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Realme Tech Life Robot Vacuum – Saugroboter im Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Vorteile
  • gute Hardware / Leistung
  • gelungene Reinigung in der Praxis
  • App mit vielen Funktionen
  • großer Staubbehälter
Nachteile
  • Navigation teils zu vorsichtig
  • Software kann noch optimiert werden
  • nicht günstiger oder besser als die Konkurrenz
  • Wischfunktion nicht im Lieferumfang (optional)
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Bisher war Realme abseits der Smartphones nur bei den Wearables vertreten: Mit dem Realme TechLife Robot Vacuum kommt nun ein Saugroboter für 379€ in Deutschland auf den Markt.

Zu dem (recht hohen) Preis ist der Saug- und Wischroboter auch ordentlich ausgestattet. So bringt der Motor bis zu 3000Pa Saugleistung. Navigiert wird mit einem klassischen LiDAR / Laser. Der Staub landet in einem 600ml Behälter und der Akku soll fünf Stunden am Stück durchhalten. Auch für die (optionale) Wischfunktion hat man sich etwas einfallen lassen. So viel Vorweg: Sogar die Software ist bereits beim ersten Modell ausgereift, es sind smarte Features an Bord und der Realme Techlife Vacuum Robot verbindet sich problemlos mit dem Smart Home. Alle Informationen und Testergebnisse zum Realme Tech Life Robot Vacuum folgen jetzt. 

Realme Tech Life Robot Vacuum – Vergleich mit der Konkurrenz & Spezifikationen

Realme Saugroboter Sample 2

Dass Realme es mit einem Saugroboter im Smart Home Bereich probiert, damit hätten wir nicht gerechnet. Im BBK Electronics Konzern (Realme, OnePlus, Oppo, Vivo,…) findet sich bisher kein weiterer Saugroboter. Stichwort “OEM”: Komplett selbstständig ist Realmes erster Saugroboter wahrscheinlich nicht entstanden. Im Praxistest darf der Realme Tech Life Robot Vacuum dennoch zeigen, was er so drauf hat! Hat der junge Hersteller eine Chance gegen etablierte Modelle von Xiaomi, Roborock, Dreame oder Viomi?

Realme Saugroboter Sample 3

 

Realme TechLife Robot Vacuum

Realme Saugroboter Beitragsbild

Roborock S7

Roborock S7 Beitragsbild Test

Roborock S6 MaxV

Unbenannt

Roborock S5 Max

Roborock s5 max 4 e1580308060822

Xiaomi Mi Robot 2

Xiaomi Mi VAcuum Wischfunktion

Saugleistung: 3000pa 2500pa 2500pa 2000pa 2100pa
Abmessungen: 35 x 10cm 35 x 10cm 35 x 9,6cm 35 x 9,6cm 35 x 8cm
Gewicht: 3,3kg 4,7kg 3,7kg 3,5kg 3,6kg
Lautstärke: 55db 67db 60db 65db 68db
Wischfunktion:
Wasserbehälter: 350ml (optional) 300ml 300ml 290ml 150ml
Staubbehälter: 600ml / 300ml 470ml 460ml 460ml 420ml
Akkugröße: 5200mAh 5200mAh 5200mAh 5200mAh 3200mAh
Laufzeit: Min. 300 min. /

Praxis: 150 min.

150 min. 180 min. 150 min. 120 min.
Reinigungsfläche: 350m² /

Praxis: 120m²

250m² 300m² 250m² 150m²
Appsteuerung: Realme Link Mi Home / Roborock Mi Home / Roborock Mi Home / Roborock Mi Home
Mapping:
Navigation: Laser Laser Laser + Kamera Laser Laser

Die technischen Daten lesen sich vielversprechend und bei den Spezifikationen ist man auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, sogar teils besser. Aber das ist nur die halbe Miete, denn die Praxis hat gezeigt, dass die Software den Unterschied macht. Mit hohen Pascal Zahlen protzen kann hingegen jeder. Die beste Saugleistung bietet im Gesamtergebnis der Roborock S7 und der hat “nur” 2500Pa an Saugleistung.

Design, Verarbeitung und Lieferumfang

Das Design des Saugroboters belässt man klassisch in der Farbe Schwarz, mit einem mittigen Laser zur Navigation und zwei Buttons zur händischen Bedienung. Der Realme Saugroboter misst 35cm im Durchmesser, ist 10cm hoch und wiegt 3,3kg. Auf den Rädern hat er eine Bodenfreiheit von 19mm und bewältigt im Praxistest eine Steighöhe von 1,5cm (im Test eine Bodenleiste zur Abstellkammer).

Beim Material setzt man größtenteils auf Kunststoff. Die Seiten drumherum sind in Matt-Schwarz, damit sie nicht zerkratzen. Der Laser ist mit einem CD-Muster verziert und mit einem Realme Logo und Schriftzug versehen. Realmes typische Akzentfarbe “Gelb” findet sich nur am drehenden Laser. Kleines “Highlight” oben: Eine echte Glasplatte in schickem, aber staub-anziehenden Hochglanz-Schwarz. Die verwendeten Materialien sind solide, Verarbeitung des Saugroboters gut und nichts sitzt locker am Saugroboter. Hier bewegt sich Realme klar auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Der Realme Robot Vacuum ist in sich geschlossen – Die Oberseite lässt sich nicht Hochklappen wie bei anderen Modellen. Den Staubbehälter zieht man einfach aus der Rückseite heraus und bekommt so auch Zugang zum Filter. Die beiden Seitenbürsten lassen sich an der Unterseite einfach abziehen und die Hauptbürste ausbauen, um sie von Haaren zu befreien.

Ist der mitgelieferte Staubbehälter installiert, nimmt der Realme Saugroboter bis zu 600ml an Schmutz auf. Will man auch Wischen mit dem Realme TechLife Robot Vacuum, muss der zweite Tank installiert werden: Dann kann 350ml Wasser eingefüllt werden, aber der Staubbehälter misst dann nur noch 300ml. Ein Stück weiter unten gehen wir noch darauf ein: Das Bundle zum Wischen ist nur optional erhältlich und schlägt mit 30 bzw. 40€ zu Buche.

Die Ladestation für den Realme Saugroboter misst 154 x 143 x 83mm und ist gut  durchdacht. So haben wir ein Netzteil mit EU-Stecker, ein ausreichend langes Kabel von ca. 1,5m und sogar ans Kabelmanagement hat Realme gedacht. Außerdem befinden sich die Ladepunkte am Boden (im rechten Winkel) samt Gummifüße unter der Station. So schiebt der Saugroboter sie nicht weg beim Ansteuern oder Reinigen.

Lieferumfang des Realme Tech Life Robot Vacuum

zusätzlicher Filter und Werkzeug

Gut verpackt und zusätzlich mit Folien und Schaumstoff gesichert kommt der Realme Saugroboter an. Rätselraten muss man beim Zusammenbau nicht. Hier unterscheidet sich der Realme Techlife Vacuum Robot nicht von anderen Modellen. Einzig die beiden Seitenbürsten sind richtungsgebunden und der Staubtank wird einfach hinten am Saugroboter eingesteckt. Der Wassertank mit Wischpad für die Wischfunktion fehlt allerdings im Lieferumfang. Der muss separat bestellt werden und das ist bei diesem Preis ein No-Go. Sonst haben wir noch die Ladestation, Netzteil mit EU-Stecker, eine kleine Bürste zur Reinigung der Hauptbürste und eine Anleitung beiliegen. Zubehör bzw. Verbrauchsmaterialien, wie der Filter oder Bürsten, sind noch nicht gelistet – weder bei Realme noch bei Aliexpress. Das sollte sich aber bald ändern.

Software: Realme Link App

Am Saugroboter selbst lässt sich über die zwei Buttons nur der Reinigungsvorgang starten, pausieren und der Saugroboter zurück zur Ladestation schicken. Die Buttons können auch farbig leuchten als Status-LED. Der ganze Saugroboter-Spaß kommt dann erst mit der Realme Link App: Hier im Google Play Store für Android oder auch für Apple Geräte im App Store.

Zur erstmaligen Einrichtung braucht es auch ein WiFi-Netzwerk (danach “darf” das WLAN auch mal ausfallen). Hier meldet man sich mit seinem Realme Account an und fügt danach ein neues Gerät hinzu. Sollte es bei euch beim ersten Mal nicht klappen, dann gebt der Realme Link App in den Einstellungen separat die Berechtigungen frei. Das WLAN-Netzwerk (nur 2.4 GHz) des Realme Robot Vacuum setzt man bei Bedarf durch gleichzeitiges Drücken der Power- und Home-Taste zurück. Danach gibt man noch sein WiFi-Passwort ein und der Staubsaugroboter ist startklar.

Die Realme Link App ist übersichtlich aufgebaut, läuft flüssig und startet ohne serverseitige Verzögerung. Das Menü für den Saugroboter ist klar strukturiert und man findet sich schnell zurecht. Im Grunde wird alles direkt vom Kartenbildschirm angesteuert. Folgende Features werden von hier aus angesteuert:

Hauptseite

  • Reinigungsvorgang starten:
    • Auto: gesamte Karte mit Räumen in festgelegter Reihenfolge und individueller Saugstärke).
    • Zimmer: Auswahl von mehreren Zimmern, die der Realme Saugroboter dann in der Reihenfolge abfährt.
    • Bereich: Man zieht ein Rechteck auf der Karte, das dann gereinigt wird.
    • Stelle: “Spot-Clean-Up” / Man markiert eine Stelle, die dann im Quadrat von 3 x 3 Metern abgefahren wird.
  • Aufladen / Zurück zur Ladestation schicken
  • Saugkraft: Die Saugstärke verändern
  • Modus (links): Wahl zwischen Staubsaugen, Wischer und Kombiniert
  • Sperrzone bearbeiten: Nicht-Wischen und No-Go-Zonen einrichten & virtuelle Wand ziehen
  • Raum bearbeiten: Karte und Räume nachbearbeiten, Reinigungs-Reihenfolge festlegen, Räume benennen und individuelle Saug- und Wischstärken (Wassermenge) festlegen

Die meisten Einstellungen sind dann unter “Mehr” zu finden und bieten im Grunde alles, was das Herz begehrt:

  • Geplante Reinigung: Zeitpläne erstellen inklusive Räume einzeln anwählen und die Saugstärke separat festzulegen.
  • Nicht-Stören-Modus: Zeitraum, in dem sich der Robot Vacuum auf keinen Fall starten lässt.
  • Fernbedienung: Saugroboter händisch steuern.
  • Roboter finden: Lautsprecher lässt euch wissen, wo der Sauger ist.
  • Kartenverwaltung: Übersicht über die letzten Karten inklusive der Etagenreinigung.
  • Wischpfad: Auswahl zwischen dem klassischen S- bzw. Z-Muster oder Y-Reinigung für bessere Wischleistung.
  • Benutzerdefinierter Modus An / Aus: Es werden vorher festgelegte Saugstärken für die einzelnen Räume genutzt.
  • Auto-Boost: Teppich-Boost mit Erhöhung der Leistung.
  • Reinigungsverlauf: Statistiken zur gesamten Reinigungszeit.
  • Stimme und Lautstärke: Höhe der Lautstärke des Lautsprechers und Wahl zwischen den Stimmpaketen (Nur Chinesisch und Englisch).
  • Verbrauchsmaterialien: Abnutzung des Filters und der Bürsten in Prozent.

Realme Robot Vacuum im Smart Home:

Des Weiteren lässt sich der Realme Saugroboter in das Smart Home einbinden und so unter anderem elegant per Sprache starten. Mit Amazon Alexa hat das ohne Probleme geklappt: Einfach den entsprechenden Realme Skill hinzufügen, mit dem Realme Account verknüpfen und das Gerät hinzufügen. Schon kann man Alexa bzw. einem Amazon Echo zurufen “Realme Vaccum An” und der Reinigungsvorgang wird gestartet. Mit Google bzw. dem Google Assistant hat das bislang noch nicht geklappt, wir sind aber auch ziemlich früh dran mit dem Test. In der Smart Home Steuerung lässt sich die Realme Link App und der Account verknüpfen, ein kompatibles Gerät wird aber noch nicht gefunden.

Saug- und Reinigungsleistung

Bisher gibt es am Realme Saugroboter nichts Gravierendes zu bemängeln, wie gut hält er nun die Böden sauber? Zur Navigation setzt der Techlife Robot ganz klassisch auf ein LiDAR Laser System in Kombination mit zahlreichen Sensoren. Dazu schafft der Motor bis zu 3000Pa Saugleistung auf höchster Stufe. Auch hat man sich für die Wischfunktion mit dem Y-Muster etwas einfallen lassen.

In den Praxistests hat sich aber gezeigt, dass es auf die Kombination mit der Software ankommt: Wie smart / intelligent fährt der Realme Techlife Robot Vacuum durch die Räumlichkeiten?

Dazu kommt letztlich noch der sehr große 600ml Staubbehälter – Bestwert übrigens. Das kommt daher, dass man einen separaten Tank für die Wischfunktion, bzw. Saugen- und Wischen in einem Vorgang, benötigt. Je nach Größe der Wohnung und wie viel Schmutz anfällt, kommt man aber lange ohne Ausleeren aus. Beim Roborock S5 Max mit 460ml erledige ich dies ungefähr jeden zweiten bis dritten Reinigungsvorgang, mit dem Realme Techlife Robot Vacuum kann man sich einmal mehr Zeit lassen.

Navigation und Sensoren

Nach der ersten Einrichtung muss der Realme Techlife Robot Vacuum erst mal eine Karte der Räumlichkeiten erstellen. Hier “schaut er sich öfter mal in der Wohnung um”, die Erstellung der gesamten Karte dauert aber nur 20% länger als ein normaler Reinigungsvorgang.

Den Umriss der Wohnung bekommt man dann in der Realme Link App direkt präsentiert. Mit meinem Ergebnis war ich ganz zufrieden, nur ein Raum musste noch getrennt werden und zwei erstellte Räume wieder zu einem zusammengefügt werden. Dann kann man ihn auch schön separat in einzelne Räume schicken und dies mit Zeitplan auch entsprechend terminieren. Zum Beispiel die Küche und Flur täglich reinigen lassen.

Bei der Navigation nimmt man keine Experimente in Kauf und setzt auf den klassischen Weg: Ein drehendes LiDAR System oben, gepaart mit zahlreichen Sensoren am Realme Robot Vacuum verteilt. Das ist auch gut so, denn der erste Realme Saugroboter navigiert damit souverän durch die Räumlichkeiten und lässt sich auch nicht beirren. Probleme hat er dennoch mit niedrigen und leichten Gegenstände und, wie jeder andere Saugroboter, “frisst” der Realme Robot Vacuum gerne Kabel oder schleift sie ein Stück mit.

Abgefahren werden die Räume nach dem bekannten Prinzip: zunächst die Umrisse des Zimmers, danach im Z-Muster die gesamte Fläche. Gleich 38 Sensoren sind beim Realme TechLife Saugroboter verbaut, die eine autarke Navigation gewährleisten sollen. Vorne haben wir einen Bumper, der Zusammenstöße registriert. An der Seite liegen Näherungssensoren und dazu zählen auch Sturzsensoren für Treppen und Höhensensoren, damit er ohne Probleme unter Möbel fahren kann.

Souverän unterwegs, aber auch zu behutsam

Aber es fällt beim Betrachten der Karte auch auf, dass er teils zu vorsichtig navigiert. Etwa beim Schreibtischstuhl könnte er auch zwischen die Beine fahren (klassischer “Stern” mit fünf Rollen), statt ihn als ganzes Hindernis zu sehen. Dasselbe Spiel haben wir mit vierbeinigen Küchenstühlen. Ganze Objekte hingegen, wie der in sich geschlossene Couchtisch aus Holz, werden präzise an der Außenkante entlang abgefahren dank des seitlichen Näherungssensors.

Notiz am Rande, das bekommt man auch akustisch mit: In Ecken, an Kanten oder Hindernissen drosselt der Realme Saugroboter die Arbeitsgeschwindigkeit und erhöht die Saugkraft sowie Drehgeschwindigkeit der seitlichen Bürsten. Andere Saugroboter haben einen konstanteren Lärmpegel.

Praxiseinsatz des Realme Saugroboters

Modi: Saugen, nur Wischen oder kombiniert

Auch die reine Motorleistung holt mit bis zu 3000Pa sämtlichen Schmutz vom Boden. Gerade bei Teppichböden kann es nicht genug Leistung sein und in Kombination mit der Hauptbürste hat man nach dem Saugvorgang Teppichfasern, die nicht mehr platt getreten sind. Folgende Leistungsstufen lassen sich beim Saugroboter festlegen:

  • Quiet Mode / Leise: 500pA bei 55db Lautstärke
  • Normal: 1200pA
  • Turbo: 2500pA
  • Max: 3000pA

Auf Hartböden reicht “Normal” im Grunde vollkommen aus. Egal, ob nun Gemüseschalen in der Küche oder Steinchen / Split im Flur, den man mit reinschleppt – Alles landet im Staubtank vom Realme Robot Vacuum. Persönlich lasse ich die beiden genannten Räume aber auch lieber auf “Turbo” absaugen, da bei der Größe unserer Wohnung mehr als genug Akkulaufzeit vorhanden ist.

Realme TechLife Saugroboter Bilder 4Dazu kommen beim Realme Saugroboter noch zwei Seitenbürsten, wo viele Konkurrenzmodelle nur eine rechts haben. Das reicht theoretisch auch aus, wenn immer nur rechts Kurven gefahren werden. In der Praxis fliegt Schmutz aber gerne mal wegen der drehenden Bürsten rum, wenn es nur eine Bürste gibt. Hier hat der Realme Robot also einen kleinen Vorteil.

Wischleistung

An der Stelle müssen wir euch leider auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Wie schon angesprochen, kommt der Realme Tech Life Robot Vacuum von Haus aus ohne Wischfunktion, bzw. ohne Wassertank und Wischpad.

Realme Saugroboter Test WischenOb man sich nun darüber ärgert, dass es nicht gleich mit dabei ist, oder sagt, so lässt man dem Nutzer wenigstens die Wahl – Das überlasse ich jedem selbst. Das Kit “realme Techlife Robot Vacuum Mopkit” kostet im offiziellen Realme Store 40€ und ist leider noch nicht lieferbar. Bestellt man es direkt mit dem Realme Saugroboter, dann fallen nur 30€ zusätzlich an. Sobald das Bundle zum Wischen bei uns ankommt, testen wir es und tragen es genau an dieser Stelle nach!

Ist das Kit installiert, nimmt es den Platz des 600ml großen Staubbehälters ein. Dann zieht der Realme Saugroboter wie gewohnt ein feuchtes Tuch hinterher und nimmt Feinstaub auf. Darf der Vorgang etwas länger dauern, kann man das Y-Muster hinzuschalten: Der Saugroboter fährt dann ein Stück vor und zweimal diagonal nach links vor und zurück, um das Wischergebnis zu verbessern.

Aber es ist auch eine Pumpe im Tank, die ermöglicht, die abgegebene Wassermenge in vier Stufen zu regulieren. Der “Wasserstand” lässt sich in der Raumaufteilung für jeden Raum individuell festlegen. Beim Roborock S5 Max ist das Feature in der Praxis eine gelungene Ergänzung.

Akkulaufzeit

Im Realme Saugroboter ist ein 5200mAh großer Akku verbaut, wie auch in den meisten anderen Saug- und Wischrobotern, die wir in letzter Zeit im Test hatten. Realme selbst verspricht eine Arbeitszeit von bis zu 5 Stunden in der Praxis. Gut, vielleicht auf niedrigster Stufe, aber in der Praxis soll der Saugroboter einmal mit ordentlich Saugleistung durchfahren.

Die Formel für die Effizienz kann man grob so aufschlüsseln: Bei “normaler Saugleistung” (zweitniedrigste Stufe inklusive Teppichboost) mit 1200Pa, braucht er 0,75% Akku pro Quadratmeter und Minute. Bei uns waren das 57m² zu reinigende Fläche (der Roborock S5 Max kommt auf 60m²), die der Realme Robot Vacuum in 68 Minuten bewältigt und mit genau 60% geladenem Akku wieder an die Ladestation andockt. Dabei sind zwei Drittel der Fläche Hartböden (Parkett und Fließen) sowie ein Drittel Teppich, wo der Realme Sauger automatisch auf maximale Saugleistung hochschaltet. Hochgerechnet kämen wir damit auf mehr als 120m² Fläche (nicht Quadratmeter der Wohnung mit Reinigungsfläche gleichsetzen!), die der Realme Saugroboter ohne zwischendrin nachzuladen reinigen kann. Hier leider wieder ohne das Ergebnis mit gleichzeitigem Wischen: Mit dem Y-Muster (vor- und zurückfahren) dürften es einige Quadratmeter weniger sein.

Geht der Akku während der Reinigung zur Neige, dann fährt der Realme Saugroboter selbstständig die Ladestation an, lädt nach und setzt den Saugvorgang fort. Im Praxistest hat er bei 15% abgebrochen und drei Stunden später mit 80% die Reinigung fortgesetzt. Ein kompletter Ladevorgang dauert da schon länger und nimmt insgesamt 6 Stunden in Anspruch. Gerade die letzten 20% lädt der Realme Tech Life Robot Vacuum deutlich “behutsamer”.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Komplett neu in dem Gebiet und dann direkt erfolgreich gestartet! Realmes erster Saugroboter erledigt die Hausarbeit äußerst souverän und die Saugleistung ist mit 3000Pa stark. Dazu ist die App gelungen, es sind zahlreiche Features an Bord, der Techlife Robot Vacuum ist smart – Nur die Wischfunktion muss sich noch in der Praxis beweisen.

Ob man den neuen Realme Saugroboter nun den etablierten Marken vorziehen sollte? Etwas feilen sollte man noch an der Navigation, damit der Realme Robot Vacuum mit Roborock mithalten kann. Aber sonst gibt es zu einem Preis von 400€ kaum Anlass zur Kritik. Vielleicht gibt es demnächst auch wieder Angebote. Ab 300€ kann man jedenfalls bedenkenlos zugreifen.

Allerdings gibt es mit den Modellen von Xiaomi und Roborock bereits eine “sichere Bank” auf dem Markt und wer sich sowieso schon ein smartes Mi Home aufgebaut hat, kann den Saugroboter dann auch nahtlos integrieren. In dem Preisbereich würde ich direkt zum aktuellen Roborock S5 Max greifen. Der saugt mindestens genauso gut und die Wischfunktion ist ohne zusätzliche Kosten mit dabei. Und bei Roborock zeigt sich auch die Erfahrung des Herstellers: Es sind einfach noch mehr Features und sinnvolle Lösungen an Bord.

Dann gibt es noch die Kategorie Preis-Leistungs-Schnäppchen: So ein Xiaomi Mi Robot Vacuum 2 / Pro erledigt die Bödenreinigung im Grunde ebenfalls problemlos. Auch den zum Realme Saugroboter erschreckend-ähnlichen Dreame D9 möchte ich hier nennen, der im Angebot schon fast an der 200€ Marke kratzt. Also Realmes erster Saugroboter hat es definitiv nicht einfach auf dem hart umkämpften Staubsaugermarkt. Den Preis über 300€ kann man eigentlich nicht rechtfertigen. 

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