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Aukey EP-N12 – Günstiger Over-Ear mit ANC im Test

Getestet von Max Drechsel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • sehr gute Bässe
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • 3,5 mm Klinke auch ohne Akku nutzbar
  • BT 5.0, AAC & SBC
  • gute hohe Lautstärke
  • angenehm zu tragen
Nachteile
  • kein aptX
  • kein Wasserschutz
  • ANC ist nicht wirklich gut
  • keine optionale App (keine Updates)
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Heute haben wir einen Aukey Over-Ear im Test, der auf den Namen EP-N12 hört. Aukey versucht mit diesem Over-Ear das Feature ANC in einem günstigen Preisbereich anzubieten. Der Test wird zeigen, ob man für 50 € von Aukey einen guten ANC-Over-Ear erhält oder ob man besser die Finger davonlässt.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Aukey Ep N12 von oben

Für das Design der Aukey EP-N12 hat man nicht besonders tief in die Trickkiste gegriffen. Es wirkt recht einfallslos und zufällig, aber immerhin hat man versucht, an den richtigen Stellen Akzente zu setzen. So ist der Kopfbügel ebenso mit Kunstleder überzogen wie die Ohrpolster.

Ebenfalls eine Erwähnung wert ist, dass die Schienen, um die Bügelgröße zu verstellen, durch Aluminium verstärkt wurden. Bis zu drei Zentimeter in 9 Stufen lässt sich die Schiene an beiden Seiten herausziehen, um sie an die Kopfform anzupassen.

Bestehend aus Kunststoff, kann man beim restlichen Aufbau allerdings kaum herausragende Merkmale ausmachen. Unter dem Kunstleder der Ohrpolster befindet sich 2 Zentimeter hoher und 1,5 cm breiter Schaumstoff. Der Bereich für das Ohr misst 6,5 x 4,5 cm, bietet also genug Platz für die meisten Ohren.

Besagte Ohrpolster der Aukey EP-N12 lassen sich außerdem um 90 Grad nach hinten verdrehen und zudem auch einklappen, um diese besser zu verstauen. Zwar wirken die großen Flächen auf der Außenseite der Kopfhörer, als würde Aukey auf eine Touch-Steuerung setzen, doch dem ist nicht so.

Tatsächlich werden diverse Knöpfe verbaut. Rechts haben wir so eine Lautstärkewippe und den Power-Button. Außerdem wird hier eine immer wieder aufleuchtende Status-LED und der 3,5 mm Klinkenanschluss untergebracht. An beiden Seiten kommt zudem noch ein Mikrofon hinzu.

Links befindet sich der ANC-Button und der USB Type-C Port, um die Aukey EP-N12 aufzuladen. Aukey scheint ein paar LEDs übrig gehabt zu haben, denn neben der allgemeinen Status-LED auf der rechten Seite, gesellt sich eine weitere, welche die Aktivierung von ANC anzeigt, sowie eine Dritte, die grob Auskunft über den Ladestand der Kopfhörer gibt, wenn ein Ladekabel angeschlossen ist.

Versteht mich nicht falsch. Aukey EP-N12 ist nicht schlecht verarbeitet, tatsächlich wirkt der Over-Ear solide und lässt rein äußerlich wenig Kritik zu, aber das langweilige Design muss man sich gefallen lassen. Dazu kommt noch der Umstand, dass es den Over-Ear nur in Schwarz gibt, farbliche Auswahl fällt also auch flach.

Lieferumfang der Aukey EP-N12

Aukey Ep N12 Lieferumfang

Auch dem Lieferumfang sieht man den Sparkurs an. Dass der Karton schmucklos und einfach nur Kartonagen braun ist, geht in Ordnung, doch statt einer Hartschalen-Tasche, landet der Kopfhörer in einer billig wirkenden Blister-Verpackung. Immerhin hat man sonst an alles gedacht.

  • EP-N12 Over-Ear
  • Kunststofftasche (21 x 21,5 cm)
  • 3,5 mm auf 3,5 mm Klinkekabel (100 cm)
  • USB Type-C auf USB-A Kabel (60 cm)
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch)
  • Garantiekarte (englisch)
  • Quickstart Guide (englisch)

Tragekomfort

Aukey EP N12 Testbericht wear

Die einfache Form der Aukey EP-N12 hat den Vorteil, dass man auch beim Tragekomfort keine Experimente veranstaltet. Das Gewicht von 253 Gramm verteilt sich gut über die Kopfbreite. Die Ohren werden von den Kunstlederpolstern komplett eingefasst.

Einziges Manko bei dieser geschlossenen Bauweise ist die Hitzeentwicklung. Es wird schon sehr kuschelig unter den Polstern, sodass ein gelegentliches Lüften guttut.

Verstauen lassen sich die Kopfhörer, zusammengeklappt in der dafür vorgesehenen Tasche. Grundsätzlich ist diese wasserabweisend, aber nicht wasserdicht, die Kopfhörer selbst sind es ebenfalls nicht, also ist Vorsicht geboten.

Soundqualität der Aukey EP-N12

Aukey Ep N12 mit Hand

Technisch gesehen hinterlassen die Aukey EP-N12 einen modernen Eindruck. Mit Bluetooth 5.0 kommt ein aktueller Übertragungsstandard zum Einsatz, mit AAC und SBC aber nur die einfacheren Codecs. Bei diesem Preis ist das kaum verwerflich. Verbaut wird ein 40 mm Treiber, was erst mal nichts Besonderes ist, doch Aukey will die EP-N12 besonders Bass-betonend gestaltet haben.

Frequenz: 20–20000 Hz
Bluetooth: 5.0
Chipset: k.A.
Maximale Leistung: k.A.
ANC Dämpfung: -42 dB
Reichweite: 15 Meter
Modellnummer: 2ATIH-EP-N5 / EP-N12
Widerstand: 32 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 100 dB
Apt-X: Nein
Codecs: A2D, HFP 1.7, HSP 1.2, AVRCP 1.6, SBC, SPP, ACC
Akkukapazität: 500 mAh / 5 V
Wasserresistenz:

Sound

Aukey EP N12 Testbericht driver

Aukey hält Wort. Der Bass ist betont und saustark. Mit dem richtigen Material donnern die Bässe wie Hammerschläge. Allerdings liegt den EP-N12 durch diese Ausrichtung nicht jedes Material. Akustik und Instrumental bleiben etwas schwach. Stimmen driften schon mal in leichten Hall ab.

Hört man allerdings HipHop oder auch Elektro, eben Musik mit viel Bass oder einem treibenden Beat, vermisst man nichts.

Höhen und Mitten kommen bei diesem Mix etwas zu kurz, dafür bleiben alle Tonlagen auch bei maximaler Lautstärke stabil und gut genießbar. Eine Bühne bildet sich nicht, aber immerhin die Stereo Abgrenzung funktioniert einwandfrei.

Eine besondere Stellung nimmt ANC bei den EP-N12 ein. Gutes ANC hat tendenziell eher wenig Einfluss auf die Ausgabe. Perfektes ANC erhält komplett die vorgesehene Abmischung, während es die störenden konstanten Außengeräusche wegrationalisiert.

Nun, bei den EP-N12 ist beides nicht gegeben. Zuallererst bricht das ANC der Aukey EP-N12 die krasse Bassbetonung auf. Das Klangbild wird flacher, die Bässe dumpfer, Höhen und Mitten treten stärker in den Vordergrund. Doch das macht die Sache nicht besser.

Stattdessen hallt jetzt das gesamte Klangbild, statt „nur“ einige Stimmen in den Mitten. Abgesehen davon kann man das ANC eigentlich bleiben lassen, denn es filtert hauptsächlich im Tiefenbereich, weswegen die Tiefen auch am Ohr reduziert werden. Höhen bleiben fast ungefiltert und Mitten schwanken irgendwo zwischen „manche erwischt es und manche eben nicht“.

Für das Flugzeug oder die Bahn, also Umgebungen mit tiefen orientiertem Grundlärm, sind die Aukey EP-N12 auf den ersten Blick gut geeignet. Der Schein trügt jedoch, da der restliche Umgebungslärm fast ungefiltert durchdringt. Klar ist der Preis hier ein Thema, denn so günstig gibt es selten ANC. Dennoch verweise ich lieber auf teurere Modelle, wie den Mu6 Space 1 oder die Anker Soundcore Life Q35, bei denen man am Ende auch einen guten Sound bekommt, wenn ANC aktiviert wird.

Zu guter Letzt noch ein Ausflug in die Welt der 3,5 mm Klinke. Die bietet den Vorteil, dass der Kopfhörer auch ohne Akku funktioniert, die EP-N12 schalten sogar ab, wenn der Klinkenstecker eingesteckt wird. ANC ist dann natürlich auch nicht mehr nutzbar.

Die Abstimmung über die Klinke ist ganz anders als über Bluetooth. Insgesamt etwas ausgeglichener trotzdem fehlen die Details. Mitten und Höhen sind stärker im Vordergrund, doch die Tiefen bleiben eisern, was zu einem etwas matschigen Klangbild führt. Für den Notfall eines leeren Akkus reicht es aber locker.

Pairing

Aukey Ep N12 Knoepfe rechts

Hier erlaubt man sich keine Schnitzer. Kopfhörer über den Power-Button angeschaltet, schon findet man die EP-N12 im Bluetooth Menü. Ein Tippen später werden die Geräte verbunden. Unterstützt wird das von einer englischen, etwas verschnupft klingenden Sprachausgabe. Auch für die Aktivierung und Deaktivierung von ANC gibt es solche Ansagen.

Da Aukey keine Touchflächen verwendet, fallen die möglichen Befehle ziemlich genau so aus, wie man es erwartet:

  • Power-Button zwei Sekunden drücken: Anschalten
  • Power-Button vier Sekunden drücken: Ausschalten
  • Power-Button einmal Drücken: Pause/Play
  • Plus-Button einmal drücken: Lauter
  • Minus-Button einmal drücken: Leiser
  • Plus-Button zwei Sekunden drücken: nächster Titel
  • Minus-Button zwei Sekunden drücken: vorheriger Titel
  • ANC-Button einmal drücken: Aktivieren/Deaktivieren
  • Power-Button einmal drücken, bei Anruf: Annehmen/Auflegen
  • Power-Button dreimal drücken: Voice Assistent
  • Plus und Minus-Button fünf Sekunden drücken: Zurücksetzen

Da kann man nicht klagen, alle wichtigen Funktionen sind abgedeckt und selbst Anrufe kann man tätigen, ohne das Handy bemühen zu müssen. Das Ertasten der eher kleinen Tasten erfordert etwas Übung, geht dann aber gut und schnell von der Hand.

Ändern kann man die Belegung nicht. Aukey hat nach wie vor keine App im Angebot, um Firmwareupdates oder andere Spielereien zu aktivieren. Schade.

Sprachqualität der Aukey EP-N12

Aukey EP N12 Testbericht ANC

Bei den Aukey EP-N12 wirbt der Hersteller viel mit der glasklaren Übertragung, welche die Mikrofone der Kopfhörer möglich machen sollen. Tatsächlich lässt sich ANC auch während eines Telefonats aktivieren oder bleibt aktiv, was das Gespräch an belebten Orten deutlich einfacher gestaltet.

Was die Qualität der Aufnahme angeht, so darf man nicht zu viel erwarten. Es reicht jedoch, um kurze Gespräche zu führen. Grundsätzlich wird man gut verstanden, Umgebungslärm wird aber, anders als bei den eigenen Ohren, nicht besonders gut gefiltert.

Ausgezeichnet war die Reichweite. Die Over-Ears machen sich nichts aus einfachen Wänden und bleiben auch über die angegebenen 10 Meter stabil und leisten sich keine Aussetzer.

Akkuleistung

Aukey Ep N12 links Knoepfe

Mit dem 500 mAh Akku in den EP-N12 sollte man locker für einen Tag gerüstet sein, tatsächlich kommt man gut durch die Woche! Selbst, wenn man sich auf hohen Lautstärken bewegt. Aukey übertreibt es etwas und Aukey EP N12 Testbericht batteryprahlt gleich mit 40 Stunden, von denen ich 35-37 definitiv zusprechen würde.

Über 4 Tage hinweg habe ich die Over Ears nur einmal vollständig aufgeladen. Gehört habe ich meist abends für ein paar Stunden nebenbei oder tagsüber bei der Hausarbeit. Die Aukey EP-N12 sind da gewissermaßen unermüdlich.

Und selbst wenn der Akku mal aus dem letzten Loch pfeift, hat man noch die Möglichkeit mit einem Klinkenkabel weiterzumachen. Geladen werden die Over-Ears zudem auch flott. Nach 10 Minuten ist wieder Saft für mehrere Stunden da und nach gut 2 Stunden hat man wieder die volle Laufzeit.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

In nur wenigen Punkten konnten mich die Aukey EP-N12 letztendlich nicht überzeugen. Klar, der Preis ist heiß. 50 € als UVP bedeutet bei Aukey 30 € im Angebot, da juckt es in den Fingern. Und so viel sei gesagt, wer diese Kopfhörer für annähernd 30 € schießt, hat das Geld zumindest nicht zum Fenster herausgeworfen. Mit dem Gutschein “40CHSN12” könnt ihr das gerade im offiziellen Aukey Shop auch machen.

Man darf eben nicht erwarten, dass man hier ein heimliches High-End Gerät ersteht, nur weil ANC auf der Verpackung steht. Fakt ist, dass der ANC-Modus allenfalls als Einschlafhilfe taugt, zum Beispiel im Flugzeug. Voraussetzung dafür ist aber, dass auch alle anderen schlafen, denn gemischter Lärm ist die Schwachstelle des hier genutzten ANC und wird kaum gefiltert. Super ist hingegen die Akkuleistung. Der Kopfhörer hält sehr lange durch und übersteht auch locker zwei Tage hintereinander, ohne eine Steckdose in Reichweite.

Soundtechnisch gibt es klar Besseres, in diesem Preisbereich aber eher ohne ANC. Ein ähnlicher Kopfhörer wäre der Mixcder E7, zu dem ich auch eher tendieren würde.

Empfehlbar ist der EP-N12 insbesondere, wenn ihr was sehr Günstiges sucht und mal ein Gefühl bekommen wollt, wo die Reise mit ANC hingeht. Wenn Bedarf an ausgewogenem Sound mit gut funktionierendem ANC ist, dann müsst ihr jedoch etwas mehr investieren.


Gesamtwertung
78%
Design & Verarbeitung
75 %
Tragekomfort
80 %
Soundqualität
70 %
Sprachqualität
65 %
Akkuleistung
95 %
Preis / Leistung
85 %

Preisvergleich

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Wackelohr
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Wackelohr (@wackelohr)
3 Monate her

Hallo,

kurz gesagt: Arbeitsschutz-Ausrüstung bei Straßenbauarbeiten.

Gruß Georg

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