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Freenet Internet vorgestellt – Die DSL-Alternative im Check

Freenet kennt man von den flexiblen App-Tarifen Freenet Funk (zum Test) und Freenet Flex (zum Test): Mit Freenet Internet startet ein neues Angebot, das eine Alternative zum herkömmlichen DSL zu Hause sein soll. Das Internet wird über das LTE-Netz bereitgestellt und bietet zu einem monatlichen Preis von 29,99€ ein Datenvolumen von 1000 Gigabyte bei einer Geschwindigkeit von 100 MBit/s Down- und 10 MBit/s Upload.

Freenet Internet Head

Joscha hat sich als digitaler Nomade dem Thema „LTE & 5G als DSL-Alternative“ bereits im Artikel „o2 HomeSpot über LTE & 5G – Die aktuellen Tarife im Check“ angenommen. Ist das neue Freenet Internet eine Alternative zu den bestehenden Lösungen?

Zu Freenet Internet

Ob nun o2 Homespot, der Vodafone Gigacube, Telekom MagentaMobil Speedbox oder der Congstar Homespot – Die Einrichtung von Freenet Internet ist denkbar einfach. Ohne vorher einen Termin mit einem Techniker zu vereinbaren, legt man die SIM-Karte von Freenet ein und das Endgerät baut ein WLAN auf, das sich daheim oder unterwegs (z.B. im Camper) nutzen lässt. Wie auch schon bei Freenet Funk und Freenet Flex, wird das Angebot über die gleichnamige App „freenet Internet“ – hier im Google Play Store – gebucht und ist monatlich kündbar. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Das Internet kann einfach “mitgenommen werden”, wenn man verreist oder z.B. mit dem Wohnmobil unterwegs ist.
  • Ein schneller DSL- / Kabel- / Glasfaser-Anschluss wird nicht benötigt, die vielerorts in Deutschland leider noch nicht vorhanden oder sündhaft teuer sind.
  • Der Freenet Internet Anschluss ist schneller startklar als ein herkömmlicher DSL-Anschluss.

Preise & Vertragsdetails von Freenet Internet

Der Freenet Internet Tarif kostet einmalig 29,99€ für die Aktivierung der SIM-Karte und schlägt mit 29,99€ monatlich zu Buche. Der Vertrag ist aber auch monatlich kündbar bzw. monatlich buchbar: So bleibt man flexibel und zahlt das „mobile DSL“ nur, wenn man es auch benötigt.

Kostenrechnung – auf 24 Monate: 29,99€ monatliche Grundgebühr x 24 = 719,76€ + 29,99€ einmalige Aktivierung = 749,75€ in zwei Jahren

Optional kann man sich noch eine FRITZ!Box 6820 LTE für 149,99€ (10€ günstiger als sonst) dazu bestellen und das Gerät auch im Nachhinein behalten oder wieder verkaufen. Unserer Meinung nach ist das aber kein Muss: Ein altes Smartphone kann ebenso hierfür genutzt werden und einen WiFi-Hotspot aufbauen oder ihr greift zu einem günstigeren LTE-Router, wie dem TP-Link TL-MR6400 (hier auf Amazon.de), den wir in Nutzung haben.

  • o2 Netz mit 4G Internet bis 100 MBit/s Download / 10 MBit/s Upload
  • fast keine Volumenbegrenzung (Drosslung ab 1.000 GB auf 1 MBit/s möglich)
  • Buchung per App & monatlich via App kündbar
  • Zahlung simpel per PayPal

  • kein EU-Roaming
  • kein Telefon: Festnetz / VoIP / WiFi Colling
  • Aufpreis für LTE-Router – kein Router im Lieferumfang!

Nutzung, Geschwindigkeit und Datenvolumen

Internet über Funk – Und bald vielleicht auch echtes DSL

Wie schnell eure DSL-Leitung bzw. Internetverbindung daheim sein soll, müsst ihr selbst wissen. Ein drei Personenhaushalt sollte mit einer 50.000er-Leitung, also 50 MBit/s Down- / 10 MBit/s Upload zurechtkommen. So kann auch auf zwei Fernsehern gleichzeitig z.B. Netflix gestreamt werden und nebenbei hat man noch genügend Bandbreite zum Surfen mit dem Laptop / Handy.

Freenet Internet limitiert das Datenvolumen auf 1.000 GB pro Monat für die volle Geschwindigkeit von 100 Mbit/s, bzw. behält sich das Recht vor, die Geschwindigkeit danach auf 1 Mbit/s zu begrenzen. Freenet gibt zur Orientierung für einen normalen Familien-Haushalt maximal 300GB an. Das jährliche Datenvolumen pro Festnetzanschluss ist in den letzten zwei Jahren zwar immens angestiegen – 134GB pro Monat im Jahr 2019, 177GB monatlich 2020, 230GB monatlich 2021 – ohne überzogene Anwendungsfälle wie File Sharing, Server oder kommerzielle Nutzung, wird man die 1.000 Gigabyte kaum ausreizen können.

Für wen lohnt sich Freenet Internet

Auch wenn sich die lichten Stellen auf der Landkarte langsam füllen, so gibt es immer noch Wohnorte in Deutschland, wo keine vernünftigen Internetleitungen verlegt worden sind. Dem deutschen Bundesdigitalministerium reichen als „Recht auf schnelles Internet“ (seit 1. Juni 2022) zwar 10 Mbit/s aus, wer sich an früher erinnert, weiß wie langsam das ist: Streaming oder Home-Office ist hiermit heutzutage gewissermaßen nicht vernünftig umsetzbar. Internet über das Mobilfunknetz kann in dem Fall ein Lebensretter sein. Die Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Empfang über das LTE-Netz von O2 gewährleistet ist. Die sicherste Variante hierfür ist, es mit einem Smartphone selbst auszuprobieren, um die tatsächliche Geschwindigkeit mit einem Speedtest herauszufinden. Hierfür kann man sich einfach die kostenlose o2 Test-SIM mit unlimitiertem Datenvolumen besorgen. Andernfalls kann sich auch auf der Website von O2 orientieren. Dies geht auch bei Freenet, ist aber das gleiche Tool.

Ist das nicht der Fall, dann scheidet Freenet Internet oder auch der O2 HomeSpot aus. Starlink von SpaceX (Elon Musk) wäre eine teure und experimentelle Alternative, aber konzentrieren wir uns hier auf geläufigere Anbieter.

Freenet Internet Alternativen

  • Die teuersten Handyverträge bieten häufig unlimitiertes Datenvolumen und taugen somit in der Regel auch als DSL-Ersatz (mit Einschränkungen)
  • Der Vodafone Giga Cube – der „HomeSpot“ von Vodafone – verfolgt ein anderes Konzept: Wenn möglich, sind Downloadraten von 500 Mbit/s mit inbegriffen, das Datenvolumen ist aber durch den Preis beschränkt. 155GB schlagen bereits mit 35€ pro Monat zu Buche.
  • Auch die deutsche Telekom beschränkt die eigene Lösung „MagentaMobil Speedbox“ und für 100GB werden saftige 40€ fällig.

Die Konkurrenz im Vodafone & Telekom-Netz ist damit teurer als Freenet Internet.

Anders sieht es allerdings aus, wenn man sich bei Alternativen im o2 Netz umschaut. Der O2 HomeSpot bei Curved ist derzeit noch im Angebot und in drei Geschwindigkeitsstufen buchbar, aber auch immer an eine 24-monatige Laufzeit gebunden.

  • 10 MBit/s: 12 x 15€ + 12 x 25€ – 50€ = 430€ in zwei Jahren oder 17,90€ pro Monat
  • 50 MBit/s: 12 x 20€ + 12 x 30€ – 50€ = 550€ in zwei Jahren oder 22,90€ pro Monat
  • 100MBit/s: 12 x 25€ + 12 x 35€ – 50€ = 670€ in zwei Jahren oder 27,90€ pro Monat

o2 HomeSpot Tarife

Wer also plant, langfristig auf LTE als DSL-Ersatz umzusteigen, bekommt mit dem O2 HomeSpot die günstigere Alternative. Für Freenet Internet werden über zwei Jahre 750€ fällig, beim o2 HomeSpot zahlt ihr nur 670€. Zudem hat man bei o2 HomeSpot 5G-Empfang und 40Mbit/s Upload. In Kauf nehmen muss man allerdings, dass es sich hier um einen 2-Jahres Vertrag handelt.

Und schließlich gibt es als Alternative aus dem eigenen Haus noch Freenet Funk. Dieser App-Tarif wird zwar täglich abgebucht, aber kostet mit 1€ pro Tag für unlimitiertes Internet fast genauso viel (749,75€ in zwei Jahren für Freenet Internet und 730€ für Freenet Funk). Der Vorteil von Freenet Funk liegt allerdings in der theoretisch wesentlich höheren Geschwindigkeit von 225MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload.

Fazit zu Freenet Internet

Es ist schön, dass zunehmend Alternativen zum DSL-Anschluss über das Mobilfunknetz gibt. Der Tarif “Freenet Internet” platziert sich hier mit einem durchschnittlichen Preis und einer einfachen Buchung über die App. Im Vergleich mit der Konkurrenz im o2-Netz wird der Tarif aber aus Kostensicht vom o2 HomeSpot und Freenet Funk ausgestochen.

Quellen


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Ralf F.
Gast
Ralf F. (@guest_89111)
4 Monate her

Ich hatte vorher, in der alten Wohnung, 1GBit Cable an der FritzBox. Jetzt habe ich eine 6850LTE…Ehrlich gesagt merke ich kaum einen Unterschied. Ich synchronisiere meine Outlook-Daten mit 1-2MBit/sec. Das war vorher auch nicht wirklich anders. Meine Synology synchronisiert ebenso klaglos und sichert jede Nacht meine Daten in der Synology Cloud. Ich kann Netflix und Prime genauso sehen wie zuvor. Schlimmstenfalls dauert es am Anfang eines Films 5 sec. länger, bis die Qualität erreicht ist. Ich hab es jetzt ein paar Tage laufen und kann mich nicht beschweren. Für mich also eine brauchbare DSL Alternative die mindestens 10€/Monat günstiger ist.… Weiterlesen »

Thomas
Gast
Thomas (@guest_88896)
5 Monate her

Schwachsinnig…

LTE ist keine wirkliche DSL Alternative, es wird nur gerne im Marketing so kommuniziert. Es macht allenfalls dann Sinn, wenn jemand weder DSL noch Kabel bekommen kann.

– Schwankungen im Ping (daher schlecht für Gamer)
– Schwankungen in der Geschwindigkeit
– Je nach Anbieter weitere Besonderheiten

Trotzdem ist das Angebot nicht schlecht.

hmm_napfig
Gast
Daniel (@guest_88897)
5 Monate her
Antwort an  Thomas

Deine Kritikpunkte sind bis auf den Ping Quatsch. Ich hab hier Congstar X, alles was der Normalo-User so macht klappt damit prima inkl. Homeoffice. Schwankungen in der Geschwindigkeit habe ich keine. Auch bei Iracing hat sich bisher niemand beschwert, aber da ist der Ping nicht so relevant wie bei anderen Spielen. Einzig die Begrenzung des Daten Volumens auf 200 GB ist nervig, 4K-Streaming oder große Downloads sollte man sich verkneifen.
Ich werde auf jedenfall die neue Option antesten.

Christian
Gast
Christian (@guest_88926)
5 Monate her
Antwort an  Daniel

@Daniel Schuhmacher Ich habe dies kurzzeitig in Betracht gezogen und mit einem guten LTE-Router (Huawei B818-263) getestet. Weder der Download (ca 20 – 40 MBit/s) noch der Upload (ca 3 MBit/s) waren auch nur halbwegs brauchbar (Drillisch Sim ohne ausgeprägte Beschränkung – 50 MBit/s, nicht in der Pampa, aber auch nicht in einer Großstadt), von dem Ping zwischen 80 – 200 ms ganz zu schweigen. Dies ist nicht geeignet um ohne relevante Pausen TV (ZDF oä) zu schauen. Die Verzögerung der Seitenreaktion aufgrund des Pings merkt man auch beim Surfen. Von daher ist es für meine Einsatzzwecke auch ohne Gaming… Weiterlesen »

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