3”-Button, mit dem die Beleuchtung angesteuert werden kann. Die Funke liegt gut in der Hand und man kann alle Bedienelemente jederzeit gut erreichen.

Performance des ZLL SG216 Max

Kann man mit dem ZLL SG216 Max denn nun eigentlich auch Driften? Und wie!! Aber erst einmal heißt es Akkus laden und die Funke mit drei AA-Batterien versorgen. Beim Anschalten immer die Reihenfolge “erst Funke, dann Auto” beachten und dann kann der Spaß auch schon beginnen. Zu Beginn der ersten Fahrt sollte die Steuerung noch einmal über die Funke getrimmt werden. Dazu das RC Auto einfach vor Euch auf den Boden stellen und langsam geradeaus (also ohne Lenkbewegung) fahren. Zieht der ZLL nun nach links oder rechts könnt Ihr das über das Drehrad der Lenktrimmung an der Funke korrigieren. Auch der maximale Lenkeinschlag kann in diesem Zuge gleich eingestellt werden. Für Anfänger und/oder Kinder ist es zu Beginn empfehlenswert, den “Low Mode” an der Funke auszuwählen. Die Geschwindigkeit ist gut kontrollierbar und Ihr könnt erste Erfahrungen sammeln, ganz ohne das RC Auto andauernd vor den nächsten Bordstein zu fahren.

Sobald man dann etwas Übung hat, kann man natürlich auch in den “Mid Mode” oder “High Mode” wechseln. Bereits im Mid Mode bekommt man ganz anständige Drifts auf Asphalt hin. Sobald etwas Staub im Spiel ist (siehe Video) geht das sogar noch einfacher. Im High Mode schreit der ZLL einen förmlich an und geht kinderleicht quer, sodass coole Drifts spielend möglich sind. Der kleine Flitzer macht mit seiner Optik dabei eine richtig gute Figur und man mag die Funke kaum noch aus der Hand legen. Mit den Gummireifen driftet er also bereits ganz ordentlich und ist dabei weiterhin gut kontrollierbar, wenn es mal “nur” geradeaus oder in normale Kurven geht.

So richtig wild wird das Driften dann natürlich mit den Drifträdern und ihrer deutlich härteren Reifenmischung. Der ZLL kommt mit dieser Bereifung quasi kaum noch aus dem Drift heraus und steht wirklich richtig schön quer – Driftspaß ohne Ende! Je nach Fahrweise erreicht man Fahrtzeiten von 10 bis 15 Minuten mit einem Akku, was durchaus solide ist. Vor allem, wenn das Tageslicht zunehmend verschwindet, macht der ZLL SG216 Max aufgrund seines Lichtpakets auch optisch eine gute Figur. Die verschiedenen Modes der LEDs können über den “CH3”-Button an der Funke gesteuert werden und machen bei wenig Umgebungslicht tatsächlich einiges her! So jagt man dann kleine bunte LEDs über den Asphalt und freut sich über das Kreischen des Antriebsstrangs und viele schöne Drifts.

Akku

Beim Akku handelt es sich um ein 2S Li-Ion Akkupack mit einer Kapazität von 1.500mAh. Je nachdem welche Version des ZLL Ihr kauft, erhaltet Ihr einen oder gleich drei dieser Akkupacks. Hier solltet Ihr definitiv die Version mit drei Akkus bevorzugen, damit hat man einfach deutlich längeren Fahrspaß. Ein Akkupack hält je nach Fahrweise zwischen 10 und 15 Minuten, was ich grundsätzlich ganz okay finde. In einigen YouTube-Videos werden auch 2S LiPo Akkus in dem ZLL gefahren. Dies sollte aufgrund der gleichen Nennspannung eigentlich auch normal funktionieren. Solche “Experimente” solltet Ihr allerdings bitte nur machen, wenn ihr mit dem Handling von LiPo Akkus bereits vertraut seid.

Die Akkus können über das mitgelieferte Ladekabel über den Balancerstecker geladen werden. Ein Ladevorgang dauert ca. 3 Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Du willst driften, aber dein 3er-BMW ist dir zu schade? Kein Problem – hol dir einfach den ZLL SG216 Max RC Drifter und das Querfahren kennt kein Ende! Spaß beiseite: der kleine Drifter im Maßstab 1:16 von ZLL ist ein kompaktes aber richtig gut gemachtes RC Auto. Mit dem brushless Antrieb hat er viel Power, um ordentliche Drifts auf den Asphalt zu zaubern. Zudem ist auch ein umfangreiches Lichtpaket an Bord, welches coole Licht-Effekte auf die Straße bringt.

Wenn du den Einstieg in die RC Welt suchst und lieber auf der Straße als Offroad unterwegs bist, ist der ZLL SG216 Max definitiv eine gute Option. Hier bekommt man wirklich jede Menge Driftspaß für sein Geld und das Auto sieht auch noch richtig cool aus. Als Alternative ist ganz klar der Wltoys 104072 (zum Test) zu benennen, der im Maßstab 1:10 aber deutlich größer, schneller aber auch teurer ist.

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Jercy_Graesser
Gast
Pazuzu-13 (@guest_107778)
19 Tage her

Wenn es eine größere Auswahl an Zubehör- bzw. Ersatzteilen bei Banggod gibt, das RC dort sogar günstiger, bei schnellerer Lieferung angeboten wird, wieso ist dann Geekbuying “eure Empfehlung”?

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