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Alldocube VBook im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • astreine Verarbeitung und gelungenes Design
  • hochauflösendes 3K-Display
  • Laden und Bildausgabe über USB-C möglich
  • gutes Touchpad
Nachteile
  • Performance in Windows sehr schlecht
  • WiFi-Empfang etwas unterdurchschnittlich
  • keine Tastaturbeleuchtung
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Alldocube hat sich als Laptop- und Tablet-Hersteller der Budget-Klasse etabliert und hat nun ein neues Notebook vorgestellt. Zuvor hatten wir bereits das im letzten Jahr präsentierte i7 Book im Test – der indirekte Nachfolger hört nun auf den Namen Alldocube VBook. Es bietet ein hochauflösendes 13,5 Zoll-Display im 3:2-Seitenverhältnis, 256 Gigabyte SSD-Speicherplatz und USB-C. Dieses Gesamtpaket bietet der Hersteller für kaum mehr als 200 € an. Gibt es an der Sache einen Haken oder ist das Alldocube VBook ein echter Geheimtipp? Dies findet ihr im folgenden Test heraus.

Alldocube Vbook test 1

Gehäuse & Anschlüsse des Alldocube VBook

Alldocube setzt weiterhin auf das altbewährte Metallgehäuse, das schick aussieht und sich gut anfühlt. Beim VBook misst das Gehäuse 312,3 x 238 x 15,4 Millimeter und wiegt 1,35 Kilogramm. Es handelt sich also um ein kompaktes Notebook, das man problemlos im Rucksack verstauen kann. Das Vbook ist komplett in der Farbe Silber gehalten und das Design erinnert etwas an ein MacBook Air. Für einen positiven ersten Eindruck sorgt auf jeden Fall, dass das Gehäuse komplett aus Metall gefertigt ist. Sowohl auf der Außenseite als auch auf der Innenseite. Die Oberfläche des Materials ist leicht angeraut, was sich gut in der Hand anfühlt. Auf ein auffälliges Branding hat Alldocube zum Glück verzichtet. Lediglich ein dezentes Hersteller-Logo befindet sich in der rechten Ecke der Rückseite.

Die Verarbeitung des Notebooks ist gelungen. Es fühlt sich stabil an und ist verwindungssteif. Außerdem wurde das Metall sauber gefräst und es gibt keine großen Spaltmaße. Die Unterseite des Notebooks ist mit mehreren Torx-Schrauben befestigt und kann problemlos abgenommen werden. Zudem befindet sich auf der Unterseite eine abschraubbare Abdeckung, unter der die SSD liegt. Ein Wechsel des Speichers ist insofern sehr einfach zu bewerkstelligen.

Auf Unterlagen steht das Notebook Dank vier großen Gumminoppen ausreichend stabil. Zum Aufklappen benötigt man jedoch leider zwei Hände, was im Alltag etwas nervig ist. Aufgeklappt präsentiert sich dem Nutzer die Tastatur mit 1,56 mm großen Keycaps und das Touchpad mit einer Diagonale von 12,3 cm. Das Touchpad ist leicht in das Gehäuse eingelassen, sodass man es auch ohne Hinschauen gut lokalisieren kann. Die Oberfläche des Touchpads besteht aus Kunststoff.

Das Display auf der Vorderseite hat relativ breite Ränder. Zum Rahmen hin gibt es rechts, links und oben einen Abstand von 1,3 cm und unterhalb des Displays sind es 2,3 cm. Der Powerbutton ist in die Tastatur integriert. Zudem gibt es oberhalb der Tastatur vier kleine LEDs, die darüber informieren, ob das Notebook eingeschaltet ist, das Mikrofon aktiviert ist, Caps-Lock aktiviert ist oder das Touchpad gesperrt ist. Unterhalb des Displays prangert der Name des Herstellers und oberhalb des Displays gibt es eine Webcam. Das Display kann auf bis zu 180° aufgeklappt werden.

Insgesamt ist die Qualität der Verarbeitung und das Design wirklich hervorragend, wenn man den niedrigen Preis des Produktes im Hinterkopf behält. Das Alldocube VBook könnte locker auf den doppelten Preis geschätzt werden.

Tastatur & Touchpad Bedienung

Alldocube Vbook keyboard touchpad

Die QWERTY-Tastatur des Alldocube VBook hat schwarze Tasten, die in Weiß und teilweise auch in Blau beschriftet sind. Der Aufdruck wirkt relativ billig, da die Beschriftungen lediglich geklebt sind. Eventuell ist es daher aber möglich, die Beschriftung gänzlich zu entfernen und durch Tastaturaufkleber mit QWERTZ-Layout zu ersetzen. Eine Tastaturbeleuchtung gibt es nicht.

Die Belegung der F-Tasten ist etwas gewöhnungsbedürftig. So gibt es keine Tastenkombination zum Abändern der Displayhelligkeit, was wohl eine der meistgenutzten Funktionen der F-Tasten ist. Um die Displayhelligkeit abzuändern, muss man also immer das Windows Mobilitätscenter öffnen, was im Alltag relativ nervig ist.

Das Tippen auf der Tastatur funktioniert grundsätzlich gut. Der Tastenanschlag ist in Ordnung, wenngleich sich die Tastatur nicht wirklich hochwertig anfühlt. Die Geräuschkulisse beim Tippen ist ebenfalls okay, lediglich die Enter-Taste klappert etwas.

Alldocube Vbook touchpad

Das Touchpad fühlt sich angenehm an und arbeitet auch präzise. Auch gab es im Test keine Probleme bei der Ausführung von Windows Multitouch-Gesten. Zum Klicken kann man das Pad antippen oder die untere Hälfte physisch Herunterdrücken. Hierbei gibt es ein relativ „billiges“ Klick-Geräusch und auch die Haptik könnte hochwertiger sein.

Im Test macht das Touchpad einen guten Eindruck. Die Tastatur hingegen ist nur mittelmäßig. Zum einen gibt es keine Beleuchtung und zum anderen sind die Aufdrucke auch etwas billig. Allerdings lassen sich daher Tastaturaufkleber für ein deutsches QWERTZ-Layout problemlos verwenden.

Anschlüsse des Alldocube VBook

Die Anschlüsse sind auf den linken und den rechten Rand verteilt: ein Kopfhöreranschluss, Micro-SD Slot und USB-A 3.0 auf der linken Seite und USB-C 3.1, USB-A 3.0 und der Stromanschluss auf der rechten Seite. Wer nicht das Netzteil mit DC-Anschluss aus dem Lieferumfang zum Laden verwenden möchte, kann das Alldocube Vbook also auch über USB-C Netzteile mit PowerDelivery aufladen. Dies sorgt im Alltag für eine größere Flexibilität und erleichtert auch die Nutzung von USB-C Hubs. Der USB C-Port kann Videosignale und Daten übertragen. Im Test konnte sogar ein externer Monitor mit 4K und 60Hz betrieben werden. Das ist beachtlich für ein Notebook dieser Preisklasse.

Display

Alldocube Vbook 3k quality

Bevor wir uns um die Leistung und den Speicher kümmern, werfen wir einen ausführlichen Blick auf das Display. Alldocube vermarktet das VBook als Notebook für diejenigen, denen ein hochauflösendes und scharfes Panel wichtig ist. Das IPS-Display misst 13,5 Zoll in der Diagonale und löst mit 3.000 x 2.000 Pixel auf, was 268 Pixel pro Zoll entspricht. Das ist für ein Laptop in dieser Preisklasse ein exzellenter Wert. Die Schärfe des Displays ist deutlich höher als bei normalen Displays dieser Preisklasse mit Full-HD Auflösung. Einzelne Bildpunkte sind mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen. Das Display hat ein 3:2 Seitenverhältnis und eignet sich daher besonders gut für Office-Arbeit. Beim Anschauen von Videos hingegen gibt es schwarze Balken oben und unten.

Alldocube Vbook Spyder 2

Der Hersteller gibt an, dass der sRGB Farbraum komplett abgedeckt wird. Unsere Messung mit dem ColorSpyder bestätigt diese Angabe fast: Laut dem Spyder werden 97% von sRGB, 75% von AdobeRGB und 75% von P3 abgedeckt. Für ein so günstiges Notebook sind das gute Werte. Erfreulich ist auch, dass die Farbstimmung vom Hersteller gelungen ist. Wenn ihr euch unsere kalkulierte Testdatei herunterladen möchte, findet er diese hier und können sie mit dieser Anleitung einbinden.

 

Alldocube Vbook Spyder 1

Die Helligkeit des Panels ist mit 483 Lux ausgezeichnet. Der Einsatz im Freien ist noch möglich, solange man sich nicht in direktem Sonnenlicht befindet, da das Display nicht entspiegelt ist. Brauchbare Werte liefert der Monitor ansonsten auch beim Kontrast mit einem Wert von 1540:1 bei mittlerer Helligkeit. Die Blickwinkelstabilität des Panels ist allerdings etwas schwächer. Zudem weist das Panel bei niedriger Helligkeit starke Lichthöfe auf, die beim Arbeiten in abgedunkelten Räumen irritieren können.

Natürlich gibt es bessere 3K-Displays als dasjenige des Alldocube VBook. Für einen Laptop dieser Preisklasse ist die Anzeige aber ausgezeichnet. Über die kleineren Mängel wie die Blickwinkelstabilität und die Lichthöfe kann man da gerne hinwegsehen. 

Leistung & System

Der Hersteller verbaut den Intel Celeron N3350, einen Dual Core-Prozessor mit vier Threads aus dem Jahr 2016. Die Intel HD Grafik 500 fungiert als GPU. Dazu kommen 8 Gigabyte LPDDR3-RAM und 256 Gigabyte SSD-Speicherplatz. Die SSD kann bei Bedarf auch einfach getauscht werden, indem man die Klappe auf der Unterseite des Laptops aufschraubt. Im Test erreicht die verbaute SSD mit 535MB/s im Schreiben und 463MB/s im Lesen gute Werte.

Geekbench Single Ergebnis Geekbench Multi Ergebnis SSD Benchmark (read) Ergebnis Einheit: MB/s SSD Benchmark (write) Ergebnis Einheit: MB/s

Wie die Benchmarks bereits zeigen, ist die Performance des Laptops nicht besonders hoch. Erschwerend kommt hier in der alltäglichen Nutzung dazu, dass das Alldocube VBook ein extrem hochauflösendes Display hat. Dieses verlangt so viel Rechenleistung, dass für Anwendungen nicht mehr viel Kapazität übrig bleibt. Das einfache Bearbeiten eines Dokumentes in Word oder einer PowerPoint Folie bekommt das VBook noch hin. Kommen hier jedoch ein paar Browser Tabs hinzu, bricht die Geschwindigkeit stark ein. Wer Multitasking auch nur in geringem Umfang betreibt, wird definitiv nicht glücklich sein mit der Leistung. Insbesondere hat das Alldocube VBook Probleme mit Anwendungen, die eine etwas komplexere Grafik haben. Bereits das Aufklappen des Windows Startmenü wird schon von Rucklern begleitet. Gaming ist insofern nichts, was man auf dem Notebook probieren sollte. Leider erbrachte auch die Reduzierung der Auflösung in Windows keine Verbesserung der Performance.

Die Leistung ist leider der größte Kritikpunkt am Alldocube VBook. Der Prozessor ist einfach zu schwach für das 3K-Display. Mehr als einfache Aufgaben wie Word oder Webbrowsing mit 2-3 Tabs kann man dem Gerät nicht zumuten. 

Windows

alldocube vbook WindowsInfo

Windows 10 Home ist in allen Sprachen bereits vorinstalliert und Deutsch kann beim Set-up ausgewählt werden. Das Betriebssystem ist frei von jeglicher Drittanbieter Software und mit einer digitalen Lizenz bereits aktiviert.

Konnektivität des Alldocube VBook

Das Alldocube VBook unterstützt WiFi 4 (b/g/n Standard) mit Dual-Band. Die Stärke des WLAN Empfang ist etwas unterdurchschnittlich. Aus meiner 100 Mbit Leitung konnte das Notebook direkt neben dem Router 40 Mbit ziehen. Ein Raum weiter sinkt die Geschwindigkeit auf 17 Mbit und zwei Räume weiter kommen lediglich noch 2,5 Mbit an. Vergleichsgeräte schaffen hier noch etwa 10Mbit.

Bluetooth wird natürlich ebenfalls unterstützt, allerdings in der etwas älteren Version 4.0. Im Test gab es hier keine Probleme. Unter dem Alldocube VBook befinden sich zwei Lautsprecher mit zwei Watt. Die Qualität ist für das Nötigste ausreichend. Man kann ein Video abspielen oder einen Film anschauen. Allerdings ist der Sound sehr höhenlastig und erzeugt keine Räumlichkeit.

Die Webcam mit zwei Megapixel liefert ein für Videotelefonie brauchbares Bild. Allerdings gibt es ein lichtstarkes Bildrauschen und die Farben sind ziemlich blass. Das Mikrofon liefert ansonsten eine für Videotelefonie brauchbare Soundqualität, die aber von einem permanenten “leisen” Rauschen begleitet wird.

Akkulaufzeit

Ein hochauflösendes Display zieht mehr am Akku und dem versucht Alldocube mit einem 38 Wh Akku entgegenzuhalten. In der Praxis ergibt sich daraus eine unterdurchschnittliche Akkulaufzeit. Im Officebetrieb konnte das Notebook im Durchschnitt 4 Stunden durchhalten. Dieses Ergebnis spiegelt sich allerdings nicht im PC-Mark Benchmark wider, vermutlich weil dort auch grafikintensive Anwendungen simuliert werden. Der Ladevorgang dauert rund 3 Stunden.

PCMark Modern Office (Akku Test) Ergebnis Einheit: Std

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Es hätte so schön sein können. Das Alldocube VBook ist wirklich hervorragend verarbeitet und macht für ein günstiges Notebook einen geradezu exzellenten optischen Eindruck. Auch vonseiten des Speichers ist mit einer 256 GB großen SSD und 8 GB RAM eigentlich eine solide Grundlage gegeben. Leider scheitert das Notebook aber an seinem größten Verkaufsargument: Das hochauflösende Display ist zwar schön anzusehen. Der Intel Celeron Prozessor schafft es aber nicht, die Anzeige flüssig darzustellen und dabei noch ein angenehmes Nutzungserlebnis zu gewährleisten. Aus diesem Grund können wir leider keine Kaufempfehlung für das Alldocube VBook aussprechen. Manchmal ist weniger eben mehr.


Gesamtwertung
59%
Design und Verarbeitung
85 %
Display
80 %
Anschlüsse
70 %
Tastatur und Touchpad
60 %
Leistung
30 %
Akkulaufzeit
40 %
Preis/Leistung
50 %

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