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Black Shark Sixgill K2 – Gaming Tastatur im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • N-Key-Rollover
  • flächendeckendes Anti-Ghosting
  • gutes Klickverhalten
  • zwei Paar Schalter zur Auswahl
  • präziese Eingaben
  • eigenes Beleuchtungsprofil
  • schlanke und umfangreiche Software
  • programmierbare Makrotasten
Nachteile
  • nicht ganz billig
  • je nach Switches laut
  • kein verstärktes Kabel
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Endlich, endlich hat der Name des Gerätes einen direkten Bezug zum Label. Nicht wie Lucifer oder Goblin. Eine Black Shark Sixgill K2 ist demzufolge nicht nur die Tastatur im heutigen Test, den ich im Artikel zu den Lucifer T6 schon anteaserte, Sixgill steht auch für eine echte Haiart. In dem Fall für eine mit sechs Kiemen. Ich bin begeistert! Was ihr, abseits der Meeresbiologie, sonst noch über die Tastatur wissen solltet und ob diese eure nächste Gamingtastatur werden sollte, erfahrt ihr im Test!

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Black Shark BS K2 Test 3

Ich freue mich ja wirklich, dass der Hersteller die Tastatur nicht Black Shark Cow K2 genannt hat. Denn der typische Stumpfnasen Sechskiemer wird gerne auch als Kuh Hai bezeichnet, zumindest im Englischen.

Er gilt als der größte primitive Hai, was sich aber nicht direkt auf die Tastatur ummünzen lässt. Diese fällt mit 43,3 x 12,6 x 3,7 cm (L x B x H) recht normal aus. Black Shark gibt an, dass es sich um eine mechanische Tastatur handelt, und das merkt man beim Drücken der Tasten auch.

Unser direkter Konkurrent wäre wohl die Aukey KM-G12, welche wir vor einer ganzen Weile schon im Test hatten, die Ausstattung liest sich ähnlich. Black Shark bietet bei der Sixgill K2 eine Kunststoffrückseite. Zwei Gumminoppen sorgen für sicheren Stand, zwei ausklappbare Füße lassen eine leichte Erhöhung um einen Zentimeter zu, wodurch sich auch der Neigungswinkel anpasst.

Ebenfalls identisch zur Aukey Tastatur, kommt bei Black Shark eine matte Aluminiumverkleidung an der Oberseite zum Einsatz. Alle Tasten sind dann wieder aus Kunststoff. Natürlich mit ordentlicher RGB-LED-Beleuchtung, ohne wäre es ja keine Gamingtastatur. Ein LED-Band befindet sich an der unteren Kante der Tastatur und führt einmal darum herum. Die LEDs in den Tasten können einzeln angesteuert werden, um eigene Layouts zu erzeugen.

Schön ist, dass es die Tastatur auch wieder mit QWERTZ Belegung gibt, somit beherbergt die Black Shark Sixgill K2 105 Tasten und auch bei Black Shark wurde die zweite Windows-Taste auf der rechten Seite durch eine Fn-Taste ersetzt. Diese wird benötigt, um die Multimediafunktion der F-Tasten zu aktivieren. Wie schon bei Aukey kommen F2-F8 für die Musik und Lautstärkensteuerung infrage, mit F9 schreibt man eine E-Mail, der Taschenrechner liegt auf F11, Musikplayer auf F1, eine Browser-Startseite öffnet sich mit F10 und die Windows Suche liegt auf F12.

Black Shark SIXGILL G2 Head

Für die Steuerung der Beleuchtung gibt es bei Black Shark allerdings zwei Wege. Zum einen befinden sich im mittleren Tastaturblock einige doppelt belegte Tasten, über die durch die Lichteffekte geschaltet werden kann, zum anderen bietet Black Shark eine Software an, über die diese Einstellungen ebenfalls getroffen werden kann.

Komplett abschalten kann man die Beleuchtung natürlich auch, dafür wurde ESC doppelt belegt. Saft für alles bietet der USB 2.0 Anschluss. Das Kabel dafür misst ca. 1,5 Meter, ist aber leider nicht extra durch eine Stoffummantelung geschützt oder verstärkt.

Auch wenn die Verarbeitung der Black Shark Sixgill K2 keine Beanstandungen zulässt, so bleibt das Gefühl, dass man hier wieder eine Aukey KM-G12 ersteht. Die Tastaturen ähneln sich quasi 1:1 in der Ausstattung und auch bei den Features sind sie identisch. Black Shark lässt den Käufern aber in einem Punkt mehr Auswahl, nämlich bei den verbauten Schaltern – dazu gleich mehr.

Lieferumfang

Da die Tastatur keine wechselbaren Anschlüsse zulässt und auch ansonsten keine großen Überraschungen auf uns warten, fällt der Lieferumfang etwas spartanisch aus.

  • Tastatur
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Garantiekarte (englisch)

Otemu Schalter – Rot und Blau

Metall-Platte von oben

Es gibt einen Grund, wenn eine Tastatur nicht mit Cherry-Schaltern wirbt. In der Regel will man ein ähnliches Feeling bieten, bedient sich aber bei der Konkurrenz. Schon Aukey setzte damals auf Otemu, einem chinesischen Hersteller, der im Kern zwar das Design von Cherry kopiert und dafür auch eine ausgelaufene Lizenz von Cherry nutzt, aber eben seine eigenen Spezifikationen für die Schalter anbietet.

Anders als Aukey, bietet Black Shark zwei verschiedene Schalter an, nämlich die Roten und die Blauen. Beide Schalter sind für mindestens 50 Millionen Tastenanschläge konzipiert. Beide Varianten gibt es für 60 €. Unterschiede gibt es bei der Lautstärke und dem Widerstand.

Während die blauen Switches 60 Gramm Betätigungskraft benötigen, um einen 2 mm Hub zurückzulegen, sind es bei den roten Switches nur 50 Gramm. Zudem haben die blauen Schalter ein sehr lautes, richtig mechanisches Klickgeräusch, während die roten Schalter eher sanftes, deutlich leiseres Feedback abgeben.

Wir haben die Black Shark Sixgill mit roten Switches im Test, während die Aukey KM-G12 damals blaue Schalter hatte, der Unterschied ist so drastisch wie Tag und Nacht. Zwar sind die roten Schalter nicht so leise wie eine dafür ausgelegte Büro-Tastatur, erzeugen aber eine, für die Umgebung, deutlich angenehmere Geräuschkulisse.Bloeack Shark Sixgill Test SwitchesDie Ähnlichkeiten der beiden Tastaturen reißen aber auch hier nicht ab. Beide bieten ein N-Key-Rollover. Da heißt, egal, wie viele Tasten ihr gleichzeitig drückt, die Tastatur erkennt alle Anschläge und führt diese auch aus, es wird nichts verschluckt, überschrieben oder verworfen.

Ebenfalls mit am Start ist flächendeckendes Anti-Ghosting. Letztlich ist Ghosting oft ein Relikt aus alten Tagen, als es noch vorkommen konnte, dass ihr eine oder mehrere, nah zusammen liegende Tasten gedrückt haltet (z.B. WA), eine weitere betätigt (z.B. Q) und diese weitere gar nicht oder als andere Taster erkannt wurde. Heutzutage tritt das selbst bei günstigsten Tastaturen eher selten auf, aber um ganz sicherzugehen, gibt es dieses Feature.

Exkurs: Die Vor- und Nachteile von mechanischen Tastaturen

Mechanische Tastaturen haben im Allgemeinen einige Vorteile gegenüber gewöhnlichen Tastaturen oder gar Chiclets. So sind die Schalter meistens auf 30 bis 70 Millionen Anschläge ausgelegt, während gewöhnliche Tastaturen mit Membrantechnik auf ungefähr fünf Millionen Anschläge ausgelegt sind.

Des Weiteren gibt es bei mechanischen Tasten kaum Verschleiß: Nacht acht Jahren tippt es sich also noch genauso wie am ersten Tag. Durch das höhere Gewicht sind die Tastaturen ebenfalls standfester. Wer geübt im Schreiben mit einer mechanischen Tastatur ist, kann sein Schreibtempo stark beschleunigen, indem er gleichzeitig nach Gehör und nicht nur nach dem gefühlten Anschlag schreibt.

Mechanische Tastaturen haben die Angewohnheit, einen sehr kurzen Hubweg bis zum ersten Auslösen zu haben, wodurch man die Tasten nicht bis zum Anschlag herunterdrücken muss, dies wird dann meist mit einem leiseren Klicken bestätigt. Als Nachteile sind der höhere Anschaffungspreis und die deutlich höhere Lautstärke zu nennen. Wenn im Nebenzimmer jemand schläft, sollte auf einer mechanischen Tastatur nicht mehr getippt werden – auch nicht bei geschlossener Tür.

Tatsächlich gibt es mittlerweile Schalter von Cherry und Co., die leise und mechanisch sind, aber eigentlich macht diese Kombination aus haptischem und akustischem Feedback ja den Unterschied zur Rubberdome (also Gummi) Tastatur aus.

LED-Beleuchtung der Black Shark BS-K2

Black Shark BS K2 Test 4

Gaming ohne LEDs, wo würden wir da hinkommen? Es ist mittlerweile eine abgedroschene Phrase, aber sie stimmt noch immer. Es gab in den letzten Jahren einen Wandel, hin zu mehr LEDs und dieser wurde nicht nur akzeptiert, sondern teilweise auch gefordert. Klar, es gibt immer noch einen eisernen Kern, der auf den ganzen Schnickschnack verzichten kann und dieser Kern hat auch recht, notwendig ist nichts davon. Aber die Leute haben offensichtlich Spaß daran, wenn etwas leuchtet und wo lassen sich Leuchteffekte besser vermarkten als im Computerspielbereich.

Ich wiederhole mich, wenn ich den Vergleich zur Aukey-Tastatur ziehe, aber auch bei der K2 befinden sich die einzigen drei wirklich wichtigen LEDs über dem Nummernblock. Diese sind ein Indikator für die Aktivierung des Nummernblocks, des Capslocks oder der Windowssperrtaste.

Der Spaß liegt aber quasi in allen anderen Bereichen der Tastatur. Da jede Taste einzeln beleuchtet wird und keine allgemeine Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz kommt, sind die Tasten nicht nur perfekt ausgeleuchtet, sie lassen sich auch einzeln ansteuern. Dafür stehen eigene Profile zur Verfügung. Wem das zu viel Arbeit ist, kann sich aber auch die vorgefertigten Gaming-Profile anzeigen lassen, die je nach Genre einen bestimmten Bereich der Tasten beleuchten.

Aber auch weniger zielgerichtete Lichtspielereien sind möglich. Egal, ob Regenbogen, Farbexplosion, fortlaufende Streifen oder kreiselnde, bunte Tornados, alles ist möglich. Allerdings muss man mit den vorgefertigten Varianten leben und kann keine weiteren hinzufügen. Bis zu 12 verschiedene Vollbildeffekte gibt es, 5 Gaming Profile und 3 Teilbereich Effekte gesellen sich da noch dazu. Außerdem kann man die Tastatur noch in 8 Basisfarben leuchten lassen und nahezu alle Effekte in bis zu 7 Helligkeits- und Geschwindigkeitsstufen variieren.

Im Prinzip sind all diese Einstellungen direkt an der Tastatur vornehmbar. Wer es aber etwas übersichtlicher mag und vielleicht nicht durchprobieren will, dem steht die Software von Black Shark zur Verfügung.

Software – Black Shark BS-K2 Gaming Software (DE)

Black Shark Sixgill Test K2 1

Für Interessenten gibt es auf der Downloadseite von Black Shark die nötige Software für verschiedenste Geräte. Man muss etwas aufpassen, denn Tastaturen und Mäuse nutzen wohl unterschiedliche Varianten. Obendrein bietet Black Shark – etwas antiquiert – die Pakete direkt in der jeweiligen Sprache an, während der Installation lässt sich da nichts auswählen.

Die Downloadseite findet ihr hier!

Für die Black Shark Sixgill K2 wählt ihr also die Black Shark BS-K2 Gaming Software (DE). Ist die Software installiert, was schnell geht und kaum Speicher benötigt, kann es auch direkt losgehen.

Wie schon erwähnt, beherrscht das Programm im Prinzip alles, wozu auch die Tastatur selbst in der Lage wäre, kann aber auch noch mehr. Sie ist nicht unbedingt notwendig, eröffnet aber erst das volle Potenzial, falls ihr das braucht.

Denn in dem kleinen Programm lässt sich nicht nur die Beleuchtung anpassen, ohne alle Modi durchklicken zu müssen. Ihr könnt auch den Spielmodus aktivieren und vorausgewählte Tasten sperren, penibel genaue Makros programmieren oder jeder Taste noch eine zusätzliche Funktion zuweisen. Von Tastenkombis über weitere Makro Möglichkeiten bis hin zum Deaktivieren einer Taste ist alles drin. Helligkeit, Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit der Animationen zu steuern, sind da noch am selbstverständlichsten.

Ich hätte es nicht erwartet, aber das kleine Tool ist recht mächtig aufgestellt, schlank im Design und lässt keine mir bekannten Wünsche offen. Wenn ihr mehr als ein Layout bestimmen wollt, lassen sich sogar mehrere Profile anlegen.

Im laufe der Zeit hat auch Aukey eine funktionierende Software erhalten, deren Umfang und Optik identisch zu der BS-K2 ausfällt. Man kann also davon ausgehen, dass es sich hier letzlich, um eine neu benannte Variante der selben Tastatur handelt.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Im Kern haben wir hier noch mal die Tastatur von Aukey im Test, nun aber mit dem Black Shark S als Logo. Sie sehen nahezu identisch aus, bieten überwiegend die gleichen Funktionen und Features, außerdem sind beide hochwertig verarbeitet.

Mit anderen Worten, der Preis ist in den meisten Fällen entscheidend, es seiden, man will leisere Schalter, dann bleibt Black Sharks Sixgill K2 die einzige Wahl.

Falls ihr also eine Tastatur im Preisbereich bis 60 € sucht, mit Aluverkleidung, voller Gaming Ausstattung, haufenweise LEDs und einer gut konfigurierbaren App, dann seid ihr hier richtig. Die Black Shark Sixgill K2 bekommt eine Empfehlung, auch wenn der Preis eher gehoben ist, die Aukey KM-G12 könnt ihr als Alternative sehen, wenn ihr auf die lauteren blauen Switches steht, zurzeit bietet Aukey hier oft das günstigere Angebot.

Zurzeit läuft auf Amazon ein Angebot, bei dem ihr über den Coupon auf der Angebotsseite, 3 € sparen könnt. Das Angebot zählt aber nur für die Version mit blauen Switches.

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BabyDeath
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BabyXiaomi(@babydeath)
3 Monate her

Sorry, aber der einzige Unterschied zwischen den beiden Tastaturen (Aukey und Black Shark) ist, dass bei Black Shark auch rote Schalter gewählt werden können. Beide Tastaturen werden offensichtlich vom gleichen OEM hergestellt. Auch die Software kommt vom gleichen OEM (siehe Bild). Inwiefern das Angebot von BS jetzt das Angebot von Aukey (abgesehen von der Auswahl der Schalter) überflügelt erschließt sich mir also nicht ganz.

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