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Realme Watch S im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • solide Fitness-Features & SpO2
  • fast 2 Wochen Akkulaufzeit
  • schick & gut verarbeitet
Nachteile
  • für 80€ kaum Mehrwert
  • Features schlecht umgesetzt
  • kein GPS
  • schlechter als die Konkurrenz
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Die Realme Watch S bekommt ein neues Displayformat und kann nun den Blutsauerstoff (SpO2) messen. Neben dem runden Display sind auch die Standardfeatures eines Fitnesstrackers mit dabei, aber auf GPS muss man bereits verzichten. Die Pulsmessung und den Schrittzähler bekommt man letztendlich auch schon bei einem einfachen Xiaomi Mi Band für 20€, dafür muss es keine große Smartwatch sein. Warum man nicht lange über den Kauf der 80€ teuren Realme Watch S nachdenken sollte, finden wir in diesem Kurz-Test heraus.

Realme Watch S Test 22

Exkurs: Der Wearables Markt wächst jedes Jahr weiter, das kann man beim Smartphonemarkt nicht behaupten. Dass Realme gute Smartphones bauen kann, haben sie oft genug unter Beweis gestellt. Allerdings haben sie mit dem Realme Band und ihren TWS Kopfhörern auch eindrucksvoll gezeigt, wie es aktuell bei Wearables ausschaut. Sämtliche Wearables krachten bislang durch unseren Testbericht und das Datenblatt der Realme Watch S klingt nicht danach, dass sich hier etwas ändern könnte. Realme ist der am schnellsten wachsende Smartphone-Hersteller der Welt und darauf kann man auch wirklich stolz sein, aber auf dem Wearables-Markt ist man der Konkurrenz von Huawei, Honor, Xiaomi und Amazfit einfach nicht gewachsen.

Design und Display

Die Realme Watch S ist 12 Millimeter dick und der runde Uhrenkörper hat einen Durchmesser von 47mm. Samt Armband bringt die Uhr 50 Gramm auf die Waage und ist damit am Handgelenk zwar spürbar, aber nicht unangenehm schwer. Samt Armband misst die Smartwatch 26,5cm in der Länge und das Band wird von einer klassischen Dornschließe zusammengehalten. Die Sensorik und die beiden Ladekontakte befinden sich an der Unterseite. Das Armband kann abgenommen und getauscht werden. Im Lieferumfang befindet sich eine kurze Anleitung und eine magnetische Ladeschale mit fest installierten USB-A Ladekabel.

Lieferumfang der Realme Watch S

Die Oberseite der Realme Watch S ist durch ein großes 1,3″ Display geprägt, dessen Helligkeit in 5 Stufen wählbar oder automatisch eingestellt werden kann. Auf höchster Stufe ist auch die Lesbarkeit an hellen Tagen gewährleistet. Geschützt vor Kratzern wird das Display mit Corning Gorilla Glas, auf dem sich auch die schwarze, 6mm breite Lünette befindet. Bedient wird die Realme Watch S natürlich über einen kapazitiven Touchscreen. Die Unterseite der Realme Watch S besteht aus Kunststoff und der Rest aus gebürstetem Metall. Bei der Verarbeitungsqualität und beim Display lässt Realme kaum Raum für Kritik. Aber in Kombinationen mit dem dürftigen Funktionsumfang hat man einfach einen verhältnismäßig schweren Brocken am Handgelenk.

Funktionen und App

Bei meinem Test des Realme Band war die Smartphone-App noch nicht für uns Europäer verfügbar, das hat sich aber nun geändert. Die Realme Link App gibt es direkt im Playstore und das Koppeln der Uhr ist nach wenigen Sekunden erledigt. Einen Account müsst ihr euch erstellen, aber das ist bei Wearables, die man mit einer App nutzen will, nun mal nicht ungewöhnliches.

Blutsauerstoffmessung mit der Realme Watch S

Ungewöhnlich ist allerdings der Funktionsumfang der Realme Watch S. Für einen UVP von 80€ bietet man als “besonderes” Feature eine SpO2 Messung an. Anhand der Kommentare unter unseren Smartwatch-Tests kann ich durchaus nachvollziehen, warum Realme dieses Feature bietet. Dennoch dürft Ihr mir gerne erklären, was man als gesunder Mensch mit diesem Feature eigentlich macht. Der Blutsauerstoff wird im Falle der Realme Watch S nicht dauerhaft gemessen und kann durch einen Klick auf den Bluttropfen gestartet werden. Man soll die Uhr festzurren und wenige Sekunden später hat man ein Ergebnis. Dieser Wert ist geschätzt und liegt zumindest bei mir immer zwischen 97 und 99. Sollte dieser Wert in einen kritischen Bereich fallen, dann wird man das ziemlich sicher mit einer Atemnot merken und nicht mit der Realme Watch S. Es ist jetzt etwas unfair hier nur die Realme Watch S zu bashen, aber vielmehr Features gibt es dann auch einfach nicht mehr.

Mit 16 Sportmodi zum Tracken steht lediglich ein kleiner Bruchteil der Huawei Health App oder der Amazfit App zur Verfügung. Auf GPS muss man komplett verzichten und das bei einem Preis von 80€. Über eingehende Nachrichten und Anrufe wird man über eine Vibration zuverlässig informiert. Antworten kann man aber nicht. Ein paar praktische Features wie “Finde mein Smartphone” oder “Fernauslöser für die Handykamera” haben es dann auch noch in die Uhr gepackt. Dennoch bleibe ich dabei: Der Funktionsumfang ist nicht angemessen und die Auswertung in der Realme App ebenfalls kaum Vergleichbar mit der Genauigkeit und dem Aufwand der Konkurrenz. Bei der Schlafüberwachung wird nicht mal ein simpler Mittagsschlaf (Power-Nap) erkannt und die gezeigten Grafiken mit Tief, Leicht und REM-Schlafphase sehen völlig anders aus als bei der Konkurrenz. Die meisten REM Schlafphasen hatte ich bei bislang allen Smartwatches und Bändern am Ende der Nacht. Bei der Realme Watch S starte ich an einigen Tagen mit 1,5 Stunden REM Schlaf direkt nach dem Einschlafen.

Akkulaufzeit

Realme Watch S AkkulaufzeitRealme wirbt mit 15 Tagen Akkulaufzeit und das ist auch bei Uhren mit eigenem proprietären System nichts Außergewöhnliches. In der Praxis nutzte ich die Uhr mit aktivierten Benachrichtigungen, Anruferinnerungen, 24h Herzfrequenzmessung (alle 5 Minuten), Aufsteh-Erinnerungen, Schlafüberwachung und alle 3 Tage für ein 1,5 Stunden Home-Workout. Mit dieser Nutzung kam ich auf exakt 13 Tage Nutzung, was durchaus ein guter Wert ist. Die Ladezeit ist die Realme Watch S etwas speziell, so ging es von 3 auf 49% in nur 15 Minuten, danach dauerte es nochmal eine Stunde und 45 Minuten bis die Uhr vollständig geladen war. Also mit 2 Stunden Ladezeit sollte man rechnen, was auch in Ordnung ist, insbesondere bei dieser guten Akkulaufzeit.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Realme entwickelt sich auf dem Handymarkt durchaus positiv und geht auf Wünsche von Nutzern ein. Auf dem Wearables-Markt will man so nebenbei einfach mitmischen und das bekommt man als Kunde auch bitter zu spüren. Realme sollte lieber erstmal ein anständiges Smart Band auf den Markt bringen, bevor man es mit zwei Smartwatches versucht. Was an Know-How für Smartphones von Oppo rüberkommt, ist bei Wearables einfach nicht vorhanden. Dadurch muss ich vom Kauf der Realme Watch S explizit abzuraten. Die Konkurrenz macht vieles besser und ist auch noch günstiger.

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Andreas
Gast
Andreas (@guest_71333)
7 Monate her

Was leider total untergeht in allen Test auf eurer Seite wie auch bei der Konkurrenz ist die Genauigkeit der Sensoren. Mich interessiert es ehrlich gesagt nicht wenn ihr meldet das irgendein Chinese eine Smartwatch vorgestellt hat mit noch mehr Sensoren wie eh und je, diese aber was Messgenauigkeit katastrophal sind. Stiftung Warentest hat das gerade wiedereinmal bestätigt, da kann sich jeder mal anschauen wie die Dinger abschneiden, selbst von so beliebten Geräten wie Xiaomi. Man könnte seinen Puls auch würfeln. Von Sauerstoffsättigung gar nicht zu reden.

Keule
Gast
K.s. (@guest_71355)
7 Monate her
Antwort an  Andreas

Naja bei Stiftung Warentest wird halt der am besten bewertet der auch am meisten der Stiftung zukommen lässt…….