Mit dem Xiaomi Redmi S2 bringt Xiaomi das günstige Smartphone mit Dual-Kamera und Mittelklasse-Ausstattung auf den Markt. Das Handy richtet sich also primär an Käufer, die nicht allzu viel Geld für Ihr neues Handy ausgeben und dennoch nicht auf gute Fotos verzichten wollen. Doch hinter dem etwa 140€ teuren Kamera-Smartphone verbirgt sich auch ansonsten ein durchaus interessantes Gesamtpaket. Mit einem Snapdragon 625 Prozessor, 3/32 oder 4/64GB Speicher und einem großen 6 Zoll-Display im 18:9 Format ist die Ausstattung mehr als konkurrenzfähig. Im folgenden Testbericht erfahrt Ihr, welche Vor- und Nachteile das Redmi S2 hat und ob sich der Kauf lohnt.

Xiaomi Redmi S2 in der Redmi-Reihe

Das „S“ soll unter den Xiaomi Redmis nicht nur ein einzelner Ableger werden, sondern eine ganze Serie einläuten. Der Fokus in der S-Serie liegt auf der Fotografie und dementsprechend steht der Buchstabe auch für „Selfie“. Das Redmi S2 ist bisher das günstigste Smartphone von Xiaomi, das über eine Dual-Kamera verfügt. Dies unterscheidet das S2 auch von den anderen Redmi Modellen:

Zum einen ist das Redmi S2 ein Redmi 5 Plus, mit einer besseren (Dual) Kamera, aber mit einem schlechteren Display und kleinerem Akku. Auch Redmi Note 5 Lite wäre eine passende Umschreibung, da der Prozessor einfach schwächer ist. Vom Mi 6X bzw. Mi A2 ist das Redmi S2 in Hinsicht auf die Performance aber noch ein gutes Stück entfernt. Mit einem Snapdragon 625 Prozessor ist das Redmi S2 zudem schneller als das Redmi 5 und genauso leistungsstark wie das Redmi 5 Plus. Auch die Speicherversion mit 3GB RAM und 32GB Speicher oder 4GB RAM und 64GB Speicher entsprechen der Ausstattung des Redmi 5 Plus. In Hinsicht auf das Display kann das Redmi S2 allerdings nicht mit dem 5 Plus mithalten. Beide Modelle verfügen zwar über ein 5,99 Zoll großes Display im 18:9 Format, allerdings hat das S2 nur ein HD+ Panel, während das 5 Plus mit Full-HD auflöst. Insgesamt lässt sich sagen, dass das Redmi S2 ein Alternativ-Produkt zum Redmi 5 Plus mit abgespeckter Displayauflösung aber dafür besserer Kamera ist.

Design und Verarbeitung

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Das Redmi S2 verfügt über ein Kunststoff-Gehäuse, welches dem Handy sein leichtes Gewicht von 170g verleiht. In der Hand fühlt sich das Smartphone daher weniger edel an als das Redmi Note 5 oder Redmi 5 Plus mit Metall-Gehäuse. Allerdings ist das Handy durchaus hochwertig verarbeitet und es gibt keine störenden Spaltmaße oder Ungenauigkeiten bei der Verarbeitung. Durch das 18:9 Format des Displays ist das Smartphone länger und schmaler als herkömmliche 16:9 Handys und kann dementsprechend bequem in einer Hand gehalten werden. Die Maße des Smartphones betragen 160x77x8,1mm. Es handelt sich beim Redmi S2 also um ein angenehm schlankes Handy, wenngleich die Bedienung des riesigen 6 Zoll Displays mit einer Hand ziemlich schwierig ist. Zu kaufen gibt es das Xiaomi Redmi S2 in 3 Farben: Platinum Silver (schwarz/grau), Champagne Gold (weiß/gold) und Rose Gold (weiß/rosa). Unser Testgerät in Rosé gold gefällt uns soweit gut, allerdings verleiht die Farbe dem Handy durchaus einen femininen Touch.

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Wenngleich man nicht von einem Edgeless-Design sprechen kann, hat sich Xiaomi Mühe gegeben, die Displayränder weitestgehend zu reduzieren. 3mm seitlich sowie 1cm oben und unten lassen das Redmi S2 trotz seines großen Displays noch halbwegs kompakt erscheinen. Oberhalb des Displays befindet sich die Ohrmuschel, der Näherungssensor, ein LED-Blitz, die Status-LED und Frontkamera. Der Lautstärke-Regler und Power-Button befinden sich auf der rechten Seite. Die Buttons bestehen ebenfalls aus Plastik, haben aber trotzdem einen angenehmen Druckpunkt. Linkerhand gibt es einen SIM-Slot, in den zwei Nano-SIM Karten und eine Micro-SD zur Speichererweiterung gleichzeitig eingesetzt werden. Wir freuen uns sehr, einen solchen Einschub beim Redmi S2 zu sehen, da der Nutzer so nicht zwischen Dual-SIM und Micro-SD entscheiden muss.

Das Redmi S2 ist ein gut verarbeitetes Einsteiger-Smartphone. Da das Gehäuse aber aus Kunststoff besteht, kann es nicht mit dem Premium-Gefühl und Metallgehäuse des Redmi Note 5 oder Redmi 5 Plus mithalten. Dafür bietet es aber einen praktischen 3-in-1 Slot, der bei den anderen Modellen nicht vorhanden ist.  

Display

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Das 5,99 Zoll große Display verfügt über eine HD+ Auflösung von 1440 x 720 Pixel. Somit erreicht es immerhin eine Bildpunktdichte von 269ppi. Das Display kann hier zwar nicht mit aktuellen Full-HD Panels mithalten, für ein ausreichend scharfes Bild genügt die Auflösung aber allemal. Einzelne Pixel sind jedenfalls nur zu erkennen, wenn man sehr nah mit den Augen an das Display rangeht. Bei normaler Benutzung fällt die HD+-Auflösung nicht negativ ins Gewicht. Das Display arbeitet mit IPS-Technik und bietet natürliche Farben und kann eine sehr gute Blickwinkelstabilität liefern. Im Vergleich mit dem Full-HD Panel des Redmi 5 Plus fällt auf, dass dieses neben mehr Schärfe eine noch stärkere Farbdarstellung bietet. Leider gibt es in den Displayoptionen nur die Möglichkeit zwischen kalt, warm und standard zu wählen, was keine Besserung bringt. Insgesamt sind die Farben aber immer noch ausreichend stark. Was die Lesbarkeit im Freien angeht, kann das Handy ebenfalls überzeugen. Bei starker Sonneneinstrahlung spiegelt das Display zwar ziemlich, dafür lässt es sich bei normalem Sonnenschein noch gut nutzen.

Der Touchscreen registriert bis zu 10 Berührungspunkte und arbeitet sehr zuverlässig. Auch ist das Glas sehr glatt, sodass der Finger angenehm über das Display gleitet. Xiaomi wirbt zwar nicht mit Gorilla-Glas, das Displayglas des Redmi S2 ist aber dennoch gegen Kratzer geschützt. Einen Belastungstest mit Schlüsselbund und Schraubenzieher übersteht das Handy ohne Beschädigung.

Leistung & System

Das Xiaomi Redmi S2 arbeitet mit einem Snapdragon 625 Prozessor, welcher auch schon im Redmi 5 Plus zu finden ist. Der Chip stellt ein optimales Leistungspaket für Mittelklasse-Smartphones zur Verfügung, da er für fast alle erdenklichen Anforderungen schnell genug performt und zudem sehr sparsam arbeitet.

Der Octa-Core taktet mit 8 x 2,0GHz und wird von einer Adreno 506 GPU und je nach Version von 3/32 GB oder 4/64GB Speicher unterstützt. Der Arbeitsspeicher ist mit 6GB/s durchschnittlich schnell. Unser Testgerät ist die kleine Version mit 3GB RAM, von denen abzüglich des Systems etwa 1,4GB für Apps übrigbleiben. Auch diese genügen noch, um gut 16 bis 20 Anwendungen im Zwischenspeicher zu halten. Standard-Apps wie Whatsapp, Facebook oder YouTube stellen keine Probleme für das Redmi S2 dar und haben auch fast keine Ladezeiten. Auch das Scrollen im Browser läuft butterweich. Wir haben diese These bereits im Redmi 5 Plus Testbericht aufgestellt und bleiben weiterhin dabei: „Mehr Speed braucht der normale Nutzer eigentlich kaum“.

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Natürlich merkt man bei High-End Handys mit UFS-Speicher und Snapdragon 835 oder neuer noch einmal einen spürbaren Zuwachs an Geschwindigkeit. Aber diese Handys kosten eben auch deutlich mehr als das Redmi S2. Vor allem machen sich Unterschiede beim Gaming bemerkbar. Damit soll zwar nicht gesagt sein, dass man mit dem Redmi S2 nicht zocken kann – selbst anspruchsvolle Games wie Asphalt 8 laufen noch auf hohen Grafikeinstellungen, allerdings sind einfach etwas mehr kleine Lags vorhanden als bei schnelleren Modellen.

Android mit MIUI

Das Xiaomi Redmi S2 ist mit einem aktuellen Android 8.1 System ausgestattet. Über die Android Basis ist das für Xiaomi bekannte MIUI-System in der Version 9.5 gelegt. Das Redmi S2 ist seit seiner Marktveröffentlichung in China auch als Global Version erhältlich. Als Käufer sollte man also achten, das Redmi S2 in der Global Version zu kaufen. Dieses verfügt von Werk aus über den Google Playstore und auch Deutsch als Systemsprache ist vorhanden.

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Bei Xiaomis MIUI System handelt sich um ein optisch stark verändertes Android System mit sehr vielen Funktionserweiterungen. In der Version 9.5 bietet MIUI ein überarbeitetes Sicherheitscenter, in dem die Berechtigungen einzelner Apps bis aufs letzte Detail bearbeitet werden können. Zudem wurde die Systemperformance im Vergleich zu MIUI 8 noch einmal deutlich erhöht. Im Vergleich mit den meisten Geräten um 130€ ist das Redmi S2 sehr schnell unterwegs und navigiert vollkommen flüssig durch das System.

Im MIUI gibt es zudem die Möglichkeit, einen „Second Space“ einzurichten, mit dem man ein passwortgeschützes Zweitsystem aufrufen kann, das über ein abgetrenntes App- und Dateiensystem verfügt. Auch lassen sich einzelne Apps clonen, sodass man beispielsweise zwei Mal Whatsapp auf seinem Handy verwenden kann. Zur Verbesserung des Nutzungserlebnisses gibt es weiterhin einen Lesemodus, der den Blaulichtanteil in Abendstunden reduziert, um für einen ruhigeren Schlaf zu sorgen. Zahlreiche Themes können zudem aus dem MIUI-App Store heruntergeladen werden und der Look des Systems lässt sich bis auf die kleinsten Details selbst festlegen.

Um das große 6 Zoll Display voll auszunutzen, hat Xiaomi auf dem Redmi S2 zudem die Möglichkeit integriert, statt den On-Screen-Buttons sogenannte Full-Screen Gestures zu verwenden. Diese Wischgesten ersetzen die eingeblendeten Buttons und geben somit zusätzlichen Platz für Inhalte frei. Wischt man von unten nach oben, gelangt man zurück zum Homescreen. Wischt man in einer geöffneten App von unten nach oben und hält in der Mitte des Displays, gelangt man zur App-Übersicht. Ein Wischen von links oder rechts löst den Zurück-Befehl aus. Dieses Bedienungskonzept hat sich Xiaomi von Apples iPhone X abgeschaut und es funktioniert in der Praxis sehr gut.

Kamera

Auf der Rückseite des Xiaomi Redmi S2 gibt es eine Dual-Kamera, bei der es sich im Gegensatz zahlreichen Low-Budget-Dual-Cams nicht um einen Fake-Sensor handelt. Die Hauptkamera löst mit 12 Megapixel auf und hat eine Blende von f/2.2. Der Sensor wird durch eine weitere 5 Megapixel Kamera unterstützt, die für Portrait-Fotos mit Tiefenunschärfe genutzt wird. Auf der Vorderseite gibt es eine 16 Megapixel Kamera, die durch eine KI-Software unterstützt wird.

Bei Tageslicht produziert die Kamera sehr schöne Aufnahmen mit sehr vielen Details und einer natürlichen Farbdarstellung. Die Aufnahmen sehen auch noch auf einem großen PC-Monitor richtig klasse aus und müssen sich nicht hinter denen wesentlich teurerer Modelle verstecken. Der Autofokus arbeitet dabei sehr zuverlässig und schnell sowie ist eine Auslösezeit kaum wahrnehmbar. Der Unterschied zu dem teureren Redmi Note 5 oder gar dem Xiaomi Mi A2wird immer kleiner. Wirklich überzeugen kann zudem die Frontkamera mit 16 Megapixel. Diese macht wirklich sehr schöne Bilder mit sehr hoher Detailzahl und kräftigen Farben, wie man sie von diesem Preisbereich eigentlich nicht gewöhnt ist. Man sollte beim Fotografieren lediglich darauf achten, Gegenlicht zu vermeiden. Dann hat die Frontkamera nämlich Probleme mit dem Weißabgleich.

Sobald weniger Licht zur Verfügung steht, macht das Redmi S2 immer noch brauchbare, wenngleich keine besonders guten Bilder mehr. Dies liegt unter anderem an der niedrigen Blendenzahl von f./2.2. Hier schneidet das günstige Kamera-Smartphone dann doch schlechter ab als das Redmi Note 5. Im Vergleich mit anderen Smartphones um 130€ zählt das Redmi S2 zwar immer noch zu den guten Low-Light Smartphones, aber berauschend ist das Ergebnis eben nicht.

Dual-Kamera

Sehr gut hingegen schneidet das Redmi S2 dafür im Unterpunkt der Dual-Kamera ab. Wenn man sich anschaut, wie schlecht diese Funktion selbst bei großen Herstellern wie Huawei, ZTE oder Meizu im Preisbereich über 200€ funktioniert, kann man dem „kleinen“ Xiaomi Redmi S2 nur Lob aussprechen. Die Abhebung von Vorder- und Hintergrund gelingt in den meisten Fällen sehr gut, wobei es durchaus eine etwas höhere Fehlerquote gibt als bei einem teureren Xiaomi Mi A2. Die Portrait-Aufnahmen können also insgesamt überzeugen. Dies gilt auch für die Frontkamera, welche auch eine Portrait-Funktion zur Verfügung hat, die allerdings nur über die KI-Software erstellt wird. Absurderweise funktioniert diese genauso gut wie die „echte“ Dual-Kamera auf der Rückseite, was wiederum den Sinn und Zweck eines zweiten Sensors überhaupt in Frage stellt. Aber schließlich geht es um den Praxis-Einsatz und hier können die Portrait-Fotos beider Kameras überzeugen.

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Videoaufnahmen produziert das Redmi S2 in Full-HD mit 30FPS. Die Aufnahmen werden durch elektronische Bildstabilisierung unterstützt, was in der Praxis gut funktioniert. 4K-Aufnahmen oder Full-HD mit 60FPS sind allerdings nicht möglich.

Konnektivität

Das Redmi S2 unterstützt alle in Deutschland nötigen 2G und 3G Frequenzen. Was die 4G LTE Unterstützung angeht, so fehlt der China-Version des Redmi S2 das hierzulande wichtige LTE Band 20. Daher sollte man unbedingt zur Global Version greifen, welche die folgenden LTE Bänder unterstützt:

TD-LTE: B38/B40

FDD LTE: B1 (2100MHz), B20 (800MHz), B3 (1800MHz), B4 (1700MHz), B5 (850MHz), B7 (2600MHz), B8 (900MHz)

Somit sind alle in Deutschland wichtigen LTE Frequenzen vorhanden. Die Empfangsstärke ist aufgrund des Kunststoff-Gehäuses sehr gut und wir hatten während der Testphase nie Probleme mobile Daten zu nutzen. Beim Telefonieren überzeugt das Redmi S2 mit einem sauberen Klang auf beiden Seiten. Ein geräuschunterdrückendes Mikrofon filtert zudem Störgeräusche aus der Konversation. Auch die Freisprech-Funktion lässt sich problemlos verwenden.

Gleiches gilt auch für den GPS Empfang (mit AGPS, Beidou & GLONASS Unterstützung), der das Smartphone auf etwa 3 Meter genau lokalisiert. Die Navigation in Google Maps klappt sowohl im Auto als auch zu Fuß sehr gut. Das Bluetooth Protokoll ist mit Versand 4.2 ausreichend aktuell und zeigte einen stabilen Empfang über gute 10 Meter. Beim Wifi gibt es b/g/n Standard mit 2,4GHz Unterstützung und auch hier ist der Empfang stark. 5GHz Netze werden allerdings nicht unterstützt, was in der Preisklasse des Redmi S2 aber auch kein richtiger Minuspunkt ist. An Sensoren packt Xiaomi dafür eine ganze Menge für ein so günstiges Handy an Board. So gibt es neben den Standardsensoren (Helligkeit, Näherung, Beschleunigung) noch ein Gyroskop, einen E-Kompass und einen Infrarot-Sender. Zur Musikwiedergabe steht ein 3,5mm Kopfhörer-Anschluss und ein Mono-Lautsprecher zur Verfügung. Die Speaker des Redmi S2 überzeugen mit einem lauten und differenzierten Klang – Klar bekommt man hier nicht den Sound eines High-End Smartphones, fürs YouTube-Schauen ist der Klang aber allemal ausreichend.

Akku

Der Akku des Xiaomi Redmi S2 umfasst 3080mAh. Zusammen mit dem sparsamen Snapdragon 625 Prozessor und der niedrigen Displayauflösung resultiert daraus eine gute Akkulaufzeit. Im Vergleich mit dem Redmi 5 Plus mit 4000mAh ist der Akku zwar etwas kleiner, allerdings braucht das Display mit HD-Auflösung auch weniger Energie. So zumindest die Theorie. In der Praxis zeigt sich dann aber doch ein deutlicher Unterschied. Vom Redmi Note 5 und Redmi 5 Plus wird das Redmi S2 deutlich abgehängt.

Akkulaufzeit Ergebnis Einheit: Std

Auch wenn das Redmi S2 nicht mit dem 5 Plus und Note 5 mithalten kann, hat es doch eine mehr als brauchbare Akkulaufzeit. Über die Testzeit hinweg habe ich das Handy relativ stark mit Benchmarks, YouTube und Games gefordert. Im Durchschnitt konnte dabei eine Display-On-Time von 7 Stunden erreicht werden. Für intensive Tasks wie Gaming werden dabei etwa pro Stunde 15 Prozent Akku benötigt. In meinem Fall genügte dies für 1,5 Tage Laufzeit. Auch Hardcore-Nutzer sollten damit noch locker über den Tag kommen. Ein richtiges „2-Tage Smartphone“ wie das Redmi Note 5 bekommt man aber, wie gesagt, nicht“.

Xiaomi Redmi S2 Akkulaufzeit Xiaomi Redmi S2 Battery Peroformance

Aufgeladen ist der Akku mit dem mitgelieferten 5V/2A Netzteil in 2 Stunden und 15 Minuten. Quick-Charge wird also nicht unterstützt.

Fazit und Alternative

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Joscha Becking:

Das Redmi S2 zeigt in unserem Testbericht eindeutig seine Stärken und Schwächen. Im Vergleich mit dem gleichteuren Redmi 5 Plus oder dem Redmi Note 5 hat es eine weniger hochwertige Verarbeitung und eine niedrigere Displayauflösung. So erzeugt das Smartphone in der Hand einfach nicht das gleiche „Premium-Gefühl“, das uns bei den anderen beiden Modellen überzeugt hat.

Diesen Nachteil versucht Xiaomi mit der Dual-Kamera wettzumachen. Und tatsächlich: Im Preisbereich unter 150€ kommt kein anderes Smartphone auf dem Markt in diesem Punkt an das Redmi S2 heran. Aufnahmen bei Tageslicht gelingen mit Front- und Rückkamera sehr gut und der Bokeh-Modus zaubert überzeugende Portrait-Bilder. Das Redmi 5 Plus wird somit übertroffen und das nächstbessere Kamera-Handy ist das etwas teurere Redmi Note 5.

Gewohnt souverän begeistert das Redmi S2 zudem in dem Punkt Leistung und System. Mit dem Snapdragon 625 Prozessor bekommt man nun selbst im Low-Budget Preisbereich einen leistungsfähigen Chip, der Wartezeiten auf ein Minimum reduziert. Auch werden alle wichtigen Konnektivitäts-Standards mit einer umfangreichen Sensoren-Ausstattung, starkem Wifi und Bluetooth und voller LTE Unterstützung erfüllt. Die Akkulaufzeit ist dabei gut, kann aber nicht mit den Langläufern Redmi Note 5 und 5 Plus mithalten.

Kurzum: Das Redmi S2 ist genau das richtige Handy für alle, die ein günstiges Smartphone mit sehr guter Kamera und schnellem System suchen und dabei nicht so viel Wert auf eine Premium-Verarbeitung legen. Wer nur gelegentlich Fotos schießt und dafür ein edles Handy vorzieht, sollte zum Redmi 5 Plus greifen. Und wer hingegen eine Premium-Verarbeitung und eine sehr gute Kamera will, sollte ein paar Euro mehr für das Redmi Note 5 investieren. Derzeit liegt der Preisunterschied zwischen dem Redmi S2 und dem Redmi Note 5 bei gerade einmal 20€. Bedenkt man, dass man hierfür einen schnelleren Prozessor, ein besseres Display und eine noch bessere Kamera bekommt, lohnt sich die Mehrinvestition voll und ganz. Eventuell wird das Redmi S2 im Preis aber noch tiefer fallen und stellt dann für Nutzer mit Hauptaugenmerk auf der Kamera das richtige Handy dar.

85%
  • Design und Verarbeitung 70 %
  • Display 80 %
  • Leistung und System 100 %
  • Kamera 90 %
  • Konnektivität 90 %
  • Akku 80 %

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Humpty
Gast
Humpty

Wie schaut es eigentlich mit der seit Jahren schlechten Tonaufnahme bei Videos aus? Sobald ich bei Modellen wie dem Redmi 3, MI 4 oder 5 ein Video im Club bei sehr hoher Lautstärke gemacht habe, hat man das Video vergessen können da der Ton komplett übersteuert war

Manfred
Gast
Manfred

Hallo,
mich hätte da auch noch interessiert, ob der Akku beim S2 fest verbaut oder Wechselbar ist. Davon ist im Testbericht hier (wie bei einigen Berichten zuletzt) leider nichts erwähnt.
Vielen Dank im Voraus.

Erik Zürrlein
Editor
TeamMitgliedStar
Erik Zürrlein

Hi, wir haben oben rechts eine Tabelle mit „Technischen Daten“ – nein, einfach so wechseln kann man ihn nicht (ohne das Gerät zu öffnen). Dabei ist es inzwischen bei Smartphones eher die Regel, dass der Akku fest verbaut ist. Beste Grüße

Manfred
Gast
Manfred

Danke für die Info 😊👍🏻

Günter
Gast
Günter

Hallo,
eine Frage an die Experten hätte ich, mit der ich nicht so genau weiß wohin. Darum versuche ich es hier.
Meine Frage: Ist es wichtig, bei einem Dualsim-Smartphone die SIM-Karte, wenn man nur eine benutzt, dies eine Simkarte auf den 1. Slot zu legen? Oder ist egal, welchen man benutzt. … unterstellt, dass keine Speicherkarte verwendet wird.
Viele Grüße
Günter

Manfred
Gast
Manfred

Hallo Günter,
ich bin zwar jetzt nicht der „Experte“, hatte jedoch schon diverse China-Handy’s mit Dual-SIM.
Es war bei ALLEN egal, auf welchen Platz die SIM war. Funktionierte immer einwandfrei, ob mit oder ohne zusätzliche SD-Karte.
😉

Günter
Gast
Günter

Danke dir. Viele Grüße
Günter

Oliver
Mitglied
Mitglied
Oliver

Bis 5 Zoll ist hd ok darüber full hd meine goldene Regel

Oliver
Mitglied
Mitglied
Oliver

Sorry aber hd+ bei 5’99 Zoll ist zu wenig das Redmi 5 Display ist schon schlecht seit hier mal erlich und bewertet es dementsprechent den das Display ist etwas vom wichtigsten so wie der Prozessor 450 von Snapdragon ich weis nicht bei Realracing sits echt mager aus.

Uwe
Gast
Uwe

Wie wäre es mit ein paar Satzzeichen ?

Danni
Gast
Danni

Also unter dem Strich ein nicht benötigtes Smartphone oder? Das A1 scheint ja auch in den meisten Punkten besser, außer wohl der Kamera?

Uwe
Gast
Uwe

Ich finde DualSim mit Speichererweiterung gar nicht so unnötig, das gibt es sonst nur bei den A-Modellen mit entsprechender schwacher Hardware. Und der Preisunterschied zum A1 ist auch nicht zu verachten, Xiaomi produziert nicht nur für die „Erste Welt“…

Günter
Gast
Günter

Hi,
den Preisunterschied von „nur 20 EU“ sehe ich aber nur, wenn man nicht 2 SIM-Karten UND großen Speicher möchte. Falls doch, muss man beim Note5 fast 200 EU ausgeben. Beim S2 könnte man zur kleineren Variante greifen. Die 64GB-Karte könnte bei mir vom alten Cubot ins S2 umziehen. Macht dann 60-70 EU Unterschied OK, wenn man noch ne SD Karte kaufen muss, kommen nochmal 20,- EU oben drauf. … ist aber nur ein Gedanke, das Fazit trifft es schon.
Viele Grüße
günter

Tobias
Mitglied
Tobias

Ich finde sogar das Redmi 5 Plus das bessere Gesamtpaket. Es hat ja auf der Rückseite auch den gleichen Sensor wie das Mi A1 und damit schon eine ziemlich gute Kamera. Wer also auf überspitzten Bokeh-Effekt und die höhere Auflösung der Frontkamera verzichten kann, bekommt da einfach mehr für sein Geld.

Günter
Gast
Günter

Beim Bokeh-Effekt stimme ich zu. „90% vom Bild unscharf“ ist für mich kein Bokeh. … nicht nur beim S2 nicht …
Aber die 3 Slots sind mir schon was wert. Und der Bildstabi für Videos auch.

Weißt du welchen Sensor das S2 hat?

Mullan
Gast
Mullan

Ich verstehe nicht warum der Akku im Vergleich zum Redmi 5 kleiner ist … es ist in alle Richtungen größer 😀 Aber an sich ein schönes Gerät aber es könnte genau so aussehen nur in 5 Zoll 😉 ein 5 Zoll gerät fehlt echt bei Xiaomi

ASS
Gast
ASS

Ja, es ist leider wieder so ein Riesnklopper geworden!
Ich habe parallel zu meinem MI5 noch das X Compact von Sony im Einsatz, mit 4,6 Zoll Display. So ein ähliches Gerät würde ich mir auch von Xiaomi wünschen.

Florian
Gast
Florian

Ich habe ein Xiaomi Redmi 4X mit 5,5 Zoll Ich finde das ist auch passend

Oliver
Mitglied
Mitglied
Oliver

Redmi 4 note meinst du

Hubertus
Mitglied
Hubertus

Hallo Joscha, Im Anfang des Bericht hat sich bestimmt ein Zahlendreher eingeschlichen. Statt: „Mit einem Snapdragon 625 Prozessor, 3/32 oder 4/46GB Speicher“ soll es bestimmt 3/32 oder 4/64GB heißen.

H.E.
Gast
H.E.

Auch Kunststoffgehäuse finde ich gut, da mir leichtes Gewicht und guter Empfang wichtig sind. Ich bin gespannt auf den Testbericht!

H.E.
Gast
H.E.

Der Dreifachslot ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, allein deshalb werde ich es mir wahrscheinlich kaufen.

Nils
Mitglied
Mitglied
Nils

Ohje da kommt auch noch ne globale Version von dem unnötigen Gerät ?.. Eigentlich sollte doch für jeden was dabei sein zwischen Redmi 5, Redmi 5 Plus und Redmi Note 5. Hätten lieber das Mi 7 schneller vorstellen sollen 😀

Günter
Gast
Günter

Hallo,

Danke für den tollen Bericht. Das klingt genau nach meine nächsten Handy: Gute Kamera, 3-fach-Slot und noch den Micro-USB-Anschluß.

Noch eine kleine Frage:
Ihr schreibt: „Blende von f/2.2“ und „Und damit sind es die gleichen Spezifikationen, wie beim gefeierten Xiaomi Redmi Note 5“ …
Aber hat das Note 5 nicht eine Blende von f/1.9?

… ah, und noch ne Frage: hat es EIS oder OIS?
Viele Grüße
Günter

Erik Zürrlein
Editor
TeamMitgliedStar
Erik Zürrlein

Hi, bisher ist noch nicht bekannt welcher Sensor zum Einsatz kommt. Auf der Website kriegt man zwar die Specs, aber was die Kamera letztlich bietet, sehen wir immer erst am besten im Test. Ich hänge mal eben zwei Screenshots an von der Xiaomi Website (links das Redmi Note 5 und rechts Redmi 2S). Beste Grüße

Redmi Note 5 Kamera Specs.png
Redmi 2S Kamera Specs.png