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Alldocube iPlay 40H / 40 Pro Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • gute Speaker
  • gute Systemgeschwindigkeit
  • großes und helles Display
  • Dual-SIM LTE
  • 256GB Speicher & 8GB RAM
  • gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • GPS fast unbrauchbar
  • Widevine L3 (kein Netflix & Prime-Video in HD)
  • wenig Sensoren
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Alldocube hält mit dem X Neo immer noch den ersten Platz unserer Tablet-Bestenliste der günstigen Modelle. Nun gibt es eine oder besser gesagt sogar zwei Neuauflagen des etwas günstigeren iPlay 40, das wir ebenfalls bereits im Test hatten. Zum einen wäre da das Alldocube iPlay 40H und zum anderen das Alldocube iPlay 40 Pro. Ein Blick auf die Datenblätter zeigt jedoch, dass sich die Tablets nur in der Größe der Speichermodule unterscheiden. Zudem gibt es außer Android 11 auch keine nennenswerten Veränderungen zum alten Alldocube iPlay 40. Konnte der Hersteller denn unter der Haube Feinarbeit leisten und hat die kleinen Schwachstellen des Vorgängers beseitigt? Dies und noch mehr findet Ihr im folgenden Test heraus.

Alldocube iplay 40 Pro Display Test1

Dem folgenden Testbericht liegt das Alldocube iPlay 40 Pro mit 8GB RAM und 256GB internem Speicher zugrunde. Das Alldocube iPlay 40H ist bis auf den Speicher identisch. Der Speicher misst beim iPlay 40H nur 128GB statt 256GB und beim RAM gibt es zusätzlich eine Version mit 6GB RAM. Die Ergebnisse dieses Tests sind also für beide Modelle gültig. 

Design und Verarbeitung

Alldocube iplay 40 Pro testbericht

Das Alldocube iPlay 40 Pro ist von Außen gewissermaßen nicht vom Vorgänger zu unterscheiden. Es handelt sich um ein recht großes Tablet mit 10,4 Zoll. Die Abmessungen betrage 248, x 157,86 x 8,6 Millimeter bei einem Gewicht von 442 Gramm. Das Display wird von sichtbaren, aber nicht zu dicken Rändern (9mm) umrandet. Fehleingaben durch versehentliches Auflegen des Handballens treten daher auch nicht auf. Für eine homogene Optik sorgt zudem, dass der Hersteller die Ecken des Displays abgerundet hat, sodass diese zu der Form des Gehäuses passen.

Das Gehäuse besteht komplett aus Kunststoff und wirkt daher nicht besonders edel. Erfreulich ist aber, dass die Oberfläche eine matte Struktur hat. So werden Fingerabdrücke und Fettschlieren vermieden und das Tablet liegt auch stabil in der Hand. Ausreichend verwindungssteif ist das Gerät ebenfalls. Einen Fingerabdruck-Scanner gibt es nicht. Allerdings kann zur Entsperrung des Gerätes auf Face-Unlock über die Frontkamera zurückgegriffen werden.

Wie auch beim Vorgänger gibt es auf der Rückseite nur ein aufgeklebtes CE-Zeichen, das sich entfernen lässt. Der Zoll könnte sich daran stören, weshalb wir empfehlen, das Tablet aus Europa oder mit zollfreiem EU-Priority-Line Versand bei Banggood zu bestellen. Die Rückseite wirkt dafür aber auch besonders clean, da nur der Hersteller- und Modellname aufgedruckt ist.

Der Powerbutton und die Lautstärke-Regler befinden sich rechts oben. Links ist ein Hybrid-Slot zu finden, in den zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine Micro-SD eingesetzt werden können. Wie auch schon beim Vorgänger wirkt der Slot etwas billig. Zu Verbindungsabbrüchen kam es aber nicht.

Auf der Oberseite ist ein USB-C-Anschluss (2.0) zu finden. Zudem sind dort zwei Speaker angebracht, die durch zwei weitere Speaker auf der Unterseite unterstützt werden. Das Alldocube iPlay 40 Pro/H besitzt also ganze vier Lautsprecher. Dafür gibt es leider keine Benachrichtigungs-LED oder einen Kopfhörer-Anschluss.

Display des Alldocube iPlay 40 Pro

Alldocube iplay 40 Pro Display Test3

Das 10,4 Zoll große Full HD IPS-Display hat eine Auflösung von 2000 x 1200 Pixel, was 224 Pixel pro Zoll ergibt. Bei einem natürlichen Abstand zum Display reicht das für eine scharfe Darstellung. Es handelt sich um ein klassisches IPS-Display. Die Blickwinkelstabilität ist für den täglichen Gebrauch ausreichend. Die Farbwiedergabe ist im Standard ausgewogen und natürlich. In den Displayeinstellungen kann man zwischen Warm, Standard und Kalt umschalten. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, die Farbdarstellung stufenlos einzustellen. Dies ist ein Vorteil gegenüber dem iPlay 40, bei dem nur auf eine zu warme oder zu kalte Darstellung gewechselt werden konnte. Ansonsten gibt es einen Dark-Mode und einen Lesemodus mit reduziertem Blaulicht. Außerdem lassen sich die Schrift- und Displaygröße einstellen und ein Helligkeitssensor zur automatischen Regelung ist ebenfalls vorhanden.

Die Helligkeit ist mit 580 Lux deutlich höher als beim Vorgänger. Die Ablesbarkeit im Freien ist daher auch besser. Solange die Sonne nicht direkt auf das Tablet scheint, kann man Inhalte problemlos ablesen.

Die Nutzung von Games, Apps und das Anschauen von Videos macht auf dem großen Bildschirm viel Spaß. Allerdings ist zu beachten, dass das iPlay 40 Pro (wie alle chinesischen Tablets) nicht mit einer Widevine L1-Zertifizierung ausgestattet ist. Netflix und Amazon Prime Video können daher nur in niedriger SD-Auflösung genutzt werden. Dies gilt natürlich nicht für kostenfreie Streaming-Dienste wie YouTube.

Zwischen Touchscreen, Panel und Glas befindet sich keine Luft, sodass keine Verfärbungen auftreten, wenn man etwas fester auf das Display drückt. Leider ist das bei einigen Low-Budget-Geräten immer noch nicht der Fall. Ansonsten handelt es sich um einen 10-Punkt-Touchscreen, der schnell und präzise auf Berührungen reagiert. Alldocube verwendet für das Displayglas keine Markennamen wie Corning Gorilla. Einen Kratztest mit einem Messer, hat das Panel aber unbeschadet überstanden.

Obwohl das Alldocube iPlay 40 ziemlich günstig ist, verfügt es über ein hochwertiges Display mit guter Helligkeit und Farbwiedergabe. Allerdings ist zu beachten, dass kostenpflichtige Streaming-Dienste aufgrund der fehlenden Widevine L1-Zertifizierung nur in niedriger Auflösung genutzt werden können. Wer das Tablet zum Spielen, Lesen oder YouTube schauen nutzt, wird an dem großen Display seine Freude haben.

Leistung

Das Alldocube iPlay 40 Pro und das iPlay 40 H setzen auf den gleichen Prozessor wie die Standard-Version. Der UniSoc Tiger T618 ist ein Octa-Core Chip, der in einem 12nm-Prozess gefertigt wird. Er besteht aus zwei schnellen Cortex-A75-Kernen mit einer Taktrate von 2 GHz und 6 Cortex-A55-Stromspar-Kernen mit 1,8 GHz. Derselbe Prozessor wird auch im Teclast M40 verwendet. In den Benchmarks schneidet das iPlay 40 Pro daher genauso gut ab wie das Modell von Teclast und das normale iPlay 40.

Antutu Ergebnis Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis 3dMark Ergebnis

Die Leistung des Prozessors liegt in etwa auf dem Niveau von Smartphones für 150 bis 200 €. Im praktischen Einsatz macht der Alldocube insgesamt einen einwandfreien Eindruck. Apps und Webseiten können ohne lästige Wartezeiten genutzt werden und das System arbeitet sehr flüssig und schnell. Selbst für anspruchsvolle Games wie Asphalt 9 oder PUBG kann das iPlay 40 ohne störende Ruckler genutzt werden. Hier sollte man allerdings die Details etwas reduzieren.

Was Alldocube glücklicherweise vom Vorgänger übernommen hat, ist der große RAM. Der Arbeitsspeicher liegt mit 8 Gigabyte weit über dem Durchschnitt. Das wirkt sich natürlich positiv auf das Multitasking aus. Selbst wenn viele Apps gleichzeitig geöffnet sind, gibt es keine Geschwindigkeitseinbußen. Zudem gibt es nun einen größeren internen Speicher von 256GB in der Pro-Version, sodass sich beliebig viele Apps und auch eine Vielzahl an Filmen für unterwegs auf dem Gerät speichern lassen. Der interne Speicher erreicht mit 243 MB/s beim Lesen und 190 MB/s beim Schreiben gute Werte. Der Arbeitsspeicher ist mit 12 GB/s durchschnittlich schnell.

System

Als “große” Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist das Alldocube iPlay 40 Pro jetzt mit Android 11 ausgestattet. Dass Alldocube das nahezu baugleiche iPlay 40 nicht mit einem Update auf Android 11 ausstattet, möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich kritisieren. Schließlich ließe sich das System der Pro-Version einfach übernehmen, sodass fast keine Entwicklungsarbeit mehr zu leisten wäre. Android 11 jetzt als “neues Feature” zu verkaufen, ist also wirklich eine miese Masche.

Android 11 steht mit den meisten neuen Features zur Verfügung, auch wenn diese wie gewohnt keine Überraschung bieten. Einen Screenrecoder gibt es jetzt jedenfalls, der Medienplayer in der Status-Leiste wurde überarbeitet, die Benachrichtigungen werden gruppiert, der Dark-Mode lässt sich zeitlich terminieren und Apps können Zugriffsrechte nur während der aktiven Nutzung erteilt werden. Zudem hat der Hersteller nun auch die Wischgesten als Alternative zu den On-Screen-Buttons integriert. Auch gibt es jetzt ein funktionierendes Multi-User-Feature. Der Hauptaccount kann weitere Accounts erstellen. Auf dem Lock-Screen kann man dann oben rechts den Account wechseln. Bis die Anzeige zum Account-Wechsel erscheint, muss man allerdings 10 Sekunden warten.

Alldocube Multiuser Feature

Das System wurde vom Hersteller ansonsten fast vollständig unangetastet gelassen. Lediglich ein paar Einstellungen und runde App-Symbole wurden der Android 10-Basis hinzugefügt. Es gibt keine Spam-Apps oder sonstige Funktionen, die unnötig Systemressourcen verbrauchen. Für Nutzer, die eine saubere Oberfläche mögen, ist das Alldocube also eine gute Wahl.

Konnektivität

Alldocube iplay 40 Pro simslot dual sim microsd

Das Alldocube iPlay 40 Pro ist ein Dual-SIM Tablet. Auf der rechten Seite befindet sich der Hybrid-Slot, in den zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine MicroSD-Karte eingelegt werden können. Die folgenden Netzfrequenzen werden unterstützt:

  • FDD: B1/2/3/5/7/8/20/28
  • TDD: B/38/39/40/41

Damit ist der Netzempfang in Deutschland gewährleistet und auch das LTE-Band 20 wird unterstützt. Die Empfangsqualität des Alldocube iPlay 40 war in unserem Test durchschnittlich und das Surfen unterwegs war problemlos möglich. Auch Telefonieren ist mit dem Tablet möglich, auch wenn die Gesprächsqualität nicht ganz so gut ist wie mit dem Smartphone. Man wird zwar gut verstanden, aber die Stimme klingt etwas blechern. Ansonsten ist das Tablet mit Bluetooth 5.0 und WiFi 5 Standard (Dual-Band .ac) gut ausgestattet. Zur Standortbestimmung ist auch ein GPS-Modul eingebaut, das laut Hersteller Beidou, Galileo, Glonass und natürlich GPS Satelliten empfängt. In unserem Test konnten aber nur GPS-Satelliten genutzt werden. Zudem war die Standortbestimmung so ungenau, dass sie sich nur zur Orientierung, nicht aber zum Navigieren eignete. Auch die Sensor-Ausstattung ist etwas mager. Es sind nur ein Beschleunigungssensor und ein Helligkeitssensor an Bord. Allerdings wäre ein E-Kompass aufgrund des schwachen GPS-Signals ohnehin kaum zu gebrauchen gewesen.

Für die Wiedergabe von Sounds gibt es wie auch schon beim Vorgänger ganze vier Lautsprecher. Beim Test gibt es hier aber eine positive Überraschung: Während die Lautsprecher beim Vorgänger wirklich schlechten Sound lieferten, produziert das Alldocube iPlay 40 Pro nun einen guten Klang, der sogar leichte Bässe rüberbringt. Insofern wurde hier wirklich am größten Kritikpunkt des Vorgängers unter der Haube gearbeitet. Klasse!

Die Kameras sind ein 5MP-Sensor auf der Vorderseite und ein 8MP-Sensor auf der Rückseite. Wie erwartet ist die Qualität nur fürs Nötigste ausreichend. Die Frontkamera kann gerade so für Videotelefonie verwendet werden.

Akkulaufzeit des Alldocube iPlay 40 Pro

Die Akkukapazität der Alldocube iPlay 40 Pro ist mit 6200mAh minimal größer als die 6000mAh der Standard-Version. Der Hersteller scheint allerdings Optimierungen an der Software vorgenommen zu haben, denn das iPlay 40 Pro erreicht eine bessere Laufzeit als der Vorgänger. YouTube verbraucht mit halber Helligkeit etwa 10 Prozent pro Stunde und 15 Prozent bei Social-Media Nutzung und Surfen. Der hohe Verbrauch beim Gaming mit mindestens 25% Pro Stunde bleibt aber. Positiv ist allerdings der niedrige Stand-by-Verbrauch von rund 4% in 24 Stunden. Wer sein Tablet nur selten zur Hand nimmt, muss sich daher auch nicht über einen in der Zwischenzeit entleerten Akku ärgern.

PCMark Akku Ergebnis

Der Ladevorgang ist ebenso “gemütlich” wie beim iPlay 40 und nimmt etwas mehr als drei Stunden in Anspruch.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Alldocube gelingt mit dem iPlay 40 Pro eine gelungene Verbesserung der Standard-Variante. Besonders erfreulich ist, dass die vier Speaker nun einen ausgewogenen Klang liefern und insofern den größten Mangel des Vorgängers beseitigen. Zudem gibt es ein aktuelles Android 11 System und einen gigantischen Systemspeicher. Auch die Displayhelligkeit ist nun wesentlich höher.

Die Stärken des iPlay 40 bleiben erfreulicherweise auch erhalten: Das Alldocube iPlay 40 Pro bietet eine gute Systemperformance, ein ausreichend helles Display mit automatischer Helligkeitsregulierung, LTE-Unterstützung und eine brauchbare Akkulaufzeit. Größere Kritikpunkte können wir an dem Gerät nicht ausmachen, wenn man mal von Sorgenkind “Widevine L3” und dem schlechten GPS-Empfang absieht. Zu einem Preis von unter 200€ bekommt man also wirklich viel Tablet für sein Geld.

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HARALD MANNEL
Gast
HARALD MANNEL (@guest_80863)
1 Monat her

mich würde mal interessieren, wie genau das GPS überhaupt ist? Sind es 4 bis 5 Meter Genauigkeit oder liegen die Messungen 100 Meter daneben!?

TippTab
Gast
TippTab (@guest_80404)
1 Monat her

Stylus und Tastatur für die Schule gibt es vermutlich nicht, oder? Bleibt das S6 lite immer noch erste Wahl?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
1 Monat her
Antwort an  TippTab

Servus, S6 Lite für zeitweise 240€ ist mit Stift unschlagbar: https://www.chinahandys.net/samsung-galaxy-tab-s6-lite-angebot/. Alternativ gibt es jetzt noch das neue Matepad: https://www.chinahandys.net/huawei-matepad-11-test/. Und ggf. das Mi Pad 5, aber der Test kommt noch. Das Galaxy S7 Lite wird wahrscheinlich auch ein “günstiges” Tablet mit Stylus.

Beste Grüße

Jonas