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Anker Soundcore Liberty Neo im Test

Getestet von Joscha Becking am
Vorteile
  • guter Sound (Foam-Aufsätze benutzen!)
  • ordentliche Verarbeitung
  • IPX5 Wasserschutz
Nachteile
  • stehen etwas weit aus dem Ohr heraus
  • mittelmäßige Akkulaufzeit
  • Bedienung mit Button nicht optimal
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Die Soundcore Liberty Air waren die ersten True Wireless Kopfhörer aus dem Hause Anker im Test bei Chinahandys.net. Die Kopfhörer waren hinsichtlich des Designs stark an den Apple Airpods orientiert, konnten aber ansonsten in unserem Test überzeugen. Nun präsentiert der Hersteller die Soundcore Liberty Neo, die auf ein eigenständiges Design setzen und obendrein mit einem deutlich niedrigerem Preis auf Amazon.de zu erwerben sind. Mit von der Partie sind Bluetooth 5.0, IPX5 Wasserschutz und Graphen Audio-Treiber. Ob die neuen TWS-Headphones überzeugen können, erfahrt Ihr im folgenden Test. Eine Übersicht über sämtliche von uns getesteten Anker Prdukte findet ihr hier.

Design und Verarbeitung

Soundcore liberty neo 4

Die Soundcore Liberty Neo haben ein zurückhaltendes Design. Die Headphones messen jeweils 30 x 21 x 16 mm und wiegen je 5,6 Gramm. Ins Ohr eingesetzt ragen die Kopfhörer etwas mehr als einen Zentimeter aus der Ohrmuschel heraus. Dies ist etwas weiter als es bei den meisten TWS der Fall ist. Das Gehäuse besteht komplett aus schwarzem Kunststoff und ist ordentlich verarbeitet. Lediglich das Soundcore-Logo auf den beiden Kopfhörern gibt Hinweise auf den Hersteller und setzt in punkto Design einen mehr oder weniger gelungen Akzent.

Da Kopfhörer unter Umständen auch mal beim Regen getragen werden oder beim Sport mit Schweiß in Kontakt kommen, ist ein gewisser Wasserschutz definitiv sinnvoll. Die Liberty Neo haben hierfür ein IPX5 Rating parat und sind somit gegen Strahlwasser geschützt. In unserem Test wurde Regenwasser und Schwitzen beim Sport auch problemlos weggesteckt. Ins Schwimmbad sollte man sie aber nicht mitnehmen.

Soundcore liberty neo 5

Hinsichtlich der Verarbeitung gibt es wenig zu kritisieren. Weniger gut gelungen ist allerdings die Steuerung über den Button auf den Headphones. Prinizpiell gibt es hier drei verschiedene Konzepte bei TWS-Headphones: Bei teureren Kopfhörern kommt meistens eine Touch-Eingabe zum Einsatz. Bei günstigeren Vertretern ist der Button entweder auf der Oberseite des Gehäuses angebracht oder, wie bei den Soundcore Liberty Neo, auf der Außenseite. Letzteres führt dazu, dass man durch das Drücken des Buttons die Headphones zwangsweise in das Ohr hereindrückt. Wirklich unangenehm ist das zwar nicht, allerdings gefällt mir der oben platzierte Button meiner 1More Stylish TWS deutlich besser.

Die Steuerung über den Button ist jedenfalls intuitiv und funktioniert ohne Fehl und Tadel. Durch ein einmaliges Drücken wird die Wiedergabe pausiert oder fortgesetzt. Mit einem Gedrückt-Halten kann man auf dem rechten Kopfhörer ein Lied nach vorne- und auf dem linken ein Lied zurückschalten. Drückt man den Button zwei Mal, wird der Google Assistant geweckt. Ein Verändern der Lautstärke an den Headphones ist nicht möglich.

Tragekomfort

Anker Soundocre Wireless Liberty Neo Test

Soundcore Liberty Neo LieferumfangDie Anker Soundcore Liberty Neo haben einen hohen Tragekomfort. Sie sind fast leicht genug, um beim Tragen gar nicht aufzufallen. Der Halt ist ebenfalls zufriedenstellend. Beim leichten Joggen oder im Gym sind mir die Liberty Neo jedenfalls nie unfreiwillig aus dem Ohr gefallen. Wer beim Laufen zwischendurch mal sprintet oder akrobatischere Sportarten verfolgt, sollte sich aber unter Umständen ein paar Foam-Aufsätze besorgen. Die mitgelieferten Aufsätze sind unabhängig der Größe (S/M/L) relativ schmal und dünn und garantieren zwar einen guten, aber keinen bombenfesten Halt.

Ladestation

Soundcore liberty neo 3

Das Lade-Case hat, wie auch die Kopfhörer, ein unauffälliges Design. Mit einem Gewicht von 42 Gramm und Maßen von 80 x 31 x 36 mm ist es klein genug, um in der Jackentasche verstaut zu werden. Für enge Jeans ist das Gehäuse aber zu tief. Auf der Front gibt es drei weiße LEDs, die beim Öffnen über den Ladestand informieren. Der Klappmechanismus ist sehr ordentlich und die Headphones werden im Innern durch Magnete automatisch an die richtige Stelle gezogen. Positiv zu vermerken ist auch, dass der Ladeport mit einer Gummiklappe versehen ist, die in der Tasche Staub und Dreck vom Micro-USB Anschluss fernhält. Etwas schade ist allerdings, dass hier noch Micro-USB zum Einsatz kommt und nicht der neue USB-C Standard.

Pairing

Soundcore Liberty Neo PairingDas Pairing der Kopfhörer ist einfach und gelingt zuverlässig über Bluetooth 5.0. Sobald man die Headphones aus dem Charing-Case entnimmt, blinkt die weiße Status-LED auf den Kopfhörern schnell. Im Bluetooth-Menü des Smartphones kann man dann die Verbindung herstellen. Auffällig ist, dass der linke und rechte Kopfhörer einzeln im Bluetooth-Menü angezeigt werden. Sobald man eine Verbindung mit einem der Kopfhörer herstellt, wird auch der zweite verbunden. Es ist allerdings auch möglich, nur einen einzelnen Kopfhörer mit dem Handy zu verbinden, indem man den anderen im Case belässt. Nachdem das Pairing einmal erfolgreich durchgeführt wurde, verbinden sich die Kopfhörer nach dem Entnehmen aus der Ladeschale natürlich automatisch. Die Verbindung gelingt ohne Unterbrechungen auf eine Distanz von etwa 10 Metern.

Soundqualität

Soundcore Liberty Neo TWS Test

Technische Daten, soweit angegeben:

Impedanz: 16 Ω
Treiber: 6mm x 2
Frequenzgang: 20 Hz – 20 KHz
Audio-Codec: AAC

Dass die Anker Soundcore Liberty Neo nicht in der Oberklasse mitzuspielen versuchen, dürfte bei dem Preis klar sein. Für die Audioübertragung kommt der AAC-Codec und nicht etwa aptX, aptX-HD oder gar LDAC zum Einsatz. Der Klang hat eine gute Räumlichkeit und bringt auch ein anständiges Maß an Details hervor. Die Darstellung von Höhen, Mitten und Tiefen ist ausgeglichen mit einer leichten Schwäche beim Bass. Selbiger ist zwar vorhanden und kommt irgendwie auch zur Geltung, allerdings fehlt der Wumms. Diesem kann man wie so oft entgegenwirken, indem zu Foam-Aufsätzen greift. Insbesondere der Bass kommt durch den größeren Körper viel plastischer und tragend zur Geltung. Was allerdings bleibt, ist eine leicht verwaschene Darstellung, die jedoch weitaus weniger negativ ins Gesamtbild fällt. Die Darstellung der Mitten ist gelungen: Warm, detailliert und präsent. Die Höhen werden ebenfalls gut wiedergegeben, lediglich sehr hohe Instrumente und Gesang neigen mit den mitgelieferten Aufsätzen zu zischen. Auch diesem Effekt lässt sich mit den passenden Foam-Aufsätzen deutlich entgegenwirken. Die Lautstärke ist für den normalen Gebrauch definitiv ausreichend. Um Hintergrundmusik im Gym zu übertönen, genügen etwa 80% Volume.

Gesprächsqualität

Für gute Telefonqualität beim Gegenüber soll Qualcomms cVc Noise Reduction Algorithmus sorgen. In der Praxis funktioniert dies leider weniger gut. In stillen Räumen lässt sich noch halbwegs mit den Kopfhörern telefonieren, sobald man jedoch ein Gespräch bei Nebengeräuschen führt, wird man nur noch schlecht verstanden. Man selbst hört den Gesprächspartner natürlich gut.

Akkulaufzeit

Anker gibt keine Angabe bezüglich der Akkukapazität. Der Hersteller wirbt lediglich mit einer Wiedergabezeit von 3,5 Stunden. Dieser Wert wird bei etwa 80% Lautstärke auch erreicht. Wer gerne etwas sehr laut Musik hört, kommt auf etwa 3 Stunden. In dem Ladecase werden die Headphones in rund 90 Minuten aufgeladen. Das Case beherbergt Kapazität für zwei vollständige Ladungen und ein paar weitere Prozent.%name

Testergebnis

Getestet von
Joscha Becking

Die Anker Soundcore Liberty Neo sind ein überzeugendes Produkt. Die Soundqualität wird Hifi-Enthusiasten wohl nicht ausreichen, für den alltäglichen Musikgenuss unterwegs ist der Klang aber gut. Für ein paar True Wireless Headphones dieses Preisbereichs kann man sich mit diesem Ergebnis beim Thema Klang zufriedengeben. Wer mehr will, muss auch ein bisschen mehr Geld ausgeben, wie zum Beispiel für die 1More Stylish. Eine klare Empfehlung ist an dieser Stelle aber definitiv das Upgrade auf Foam-Aufsätze. Für ein paar Euro mehr wird der Klang der Liberty Neo deutlich aufgewertet, der Bass kommt besser zur Geltung und die Höhen klingen nicht mehr so schrill.

Was die Verarbeitung angeht, erlauben sich die Liberty Neo zumindest keine groben Patzer. Gegen Regen und Schweiß sind die Kopfhörer geschützt. Die Bedienung über den Button ist nicht sonderlich gelungen, aber immerhin funktional. Die Akkulaufzeit von 3,5 Stunden dürfte schließlich dem einen Nutzer ausreichen und dem anderen zu kurz sein. Bessere Laufzeiten bekommt man im günstigen Preissegment bei der Konkurrenz aber auch nicht geboten.


Gesamtwertung
73%
Design / Verarbeitung
70 %
Tragekomfort
80 %
Soundqualität
70 %
Sprachqualität
60 %
Akkuleistung
70 %
Preis / Leistung
90 %

Preisvergleich

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 09.12.2019

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Uwe Bell
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Uwe Bell

Ihr wisst aber schon,dass vom Soundcore Liberty Neo zwischenzeitlich eine Upgrade Version auf dem Markt ist … habe ich Ende letzter Woche bei Amazon gekauft. Längere Laufzeit von 5 Stunden bzw. 20 Stunden bei Ausnutzung der Kapazität des Ladeteils. IPX7. Neue Audiotreiber wurden auch verbaut. Angeblich hat sich dadurch der Klang erheblich verbessert. Am Preis hat sich nichts geändert.
Man sollte vielleicht schon mal die aktuelle Version testen.
Ich bin hochzufrieden mit den Dingern.