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Huawei Matepad Pro (5G) im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • gutes Display
  • starke Leistung
  • EMUI 10 auf Android 10 Basis
  • M-Pencil sehr genau
  • Speicher erweiterbar
  • brauchbare Kameras
  • gute Akkulaufzeit
Nachteile
  • zu starke Konkurrenz
  • bald kein Google mehr?!
  • M-Pencil ohne Zusatzfunktion
  • geringer Datendurchsatz (WLAN)
  • kein Widevine L1
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Der Markt für normale Tablets ist kaum noch lukrativ. Größerer Beliebtheit erfreuen sich allerdings besonders leistungsstarke Tablets mit optionaler Tastatur und Stylus, die als Alternative zum Laptop genutzt werden können. Das Huawei Matepad Pro will auf diesem Markt mit Samsung, Apple und Microsoft konkurrieren. Das Samsung Galaxy Tab S6 startet ab 700€, gleiches gilt für das Surface 7 von Microsoft. Apple ist mit einem Startpreis von 870€ wie gewohnt etwas teurer. Huawei spendiert dem Matepad Pro einen leistungsstarken Kirin 990 Prozessor, den wir aus einigen Huawei Flagship Smartphones schon kennen, sowie ein 10,8 Zoll großes 2K Display. Außerdem bietet man für das Matepad Pro Stylus und Keyboard für den Laptop-Einsatz an sowie in gleich fünf verschiedenen Speicherversionen an. Drei der fünf Versionen haben zudem einen Netzempfang im 4G oder 5G Netz.

Huawei Matepad Pro mit optionalem Stylus und Tastatur

Unser Testgerät ist die kleinste WiFi Version mit 6/128GB Speicher und wurde uns vom CECT-Shop (Zum Shop) für einen Test ausgeliehen. Ansonsten ist die China Version völlig identisch, denn auch die Global Version kommt ohne Google.

Einschränkungen bei der Nutzung von Google: Aktuell funktioniert unsere erste Playstoreanleitung für das Matepad Pro problemlos. Sollte sich das ändern, hat man sogar noch eine zweite Option, um den Playstore zu installieren. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass von heute auf morgen die GMS (Google Mobile Servies) und damit sämtliche Google Apps nicht mehr funktionieren könnten. Viele Apps lassen natürlich unabhängig von den Google Mobile Services nutzen, wir werden dazu in den nächsten Tagen einen extra Artikel veröffentlichen. Nun aber zum eigentlichen Test den Matepad Pro. Je nachdem, für welche Aufgaben man ein solides Arbeitstablet sucht, ist das Matepad eine sehr interessante und auch günstige Option.

Design / Verarbeitung / Zubehör

Das Huawei Matepad Pro ist in der WiFi-Version „MRX-W09“ 7,2 Millimeter dick und bringt 460 Gramm auf die Waage. Die Rückseite besteht bei den meisten Versionen aus Glasfaser, alternativ gibt es auch noch eine vegane Leder Rückseite (Kunstleder). Die Kunstlederversionen sind dann 8 Millimeter dick und 492 Gramm schwer. Bei unserem Modell ist die Rückseite aus einem Glasfasermaterial und ist angenehm griffig. Gleichzeitig ist die Rückseite auch resistent gegen Kratzer und damit einer Metall- oder normalen Glasrückseite deutlich überlegen. Für die normale Glasfaserversion des Matepad Pro stehen die Farben Weiß, Blau, Grün und Orange zur Auswahl.

An der Unterseite befindet sich der USB-C Anschluss (3.1). Der Port dient nicht nur zum Laden, sondern kann auch mit einem USB-C auf HDMI Adapter zum Anschluss eines externen Displays genutzt werden. Ähnlich wie bei Samsung Dex kann man dann im Desktop Style den Browser nutzen, Nachrichten tippen und vieles mehr. So richtig Desktop-Ersatz-Feeling kommt nicht auf, aber Huawei bietet auch nochmals ein zusätzliches Dock für Tastatur und Maus an. Alternativ kann man auch ein Bluetooth Maus-Tastatur Set mit dem Matepad direkt koppeln. Bei der Landscape Nutzung ist der Powerbutton links und die Lautstärkeregler oben angebracht. Bei Pivot Nutzung hingegen ist der Powerbutton oben und die Lautstärkeregler rechts. Schaut euch am besten die Bilder an 😊.

Lautsprecher und entsprechende Öffnungen gibt es gleich vier Stück am Gerät und der Soundspezialist Harman Kardon hat die Lautsprecher für Huawei abgestimmt. Das merkt man durchaus in der Praxis, denn der Sound ist laut, glasklar und Filme oder YouTube-Videos machen richtig Spaß auf dem „kleinen“ Tablet. Die Rückseite ist bis auf die Kamera + LED Blitz, das Huawei Logo und ein Schriftzug mit „Sound by harman kardon“ sauber gehalten. Das Matepad Pro hat übrigens eine Benachrichtigungs-LED.

Huawei Matepad Pro Test 26

Der magere Lieferumfang ist der Standard auf dem Business-Tablet Markt. Günstiges Gerät und teures Zubehör lautet die Devise und Huawei ist hier kein Sonderfall. Die Tastatur Hülle kostet 140€ extra und für den M-Pencil (eigentlich Pflicht für das Business Tablet) kostet 120€. Während der Huawei M-Pencil immerhin mit Funktionen wie magnetischem Wireless Charging am Gerät oder 4000 unterschiedlichen Druckstufen glänzt, ist die Tastatur ziemlicher Standard. Die Huawei Tastatur Hülle hält komplett magnetisch am Gerät und bietet 2 verschiedene Neigungswinkel im Betrieb. Der Tastenanschlag ist allerdings etwas schwergängig und die Tastatur hat ein englisches Layout. Dennoch macht die Hülle ihren Job und man kann damit problemlos tippen. Sobald ihr die Hülle anlegt, zeigt das Matepad sofort die Verbindung an. Ebenso einfach ist der Kopplungsvorgang mit dem M-Pencil. Wenn ihr den Stift mit der Spitze zur Lautstärkewippe hin ausrichtet, will sich das Matepad ebenfalls direkt verbinden. Geladen wird der Stift natürlich auf die gleiche Weise kabellos. Der Akku des M-Pencils reicht locker für 8-10 Stunden und wird ohnehin zwischendurch immer wieder geladen. Also über die Akkulaufzeit muss man sich keine Sorgen machen beim Zubehör.

Zusammenfassend ist das Huawei Mate Pro sehr gut verarbeitet und die Rückseite (Testgerät mit Glasfaserrückseite) ist eine positive Abwechselung vom Metallstandard oder Glas. Alternativ bietet Huawei auch noch veganes Leder an 😊. Nichts wackelt oder klappert am Gerät und der Metallrahmen sorgt für die nötige Stabilität. Die knapp 500 Gramm Gewicht gehen für die Displaygröße in Ordnung, wobei die Abmessungen wirklich gering ausfallen. Das liegt an den kleinen Displayrändern und dem hohen Display-zu-Gehäuse Verhältnis, aber dazu jetzt mehr. Die dünnen Ränder haben in der Nutzung kaum gestört, also man kann das Matepad problemlos in der Hand halten ohne Fehleingaben auszulösen.

Display des Huawei Matepad Pro

Das Huawei Matepad Pro verfügt über ein 10,8 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel. Damit bringt es das Gerät auf scharfe 280 Pixel pro Zoll. Im Vergleich zu modernen Smartphones sind das nicht gerade viele Pixel, aber an einem Tablet ist man auch nicht so nah dran. Von der magischen Pixelgrenze von 300 Pixel pro Zoll (ab dann sieht man laut Steve Jobs keine einzelnen Pixel mehr) ist man aber knapp entfernt. In der Praxis zeigen sich bei normalem Arbeitsabstand keine einzelnen Pixel und das Display ist angenehm scharf. Im Vergleich mit den Konkurrenten sind die 280 Pixel pro Zoll ebenfalls ohne Tadel. Bei der Displaytechnik muss man außerdem mit einem LCD IPS vorliebnehmen, was allerdings kein großer Kritikpunkt ist. Dennoch sei angemerkt, dass z.B. Samsung auf AMOLED setzt. Das Display des Matepad Pro glänzt mit einer akkuraten Farbwiedergabe und einer durchaus hohen Helligkeit von 560 cd/m². Die Lesbarkeit im Freien ist somit gewährleistet und im Vergleich zu den meisten Laptops ist diese sehr hoch. Die Ausleuchtung ist gut (links und rechts misst man mit 500 Lux etwas weniger Helligkeit) und selbst um die Notch sind die typischen IPS Lichtschatten recht gering. Die Farbtemperatur und der entsprechende Modus lassen sich stufenlos regeln.

Huawei Matepad Pro Test 36

Das Mate Pad Pro ist laut Huawei das Tablet mit den dünnsten Rändern um das Display und diese sind mit 7 Millimetern zu allen Seiten gleich (inklusive schwarzer Rand und Rahmen). Ermöglicht wird dies durch die Punch-Hole-Notch für die Frontkamera. Das Display verfügt über Standardfeatures wie die automatische Helligkeitsregelung. Auch ein Blaulicht- oder Lesemodus ist für die Abendstunden vorhanden. Selbst modernste Features wie ein Dark-Mode sind im EMUI System integriert. Einstellungen für die Schrift-, Anzeigegröße und die smarte Auflösung (um Energie zu sparen, reduziert das Matepad Pro bei manchen Apps und Anwendungen die Auflösung auf HD) runden das Paket ab. Der Touchscreen registriert bis zu 10 Berührungen gleichzeitig und verarbeitet alle Eingaben ohne Verzögerungen. Eine Angabe zu Gorilla Glas findet sich nicht bei Huawei, aber das Displayglas des Matepad besteht unseren Kratztest mit dem Messer problemlos.

Huawei Matepad Stift eingabe

Wer noch genauere Eingaben auf dem Display machen will, ist auf den Huawei M-Pencil angewiesen. Dieser sorgt für sehr genaue Eingaben. Man kann mit dem Matepad bei genügend Talent auch seine künstlerischen Tendenzen ausleben. Auch um in der Uni Folien direkt mit Hinweisen zu versehen, oder PDFs zu korrigieren, ist der Huawei M-Pencil unverzichtbar. Der Stift wird kabellos geladen und erkennt über 4000 unterschiedliche Druckstufen, ansonsten hat er aber keinerlei Funktion. Was man mit dem Stift so anstellen kann, seht ihr auf den Bildern.

Leistung und System

Das Huawei Matepad Pro wird vom aktuellen Kirin 990 Flagship-Prozessor befeuert und liefert damit Leistung satt. Der AnTuTu Benchmark startet leider nicht auf dem Matepad, aber wir kennen die 457.000 Punkte bereits vom Huawei Mate 30 Pro Smartphone. Der HiSilicon Kirin 990 wird im stromsparenden 7nm Verfahren gefertigt und ist ein sehr leistungsstarker Octa-Core Prozessor. Vier Cortex-A76 Kerne (2 x 2,86GHz + 2 X 2,09GHz) sorgen für ordentlich Rechenpower im Leistungscluster und weitere vier Cortex-A55 Kerne takten mit 1,86GHz und erledigen leicht Aufgaben ohne viel Energie zu verbrauchen. Für grafische Aufgaben steht dem SoC eine integrierte Mali-G76 MP16 GPU zur Seite. Sämtliche Android Games laufen absolut flüssig auf dem Huawei Matepad Pro. Der Kirin 990 ist in der entsprechenden Version auch 5G fähig, wobei das Matepad mit 5G Empfang für Deutschland wohl kaum Sinn macht.

Unsere Version hat gar keinen Mobilfunk-Empfang und ist mit 6GB RAM und 128GB Festspeicher die Einsteigerversion. Es handelt sich hierbei um LPDDR4X RAM der mit 29GB/s sehr schnell getaktet ist. Der interne UFS 3 Speicher bringt es auf eine Leserate von 1459MB/s, allerdings fällt die Schreibrate mit 230 MB/s etwas geringer aus. Dieses Phänomen kennen wir bereits von einigen UFS 3 Smartphones und es könnte auch ein Fehler im Benchmark sein. Aktuelle High-End Smartphones wie das Mi 10 bringen es auf Schreibraten von über 400MB/s. In der Praxis merkt man davon kaum etwas, denn Apps werden blitzschnell installiert und geöffnet. Wer mehr Speicher benötigt, kann zudem eine Huawei Nano Memory Karte einsetzen.

Software mit Problemen

Das Ganze beginnt schon mal mit dem Trauerspiel zwischen Huawei und Google. So kommt das Huawei Matepad Pro ab Werk ohne den Google Playstore, sondern mit der Huawei App Galerie. Der Huawei eigene Playstore befindet sich noch im Aufbau und die Auswahl an nützlichen Apps (insbesondere für den Stift) ist begrenzt und viele Apps sind auch nur in chinesisch verfügbar. Zum aktuellen Testzeitpunkt kann man mit unsere ersten Playstoreanleitung (Zur Anleitung) noch alle Google Apps und Services problemlos installieren. Wie lange das noch funktioniert, ist allerdings unklar. Für den Notfall sollte man also bereit sein, dass Matepad ohne Google Anbindung zu nutzen. Das Matepad Pro kann grundsätzlich in der deutschen Sprache genutzt werden und in der M-Pen Zone findet man hilfreiche Apps für die Nutzung des M-Pencil.

Leider hat das Huawei keine Widevine L1 Zertifizierung und die Multimedianutzung ist bei Netflix und Amazon auf SD-Auflösung beschränkt. Während die Amazon Pime App einfach installiert werden kann, muss man auf diese spezielle APK bei Netflix (Zum Download) zurückgreifen. YouTube funktioniert hingegen auch in voller Auflösung ohne Probleme, wer will kann sich auch Youtube Vanced installieren. Ansonsten lässt sich das Matepad problemlos mit Wischgesten Steuerung bedienen. Das System ist spritzig, schnell und funktional. Man kann Handschriften mit Googles Handschrifteingabe direkt in getippten Text umwandeln. Die Handballenerkennung sorgt beim normalen Schreiben für keinerlei Fehlfunktionen. Das einzige, was beim intensiven Arbeiten in PDFs auffiel, ist, dass an den Rändern des Tablets die Erkennung des Stifts nicht so genau wie im restlichen Bereich des Displays ist.

Bei der Nutzung der Schreibfunktion mit dem M-Pencil sollte man sich auf eine bestimmte App festlegen, ich habe mich für Squid entschieden. Die Squid App kann auch einfach als APK auf das Tablet geladen werden und ist nicht abhängig von der Google Nutzung. In Squid lassen sich PDFs reinladen und bearbeiten und man kann ebenfalls Dokumente abfotografieren und anschließend mit dem M-Pencil genau bearbeiten. Malen und kreative Arbeiten sind ebenso in der Squid App möglich. Auch die Handschrifterkennung ist in einem Textfeld in Squid umsetzbar. Das hier soll keine Werbung für Squid sein, dennoch musste ich mich für den Test auf eine App festlegen und habe mich für die Squid APP entschieden. Wenn ihr bereits mit anderen Apps arbeitet, könnt ihr das natürlich auch machen. Am genauen und wirklich guten M-Pencil wird das nichts ändern. Inhalte in der Squid App lassen sich übrigens auch auf einen Chromecast spiegeln. Der M-Pencil hat keine Extrataste, die im Betrieb mit solchen Apps durchaus sehr sinvoll wäre.

Wer ein leistungsstarkes Arbeits- und Multimediatablet sucht, wird vom Huawei Matepad Pro nicht enttäuscht. Bei Multimedia muss man insbesondere bei Netflix und Amazon aber Kompromisse eingehen. Der Verzicht auf HD Auflösung ist aber auch nicht das Schlimmste auf der Welt, insbesondere bei dieser Displaygröße werden die meisten Nutzer im Blindtest keinen unterschied erkennen.

Kamera

Mit dem Tablet durch Städte laufen und Fotos und Videos machen, ist in den letzten Jahren zum Trend geworden. Das gilt natürlich mehr für Asiaten als für Europäer, aber mit dem Matepad Pro ist das möglich. Die Bildqualität kann allerdings nicht mit einem Mittelklasse Smartphone mithalten. Für Skype und sonstige Videotelefonie ist das Huawei Matepad dennoch bestens geeignet. Auch die Soundqualität ist absolut in Ordnung.

Hier seht ihr noch ein paar Testfotos der Hauptkamera des Matepad. Das Abfotografieren von Dokumenten aller Art klappt ziemlich gut. Die 8 Megapixel Selfie (Videochat) Kamera hat einen festen Fokus und eine f/2.0 Blende. Die Hauptkamera schießt Fotos mit 13 Megapixel und hat eine f/1.8 Blende. Eine Entsperrung mit Gesichtserkennung (Face-Unlock) ist auch möglich.

Netz und Empfang

Wie bereits zu Beginn erwähnt, gibt es verschiedene Versionen des Matepad Pro. Zwei davon kommen komplett ohne Mobilfunkempfang aus (MRX-W09 / MRX-W19) und eine Version kommt sogar mit 5G Empfang (Matepad Pro 5G). Dabei muss man nicht noch zwischen China und Global Version unterscheiden, denn alle Matepads mit LTE Empfang decken auch die deutschen Netzfrequenzen vollständig inklusive Band 20 ab:

MRX-AL09 / MRX-AL19:
LTE FDD: B1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 7 / 8 / 9 / 12 / 17 / 18 / 19 / 20 / 26 / 28
TD-LTE: B34 / B38 / 39 / 40 / 41
WCDMA: B1 / 2 / 4 / 5 / 6 / 8 / 19
GSM: B2 / 3 / 5 / 8

Ansonsten unterstützt das Huawei Tablet WIFI 5 (leider noch kein WIFI 6) mit guter Reichweite, aber niedrigem Datendurchsatz (aus meiner Leitung kommen höchsten 20Mbps – 100er Leitung). Bluetooth 5.1 ist aktuell und auch GPS (GLONASS, Beidou, Galileo) wird unterstützt. An Sensoren kommen ein Helligkeitssensor, ein Kompass, Gyroskop, Beschleunigungssensor und ein Hall-Sensor (für smarte Hülle: z.B. die offizielle Tastatur) zum Einsatz. OTG wird über den USB 3.1 Typ-C Anschluss unterstützt und die sehr guten Lautsprecher sollen an dieser Stelle nochmal erwähnt werden.

Akkulaufzeit

Huawei Matepad Pro AkkulaufzeitMit einem 7250 mAh Akku kommt man mit dem Huawei Matepad Pro eigentlich problemlos durch einen 8 Stunden Arbeitstag. Zunächst ist der Stand-By Verbrauch bei der WIFI Version erwartungsgemäß gering. Das Matepad verbraucht in 24 Stunden nur 10-15% Akku. Dieser Verbrauch wird sich bei der LTE Version deutlich erhöhen und kommt natürlich auch auf die Apps an, die im Hintergrund Benachrichtigungen abfragen. Wer das Matepad intensiv im Arbeitsmodus benutzt, kommt auf eine effektive Nutzungszeit von 8 Stunden (überwiegend Office, YouTube und Browsing). Ich habe den Bildschirm so eingestellt, dass dieser sich erst nach 5 Minuten ausschaltet, da es für mich sehr störend war, das Tablet immer wieder zu entsperren. Eine Stunde YouTube bei mittlerer Helligkeit verbraucht lediglich 8% Akku. Im PCMark Akkutest hielt das Matepad solide 12 Stunden am Stück durch.

Geladen wird das Gerät wahlweise mit dem mitgelieferten 20 Watt Huawei SuperCharge Adapter oder mit bis zu 15 Watt über Wireless Charging. Auch Reverse Wireless Charging ist mit bis zu 7,5 Watt für andere Geräte möglich. Am Kabel lädt das Huawei Matepad Pro von 0 auf 100% in 2 Stunden. Noch schneller lädt man nur mit einem optionalen 40 Watt Super Charge Netzteil. Über USB Powerdelivery werden immerhin 15 Watt Ladegeschwindigkeit erreicht. Auf dem Wireless Charging Pad vergingen 7 Stunden, bis das Matepad wieder voll einsatzbereit war.
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Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Das Huawei Matepad Pro ist ein leistungsstarkes Arbeitstablet mit einer sehr guten Grundausstattung. Ab 500€ geht es los, wobei man den M-Pencil für 100€ eigentlich zwangsläufig benötigt. Bei Tastatur und Maus kann man auch zu günstigen Alternativen greifen. Wer sich einen Arbeitsalltag ohne Google vorstellen kann, der erhält mit dem Matepad Pro einen treuen Begleiter mit gutem Display, einer guten Akkulaufzeit, spitzenmäßiger Leistung, top Verarbeitung und brauchbarer Kamera. Aktuell kann man auch Google noch normal nutzen, aber wenn sich das ändert, könnten wichtige Apps nicht mehr verfügbar sein. Mit dem M-Pencil kann man wie oben gezeigt tolle Dinge machen, aber der Preis für den Stift ist durchaus happig.

In Anbetracht der Konkurrenz in Deutschland kann sich das Huawei Matepad nicht wirklich behaupten. Einerseits spielt die Unsicherheit mit Google mit rein, andererseits ist das Huawei Mate Pad Pro inklusive Stylus kein Schnäppchen. Wer gerne mit Windows arbeitet, wird mit Microsoft glücklich und das Samsung Galaxy Tab S6 (einen Testbericht gibt es demnächst bei uns) scheint auf dem Papier auch das bessere Android Tablet zu sein.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 23.05.2020

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Andreas
Gast
Andreas

Interessanter Bericht Jonas! Die Möglichkeit einen Stift einzusetzen, ist natürlich sehr praktisch, auch wenn er ja ziemlich teuer ist. Wer sich insgesamt für Huawei Handys und Vergleiche interessiert, kann sich übrigens auch einmal auf der neuen Seite informieren.
Herzliche Grüße!

buddelflink
Gast
buddelflink

Danke für den Test! Ich wäre gestern bei cect schon fast in Versuchung geraten. Leider war nicht in Erfahrung zu bringen, aus welchem Land der Versand erfolgt und wie hoch so mit die Wahrscheinlichkeit der Erhebung der EU-Steuer ist. Den Preis sollte man in dem Fall mit einkalkulieren (700,- für 8/256 WIFI) und ggf. auch den sehr aufwändigen Weg zum Zoll.

Miranda Veracruz
Gast
Miranda Veracruz

600 Euro sind schon eine krasse Ansage für ein Tablet – für das Geld kriege ich ja lässig auch einen Laptop/Notebook.

Ich habe ein Teclast T10 – das hat unter 200 Euro gekostet und macht seinen Job gut.

Und mein Thinkpad 600E-Notebook verrichtet seit gut 20 Jahren ebenfalls gute Dienste.
Warum sollte man für ein Tablet 600 Euronen ablatzen?

Christian
Gast
Christian

Wäre das Tablet von Xiaomi, würde der Test wohl ganz anders ausfallen! 😛

Oliver2
Mitglied
Oliver2

Nachdem mein HUAWEI M5 LTE nun überhaupt keine Updates mehr erhält und auch auf Sicherheitspatches verzichten muss, ist das Thema HUAWEI für mich komplett durch. Und das, obwohl es ein teures sog. Premium Tablet ist.

Sobald das Ding seinen Geist aufgibt, erwäge ich den Wechsel ins Apple Lager – da wird zumindest mit Updates geglänzt.

Knigge
Mitglied
Knigge

Huaweis Update Politik war im Tablet Bereich schon immer absolut schlecht. Mit kommt auch kein Huawei Tab mehr ins Haus

Ben M.
Gast
Ben M.

Bitte, unbedingt testen! Überall anders im Internet findet man nur die technischen Daten, aber einen Test wäre mir sehr wichtig!

Tim Walter
Gast
Tim Walter

Klar, ein Test wäre interessant, Suche einen Nachfolger für das Note 2014 Edition.
LTE Frequenzen wären gut zu wissen.

Piti
Gast
Piti

Jaaa, ich bin auf der Suche nach einem Ersatz für mein Galaxy Tab S2 (für mein Studium vor allem). Da das S2 aber immernoch einwandfrei funktioniert, fällt es mir umso schwerer ein neues zu kaufen.
Das Matepad ist soweit top, nur was mich zweifeln lässt: die software, vor allem mit den fehlenden Google Services, ist nicht wirklich Tablet optimiert (siehe iPad pro). Oder irre ich mich?

Ben
Gast
Ben

Hi Piti!
Wenn du das Tablet im CeCT-Shop bestellst, dann werden dir Google Dienste von denen vorinstalliert. Ausserdem hat das Tablet so was wo man den Bildschirm teilen kann.
Obendrauf gibt es ein Feature, welches dir erlaubt, angenehmer durch nicht Tablet-optimierte Apps zu navigieren (sieht dann ein bisschen so aus wie die 2 Spalten in den iPad-Einstellungen.).
Mfg, Ben.

Tim Walter
Gast
Tim Walter

Also fürs Studium glaube ich warte mit das zu riskant.
Verfügbare Programme und Kompatibilität wäre mir zu aufwendig oder riskant.