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Beelink SEi 12 i5-1235U Mini-PC im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • kompakt und gut verarbeitet
  • ausreichende Anschlussauswahl
  • starke Leistung
  • freier SSD Slot
  • vorinstalliertes und aktiviertes Windows 11 Pro
  • pfeilschneller Speicher
Nachteile
  • Lüfter werden gelegentlich laut
  • kein SD-Kartenleser
  • kein Mikrofon
  • USB 2 Anschlüsse hinten
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Der Beelink SEi 12 ist der aktuellste Intel Mini-PC des bekannten Herstellers. Beelink war schon öfter mit überzeugenden kompakt PCs bei uns im Test. Es freut uns sehr, im SEi 12 den aktuellen i5-1235U Prozessor zu sehen, der erst Anfang dieses Jahres vorgestellt wurde. Viele Hersteller haben Probleme an aktuelle Hardware zu gelangen, bei Beelink scheint das aber nicht der Fall zu sein. Das quaderförmige Design ist uns bestens bekannt, aber der PC der SEi-Reihe verändert auch etwas den Aufbau im Inneren. Wie sich der neue Intel Mini-PC im Test schlägt und wofür der Beelink SEi 12 wirklich geeignet ist, erfahrt ihr jetzt im ausführlichen Testbericht. 

Beelink SEi 12 Mini PC Test Titel

Einen Überblick über unseren letzten Mini-PC Test findet ihr in der Mini-PC-Kategorie.

Design und Verarbeitung

Der Beelink SEi 12 misst 113 x 126 x 42 Millimeter. Das quaderförmige Design kennen wir von vielen anderen Mini-PCs. Viel unauffälliger könnte so ein kleiner PC gar nicht gestaltet sein. Der ganze Mini-PC wiegt lediglich 465 Gramm. Neu ist der Stoffüberzug auf der Oberseite, der im Licht einen blauen Schimmer erzeugt. Der ist laut Beelink sogar wasserdicht, falls euch auf eurem Schreibtisch mal ein Unglück passiert. Darunter sitzt der Lüfter, der Luft ansaugt und dann nach hinten nach außen befördert. Die Metallplatte auf der Unterseite kann nach dem Lösen von vier Schrauben einfach entfernt werden. Hier wird ein weiterer Lüfter sichtbar und man erhält Zugriff auf den Anschluss für eine 2.5 Zoll SSD Festplatte. Neu ist auch eine Gummilasche auf der Unterseite, wodurch man den Deckel nach Entfernen der Schrauben einfacher lösen kann.

Mit zwei Gummistreifen steht der Beelink SEi 12 Mini-PC sicher auf dem Tisch. Alternativ kann der PC mittels Vesa hinten am Bildschirm befestigt werden. Ansonsten sind hinten und vorn am Gerät sämtliche Anschlüsse untergebracht. Auffällig ist der Intel Sticker vorn und der rote Power-Button. Letzterer hat auch ein weißes LED-Licht integriert, das in Betrieb dauerhaft dezent leuchtet. An der Verarbeitung des SEi 12 gibt es nichts auszusetzen. Kleinigkeiten wurden verbessert und einfacher gestaltet.

Upgrade-Möglichkeiten

Nach dem Lösen der ersten vier Schrauben und entfernen der Bodenplatte hat man zunächst nur Zugriff auf den Anschluss für die 2,5 Zoll Festplatte. So kann man einfach und unkompliziert den Speicher des Mini-PCs mit einer günstigen SSD erweitern. Wenn ihr nochmals drei weitere Schrauben löst, gelangt ihr zum wechselbaren RAM (DDR4 3200 SODIMM) und auch die NVME SSD kann getauscht werden. Einen zusätzlichen und unbelegten Slot hat der Beelink SEi 12 allerdings nicht. Auf die WLAN-Karte bekommt ihr ebenfalls nicht ohne Weiteres Zugriff.

Anschlüsse des Beelink SEi 12

Kaum Besonderheiten bringt der Beelink SEi bei den Anschlüssen mit. Über beiden HDMI 2.0 Anschlüsse lassen sich gleich zwei 4K Monitore mit voller Auflösung und 60 Hertz nutzen. Dafür legt euch Beelink auch zwei HDMI 2.0 Kabel mit ins Paket. Mehr Bildschirme sind allerdings nicht möglich, da vorn lediglich ein USB-C 3.1 Datenanschluss vorhanden ist. Es ist also letztendlich eine Standardausstattung. Ihr müsst selbst entscheiden, ob euch das genügt. Wie so oft hätte ich mich über einen Displayort-Anschluss gefreut und ein voll funktionsfähiger USB-C-Anschluss (mit Video-Out etc.) ist schon etwas Praktisches. Warum man hier überhaupt noch alte USB A 2.0 Anschlüsse verbaut, ist ebenfalls fraglich. Hier noch mal alle Anschlüsse im Überblick:

Vorn:

Beelink SEi 12 Anschluesse Detail 1

  • roter Powerbutton + weiße Status-LED
  • 2 x USB-A 3.1 Anschluss
  • 1 x USB-C 3.1 (nur Daten)
  • CMOS-Clear Loch
  • 3,5mm Aux-Anschluss (Lautsprecher & Mikrofon)

Hinten:

Beelink SEi 12 Anschluesse Detail 2

  • Gigabit-LAN-Anschluss
  • 2 x USB-A 2.0 Anschluss
  • 2 x HDMI 2.0 Anschluss
  • Stromanschluss (DC-In)

Im Vergleich zum deutlich günstigeren Beelink Mini S bekommt man hier also kaum mehr Anschlüsse und die USB 2.0 Ports sind ärgerlich. Allerdings ist eben immer die Frage, was man mit dem PC vorhat. Bei mir stecken dort hinten etwa der Empfänger für die Maus und Tastatur drin, sodass dies für mich kein Nachteil ist. Mit den beiden Anschlüssen vorn kann ich problemlos arbeiten. Die Anschlüsse habe ich getestet und die Ergebnisse seht ihr in den folgenden Screenshots.

Lieferumfang des AMR5 Mini-PC

Beelink SEi 12 Lieferumfang Test

Beelink liefert den SEi 12 Mini-PC mit einem geteilten 120W Netzteil aus. Dadurch kann man mit einem Kaltgeräte (Mickey-Maus) Kabel das Netzkabel beliebig verlängern. Auch das im Lieferumfang ist mit insgesamt 1,6m angenehm lang. Im Lieferumfang befindet sich ansonsten eine kurze Anleitung, eine Vesa-Schablone (100 x 100 oder 80 x 80) samt Schrauben und zwei HDMI Kabel. Die beiden Kabel sind 1m und 25 Zentimeter lang und es handelt sich um HDMI 2.0 Kabel.

Drahtlose Konnektivität

Das WLAN sämtlicher Mini-PCs teste ich immer 10 Meter und 2 Wände vom Router entfernt. Der Beelink SEi 12 liefert über WiFi 6 hervorragende 91 / 50 MBit/s. Das schafften bislang kaum andere Mini-PCs und damit lässt sich problemlos arbeiten. Über ein Netzwerkkabel ist meine Internetverbindung dennoch 10-Mal so schnell wie über das WLAN. Smartphones oder WLAN-Karten mit Antennen liefern bei mir auch deutlich höhere Übertagungsraten im WLAN. Auch Bluetooth in der Version 5.2 ist teil der WLAN-Karte und funktionierte im Test problemlos.

Leistung des Beelink SEi 12

Herzstück des Beelink SEi 12 ist der Intel Core i5-1235U 10-Kern-Prozessor. Der Mittelklasse-Prozessor wurde erst zu Beginn des Jahres vorgestellt, ist unter anderem auch für Notebooks gedacht und hat eine integrierte Intel Iris Xe Grafikengine an Bord.  Der Prozessor arbeitet mit zwei Performancekernen mit einer maximalen Taktfrequenz von 4,4 GHz und acht Stromsparkernen mit einem maximalen Takt von 3,3GHz. Unterstützt wird das System in unserem Fall von 16GB DDR4 RAM im Dual-Channel Betrieb. Damit schafft es der Beelink SEi 12 problemlos an die Spitze unseres Benchmarkcharts und muss nur beim Geekbench Multi-Core mit Platz 3 zufriedengeben. In der Praxis ist flüssiges und ruckelfreies Arbeiten mit Office, ausgiebigen Webbrowser und auch Bildbearbeitungsprogrammen kaum problematisch. YouTube Videos mit 4K werden komplett flüssig und ohne FPS-Drops abgespielt. Ältere 3D Spiele und Emulatoren in Richtung Playstation 2 laufen ohne Probleme mit über 60 FPS. Dennoch ist die Grafikleistung natürlich der Flaschenhals dieses Mini-PCs, denn das ist kein Vergleich mit einer dedizierten Grafikkarte in einem normalen PC.

Geekbench Single
Geekbench Multi
3DMark Timespy

Beelink spricht von einer PCIe 4.0 M.2 NVMe Festplatte und das klingt nach mächtig viel Geschwindigkeit. In der Praxis ist die Geschwindigkeit stark, aber kaum besser als PCIe 3 angebundene Speicher. Nicht falsch verstehen, die Geschwindigkeiten sind fantastisch, allerdings wirbt Beelink mit 7000 MB/s und davon sind wir nun mal weit entfernt.

SSD Benchmark (read) Einheit: MB/s
SSD Benchmark (write) Einheit: MB/s

Geschwindigkeit Festpletta SEi

Die Lüftersteuerung des Beelink SEi 12 macht bei unserem Testgerät leider Probleme. Auch im Office Betrieb meldet sich der Lüfter mit knapp 41-42 dB(A) kurzzeitig zu Wort. Eigentlich erzeugt der Mini-PC eine kaum wahrnehmbare Geräuschkulisse von 35 bis 37 dB(A). Aber der PC denkt für kurze Zeit, dass sich die Temperatur erhöht und deshalb wird der Lüfter für einen kurzen Moment hörbar. Dieser Fehler könnte auch nur bei unserem Testgerät auftreten. Wenn ihr den SEi 12 mit Spielen etwas fordert, dann erhöht sich die Lautstärke dauerhaft auf 44 dB(A) und damit ist der PC deutlich hörbar. Das ist letztendlich auch völlig normal für einen Mini-PC.

Windows 11 Pro ist vorinstalliert

Beelink SEi Windows 11 Pro vorinstalliert

Der Beelink SEi 12 kommt mit vorinstalliertem und aktiviertem Windows 11 pro zu euch nach Hause. Ihr müsst euch absolut keine Gedanken machen und sämtliche Updates werden nach dem ersten Einschalten auch installiert. Das BIOS ist weitestgehend offen und hier könnt ihr beliebig viele Einstellungen vornehmen. Auch “Auto Power On” bei etwaigem Stromverlust (z.B. im Dauerbetrieb) ist einstellbar im BIOS.

Stromverbrauch des Beelink SEi 12

Im IDLE verbraucht der Beelink SEi 12 annehmbare 14-16 Watt und eignet sich damit auch durchaus als leistungsstarkes System im Dauerbetrieb. Wenn man ein 4K Video bei Youtube abspielt, erhöht sich der Verbrauch auf im Schnitt 40 Watt. Bei Spielen und insbesondere wenn die CPU in Benchmarks an ihre Grenzen kommt, dann werden maximal 60-80 Watt abgerufen. Meinen 5 Stunden Arbeitsalltag habe ich mit Office Nutzung mal aufgezeichnet und landete diesmal bei einem Verbrauch von 110 Wattstunden. Das ist im Vergleich zu einem normalen Tower-PC immer noch sehr gering und die Belastung auch bei hohen Stromkosten von 40 Cent die kWh definitiv erträglich.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Der Beelink SEi 12 ist mit mindestens 450€ nicht nur der teuerste, sondern auch der leistungsstärkste Mini-PC, den wir bislang im Test hatten. Definitiv nervig ist der Lüfter, der einfach alle paar Minuten auch im Office Betrieb störend anspringt. Allerdings scheint es sich hierbei um ein Problem nur bei unserem Testgerät zu handeln, denn kein anderes Review im Netz erwähnt diesen Umstand. Damit bleibt der SEi 12 einer der besten Mini-PC auf dem Markt, die direkt einsatzbereit sind. Besonders punkten kann der SEi 12 mit der schnellen NVME M.2 SSD und dem schnellen Prozessor. Weniger umfangreich als bei einigen Konkurrenten sind hingegen die Anschlüsse am Gerät. Hier müsst ihr selbst entscheiden, was ihr für euer Nutzendszenario wirklich benötigt. Ein außergewöhnliches Alleinstellungsmerkmal fehlt dem SEi 12 ohnehin und klare Alternativen sind Modelle wie der günstigere Beelink SER5 (Zum Test). Auch ein AMR5 (Zum Test) kann bei der Leistung hier definitiv mithalten und dort kann man sich ebenfalls pfeilschnellen Speicher einbauen.

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