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Umidigi Uwatch 3 Testbericht

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • gute Verarbeitung
  • ordentliche Akkulaufzeit
  • übersichtliche App
Nachteile
  • nur wenige Funktionen
  • große Displayränder
  • keine IP-Zertifizierung
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Vor knapp zwei Wochen ist die Umidigi Uwatch 3 bei mir eingetroffen. Der Elefant im Raum zuerst: Ja, die Uhr ist komplett identisch mit der Blackview BV-SW01, die wir bereits vor einigen Tagen getestet haben. Weder bei der Hardware, noch bei der Software gibt es irgendwelche Unterschiede.

Die Blackview-Uhr hatten wir allerdings in Schwarz und die Uwatch 3 ist in einer grünen Variante bei uns eingetroffen. Dieser Unterschied rechtfertigt selbstverständlich einen erneuten Testbericht. Spaß beiseite – die Identität beider Uhren ist uns einfach zu spät aufgefallen, weswegen wir Michael und ich die Uhren gleichzeitig im Test hatten. Damit das nicht komplett umsonst war, gibt es an dieser Stelle nun auch einen kurzen Testbericht zur Umidigi Uwatch 3. Immerhin unterscheidet sich der subjektive Eindruck immer auch ein bisschen und vier Augen sehen bekanntlich auch mehr als zwei.

Sollten Fragen unbeantwortet bleiben, könnt Ihr zum Abgleich aber auch im Blackview BV-SW01 Test vorbeischauen.

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Design & Verarbeitung

Die Form der Umidigi Uwatch 3 erinnert an die Apple Watch. Trotz der abgerundeten Ecken am Gehäuse ist das Display selbst eckig, was aber zu keinem Zeitpunkt auffällt, da es keine einzige Anwendung gibt, die den gesamten Screen ausfüllt. Dennoch hätten die Displayränder gerne noch ein bisschen kleiner ausfallen dürfen.

DSC9069Besonders der ziemlich große Balken unter dem Display, der sichtbar größer ist als der über dem Display, stört die Symmetrie der Uhr stark. Immerhin ist an der Verarbeitung der Front nichts zu bemängeln – es gibt keine harten Kanten und die Materialien sind, beachtet man den Preis von unter 45 Euro, überraschend hochwertig.

Der Rahmen um die Uhr herum fühlt sich dafür ein wenig billig an. Auch der Knopf auf der rechten Gehäuseseite ist aus sehr hartem Plastik gefertigt, hat aber einen ausgezeichneten Druckpunkt. Dafür macht aber die Aufhängung für das Armband – mitgeliefert ist eines aus Gummi – einen guten Eindruck. Das Armband selber trägt sich angenehm und ist für sehr dünne und sehr dicke Unterarme geeignet.

DSC9078Das matte Finish in der Farbe Grün ist überraschend hübsch und für mich wegen der Besonderheit der Farbe sogar die beste Wahl. Die Farbe ist angenehm gedeckt und sucht nicht nach Aufmerksamkeit wie die rote Variante. Trotzdem ist sie etwas spannender als die schwarze Smartwatch.

Mit einer IP-Zertifizierung wirbt Umidigi nicht. Laut Hersteller ist die Uhr fürs Schwimmen und Schnorcheln geeignet, zum Tauchen oder Duschen mit heißem Wasser (?!) aber nicht. Ich habe, noch bevor ich die Tabelle gesehen habe, leider heiß geduscht. Ich lebe noch und die Uhr auch ;-).

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Bedienung der Umidigi Uwatch 3

Die Umidigi Uwatch 3 ist mit einem 1,3 Zoll großen Touchscreen ausgestattet. Die Auflösung von 240 x 240 Pixeln kam mir im Test ausreichend vor. Die maximale Helligkeit ist solide, aber nicht extrem gut. Eine automatische Helligkeitssteuerung gibt es leider nicht und leider strahlt einem die Uhr trotz des durchgehend schwarzen Hintergrundes immer entgegen, da kein OLED-Display verbaut ist.

DSC9075Unter dem Glas läuft das Betriebssystem der Uhr, das relativ simpel aufgebaut ist. Durch ein Wischen in eine der vier Richtungen wird jeweils ein anderes Menü geöffnet. Das geschieht zu jedem Zeitpunkt flüssig – flüssiger als bei der Fossil Q definitiv. Auch das Starten aller Apps geht flott.

Sogar die Anwendungen, die auf Inhalte vom Smartphone zurückgreifen (Steuerung der Musik, Benachrichtigungen) kommen ohne Ruckler aus. Das Bedientempo war zu jeder Zeit angenehm.

Im Punkt der Bedienbarkeit muss ich dem Testbericht der baugleichen Blackview-Uhr ein klein bisschen widersprechen. Zwar sind einige Funktionen durchaus etwas “friemelig” aufgebaut, im Großen und Ganzen habe ich mich aber schnell zurecht gefunden. Selten gibt es verschachtelte Menüs und mit dem Knopf an der Seite kommt man immer eine Ebene zurück. Es gibt sicherlich noch Luft nach oben – ich habe bei ähnlich teuren China-Uhren aber schon weitaus Schlimmeres gesehen.

Das Display der Umidigi Uwatch 3 aktiviert sich bei Anheben des Arms übrigens automatisch. Zumindest meistens.

Konnektivität: Die VeryFitPro App

Screenshot 20191221 201617Genau wie die Uhr selbst ist auch die App namens “VeryFitPro” überraschend solide in Deutsch übersetzt worden. Zwar gibt es gelegentlich ein paar Begriffe, die erstmal lustig erscheinen und dann nach kurzem Nachdenken Sinn ergeben (oder manchmal auch nicht) – das trübt aber nie die Bedienbarkeit, da die App ziemlich einfach aufgebaut ist.

Besonders hübsch ist sie dabei nicht – sie orientiert sich nicht unbedingt am Material Design und auch die Farbauswahl ist… besonders. Trotzdem sind die wichtigsten Fitness-Daten (Herzschlag, gelaufene Schritte etc.) immer einsehbar, die Einstellungen für die Uhr lassen sich einfach anpassen und der aktuelle Status des verbundenen Geräts wird unter dem Reiter “Gerät” übersichtlich aufbereitet.

Einen Preis für den größten Funktionsumfang, die beste Anbindung an andere Dienste oder die beste Übersetzung kriegt die App nicht. Für das rudimentäre Aufzeichnen der eigenen Fitness-Daten reicht sie aber allemal.

Akkulaufzeit

Screenshot 20191221 185849Bei normaler Benutzung hält der Akku der Umidigi Uwatch 3 vier bis sieben Tage – ein bisschen mehr ist unter Umständen auch drin. Allerdings hängt der Akkuverbrauch stark davon ab, welche Funktionen ihr eigentlich nutzt.

Im Standby und ohne aktive Bluetooth-Verbindung hält die Uwatch 3 scheinbar ewig – mit gelegentlichen Herzmessungen und eingeschaltetem Display nur noch einige Tage. Dennoch ist die Laufzeit wirklich gut und allen Smartwatches mit Android Wear weit voraus – dafür muss man aber auch deutlich weniger Funktionen in Kauf nehmen.
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Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Die Umidigi Uwatch 3 lässt sich am besten mit “dem Preis entsprechend” beschreiben. Ihr bekommt für 40 Euro eine durchaus brauchbare Fitness-Uhr, die euch im Detail aber mit Unzufriedenheit und Frust zurücklassen kann – je nachdem, was für Ansprüche ihr habt. Wegen der guten Akkulaufzeit und der solide in die App eingebundenen Fitness-Funktionen können wir aber zumindest teilweise eine Kaufempfehlung aussprechen. Allerdings sind viele bessere Alternativen nur ein paar Zehner entfernt.

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Nicolas
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Nicolas

Habe die Uhr neulich bei Amazon, mit Gutschein, für unter 30 Euro gekauft. Dafür ein wirklich ordentliches Gerät. Die App finde ich, im Vergleich zu Huawei Health, bzw. Mi Fit in Ordnung. Schön ist, das auch hier eine Verbindung mit Google Fit möglich ist. Die Schritte werden auch ordentlich zu Google Fit weitergereicht. Nur beim Schlaf hapert es leider.