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Black Shark Lucifer T6 Gaming TWS-Kopfhörer im Test

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • gute Bässe
  • IPX5 Rating
  • SBC, AAC & BT 5.2
  • Lautstärksensteuerung
  • günstig
  • Game-Mode mit deutlicher Latenzverringerung...
Nachteile
  • schwache Höhen
  • mäßige Sprachqualität
  • sitzt etwas locker
  • ...aber verschlechterung der Klangqualität
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Vor kurzem hatten wir das neue Xiaomi Black Shark 5 Pro im Test und was wäre ein Gaming Smartphone, wenn es nicht auch noch einige leuchtende Gaming-Accessoires geben würde. Damit kommen wir zu den Kopfhörern mit dem klangvollen Namen Black Shark Lucifer T6. Wir testen die Earbuds natürlich für euch und ziehen den Vergleich zu den Lucifer T1, die wir vor einiger Zeit im Test hatten.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Black Shark Lucifer T6 Test 2

Okay, der Name Lucifer ist prädestiniert für Anspielungen an einen gewissen Teufel. Aber weil mir keine andere gute Einleitung eingefallen ist, gibt es eine Lehrstunde. Lucifer bedeutet unter anderem „Lichtträger“ und verkörperte die Morgendämmerung. Luzifer, hingegen ist der Teufel. Gleiche Figur übrigens. Allerdings bleibt die Frage, worauf sich Black Shark beziehen möchte.

Da wäre etwa das Aussehen der Earbuds. Schon die T1 waren mit ihren giftgrünen Akzenten und Schriftzügen auffallend und hatten wenig mit dem Morgengrauen zu tun. Allerdings ist Grün jetzt auch nicht gerade die Farbe des Teufels, meiner Meinung nach wäre das eher Rot.

Wo auch immer Black Shark mit dem Design und dem Namen hinwill, die T6 unterscheiden sich jedenfalls recht stark von den T1. Wobei das nur die halbe Wahrheit ist, denn grundsätzlich geblieben ist die Form der TWS Kopfhörer. Also ein ergonomischer Kopfhörer mit einem nach unten hin dünner werdenden Stäbchen.

Auf den Buds steht allerdings kein Schriftzug mehr und auch das Logo musste weichen. Stattdessen befinden sich nun zwei LEDs an der Außenseite, die wie zwei Pfeile nach oben zeigen. Darüber liegt der Touch-Bereich, zusammen mit dem sekundären Mikrofon. Das Primäre befindet sich natürlich am Stielende, zusammen mit den Ladekontakten.

Die Innenseite fällt deutlich weniger spektakulär aus, hier gibt es nur Luftausgleichslöcher und den Buchstaben für die jeweilige Seite. Einen Näherungssensor gibt es nicht. Der 5 mm Lautsprecherausgang wird nur von einem Kunststoffnetz geschützt. Zwar würden Stöpsel aus Formschaum den Lucifer T6 guttun, allerdings passen diese nicht in die Station.

Selbige fällt auch deutlich mehr auf, als die Earbuds. Das geht schon bei der Form los, die indessen eher wie bei herkömmlichen Earbuds ausfällt. Allerdings deutlich kantiger, auf grüne Elemente wird auch hier verzichtet, der Schriftzug bleibt etwa schwarz.

Hinweise auf das Grunddesign liefert auch der USB Type-C Anschluss an der Unterseite. Man kann die Station also nicht mehr zum Laden hinstellen, sondern muss sie legen. In diesem Atemzug wäre auch direkt erwähnt, dass der Deckel sehr leichtgängig agiert und keinen Einrastpunkt bei maximaler Öffnung aufweist. Somit ist es unmöglich, die Station geöffnet hinzulegen.

Ganz ohne Grün kommt man dann aber doch nicht aus. Denn während bei den T1 einfach nur grüne Elemente geleuchtet haben, gibt man dem Ganzen bei den Black Shark Lucifer T6 einen Sinn. Die LEDs befinden sich außen, zwischen Deckel und Gehäuse. In drei Stufen zeigen diese den Ladestand der Earbuds und der Station an. Dabei wirken die LEDs wie die Augen des Ladeetuis. Finde ich klasse. Der Code ist recht schnell entschlüsselt. Von innen nach außen wird es in 30 % Schritten mehr Ladung im Akku. Leuchten alle Lämpchen ist der Akku voll.

Was die Verarbeitung angeht, so kann man nicht klagen. Earbuds und Station weitestgehend einwandfrei gefertigt. Lediglich der Deckel der Station hat auch hier wieder etwas Spiel. Farblich geht man natürlich recht leer aus. Nur Schwarz gibt es. Das war es. Eine weiße Version der Black Shark Lucifer T6 sähe bestimmt auch sehr schick aus, aber wem erzähle ich das.

Lieferumfang der Black Shark Lucifer T6

Black Shark Lucifer T6 Test 1

Die Verpackung der Black Shark T6 erinnert an jene der Smartphones, also aufwendige Muster, Grün und Schwarz in Kombination, etwas futuristisch angehaucht. Beim Inhalt bleibt es aber beim üblichen.

  • Ladestation (400 mAh, 5V)
  • 3 Paar Stöpsel (S, M, L)
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (u. a. deutsch, englisch, französisch, italienisch)
  • Englische Garantiekarte
  • USB Type-C auf USB-A Kabel (30 cm)

Tragekomfort der Black Shark T6

Getragen werden die Lucifer BS-T6 natürlich im Ohr, als In-Ear. Allerdings sind die Stöpsel alle etwas suboptimal, zumindest für meine Ohren. Keiner der Aufsätze bringt den benötigten Halt, zumindest dann nicht, wenn man sich leicht bewegt. Beim Staubsaugen geht das noch, aber wenn etwas mehr Erschütterungen entstehen, dann lockern sich die Buds recht zügig.

Abhilfe schaffen da natürlich andere Stöpsel. Aufsätze aus Formschaum verbessern den Halt im Ohr drastisch, allerdings passen sie nicht in die Ladestation, stellen also keine richtige Alternative dar. AberBlack Shark 6T Test IPX der geringe Halt hat auch Vorteile, unbequem werden die Buds auch nach längerer Zeit nicht.

Bei der Ladestation habe ich gemischte Gefühle. Grundsätzlich ist die angedeutete Standardform kein Problem, aber die harten Kanten machen sich auch in der Hosentasche schonmal bemerkbar. Gewicht technisch gibt’s keine Probleme, die Kopfhörer wiegen jeweils 5 Gramm und die Station 37 Gramm.

Wasserschutz gibt es bei den Black Shark Lucifer T6 natürlich auch, IPX5 ist mit am Start, die Station ist wie immer nicht wassergeschützt, also Vorsicht damit.

Soundqualität der Lucifer T6

Black Shark 6T Test Driver 2

Xiaomi hat ja mittlerweile eine Vielzahl von Kopfhörer im Sortiment. Neben teuren, sind auch immer wieder günstige dabei. Günstig ist aber auch das Stichwort für die Black Shark Lucifer T6. Wer viel Geld für ein Gaming-Smartphone ausgibt, muss bei Black Shark wohl für die Peripherie nicht tief in die Tasche greifen, denn die T6 gehen für ca. 35 € über die Theke.

Dafür bekommt man SBC und AAC als Codec, Bluetooth 5.2 und ein 10 mm Treiber. Der wahre Aufmacher ist aber wieder der Gaming-Modus. Mit diesem will man dem Gaming-Ruf gerecht werden und reduziert die Latenz auf 35 ms! Das sind noch mal 20 ms weniger als bei den T1, klingt vielversprechend. Der Test wird zeigen, ob man die Verzögerung immer noch wahrnimmt.

Frequenz: 20–20000 Hz
Bluetooth: 5.2
Chipset: k.A
Maximale Leistung: k.A.
Reichweite: 8 Meter
Modellnummer: BS-T6
Widerstand: 32 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 90 dB
Apt-X: Nein
Profile/Codecs: A2D, HFP 1.7, HSP 1.2, AVRCP 1.6, SBC, SPP, ACC
Akkukapazität EB: 40-50 mAh / 5 V
Akkukapazität LS: 450 mAh / 5 V
Wasserresistenz: IPX5

Sound

Sound und Gaming sind immer so zwei Geschichten. Oft genug wird die Abstimmung nur auf Bombast ausgelegt und das nicht im positiven Sinne. Bei den Black Shark T6 ist das leider genauso.

Tiefen sind stark hervorgehoben. Mitten ebenfalls, aber sie sind nicht so detailliert ausgeführt, wie man es gerne hätte. Höhen sind kaum nennenswert. Das führt zwar zu keinen überspitzten Ausgaben, dafür aber auch nicht zu eleganten Passagen. Es gibt Titel, in denen die Tiefen hervorragend zur Geltung kommen und die Bässe sind ziemlich gut, aber der Rest des Ensembles leidet eben darunter. Viele Stücke wirken recht dumpf und detailarm, eine Bühne kommt nicht wirklich zustande, aber immerhin passt die Stereo Aufteilung.

Ungünstigerweise sind die Black Shark Lucifer T6 ebenso wie die T1 keine Klangwunder. Selbst wenn man den Gaming-Aspekt betrachtet, bringt einem diese krasse Ausrichtung keine Vorteile, außer dass es gelegentlich ordentlich wummert. Aber vielleicht taugt ja die Geräuschunterdrückung etwas.

ANC & Gaming-Mode

Black Shark 6T Test Latency

Zwar weisen die Folien der Black Shark Lucifer T6 darauf hin, dass es eine Geräuschreduzierung gibt, tatsächlich gibt es aber keine. Zumindest nicht als aktivierbare Funktion. ANC ist also raus.

Besser sieht es da mit dem Gaming-Mode aus. Der lässt sich nämlich über ein Antippen der Kopfhörer aktivieren. Im Standard oder Musik-Modus lässt sich eine starke Verzögerung feststellen. Ändert sich das im Game-Mode?

Tatsächlich kann man eine starke Reduzierung der Verzögerung feststellen. Zwar kann ich nicht genau testen, ob es 35 Millisekunden sind, aber zumindest ist die Verbesserung deutlich hörbar. Letztlich fällt eine Verzögerung aber trotzdem noch auf, zumindest, wenn man sich darauf konzentriert, oder wenn man einen direkten Indikator hat, wie der Alarm eines Smartphones, der darauf abgespielt wird, und kurz danach in den Kopfhörern.

Ein weiterer Punkt, der eher negativ auffällt, ist die Abstimmung, die sich ändert. Klar, die Standardabstimmung fördert nicht gerade Weltklasse Qualität zutage, aber mit dem Game-Mode wird es noch schlimmer. Hier werden auf einmal die Höhen gepuscht, aber nicht auf eine gute Weise. Das ganze Klangbild fängt an zu rauschen, die Höhen klingen als wäre ein Hall hinzugekommen, dadurch werden sie aber sehr unsauber. Aber hey, immerhin wird die Latenz tatsächlich enorm reduziert.

Pairing

Das Pairing an sich ist einfach, man muss die Earbuds nur aus dem Etui nehmen, dann lassen sie sich über das Bluetooth Menü finden. Audioausgaben gibt es überwiegend nur über Signaltöne, aber etwa der Game-Mode wird per Sprachausgabe angekündigt.

Die Bedienung funktioniert wie folgt:

Black Shark 6T Test Control

Überraschenderweise bieten die Black Shark Lucifer T6 eine volle Mediensteuerung. Lautstärke, Titel vor und zurückspringen, Anrufe, alles ist möglich. Zwar benötigt man für die volle Steuerung immer beide Buds, aber immerhin. Was das angeht, hat man bei Black Shark alles richtig gemacht.

Einen Wermutstropfen gibt es aber, es gibt keine App. Obwohl Black Shark zu Xiaomi gehört, funktionieren die üblichen Wege nicht. Es gibt also keine Möglichkeit, Anpassungen vorzunehmen oder Firmwareupdates einzuspielen. Das ist insbesondere ärgerlich, da die Kopfhörer während der Nutzung ständig blinken.

Sprachqualität

Black Shark 6T Test ENCDie Black Shark T6 beherrschen ENC (Environmental Noise Cancalling), allerdings hilft das den Earbuds nicht wirklich. Mit zwei Mikros pro Bud wären zwar die Voraussetzungen gegeben, aber man verpasst eine saubere Implementation. Umgebungsgeräusche, wie zum Beispiel Musik, werden also ziemlich stark an den Empfänger abgegeben. Gleichzeitig ist die Stimme gut verständlich, aber nicht sehr dynamisch. Das heißt, es gibt etwas Hall und gelegentlich wird die Stimme etwas robotisch.

Trotzdem sind Telefonate, zumindest kurze, gut möglich. Hintergrundgeräusche sind vorhanden, aber man kann den Gesprächspartner verstehen. Für längere Telefonate taugen die Black Shark Lucifer T6 nichts.

Auch die Reichweite ist bei den Black Shark T6 begrenzter als bei anderen Buds. 5 bis 10 Meter sind im Musik-Modus drin, aber nur die Hälfte erreicht man im Gaming-Mode, bevor es zu Abbrüchen und Aussetzern kommt.

Akkulaufzeit

Black Shark Lucifer T6 Test 5

40 mAh pro Earbud sind eine solide Basis. 400 mAh wird für die Station aufgebracht. Xiaomi verspricht sich davon 6,5 Stunden Spielzeit und 26 Stunden, wenn man die Ladung der Station mit verwendet.

Allerdings komme ich nicht mal annähernd auf diese 6,5 Stunden, auch nicht bei 50 % Lautstärke. Viel näher an der Realität liegt man mit 4 bis 4,5 Stunden. Bei 70-80% sind es nur noch 3,5 Stunden.

Black Shark 6T Test Battery

Man erreicht also 14 bis 18 Stunden, mit Ladestation, je nach Lautstärke, was umgerechnet vier vollständige Ladungen ergibt. Geladen wird über den USB Type-C am Boden der Station und über die Kontakte im Inneren. Zwar spricht Xiaomi von Schnellladen, jedoch macht das bei einer Angabe von 1,5 Stunden keinen Sinn. Die Station befindet sich bei diesem Wert im Durchschnitt, während die Earbuds bei 1,5 Stunden recht lange zum Laden benötigen würden. Tatsächlich benötigen Sie aber ca. 50 Minuten.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Black Sharks T6 haben zwar eine leuchtende, auffällige Fassade, sind aber ansonsten eher schlichte Earbuds. Durchschnittlicher Sound, durchschnittliche Sprachqualität, durchschnittliche Akkulaufzeit.

Der Tragekomfort ist gut, aber der Halt nicht, zumindest nicht mit den beiliegenden Aufsätzen. Ihr erkennt den Tenor. Es sind Earbuds für ca. 35 € und das merkt man auch. Unter dem Black Shark Label werden gute Smartphones verkauft, aber die Kopfhörer sind bisher nicht das Gelbe vom Ei.

Zugutehalten muss man den Buds jedoch, dass 35 Millisekunden wirklich ein guter Wert für Bluetooth Übertragungen darstellt, sollte er erreicht werden. Viel weniger ist fast nicht möglich. Zwar ist der Unterschied deutlich hörbar, nicht nur im positiven Sinne, aber eine Latenz ist leider auch immer noch feststellbar.

Alles in allem würde ich die Black Shark T6 nicht empfehlen. Der geringe Preis ist gewissermaßen das einzige Aushängeschild, das für die Buds spricht. Man hat auch keine Vorteile davon, die Buds mit einem Black Shark Smartphone zu nutzen. Für mich sind die Black Shark Lucifer T6 also nicht geeignet.

Aber schaut doch mal in unsere True Wireless Bestenliste, wenn ihr mehr Input braucht.


Gesamtwertung
75%
Design / Verarbeitung
80 %
Tragekomfort
70 %
Soundqualität
75 %
Sprachqualität
70 %
Akkuleistung
75 %
Preis / Leistung
80 %

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