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Vantrue X4 Dashcam im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • sehr gute Aufnahmequalität
  • praktischer Saugnapf zur Befestigung
  • nette Zusatzsoftware
Nachteile
  • Nummernschilder bei Dunkelheit kaum erkennbar
  • kein Akku
  • zusätzliches Zubehör nötig
  • teuer
  • Zigarettenanzünder wird blockiert
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Dashcams werden auch in Deutschland immer beliebter. Und auch die Ansprüche an die Kameraqualität und Features der Geräte werden größer. Die Vantrue X4 will insbesondere durch die 4K Auflösung punkten, aber rechtfertigt die Kamera damit auch einen Preis von 140€? Bei Dashcams zählt letztendlich nicht unbedingt die Bildqualität per Se, sondern ob Nummernschilder auch bei schwierigem Lichtverhältnis zweifelsfrei erkannt werden, ist entscheidend. Um einen Unfallhergang zu rekonstruieren, reichen meist auch schlechte Aufnahmen locker aus und der 160 Grad Weitwinkel der X4 ist hier ebenfalls hilfreich.

Lieferumfang und Montage

Vantrue X4 Lieferumfang

Geliefert wird die Vantrue X4 Dashcam in einem roten Karton mit einem Saugnapf als Halterung und einem Stromkabel für den Zigarettenanzünder. Auch eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache und ein Mini-USB Datenkabel liegen bei. Positiv vermerken wir sofort den Saugnapf, denn damit lässt sich die Kamera sehr einfach befestigen und auch mal umplatzieren oder wechseln. Günstigere Dashcams haben meist Klebepads im Lieferumfang, was einen Positionswechsel oder Autowechsel deutlich erschwert. Der Saugnapf haftet jedenfalls sicher an der Scheibe und die Dashcam lässt sich problemlos von der Halterung lösen und installieren.

Kritik gibt es für das KFZ Ladegerät, da sich hier kein zusätzlicher USB-Anschluss vorhanden ist. Wenn die Dashcam in Betrieb ist, dann leuchtet eine dezente blaue LED am “großgeratenen” Adapter und der Zigarettenanzünder ist vollständig blockiert. Das Laden eines Smartphones ist dann z.B. nicht mehr möglich. Das Kabel ist immerhin 3 Meter lang und lässt sich damit unter der Verkleidung verstecken, bzw. verlegen.

Inbetriebnahme und Bedienung der Vantrue X4 Dashcam

Sobald die Vantrue Dashcam unter Strom steht, meldet sich das System mit einem lauten Signalton zu Wort und die Aufnahme wird automatisch gestartet. Mit dem Powerbutton kann man die Kamera natürlich ausschalten und über 4 Tasten kann man Folgendes konfigurieren. Aufgeteilt ist das Optionsmenü in Dateiverwaltung, Videoeinstellungen und Systemeinstellung. Die Übersetzung ist soweit verständlich, aber nicht perfekt.

Systemeinstellungen:

  • Spracheinstellungen: Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch und Italienisch stehen für Europa zur Auswahl
  • Formatierung: Die SD Karte wird Fat32 formatiert
  • Zeit und Datum
  • Bilschirmeinstellungen im Betrieb: Immer aus, nach 30 Sekunden, 1 oder 3 Minuten aus
  • Bilschirmeinstellungen ohne Betrieb: Immer aus, 1, 2 oder 3 Minuten
  • Nervigen Biep-Ton Ein/Ausschalten
  • GPS: Ein/Aus (Achtung! Für GPS benötigt man spezielles Zubehör)
  • Geschwindigkeitsanzeige: km/h, mph
  • Reset/Werkseinstellungen – im Deutschen mit Restaurierung übersetzt 🙂

Videoeinstellungen:

  • Auflösung: 4K/30FPS, 2K/60FPS, 2K/30FPS, 1K/60FPS und 1K/30FPS
  • Länge der Videodatei (1,2 oder 3 Minuten)
  • Empfindlichkeit des Beschleunigungs-Sensors (4 Stufen)
  • Audioaufnahme (An/Aus)
  • Parkmodus (Achtung! Extra Zubehör erforderlich)
  • Belichtung
  • Auswahl der Stempel im Video (Zeit/Datum, Autokennzeichen, Geschwindigkeit, GPS)
  • Display auf den Kopf stellen

Eine Dashcam lebt nun mal davon, einmal konfiguriert zu werden und anschließend den Job auszuführen. Das klappt auch ziemlich gut und sämtliche Einstellungen werden fehlerfrei umgesetzt.

Dennoch will ich an dieser Stelle noch auf zwei Dinge genauer eingehen. Zunächst einmal sind die 4K Videos ziemlich groß und auf eine 32GB Micro-SD passen gerade mal 90 Minuten Videomaterial. Man kann natürlich auch größere Karten verwenden, solange diese im Fat32 Format formatiert sind. Laut Vantrue funktioniert das mit bis zu 256GB, aber auch größere Karten sollten funktionieren. Durch den Beschleunigungs-Sensor werden Unfälle registriert, auch leicht Parkrempler und umgehen in einem extra Ordner gespeichert. Alle normalen Aufnahmen werden auf der SD-Karte durchgehend überschrieben. Das ist in Deutschland, soweit ich das beurteilen kann, auch verpflichtend (Das hier ist keine Rechtsauskunft!).

A propros Parkrempler: Leider hat die Vantrue X4 Dashcam keinen Akku verbaut und für die Parküberwachung ist man auf extra Zubehör angewiesen. Gleiches gilt wie eben bereits erwähnt für die GPS Funktion. Ehrlich gesagt, ist das schon ziemlich dürftig für den hohen Preis der Kamera. Für den PC kann man sich auf der offiziellen Vantrue Webseite noch ein Programm herunterladen, das die Videos samt GPS Informationen und Geschwindigkeit mit einer Karte ansehnlich präsentiert.

Vantrue Dashcam App

Praxiseinsatz und Aufnahmequalität

Die Vantrue X4 Dashcam glänzt bei Tag und auch bei schlechtem Wetter mit sehr guten 4K Aufnahmen. Wer mehr Bilder pro Sekunde will, der muss auf 2K herunterschrauben, aber auch dann ist die Qualität noch ziemlich gut. Was allerdings ein großes Problem bei der Kamera ist, dass man bei Nacht kaum Nummernschilder erkennen kann, da diese ziemlich stark überbelichtet werden. Das ist ein absolutes No-Go und disqualifiziert die Dashcam umgehend. Was bringt ein schönes Bild, wenn die eigentlich wichtigen Informationen nicht zweifelsfrei erkennbar sind. Schaut euch einfach das Video an und urteilt selbst. Nichtmal in der App konnte ich manche Nummernschilder mit Zoom und Frame für Frame identifizieren.


Wenn man die Belichtung auf -1 stellt, dann verbessert sich die Situation, allerdings ist das Video dann schon sehr dunkel. Dafür kann man je nach Situation nun auch Nummernschilder erkennen. Schaut euch einfach Video zwei an.

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