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Oppo K9 5G – neues Mittelklasse-Smartphone für China

In China hat Oppo vor wenigen Tagen ein neues Smartphone vorgestellt: das Oppo K9. Mit 7,9mm schlanken Gehäuse, potentem Snapdragon 786G, 5G und einer 64MP Kamera wird schnell deutlich, wem Oppo hier den Rang ablaufen will – dem Xiaomi Mi 11 Lite. Auf dem Papier gelingt das dem BBK-Unternehmen auch überraschend gut. Warum das Oppo K9 für uns in Deutschland dennoch keine gute Wahl ist, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Oppo K9 Smartphone 4

Das Design des Oppo K9

Anders als das Xiaomi Mi 11 Lite, wird das Oppo K9 nicht als Lifestyle-Produkt vermarktet. Stattdessen soll es wohl überwiegend diejenigen Ansprechen, die Wert auf Leistung und State-of-the-Art Technik legen. Das wird auch schon in der Optik deutlich, denn die matte Glas-Rückseite des K9 in Blau oder Schwarz schmückt ein Schriftzug: “OPPO 09-K Super Performance” macht direkt klar, wofür das K9 stehen will.

Oppo K9 Smartphone 1

Auch abseits dieses Schriftzuges weiß das K9 zu gefallen. Das Kamera-Modul oben links ist mit einem regenbogenfarbenen Streifen verziert und steht – wie aktuell üblich – leicht aus dem Gehäuse. Dabei wurde das gesamte Gerät super schlank gehalten: Es ist lediglich 7,9mm dick, misst 159,1 x 73,4 Millimeter und wiegt angenehme 172 Gramm.

Auf den Seitenrändern sind links die Volume-Buttons und ein Dual-SIM-Slot angebracht. Rechts findet die Power-Taste Platz und unten hat Oppo die Lautsprecher, einen USB-C-Port und sogar einen 3,5mm Klinkenstecker verbaut.

Die Hardware des Oppo K9

Das 6,43 Zoll große AMOLED Panel von Samsung bedeckt beinahe die gesamte Front. Neben den schmalen Rändern wird es lediglich durch eine Punch-Hole oben links unterbrochen, außerdem ist ein Fingerabdruckscanner unter dem Display versteckt. Es löst mit 2400 x 1080 Pixel, also in FHD+ auf, erreicht eine Bildfrequenz von 90Hz und eine maximale Helligkeit von 750 Lux.

Explosionszeichnung mit Kühlkörper

Für ausreichend Leistung sorgt im Oppo K9 ein Snapdragon 768G mit einer maximalen Taktrate von 2,8GHz und flüssiger Kühlung. Diesen Chip gibt es bereit seit einem knappen Jahr, bisher kam er aber in kaum einem Smartphone zum Einsatz. Es handelt sich hierbei um eine leicht verbesserte Version des bekannten Snapdragon 765G, der in unseren Tests stets hervorragende Ergebnisse erzielen konnte. Zur Seite stehen dem SoC eine Adreno 620 GPU, 8GB RAM und wahlweise 128GB oder 256GB Festspeicher. Als Betriebssystem kommt natürlich das aktuelle Android 11 zum Einsatz, im Zusammenspiel mit dem stark angepassten Color OS 11.

Oppo K9 Smartphone 2Fotos nimmt das Smartphone mit einer 64MP Hauptkamera auf. Welcher Sensor hier genau zum Einsatz kommt, wird auf der chinesischen Produktseite nicht verraten. Wir wissen lediglich, dass der Hauptsensor ergänzt wird durch einen 8MP Ultraweitwinkel-Sensor, eine 2MP Weitwinkel-Linse und EIS. Für Selfies kommt im Oppo K9 eine 32MP Frontkamera zum Einsatz.

Interessant wird der Punkt Konnektivität, denn hier kann das Oppo K9 einerseits wirklich überzeugen, andererseits enttäuschte es uns Europäer. Da bisher ausschließlich eine China-Version präsentiert wurde, verzichtet das Gerät nämlich auf das für Europa nötige LTE Band 20 und auch NFC sucht man vergebens. An sich ist das nichts Wildes, inzwischen gibt es aber so viele Geräte, die zu einem ähnlichen Preis diese Standards bieten, sodass eine Empfehlung für das Oppo K9 doch schwerfällt. Das ist super schade, denn ansonsten ist das Smartphone mit allen Wassern gewaschen. Mit dabei ist WiFi 6, Navigation über alle gängigen Systeme, Dual-SIM mit 5G in beiden Slots und Bluetooth 5.1.

Auf die Ladetechnologie ist Oppo besonders stolz, denn obwohl es sich hier um ein Mittelklasse-Gerät handelt, unterstützt das K9 Schnellladen mit bis zu 65 Watt. In der Praxis bedeutet das, dass der 4300mAh große Akku bereits nach 5 Minuten Laden genug Leistung für zwei Stunden Nutzung aus der Steckdose gesaugt hat. Komplett aufgeladen ist das Gerät dann nach 35 Minuten. In dieser Preisklasse schafft das sonst kein Hersteller außerhalb des BBK-Konzerns.

Preis und Einschätzung

Doch was heißt “diese Preisklasse”? In China verlangt Oppo für das K9 mit 128GB Festspeicher 1.999 Yuan (ca. 257€) und für die 256GB Variante werden 2.199 Yuan (ca. 282€) fällig. Das ist wirklich nicht viel, wenn man bedenkt, dass das Xiaomi Mi 11 Lite mit ähnlicher Hardware und deutlich niedrigerer Speicherausstattung (6/64GB) erst ab 299€ zu bekommen ist. Fairerweise muss man hierzu aber auch sagen, dass wir gerade China-Preise mit Deutschland-Preisen vergleichen.

Oppo K9 Smartphone 2

Bisher hat es die K-Serie allerdings nicht nach Europa geschafft und Oppo hat auch noch nichts in dieser Richtung angekündigt. Falls man sich dennoch für einen EU-Launch entscheiden sollte, könnte das Oppo K9 eine echte Alternative zum Mi 11 Lite sein. Solange aber nur die China-Version verfügbar ist, bekommt man von Poco oder Redmi für das gleiche Geld deutlich bessere Geräte mit NFC und LTE Band 20 – schaut einfach mal in unsere Bestenliste. Aus diesen Gründen lohnt sich ein Import also nicht.

Quellen

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