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Amazfit T-Rex 2 Outdoor-Smartwatch im Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Vorteile
  • exzellentes Fitness- und Gesundheitstracking
  • gute Datenananlyse & viele Sportmodi
  • starke Akkulaufzeit: über 2 Wochen
  • helles AMOLED-Display
Nachteile
  • ziemlich groß und unhandlich
  • wenige "Smartwatch"-Funktionen
  • GPS nicht perfekt
  • recht hoher Preis
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Schon die dritte Outdoor-Smartwatch des Herstellers haben wir nun im Test. Die Amazfit T-Rex 2 schickt sich an, der perfekte Begleiter für Sport, Wandern und Action zu sein. Wird die Uhr in Kombination mit der exzellenten Akkulaufzeit aber auch der Begleiter für den Alltag oder ist die T-Rex 2 dafür zu sehr „Outdoor“?

Die Amazfit T-Rex 2 bekommt einen größeren 500mAh Akku, ein besseres 1,39“ AMOLED-Display, genauere Dual-Band-GPS Navigation samt Routenführung und modernere Sensoren mit SpO²-Messung spendiert. Vonseiten der Software profitiert sie zudem von der stetigen Weiterentwicklung von Zepp OS, dem eigenen System von Amazfit. Rechtfertigt das den Preis von über 200€? Ist die T-Rex 2 eine preiswertere Alternative zu den teuren Modellen wie einer Garmin Fenix 6 (Pro Solar)? Das findet ihr im Test heraus.

Amazfit T-Rex 2 vs. Amazfit GTR 4 & GTS 4

Auf der IFA in Berlin präsentierte man die neue Amazfit GTR 4, GTS 4 und GTS 4 mini. Gerade die beiden großen Modelle werden dank Zepp OS 2.0 immer mehr zur Konkurrenz für die feature-starken Android-Smartwatches mit Wear OS oder auch für die Samsung Galaxy Watch. Anders als die Amazfit T-Rex 2 sind die GTR 4 und GTS 4 schlichter, kompakter und eleganter.

Die Amazfit T-Rex 2 platziert sich im Sortiment des Herstellers bewusst als robuste Variante. Der Funktionsumfang ist etwas kleiner, dafür der Akku aber ausdauernder…

Amazfit T Rex 2 Band

Amazfit T-Rex 2

Amazfit T Rex 2 Farben 1

Amazfit GTR 4

Amazfit GTR 4 vorgestellt Farben 3

Amazfit GTR 3 Pro

Amazfit GTR 3 Pro Side

Display: 1,39 Zoll, AMOLED, 454 x 454 Pixel, 1000 Lux 1,43 Zoll, AMOLED, 466 x 466 Pixel 1,45 Zoll, AMOLED, 480 x 480 Pixel, 1000 Lux
Maße: 47,1 x 47,1 x 13,65mm, 66g 46 x 46 x 10,6mm, 34g, 22mm Armbandbreite 46 x 46 x 10,7mm, 57g
Konnektivität: Dual-Band GPS, Bluetooth 5.0 BLE, BioTracker 3.0 + Barometer Dual-Band GPS, WLAN, Bluetooth 5.0 BLE, BioTracker 4.0 + Barometer Dual-Band GPS, WLAN, Bluetooth 5.0 BLE, BioTracker 3.0 + Barometer
Software: Zepp OS, 150+ Sportmodi Zepp OS 2.0, 154 Sportmodi Zepp OS, 150+ Sportmodi
Akku / ~Laufzeit: 500mAh / 24 Tage 475mAh / 14 Tage 440mAh / 12 Tage
Preis (UVP): 230€ (UVP) 230€ (UVP) 200€ (UVP)

Design & Verarbeitung

Die Amazfit ist keine „klassische“ Uhr, sondern ein Sport-Modell im Stile der alten Casio G-Shock als Smartwatch – Den „Outdoor-Look“ trifft die neue Amazfit damit hervorragend. Dadurch ist die T-Rex 2 aber auch ziemlich groß und misst 47,1 x 47,1 x 13,65 Millimeter bei stolzen 65,2 Gramm.

Die Amazfit T-Rex 2 ist in vier Farbvarianten verfügbar. Wir haben „Wild Green“ in blass-grün. „Dessert Khaki“ greift ebenso den Outdoor-Look auf. Die T-Rex 2 in Schwarz in „Astro Black & Gold“ mit goldenen Akzenten und „Ember Black“ mit silbernen Details sind noch die unauffälligeren Varianten. Wobei die Amazfit T-Rex 2 definitiv am Handgelenk auffällt: Sie ist groß, die Sichtschrauben und Kontrast-Elemente sind nicht zu übersehen und dazu kommen noch die Beschriftungen. Rechts am Gehäuse wird der Lautsprecher durch einen Metallstreifen geschützt. Ein Mikrofon hingegen ist nicht verbaut. Unten am Gehäuse der Uhr liegt der runde PPG 3.0 BioTracker und die beiden Ladepunkte zum Aufladen.

Da die T-Rex 2 offiziell als Outdoor-Smartwatch betitelt wird, hält sie äußeren Einflüssen mit Leichtigkeit stand. Zertifiziert ist sie bis 10 ATM Wasserdruck und ist so auch für Tauchgänge zu gebrauchen. Amazfit wirbt mit einer Temperaturbeständigkeit von -40°C bis 70°C und die MIL-STD810G Zertifizierung fehlt natürlich auch nicht.

Tragekomfort

Die Amazfit T-Rex 2 ist super verarbeitet, ohne störende Kanten an der Haut. Das Silikon ist weich und der Großteil der Uhr besteht aus mattem Kunststoff. Die Länge der beiden Teile des Armbandes deckt einen Handgelenksumfang von 140 bis 205mm ab. Von den 18 Löchern lassen sich 16 nutzen und der Umfang kann dementsprechend in kleinen Schritten gewählt werden. Das Band lässt sich nicht wirklich austauschen. Dafür braucht es aber das Spezialwerkzeug, welches nicht beiliegt, und Armbänder von anderen Herstellern passen nicht so richtig genau an die T-Rex 2.

Mit dem hohen Eigengewicht der Smartwatch „schlackert“ sie allerdings immer etwas hin und her. Es hilft zum Beispiel beim Joggen das Armband noch fester zu schnellen, dafür ist es auch flexibel genug. Das locker leichte Tragegefühl eines kompakten Fitnesstrackers kommt aber nicht auf. Ist man nicht an das Tragen einer Uhr gewöhnt, stört die massive Amazfit T-Rex 2 manche Nutzer wahrscheinlich im Alltag.

Display der Amazfit T-Rex 2

Bei der Amazfit T-Rex 2 verbaut man ein angenehm großes und auch helles AMOLED Panel. Das runde Display misst im Durchmesser 1,39 Zoll und löst mit 454 x 454 Pixel auf. Dies resultiert in einer scharfen Bildpunktdichte von 326 Bildpunkten pro Zoll. Die maximale Helligkeit liegt bei 1000 Lux, wodurch es sich auch beim Sport in der Sonne super ablesen lässt. Geschützt wird das Glas durch eine nicht näher definierte Schutzschicht und durch die erhöhte Krone drumherum.

Zur Bedienung nutzt man entweder das zielsichere Touchpanel oder greift bei schwitzigen Händen auf die Buttons zurück. Mit Runter, Hoch, Auswählen und Zurück als Hardware-Tasten kann man fast alle Funktionen der T-Rex 2 auch so ansteuern. Während mancher Workouts sperrt die Smartwatch das Touchpanel gegen ungewollter Eingaben automatisch. Entsperrt wird sie wieder über „Select“ / „SEL“ oder pausiert / eine neue Runde eingelegt über „BACK“.

Das Display aktiviert man je nach Geschmack durch Tippen auf das Touchpanel, Anheben des Handgelenkes oder über die Buttons. Auch ein Always-On-Display lässt sich auswählen und auf Wunsch ganztägig oder nach Zeitplan aktivieren.

Über die Zepp App stehen zahlreiche Watchfaces zur Individualisierung bereit. Ein paar der Ziffernblätter lassen sich auch anpassen: mit anderen Daten zur Ansicht oder mit einem persönlichen Design. Noch mehr finden sich über den hauseigenen Store zum Herunterladen auf die Amazfit T-Rex 2. Das Design der Menüs kann in drei Stilen angepasst werden. Der Look allgemein ist bunt gehalten, die Symbole aber auch selbsterklärend. Die grafischen Animationen sind zwar nicht besonders aufwendig gestaltet, laufen dafür aber flüssig über das Display.

Spezifikationen der Amazfit T-Rex 2

der Lautsprecher ist “versteckt”

Nun geht es um die verbaute Hardware in der Amazfit T-Rex 2. Mit dem Handy wird die Uhr über Bluetooth 5.0 gekoppelt und auch der BLE Standard zur Energieeffizienz unterstützt. Zur Nutzung mit dem Smartphone braucht es die Zepp App. WLAN zur autarken Nutzung bleibt den edlen Smartwatches bei Amazfit vorenthalten. Folgende Hardware und Sensoren sind bei der Amazfit T-Rex 2 mit an Bord:

  • BioTracker™ PPG 3.0 – optischer Pulssensor: Für die Messung des Puls, Blutsauerstoff-Sättigung und Berechnung des Stress-Levels
    • Setzt sich inzwischen aus sechs Fotodioden und zwei LEDs zur Messtechnik zusammen
  • Amazfit T Rex 2 Sensoren Unterseite 2Beschleunigungssensor + Gyroskop: Sportracking, Schritte zählen, …
  • Umgebungslichtsensor: automatische Displayhelligkeit
  • Dual-Band GPS mit Unterstützung von 5 Satellitensystemen: GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS
  • Barometer: Höhenbestimmung
  • Geomagnetischer Sensor: Kompass

OS & App

Die Amazfit T-Rex 2 kommt noch mit Zepp OS 1.0. Aber Zepp OS 2.0 steht bereits in den Startlöchern und wir konnten uns schon einen ersten Eindruck davon auf der IFA in Berlin machen beim Launch der Amazfit GTR 4 und GTS 4. Dabei kommen in erster Linie „echte Smartwatch“ Funktionen hinzu, wie man sie von Googles Wear OS kennt. Die Amazfit T-Rex 2 hat schon ein paar von den neuen Funktionen mit an Bord, übernimmt aber größtenteils das System und Features der Amazfit GTR 3 / GTR 3 Pro.

Nun zu den „Smartwatch“-Funktionen der T-Rex 2: Die Outdoor-Uhr bietet schon die grundlegenden Features, die man auf dem kleinen Display schnell zur Hand haben möchte – Das Handy am Handgelenk ist die T-Rex 2 aber nicht und unterwegs will man das Smartphone gerne zusätzlich dabei haben. Zum Beispiel um unterwegs über NFC zu bezahlen oder um Musik zu hören.

Die große Stärke von Amazfit liegt in der umfangreichen „Zepp App“ mit den zahlreichen Möglichkeiten zum Tracking von Gesundheits- und Sportdaten und deren Auswertung. Amazfit hat sich unter Zepp OS das eigene kleine Ökosystem aufgebaut und andere Hersteller einbezogen, von dem man als Nutzer nun profitiert. Über den eigenen App-Store können weitere Apps auf die T-Rex 2 installiert werden. Bisher ist der Mehrwert durch das Angebot aber begrenzt.

Bei der Amazfit T-Rex 2 gefällt mir das Menü unterhalb des Homescreen / dem Ziffernblatt hervorragend (nach oben wischen). Hier bekommt man schnell die wichtigsten Informationen:

  • Aktuelles Wetter: inklusive weiterer Werte zum Tagesverlauf + die Wochenvorhersage
  • Letztes Training + Trainingsstatus
  • Aktuelle Musik- / Medienwiedergabe des Smartphones und Fernsteuerung über die Smartwatch
  • PAI-Wert: Persönliche Score wie „fit“ man lebt
    • PAI Punkte sammelt man durch Workouts oder gelaufene Schritte (nach 7 Tagen verfallen sie wieder) und versucht den Wert über z.B. 50 oder 100 zu halten
  • Die Gesundheitswerte (Puls, SpO², Stresslevel, Schlafanalyse) kann man schnell nachschauen und eine Messung starten
  • Ein Alarm / Wecker kann hier fix gestellt werden

Weitere Karten lassen sich hinzufügen, wie zum Beispiel die Aufgaben-Liste oder Kalender-Einträge (müssen in der Zepp App eingetragen werden), eine Weltzeituhr, Stoppuhr / Countdown oder Atemübungen. Wirklich „smarte“ Funktionen kommen damit also nicht mehr hinzu. Im Menü links des Ziffernblattes werden alle Benachrichtigungen vom Smartphone gesammelt. Nachrichten (z.B. WhatsApp oder Skype) werden korrekt dargestellt und auch die geläufigsten Emojis unterstützt. Dazu kann man über die Uhr schnell antworten über vordefinierte oder individuelle Sätze und über Emojis.

Zepp App

Die App an sich ist super aufgebaut und Amazfit hat sich inzwischen ein eigenes kleines Ökosystem aufgebaut. Wer die T-Rex 2 aktiv nutzt, wird unweigerlich öfter mal die App öffnen. Zum Beispiel spätestens um die genauen Trainingsdaten serviert zu bekommen. Die App bietet die drei Hauptreiter „Startseite“ – die Gesundheitsdaten der Uhr im schnellen Überblick und Zugriff auf die wichtigsten Tools für die Smartwatch – „Gesundheit“ – Ein Training über die App starten und die Zielwerte, wie Schritte, festlegen – und „Profil“ – Verwaltung aller Geräte, Einstellungen vornehmen, Konten verknüpfen, Routen importieren und mehr Funktionen für die T-Rex 2.

Sporttracking mit der T-Rex 2

Die Stärke der Amazfit T-Rex 2 ist ganz klar Gesundheits- und Fitnesstracking. Dabei sind die Möglichkeiten so umfangreich, dass sie den Rahmen des Praxistests sprengen würden. Ich würde an der Stelle auf den Test der Amazfit GTR 3 Pro verweisen: Jens ist bereits sehr genau auf die Funktionen für das Gesundheits- und Fitnesstracking eingegangen, welche auch von der T-Rex 2 unterstützt werden.

Hinsichtlich der Genauigkeit der Herzfrequenz habe ich mich zum Vergleich auf die stationären Kardiogeräte im Fitnessstudio verlassen: z.B. der Hometrainer mit zwei Kontaktflächen für die Hände. Im Pulsbereich über 170 hinkt die T-Rex 2 ein wenig hinterher. Gerade was die „schnellen Sprints“ und damit schnellen Puls-Anstiege betrifft, leistet die Outdoor-Smartwatch aber super Arbeit. Auch im Vergleich zur Fossil Gen 6 ist die Puls-Kurve deutlich akkurater ohne die einzelnen Ausreißer. Ein Brustgurt zur externen Pulsmessung lässt sich nicht mit der T-Rex 2 oder der Zepp App koppeln.

Joggen, Radfahren, … – GPS Genauigkeit

Für alle Workouts im Freien wird das GPS-Modul verwendet, um die zurückgelegte Strecke zu erfassen. Nach 10 Sekunden ist die Position spätestens bestimmt. An der GPS-Genauigkeit hat Amazfit sichtlich gearbeitet, was uns schon bei der GTR 3 und GTR 3 Pro aufgefallen ist. Die Amazfit T-Rex 2 ist in der Hinsicht aber noch nicht perfekt.

Die Wahl hat man aus drei Akku-Effizienz-Modi, wobei man eigentlich immer auf „GPS-Genauigkeit“ setzen sollte. Als Vergleich hatte ich meistens die Fossil Gen 6 dabei, bei der meist 5% der Strecke verloren gehen. Hier nimmt die Amazfit T-Rex 2 einfach viel häufiger die Position und zeichnet auch kleine Schlenker oder Kurven mit auf. Nehme ich das Smartphone – in dem Fall ein OnePlus Nord 2 – als Referenz, dann ist die Strecke übereinander gelegt fast identisch. Die T-Rex 2 verfehlt dennoch noch gut 5% der Strecke und zeichnet zu wenig auf. Genauer wird die Messung, wenn das Smartphone gekoppelt ist.

Gefallen hat mir auch der „Bahnenmodus“, z.B. bei „Laufen“ auf dem Sportplatz. Hier wählt man zwischen 200 und 400m Runden und die Anzahl der Bahnen (quasi Breite der Laufbahn). Die T-Rex 2 zählt automatisch mit, präsentiert die Zeiten für einzelne Runden und belohnt mit Auszeichnungen wie den „schnellsten 800m bisher“.

Workouts: Krafttraining

In den Sportmodi finden sich dann noch viele weitere Modi, von denen mir „Kraft“- und „Intervalltraining“ gut gefallen haben. Diese bieten einen erweiterten Funktionsumfang, der motivieren kann.

Für das Intervalltraining, z.B. „HIIT“, nimmt die T-Rex 2 automatisch die Zeiten für Trainings- und Pausenzeit. In der App lässt sich Vorlagen für folgende Modi erstellen: Draußen laufen, Laufband, Radfahren im Freien, Drinnen Radfahren, Indoor Fitness, Krafttraining, Core Training, Beckenschwimmen, Seilspringen, Treppensteigen und Rudergerät.

Dazu ist auch das Krafttraining schön interaktiv. Die Amazfit T-Rex 2 soll die einzelnen Übungen erkennen, Wiederholungen zählen und Pausenzeiten aufzeichnen. Das geschaffte Gewicht kann man selbst live beim Training hinzufügen über das Display. Dazu bekommt man nach dem Workout in der App alle Daten präsentiert, inklusive welche Muskelgruppen genutzt / trainiert worden sind. Beschränkt man sich auf Grundübungen, dann klappt dies erstaunlich gut: Bankdrücken, Squats, Kreuzheben zum Beispiel. Kommen dann aber komplexe oder besondere Übungen mit Maschine oder Freihantel dazu, kann Amazfit diese nicht mehr analysieren. So wurde mein Push Day solide erkannt, aber Beine wurden an dem Tag nun wirklich nicht trainiert.

Routenführung und Kartenimport

Auf den Wear OS Smartwatches lässt sich einfach Google Maps installieren und schon bekommt man die Karte und Routenführung auf das Handgelenk. Zumindest für ein paar wenige Stunden, denn dann ist der Akku leer.

Amazfit löst das Problem durch den Streckenimport von Karten. Dies geht über die Zepp App über Dateien mit dem Format GPX, TCX und KML. Im Praxistest habe ich mir von Strava den Lauf eines Trainingspartners exportiert und in der Zepp App hinzugefügt. Das geht zum Beispiel auch mit Googles “My Maps“. Die Datei muss man daraufhin aus dem Dateimanager heraus mit der Zepp App öffnen (Öffnen mit…).

Die T-Rex 2 navigiert dann über die importierte Route und live GPS-Daten. So läuft man die Strecke ab und bekommt bei Bedarf Navigationshinweise: Auf dem Feld oder im Wald klappt das super, weil meist nicht viele Wege / Abzweigungen kommen. In der Stadt hat man in engen Gassen oder bei vielen Straßen schon mehr Probleme – Es ist eben kein echtes Navi.

Über die Rückführungsfunktion, die sich jederzeit aktivieren lässt, läuft man die Route entweder einfach wieder zurück oder findet den Weg über den integrierten E-Kompass zurück zum GPS-Startpunkt.

Bisher ist die Routenführung nicht besonders liebevoll umgesetzt. Wer sich die T-Rex 2 aufgrund des Features herausgesucht hat, sollte die Navigations-Fuktion nicht als Kaufgrund verbuchen.

Synchronisation mit anderen Apps / Konten

Amazfit T Rex 2 Test Konten Synchronisation 1 Amazfit T Rex 2 Test Konten Synchronisation 2Seine Fitnessdaten sammelt man am liebsten an einem Ort bzw. in einer App. Das ist entweder Zepp OS selbst oder man fügt andere Konten in der App hinzu. Dies klappt mit WeChat, Google Fit, Strava und Relive. Im Herbst soll auch noch die Adidas Running App folgen.

Mit Google Fit und Strava funktioniert der Export einwandfrei und auch die gesammelten Gesundheitsdaten werden übertragen. Wie das Ganze in den Apps dann aussieht, seht ihr hier. Ist die Sportart z.B. bei Google Fit nicht hinterlegt, wird die Trainingseinheit als „Freies Training“ verbucht.

Ein kleines Manko ist mir in Kombination mit Google Fit und den verbuchten Kalorien aufgefallen: Amazfit trackt die zusätzlich verbrannten kcal, Google Fit hingegen gibt bei einer Trainingseinheit stets die insgesamt verbrannten kcal aus. Wer sich also an dem Wert orientiert, sollte dies berücksichtigen. Ohnehin sind diese kcal-Werte aber immer nur eine extrem ungenaue Schätzung.

Akkulaufzeit der Amazfit T-Rex 2

Die Akkulaufzeit der Amazfit T-Rex 2 gehört zu den Highlights der Smartwatch. Mit dem 500mAh Akku verspricht der Hersteller eine typische Nutzungszeit 24 Tagen / 45 Tage im Energiesparmodus / 10 Tage bei starker Nutzung / 26 Stunden durchgehende GPS-Positionierung. Im Grunde muss man sich frühestens nach zwei Wochen mal Gedanken machen, wo man die T-Rex 2 demnächst aufladen könnte. In meinem Akku-Praxistest habe ich folgende Einstellungen genutzt:

zwei Ladepunkte unten

  • aktive 24 Herzfrequenz- & SpO²-Messung
  • ganztägige Stressüberwachung aktiv
  • Auto-Helligkeitsmode
  • eingeschaltete Bildschirmdauer von 10 Sekunden
  • aktive Anruf-, SMS- und App-Benachrichtigungen inklusive Musiksteuerung
  • Handgelenk drehen zum Aktivieren des Bildschirms aktiv
  • Always-On-Display inaktiv

So waren gut 14 Tage Nutzung möglich. Dazu kamen natürlich zahlreiche Workouts teilweise auch draußen mit GPS-Tracking (Genauigkeitsmodus). Pro Stunde Joggen oder Radfahren gehen ca. 4% Akku verloren.

Geladen wird über das beiliegende Ladekabel mit USB-A Anschluss. Das Ladekabel haftet magnetisch und lässt sich durch die Polung auch nicht falsch herum anbringen. Ein kompletter Ladevorgang nimmt ungefähr 60 Minuten in Anspruch.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Die Amazfit T-Rex 2 ist eine erstklassige Smartwatch für das Sport-, Fitness- und Outdoor-Tracking! Die Möglichkeiten, die Amazfit inzwischen integriert hat, sind überragend: Das Angebot an Sportmodi mit breit ausgebauten Funktionen, automatische Erkennung, die Analyse der Gesundheitsdaten und die Motivation durch Zepp OS sind erstklassig. Die ermittelten Daten sind dabei weitestgehend akkurat und für den Hobbysportler zufriedenstellend. Das Quäntchen darüber fehlt allerdings. Eine wirklich smarte Smartwatch ist die T-Rex 2 in Anbetracht des Preises leider nicht. Hier tun sich quasi alle Hersteller abseits von Wear OS schwer, ein tiefgreifendes Zusammenspiel mit dem Smartphone zu ermöglichen. Einen Mehrwert bietet die T-Rex 2 definitiv, aber größere Hoffnungen setze ich in die neue Generation, die Amazfit GTR 4 und GTS 4.

Als Alternativen würden sich noch die Amazfit GTR 3 Pro zum gleichen Preis oder die Xiaomi S1 Active empfehlen. Wer mit deutlich weniger Akkulaufzeit zurechtkommt, findet in der TicWatch Pro 3 Ultra vielleicht das passende Modell mit Wear OS.

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Gast
Stephan (@guest_90940)
10 Tage her

Hallo,
es gibt ja schon 2 T-Rex Modelle (T-Rex und T-Rex Pro). Mir fehlt dazu ein bisschen der Vergleich, ob sich z.B. der Umstieg auf die T-Rex 2 lohnt. Die Akkulaufzeit hat sich schonmal verbessert, aber dafür 100€ mehr?

Grüße

Frank
Gast
Frank (@guest_88893)
2 Monate her

Ist es möglich, einen Bluetooth Brustgurt mit der Uhr zu verbinden?

The Mountain Biker
Gast
The Mountain Biker (@guest_88577)
3 Monate her

Kann man damit gpx Dateien auf die Uhr laden?

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