Startseite » Gadgets » Tablet » Teclast P30S Test – Wie gut ist das Billig-Tablet?

Teclast P30S Test – Wie gut ist das Billig-Tablet?

Getestet von Joscha am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • gute Performance
  • sauberes Android 12 System
  • edles Metallgehäuse
  • brauchbare Akkulaufzeit
  • gute Lautsprecher
  • sehr günstiger Preis
Nachteile
  • nur HD-Auflösung
  • kein Helligkeitssensor
  • kein SIM-Slot
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Nachschub für den Tablet-Markt ist immer gerne gesehen. Mit dem Teclast P30S präsentiert der altbekannte chinesische Hersteller ein besonders günstiges Tablet mit solider Hardware, das für kaum mehr als 100€ über die Ladentheke geht. Kann man zu diesem Preis mit einem guten Gesamtpaket rechnen oder wurde zu viel gespart? In unserem Teclast P30S Test findet Ihr es heraus.

Design und Verarbeitung

Die Abmessungen des Tablets liegen bei ‎239 x 158 x 9 Millimeter bei einem Gewicht von 407 Gramm. Damit ist es durchschnittlich groß und schwer. Von außen macht das Teclast P30S einiges her. Das Tablet ist in ein blaues Metallgehäuse gehüllt, das eine leicht gebürstete Oberfläche hat. Die Displayränder sind mit 13 Millimeter ebenfalls in Ordnung. Zudem ist das Glas an den Seiten leicht abgerundet, was in diesem Preisbereich auch nicht alltäglich ist. Allein das Metall lässt das Tablet schon deutlich hochwertiger wirken, als der Preis vermuten lässt. Hier sammelt das Teclast P30S schonmal erste Sympathiepunkte.

Teclast P30S Test 3

Die Rückseite geht fließend in den Rahmen über. Überhaupt sind alle Kanten des Tablets abgerundet, sodass auch längere Sessions mit dem Gerät nicht unbequem werden. Zudem ist das Material resistent gegen Fingerabdrücke und Fettschlieren. Lediglich die rechte Seite hat einen breiten Kunststoff-Balken für den Empfang. In diesen ist auch der MicroSD-Einschub (kein SIM-Slot) und ein Kopfhörer-Anschluss integriert.

 

Die Lautstärke-Buttons und der Powerbutton liegen auf der Oberseite rechts und haben einen guten Druckpunkt. Der USB-C-Anschluss befindet sich oben links. Die Unterseite ist komplett blank gehalten. Eine Selfie-Kamera ist auf der rechten Seite oberhalb des Displays integriert und auf der linken Seite befinden sich zwei Stereo-Lautsprecher. Über einen Fingerabdruck-Scanner oder eine Benachrichtigungs-LED verfügt das Teclast P30S nicht. Zur Entsperrung kann man aber auf Face-Unlock über die Selfie-Kamera zurückgreifen. Dieses Feature funktioniert aber nur jedes zweite Mal, sodass man doch häufig den Entsperr-Code eingeben muss.

Lieferumfang des Teclast P30s

Im Lieferumfang befindet sich neben etwas Papierkram eine SIM-Nadel, ein EU-Netzstecker und ein USB-Kabel. Zudem ist eine Displayschutzfolie auf dem Display angebracht. Eine Schutzhülle gibt es leider nicht im Standard-Lieferumfang. Diese kann aber bei Teclast im Aliexpress-Store bestellt werden.

Display des Teclast P30s

Teclast P30S Display 2

Das Display des Teclast P30S misst 10,1 Zoll in der Diagonale. Die Größe eignet sich damit gut für ein Medien-Tablet: noch handlich genug für die Couch, groß genug für angenehmen Video- oder Textkonsum. Wie üblich in diesem Preisbereich setzt Teclast auf ein IPS Panel im 16:10 Format. Die Auflösung liegt bei 1280 x 800 Pixel (HD), was etwas wenig für solch einen großen Bildschirm ist. Das Gerät kommt damit gerade mal auf eine Pixeldichte von 142 Pixel pro Zoll, was nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Icons wirken daher bei genauer Betrachtung etwas verpixelt und bei Schrift ist ein leichter Treppeneffekt vorhanden.

Ein Augenschmaus ist das nicht, aber es lässt sich mit der Anzeige leben. Widevine L1 wird ohnehin nicht unterstützt und bezahlte Anbieter wie Netflix oder Disney+ können nicht in HD-Auflösung genutzt werden. Das gilt natürlich nicht für kostenlose Streams von YouTube und Co. Die Helligkeit des Displays liegt mit 280 Lux in einem guten Bereich. Für die Nutzung in Innenräumen ist eigentlich immer genug Leuchtkraft vorhanden. Im Freien kann man das Tablet nur im Schatten benutzen. In dieser Preisklasse war das nicht anders zu erwarten.

Farben können von dem Display recht intensiv wiedergegeben werden und leiden nicht unter dem “Grauschleier”, den man von manchem “Billig-Tablet” kennt. Der Kontrast ist in Ordnung. In der Standard-Einstellung ist die Darstellung etwas kalt. Wer es gerne etwas bunter mag, findet in den Displayeinstellungen drei Pre-Sets. Zudem kann man mit dem ausgefeilten Tool MiraVision die Farbdarstellung minuziös den eigenen Vorlieben anpassen. Wir freuen uns, dass Teclast MiraVision integriert hat, auch wenn das Panel des Tablets offenbar keine High-End Qualität erreicht.

Etwas schade, aber leider auch Standard in diesem Preisbereich, ist der Verzicht auf eine automatische Helligkeitsregelung. Die Helligkeit des Displays muss also immer manuell eingestellt werden. Ansonsten gibt es vonseiten der Software nur einen Lese- und Dunkelmodus.

Leistung und System

Angetrieben wird das neuste Teclast Tablet von einem MediaTek Kompanio 500 (MT8183). Das ist besonders, weil die meisten günstigen Tablets inzwischen mit Chips des wesentlich kleineren Herstellers UniSoc ausgestattet sind. Der Mediatek Chip im Teclast P30S stammt aus dem Jahr 2019 und wird im 12nm Verfahren hergestellt. Für grafikintensive Aufgaben hilft eine Mali-G72 Recheneinheit. Der Prozessor setzt sich aus 8 Kernen zusammen. Vier leistungsstärkere Cortex A73 Kerne und vier energiesparendere Cortex A53 Kerne. Werfen wir zunächst einen Blick auf die Benchmarks:

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3dMark

Die Benchmark-Ergebnisse zeigen, dass sich das Teclast P30S gut im Vergleich zur Konkurrenz platziert. Generell sind die Tablets mit besserem Antutu & Geekbench-Score auch durch die Bank deutlich teurer. Besonders gut schlägt sich der Mediatek-Chip im Grafikbereich (3D-Mark).

Natürlich sind Benchmarks nicht immer gleichzusetzen mit der Systemperformance im Alltag. Hier schlägt sich das Teclast P30S allerdings noch besser als erwartet. Wir vermuten, dass insbesondere die niedrige Displayauflösung die Leistungsanforderungen deutlich senkt. Im System hat man eine ziemlich angenehme und sogar überraschend flotte Geschwindigkeit, mit der die Nutzung auch nicht zur Geduldsprobe wird. In diesem Preisbereich ist das keine Selbstverständlichkeit.

Wer mit etwas Mails checken, YouTube und anderen Streaming Apps auskommt, dem sollte das Teclast P30S genügend Leistung bieten können. Auch einfache 3D-Games können gespielt werden. Unterstützt wird der MediaTek Prozessor übrigens von 4GB LPDDR4X Arbeitsspeicher und 64GB eMMC Festspeicher. Die Lesegeschwindigkeit des Speichers liegt bei 234MB/s und die Schreibgeschwindigkeit bei 180 MB/s. Wer will, kann den Speicher des Geräts mit einer MicroSD Karte erweitern.

Teclast P30S microsd slot e1676028259999

System des Teclast P30S

Als eine der Stärken günstiger chinesischer Tablets, hat sich inzwischen die wenig bis kaum beeinflusste Software herausgestellt. Reines Android 12 kommt auf dem Teclast P30s zum Einsatz und damit alle Stärken und Schwächen der Google Software.

Das System ist aufgeräumt und es gibt keine Spam-Apps. Der Google Playstore und die deutsche Sprache sind natürlich vorhanden. Im Vergleich zu einem Redmi-Pad bekommt man bei Stock-Android natürlich etwas weniger Einstellungen. Es ist letztendlich aber alles Wichtige dabei. Zudem wurden in der Testphase zwei Systemupdates verteilt, die kleinere Bugs behoben. Teclast kümmert sich also zumindest jetzt noch um die Software. Android Basis-Updates sollte man in diesem Preisbereich natürlich nicht erwarten. Zudem ist es leider nicht möglich, die Position der On-Screen-Buttons anzupassen (Zurück ist links). Wischgesten stehen zur Bedienung aber zur Verfügung.

Konnektivität und Kamera

Wer eine qualitativ hochwertige Kamera sucht, wird mit diesem Tablet wohl nicht glücklich. Eine 5MP Kamera inklusive Blitz dient auf der Rückseite des Tablets für Fotos ohne jeglichen ästhetischen Anspruch. Für Videotelefonie und vielleicht kommt auf der Vorderseite eine 2MP Kamera zum Einsatz. Für die Urlaubsfotos lassen sich beide Kameras kaum verwenden und auch bei Videotelefonaten sollte man keine Wunder bei der Qualität erwarten. Immerhin liefert das Mikrofon eine gute Soundqualität.

Ins Internet kommt ihr mit dem Tablet per WiFi 5. Der WLAN-Empfang war in unserem Test gut. Allerdings war die Bandbreite etwas eingeschränkt und es konnten maximal 45Mbit/s aus unserer 100Mbit Leitung gezogen werden. Eine SIM-Karte könnt ihr in dem Gerät nicht benutzen. Unterwegs könnt Ihr also nur über den Hotspot Eures Smartphones ins Internet. Bluetooth ist in der Version 5.0 mit an Bord. An Sensoren gibt es nur einen Näherungs- und Beschleunigungssensor, jedoch keinen Helligkeitssensor, Gyroskop oder E-Kompass.

Geortet werden kann das Tablet ebenfalls über GPS, GLONASS und Galileo. Die Standortbestimmung klappt hinreichend schnell, ist aber nicht genau genug, um das Gerät als Navi zu verwenden. Wer gerne kabelgebundene Kopfhörer nutzt, wird sich über die verbaute 3,5mm Klinkenbuchse freuen. Mit angeschlossenen Kopfhörern kann zudem auch ein UKW-Radio genutzt werden. Alternativ könnt ihr natürlich auch die zwei Lautsprecher des Teclast P30S nutzen, um Musik abzuspielen. Hier liefert Teclast wirklich eine überraschend gute Qualität ab. Die Speaker übersteuern nicht, es sind minimale Bässe vorhanden und der Klang ist recht ausgewogen. Natürlich alles im Rahmen eines günstigen Tablets, wir haben hier aber schon viel schlechtere Speaker gehört.

Akkulaufzeit des Teclast P30S

Teclast P30s 8

Das Teclast P30s hat einen 6000mAh Akku. Für ein Tablet dieser Größe ist das nicht unbedingt viel. Die Akkulaufzeit erweist sich im Test als brauchbar. Für das Abspielen eines einstündigen YouTube Videos braucht das Tablet 10% Akku. Beim Gaming von 3D-Spielen gehen aber auch schnell 20% in der Stunde verloren. Für ein paar Tage bequeme Nutzung als Couch-Tablet genügt das. Ein Langläufer ist das Teclast P30S aber auch nicht. Dies bestätigt auch der brauchbare, aber nicht besonders gute Score von 8,5 Stunden im PC-Markt Akkutest.

PCMark Akku

Geladen werden kann das Teclast P30s per USB-C-Anschluss an der linken Seite des Geräts. Der Ladevorgang nimmt 3 Stunden in Anspruch. Man braucht hier also etwas Geduld.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Beim Teclast P30S handelt es sich um ein gelungenes Einsteiger-Tablet. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, was man von dem Gerät erwarten kann. Wer ein knackscharfes, strahlend helles Display und High-Performance möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Wer diese Punkte nicht missen will, sollte besser in unsere Tablet-Bestenliste schauen und sich ein teureres Modell kaufen.

Für alle, die ein solides Einsteiger-Tablet für die Nutzung von Apps und Multimedia suchen, ist das Teclast P30S eine gute Wahl. Die Performance reicht für die meisten Aufgaben aus, das Display ist in Ordnung und die Verarbeitung ist sogar außerordentlich gut. Es ist erstaunlich, was man für rund 100€ hier an Tablet bekommt.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 28.03.2023

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guest
6 Kommentare
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Rolfi
Mitglied
Mitglied
Rolfi(@rolfi)
28 Tage her

Hab das Teil bestellt, war nach 5 Tagen da. Beim auspacken erst mal ein Wow Effekt. Sieht sehr wertig aus. Muss es erst nocj einrichten, dann mal schauen was es kann.

Letzte Änderung 28 Tage her von Rolfi
Jürgen
Gast
Jürgen (@guest_94915)
1 Monat her

Der Hersteller bietet auf Alieexpress derzeit für 20 Euro mehr das ältere Tablett M40 an. Dagegen spricht eigentlich nur das Alter (Android 10), ein dunkleres Display und weniger Akkulaufzeit. Ansonsten löst das Display höher auf, die Benchmarks sind besser und das Ding kann Mobilfunk.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
1 Monat her
Antwort an  Jürgen

Servus, danke für den Hinweis. Je nach geplantem Einsatzzweck ist das sicherlich die bessere Wahl.

beste Grüße

Jonas

Shorty
Gast
Shorty (@guest_94881)
1 Monat her

Eine automatische Helligkeitregelung ist mir bei einem Tablet wumpe, Display ist eh sehr dunkel und wird daher fast zu 90% auf voll hell stehen. Das mit dem fehlenden SIM-Karteneinschub ist in dem Preisbereich auch völlig in Ordung. Könnte man über den USB-C Anschluss ein Dongle mit SIM-Karte anschließen, oder ist der USB-C Anschluss hier nur zum Laden?

wtf
Gast
wtf (@guest_94875)
1 Monat her

Es wird bewusst ein Tablet ohne Simslot gekauft und dann bemängelt das es keinen Simslot hat! Ist heute schon der erste April? Für den Preis geht die Leistung komplett in Ordnung.

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
1 Monat her
Antwort an  wtf

Servus, also das wird nicht bemängelt. Es ist so gut und schnell erkennbar und du musst nicht erst den ganzen Text lesen.

beste Grüße

Jonas

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