Wir haben euch vor kurzem erst gleich 3 Soundbars von TaoTronics vorgestellt; nun kommt die Frage: Ist die Konkurrenz aus China besser? Hierbei handelt es sich um die neue Xiaomi 33inch TV Soundbar für gut 100€, die mit mehreren Verbindungsmöglichkeiten und 8 Lautsprechern aufwartet. Auch optisch kann die Soundbar sofort überzeugen: Die Front ist mit grauem Jersey – leicht gemusterter Stoff – überzogen, was stilsicher und frisch wirkt.Xiaomi Soundbar Testbericht FB

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Xiaomi hat es schonmal mit einer Soundbar versucht, die nicht so gut ankam. Dabei war sie nicht schlecht und bot auch einen großen Funktionsumfang. Wirklich nutzbar war sie aufgrund des Systems allerdings nur in China, leider. Das neue Modell ist auf das Wesentliche reduziert: den Klang und damit die Verbesserung eures Heimkinovergnügens. Hierzulande voll kompatibel und … lohnt sie sich? Im Test finden wir es heraus.

Design und Verarbeitung

Die Xiaomi 33inch Soundbar ist, wie es der Name schon sagt, 33 Zoll breit. Genauer 830 x 72 mm (Tiefe) x 87 mm (Höhe) und hat ein Gewicht von 1,925 kg. Der erste wichtige Faktor ist die Farbe: der Korpus aus Hartkunststoff ist in dem Xiaomi-typischen Weiß, was vielleicht nicht in jedes Wohnzimmer / in jedes Multimediacenter passt, da ja doch die meisten Gerät auf Schwarz setzen. Aber durch den geilen Jersey Stoff in grau setzt die Xiaomi Soundbar ein kleines optisches Highlight – wie ich finde!

Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 2 Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 3 Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 4 Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 7

An der Unterseite der Soundbar finden sich mehrere Füße aus Gummi, die Schwingungen und Vibrationen der Treiber nicht weitergeben. Auch für einen sicheren Stand ist so gesorgt. Alternativ lässt sich die Soundbar an der Wand oder auch Holzmöbeln montieren. Hier empfiehlt es sich, für eine Dämpfung zwischen der Soundbar und der Wand zu sorgen – es gibt nichts schöneres als wummernden Bass: ich habe einfach zwei mal zwei Stückchen Filz zwischen Schraubkopf und Loch angebracht.

Xiaomi 33 inch Soundbar Testbericht Samples 5 Xiaomi 33 inch Soundbar Testbericht Samples 4

An der Rückseite liegen alle Anschlüsse und der Kippschalter für den Strom. An der Oberseite liegen insgesamt 7 Knöpfe: Lauter und Leiser sind zwei große runde Knöpfe, die relativ laut klicken. Dazwischen sind die einzelnen Modi: Bluetooth, AUX In, Line In, SPDIF und Optical. Welcher Eingang gerade ausgewählt ist, signalisiert eine kleine weiße LED über dem jeweiligen Audio-Eingang.

Lieferumfang der Xiaomi Soundbar

Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 11In dem braunen länglichen Karton findet sich neben einer Kurzanleitung in Chinesisch, ein SPDIF-Kabel (digital), 2 Schrauben und 2 Dübel zur Montage an der Wand und ein Netzteil (16V 2.5A) mit chinesischem Stecker. Dieses kann leicht durch ein anderes Netzteil mit Hohlstecker ersetzt werden: bei uns passt das der TaoTronics Soundbar mit 18 Volt und 2.2 Ampere.

 

Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 12 Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 1

Funktion

Bei der Funktionalität stoßen wir schnell auf ein Problem: die Xiaomi 33inch Soundbar kommt ohne Fernbedienung, ohne IR Empfänger oder WLAN. Anders ausgedrückt: Die Xiaomi Soundbar ist alles andere als smart. Das stellt zum einen die Funktionalität mit jedem Fernseher sicher und auch jeder kann sie bedienen. Man muss sich die Soundbar so einrichten und anschließen, dass man nicht jedes Mal aufstehen muss, um was zu ändern. „Hey, eine Fernbedienung und ein Gerät weniger zum Anmachen“, oder „toll, für was habe ich denn eine Universalfernbedienung“.

Xiaomi 33 inch Soundbar Testbericht Samples 2 Xiaomi 33inch Soundbar im Test Produktfotos 5

Bei uns kommt sie in Verbindung mit einem 40 Zoll TV zum Einsatz und die Proportionen stimmen. Nun hat der TV leider einen mittigen Ständer, weshalb sich die Xiaomi Soundbar nicht direkt davor platzieren lässt. Beim anderen Fernseher mit 55 Zoll und zwei außenliegenden Standfüßen klappt das besser. Angeschlossen war sie zunächst über SPDIF optical („Sony Phillips Digital Interface“) am Samsung Fernseher: dieser optische Eingang und auch der Digitale bieten die beste Soundqualität. Das Problem ist nur, dass der Samsung „Smart“ TV darauf bestand, dass man die Lautstärke nur noch am Audiogerät ändern könnte. Beim neuen LG 4K Fernseher war das irgendwie kein Problem. Also Alternativen ausprobieren:Xiaomi 33 inch Soundbar Testbericht Samples 3

  • Bluetooth 4.2 funktioniert wie jeder beliebige mobile Lautsprecher. Auch der TV nahm die Verbindung an, aber irgendwie wollte die Koppelung nicht so recht beim Start über die Bühne gehen. Aber die Lautstärkeregelung ist dann ganz normal möglich.
  • Letztlich kommt der Sound nun über den Kopfhörerausgang vom Fernseher über ein entsprechendes Kabel in die Xiaomi Soundbar. Das bedeutet zwar geringe Abstriche beim Sound, aber ich kann die Lautstärke zentral regeln.
  • Nur in der Theorie: ein HDMI Port mit ARC (Audio Return Channel) wäre vermutlich die beste und einfachste Lösung gewesen.

Zum zweiten Problem, das die fehlende Fernbedienung verursacht, der Strom. Kommt kein Audiosignal rein, schaltet sich die Soundbar in den Standby und verbraucht nur noch recht wenig Strom – aber es wird trotzdem noch unnötig Strom verbraucht. Die Lösung ist eine Steckdose mit Master & Slave: der TV kommt in den Master, schaltet man diesen in den Standby, dann schaltet die Steckdosenleiste die Slave Anschlüsse komplett aus.

Das simple Konzept der Xiaomi Soundbar bringt Vor- und Nachteile mit sich! Zum einen ist der Lautsprecher mit einer breiten Masse kompatibel. Dadurch, dass es aber keine Fernbedienung gibt, kann man die Eingänge nur am Gerät selbst durchschalten. Hier muss man sich ein paar Gedanken beim Anschließen machen, dann klappt das auch.

Klang

Am Wichtigsten ist schließlich noch der Klang. Die Nennimpendanz liegt bei 6 Ohm und der Frequenzumfang bei 50 – 25.000 Hz. Auf dem Papier hören sich 28 Watt Gesamtleistung wenig an, aber bei Xiaomi sind es echte 28 Watt. In Relation hören sich 40 Watt anderer Hersteller dann doch eher wie 15 Watt an. Die je 14 Watt pro Seite kommen aus insgesamt 8 Lautsprechern:

  • 2x Dome Tweeter / Hochtöner, für die hohen Frequenzen
  • 2x 2.5 Zoll Subwoofer, teils für die Mitten aber vor allem für wummernden Bass
  • 4x passive Radiatoren, die die tiefen Mitten und Bässe deutlich hervorheben

Xiaomi 33 inch Soundbar Testbericht Samples 1Zunächst mal darf ich bemerken, dass der Sound ja mal so gar nicht Xiaomi typisch ist: bei allen Xiaomi Audio Produkten, die ich bisher hören und testen durfte, war der Sound „Hi Res“. Das bedeutet, dass er besonders brillant klingen soll, dafür kommen die Höhen und Mitten besonders hervor. Bei der neuen Xiaomi 33inch Soundbar ist dies nun ganz anders: der Bass ist richtig präsent! Das hört sich für den Zuschauer sehr ansprechend an, macht den Klang dynamisch und pompös – da nimmt man gerne in Kauf, dass es nicht natürlich ist.

Vergleichbar mit einem richtigen 5.1 Heimkinosystem samt separatem Subwoofer und Audioreceiver ist das natürlich nicht. Aber eine Soundbar ist einfacher: schnell installiert, kompakt und viel günstiger! Die Xiaomi 33inch Soundbar eignet sich für mittelgroße Wohnzimmer mit bis zu 4 Metern Abstand zum TV. Ist der Raum nicht zu groß, kann sich der Klang im Raum ausbreiten und das Stereosetup hört sich vernünftig an. Eine genaue Ortung der Geräusche kommt dabei nicht zustande, aber es hört sich einfach besser an, wenn der Sound aus zwei Richtungen kommt.

Für was eignet sich nun der Klang der Xiaomi TV Soundbar:

  • Zu allererst gefällt mir Musik sehr gut, mit dem breiten Spektrum an Klängen und dem ausgeprägten Bass, wird Musik erstaunlich attraktiv dadurch. Über Bluetooth kann man außerdem sehr einfach sein Smartphone verbinden.
  • Netflix, Amazon Prime und Filme haben doch sehr cineastischen Sound – mal ausgenommen von Dokumentationen. Das kommt sehr gut mit dem tiefenbetontem Xiaomi Lautsprecher.
  • Das genau das gleich gilt auch für Games, nur bekommt man hier keine Ortung der Geräusche zustande.
  • Normales Fernsehprogramm hingegen profitiert weniger von der Xiaomi Soundbar: schlechte Audioqualität, wenig Dynamik und viele (langweilige) Gespräche. Sport hingegen wird aufgewertet und sogar ein Teil der Stadionatmossphäre wird transportiert.

Wenn ihr Ideen habt, wie man die Xiaomi Soundbar besonders smart anschließen könnte, oder durch welche zusätzlichen Gadgets man den Funktionsumfang erweitern könnte, dann lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Am Ende ist die Xiaomi 33inch TV Soundbar zwar „dumm“ aber dafür kann sie klanglich voll begeistern. Man liegt hier klanglich ein gutes Stück über den Modellen von TaoTronics. Der Bass kommt super rüber und gerade den vermisst man bei jedem TV-Lautsprecher, aufgrund des fehlenden Volumens. Der Klang bessert euer Kinoerlebnis um ein gutes Stück auf und auch als Speaker für Musik kann Xiaomi hier überzeugen. Das Design ist natürlich Geschmackssache mit dem weißen Gehäuse und dem grauen Stoff.

Bei der Sache mit der fehlenden Fernbedienung muss man sich natürlich etwas einfallen lassen. Hier hätte ich gerne nochmal 20€ mehr auf den Tisch gelegt und alle Funktionen des Xiaomi Network Speaker zusätzlich gehabt. Aber am Ende kann die Xiaomi 33inch Soundbar die TaoTronics-Konkurrenz ausstechen. Wie es mit so manchem Knaller-Angebot hierzulande aussieht, ist schwer zu sagen. But you get what you pay forXiaomi-typisch bekommt man für sein Geld sehr viel Hardware geboten: die Soundbar ist eine Empfehlung wert.

80%
  • Design und Verarbeitung 90 %
  • Funktionsumfang 60 %
  • Klang 90 %
  • Preis/Leistung 80 %

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Egon
Gast
Egon

Hallo,

meine Sounbar ist nun auch da. Ich kann die Lautstärke mit der Fernbedienung nur regeln, wenn der TV und die Box via Bluetooth miteinander verbunden sind, jedoch sind Sound und Bild so leider nicht synchron.

Wenn ich den TV mit optischem oder AUX-In verbinde, kann ich leider die Lautstärke nicht mit der Fernbedienunug regeln. Mein TV ist ein Philips 55pus7101/12.

Wie kann ich euren Tipp umsetzen: Nur in der Theorie: ein HDMI Port mit ARC (Audio Return Channel) wäre vermutlich die beste und einfachste Lösung gewesen.

Was benötige ich dazu genau ?

Grüße

Sascha
Gast
Sascha

Eigentlich kann man alles optisch Steuern der TV ist ja Digital verbunden mit SPIF….
warum dein TV bockisch kann nur am Andorid TV liegen.