Xiaomi Watch 2 im Test

Getestet von Lennart Moog am
Vorteile
  • gute Hardware
  • kratzfestes und helles AMOLED
  • aktuelles System
  • schnelle Performance
  • leichtes und elegantes Design
Nachteile
  • ein paar Bugs im System
  • Sporttracking nicht (konkurrenz-)fähig
  • Mi Fitness nicht für Wear OS ausgelegt
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Nachdem wir im Dezember bereits die Xiaomi Watch 2 Pro im Test hatten, folgt jetzt die Nicht-Pro-Version. Mit der Xiaomi Watch 2 hat der chinesische Hersteller seine zweite Wear OS-Uhr auf den Markt gebracht. Sie setzt ebenfalls auf den Snapdragon W5+ Prozessor und ein 1,43 Zoll großes AMOLED-Display. Auf den ersten Blick muss man im Vergleich zur Pro-Variante lediglich auf eine LTE-Version, sowie eine drehbare Krone verzichten. Dafür kostet die Uhr mit 170 Euro auch deutlich weniger als „das große Schwestermodell“. Ob die Uhr dennoch oder gerade deswegen überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Test.

Design & Verarbeitung

Schon das Design unterscheidet sich maßgeblich zur Xiaomi Watch 2 Pro (zum Test). So ist die Watch 2 deutlich sportlicher gehalten. Die Uhr ist ebenfalls in zwei gleich teuren Farben erhältlich: Schwarz mit schwarzem TPU-Armband und Silber mit grau-weißem TPU-Armband. Zusätzlich sind über den Xiaomi-Store noch weitere Armbänder zwischen 10 und 20 Euro verfügbar. Da man freundlicherweise auf einen 22 Millimeter-Anschluss und die standardmäßigen zwei Pins zum Befestigen setzt, ist man in der Armbandauswahl praktisch unbeschränkt. Die Uhr misst laut offiziellen Angaben 47,5 x 45,9 x 11,8 Millimeter – wie auch bei der Pro-Version hat man hier aber die Sensoren auf der Unterseite abgezogen.

Eigentlich ist die Uhr knapp 13 Millimeter dick. Damit ist sie aber nochmals etwas schmaler als die teurere Watch 2 Pro. Das liegt daran, dass man hier auf den „Sensor für bioelektrische Impedanzanalyse“ verzichtet. Obwohl die Maße sich also nur geringfügig unterscheiden, trägt die Watch 2 sichtbar weniger auf. Auf eine dreh- und drückbare Krone verzichtet man hier – dass diese bei der Pro-Version weit herausstand, war ein großer Kritikpunkt. Ebenso gibt es keine hervorstehende Lünette, wodurch die Uhr weniger wuchtig wirkt. Der Rand ist zwar ebenfalls 3 Millimeter dick, mit einem analogen Watchface wirkt dieser dank der dezenten Striche als Erweiterung des Watchfaces und fällt weniger auf.

Bedient wird die Uhr über das Touchdisplay und die beiden physischen Buttons auf der rechten Gehäuseseite. Auf eine offizielle IP-Zertifizierung muss man verzichten, laut Herstellerangaben ist die Uhr aber bis 5 ATM wasserdicht. Duschen oder Baden ist mit der Uhr problemlos möglich und auch einstündige Schwimm-Sessions können der Uhr nichts anhaben. Die Verarbeitung ist auf einem hohen Niveau – wie man es von Xiaomi eben kennt. Selbst nach 3 Wochen intensiver Nutzung konnte ich keine Kratzer im Display ausfindig machen. Anders sieht das aber leider beim Gehäuse aus – Der Steg, an dem das Armband befestigt wird, hatte schon nach wenigen Tagen einen Kratzer. Besonders bei der schwarzen Version fällt das auf. Der Tragekomfort mit dem mitgelieferten Armband ist einwandfrei. Dank des geringen Gewichts von 36,8 Gramm ohne Armband fällt die Uhr am Arm nach kurzer Zeit kaum noch auf.

Lieferumfang der Xiaomi Watch 2

Der Lieferumfang der Xiaomi Watch 2 unterscheidet sich nicht zur Pro-Version. So bekommen wir neben der Uhr selbst ein Armband, eine Ladeschale auf USB-A und eine Anleitung. Xiaomi stattet die Käufer hier also nur mit dem Nötigsten aus. Bei der Watch S1 (zum Test) lieferte man hingegen noch ein zweites Armband mit (Leder- und Silikonarmband).

Xiaomi Watch 2 Lieferumfang

Wenn wir schon bei dem Vergleich sind: Es ist zudem schade, dass man bei der Ladeschale einen offensichtlichen Rückschritt gemacht hat. Nicht nur wirkt die Ladeschale der Watch 2 und Watch 2 Pro etwas billig, sie ist auch deutlich unpraktikabler als noch die Ladeschale der Watch S1. Auf diese konnte man die Uhr in jeder Ausrichtung legen, wodurch der Ladevorgang etwas komfortabler war.

Display der Xiaomi Watch 2

Das runde Display der Xiaomi Watch 2 misst typische 1,43 Zoll und setzt auf eine ebenfalls typische Auflösung von 466 x 466 Pixel. Laut Hersteller soll das AMOLED maximal 600 Lux hell werden – wie auch schon bei der Watch 2 Pro konnten wir hier aber deutlich mehr messen. Bei der Watch 2 kommt unser Messgerät auf eine Maximalhelligkeit von 960 Lux. Diesen Wert erreicht die Uhr mit der Taschenlampenfunktion, jedoch nicht im Alltag. Trotzdem war die Ablesbarkeit des Displays zu jeder Zeit gut und auch bei den ersten Sonnenstrahlen des Jahres hatte ich keine Schwierigkeiten beim Ablesen von Inhalten. Die Helligkeit wird entweder in verschiedenen Stufen manuell eingestellt oder über automatische Helligkeit gesteuert, was in der Praxis zuverlässig funktionierte. Lediglich einmal hat die Uhr bei heller Umgebung auf die dunkelste Stufe gestellt. Hier hat geholfen, den Automatikmodus einmal aus- und wieder einzuschalten.

Das Aktivieren des Displays geht wahlweise über einen Doppeltipp auf das Display – analog zu der Funktion, mit der man sämtliche Android-Smartphones aufwecken kann. Alternativ lässt sich die Uhr auch über die obere Taste aufgeweckt werden. Die dritte Option, das Display durch Anheben des Handgelenks zu aktivieren, funktionierte im Alltag auch gut, versteht sich aber weniger gut mit dem Vorhaben, die Uhr über den Button zu aktivieren. Denn hierfür hebt man häufig zwangsläufig das Handgelenk und beim Betätigen des Buttons gelangt man so in die App-Übersicht, in die man aber nicht unbedingt jedes Mal möchte. Hieran muss man sich gewöhnen oder die Funktion zum Anheben deaktivieren. Wahlweise kann hier auch ein Zeitplan aktiviert werden oder über den smarten Modus, der erkennt, ob man das Gerät trägt oder schläft. Gleiche Einstellungen gibt es für das Always-On-Display. In der Praxis zeigte die Uhr das AOD aber auch an, wenn die Uhr nicht getragen wurde – nachts funktionierte der smarte Modus aber tadellos.

Bedienung

Bedient wird die Uhr über das Touchdisplay in Verbindung mit den beiden Buttons. Über den oberen Button wird die App-Übersicht geöffnet, ein Doppeltipp öffnet die Übersicht über im Hintergrund offene Apps und langes Drücken ruft den Google Assistant auf den Bildschirm. Mit dem unteren Button gelangt man in die zuletzt geöffnete App und über ein Doppeltippen öffnet sich Google Pay zum kontaktlosen Bezahlen. Über ein langes Drücken des unteren Buttons gelangt man in das Power-Menü, worüber die Uhr ausgeschaltet oder neu gestartet werden kann und eine Notruf-Funktion findet sich hier ebenfalls. Um in einzelnen Apps zurückzugelangen, wischt man einmal vom linken Bildschirmrand auf die andere Seite oder nutzt ein einfaches Tippen auf den oberen Button – wenn man sich nicht auf dem Homescreen befindet, lässt sich dieser nämlich auch als Zurücktaste nutzen. Die Bedienung der Xiaomi Watch 2 ist simpel und funktioniert gut – wenngleich eine drehbare Krone oder Lünette eine angenehme Erweiterung wären.

Hardware & System

Xiaomi Watch 2 snapdragon

Unter der Haube werkelt wie auch in der Pro-Version der Snapdragon W5+. Dank des im 4 Nanometer-Verfahren gefertigten Prozessors steht der Xiaomi Watch 2 genug Power für den Alltag zur Seite. Unterstützt wird der Prozessor von 2 Gigabyte LPDDR4x Arbeits- und 32 Gigabyte eMMC Massenspeicher.

Wear OS läuft in Version 3.5 reibungslos auf der Uhr. Das System liefert zudem einige Vorteile gegenüber dem eigenen Betriebssystem, welches noch auf der Watch S1 lief. So lassen sich hierauf sämtliche Apps direkt aus dem Playstore installieren. WhatsApp, Spotify oder Google Maps sind hier nur wenige Beispiele – das App-Angebot ist praktisch unbegrenzt. Auf Nachrichten kann direkt von der Uhr aus geantwortet werden. Auch die Navigation über die Uhr funktioniert reibungslos. Für die Texteingabe steht eine vollwertige Tastatur zur Verfügung. Der interne Speicher reicht für App-Downloads und das Speichern von Musik vollkommen aus.

Wie auch bei seinen Smartphones legt Xiaomi über Wear OS eine eigene Optik. Das wirkt an manchen Stellen aber leider etwas wenig durchdacht und wird einer Wear OS-Smartwatch nicht gerecht. Bei Samsung, TicWatch und Co. bekommt man hier mehr geboten. Besonders bei den Einstellungsmöglichkeiten bleibt Xiaomi hinter der Konkurrenz zurück. Wischt man vom Homescreen nach links oder rechts gelangt man zu einer Art Widgets, die etwa die zurückgelegten Schritte, verbrannte Kalorien oder auch das Wetter anzeigen. Hier ist man in der Widget-Auswahl praktisch nicht beschränkt und kann hierüber auch auf Spotify, Maps oder den Google Kalender zugreifen. So weit, so normal. Seit dem letzten Softwareupdate werden aber Schritte und Kalorien so klein angezeigt, dass man sich anstrengen muss, die Daten zu erkennen. Das sind Kleinigkeiten, die einfach zu beheben sein sollten, jedoch kam bisher kein weiteres Update, um diesen Bug wieder rückgängig zu machen.

Konnektivität & Sensoren

Xiaomi Watch 2 Rueckseite 1

Während es die Xiaomi Watch 2 Pro auch als LTE-Version gibt, muss man auf eine solche Option bei der günstigeren Non-Pro-Smartwatch verzichten. Um Nachrichten auf der Uhr zu erhalten, muss man entweder via Bluetooth 5.2 mit dem Smartphone verbunden sein oder zu Hause auf das WLAN (2,4 oder 5 GHz) zurückgreifen. Unterwegs ohne Smartphone kann zuvor heruntergeladene Musik gehört werden und das eigenständige GPS erlaubt die Streckenaufzeichnung beim Training. Hierfür verwendet die Smartwatch Dual-Band GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou, QZSS und einen E-Kompass. Dank NFC kann unterwegs auch mit der Uhr über Google Wallet bezahlt werden. An Sensoren sind folgende verbaut: optischer Herzfrequenzsensor, E-Kompass, Beschleunigungs-, Lichtsensor sowie Barometer und Gyroskop. Auf einen Sensor für bioelektrische Impedanzanalyse (Körperzusammensetzung: Knochen-, Muskelmasse & Wasser) muss man verzichten – dieser bleibt dem großen Bruder vorbehalten.

Smartphone App – Mi Fitness

Wie bei jeder anderen Smartwatch gibt es auch für die Xiaomi Watch 2 eine begleitende Smartphone-App. Diese App hört auf den Namen Mi Fitness und dürfte jedem, der ein Fitness-Band wie das Xiaomi Mi Band 8 (zum Test) besitzt, ein Begriff sein. Genau hier ist aber auch der größte Kritikpunkt der App. Denn für solche Fitnesstracker ist die App absolut ausreichend – für größere Smartwatches und vor allem Wear OS-Smartwatches ist sie aber einfach nicht ausgelegt.

Bei der ersten Einrichtung wird die Uhr per Fast Pair vom Smartphone erkannt, nach zwei Klicks wird man aber schließlich zur Mi Fitness-App zur weiteren Einrichtung weitergeleitet. Ist die Uhr dann fertig konfiguriert und zum Einsatz bereit, werden auf der Startseite der App sämtliche Fitness-Daten wie Schlaf, Puls, Schritte, Kalorien und diverse andere Werte angezeigt. In der Theorie – seitdem bereits angesprochenen Softwareupdate funktioniert die Synchronisation zwischen Uhr und App nur noch sporadisch. So werden mir zum Beispiel keinerlei Gesundheitsdaten in der App angezeigt. Diese muss ich mir auf der Uhr anzeigen lassen. Dinge wie eine ausführlichere Schlafanalyse kann aber nur die App anzeigen.

Besonders ärgerlich ist, dass die Synchronisation ja in der Theorie schon mal funktionierte, seit einem Update vor zwei Wochen aber plötzlich nicht mehr. Sämtliche Einstellungen lassen sich weiterhin über die App vornehmen, der korrekte Akkustand wird angezeigt und auch Screenshots können über das Smartphone aufgenommen werden. Lediglich werden die Fitnessdaten nicht mehr synchronisiert. Oftmals leistet hier ein Neustart der Uhr Abhilfe. Nervig ist es dennoch.

Ein weiterer Bug, der aber schon seit Beginn besteht, ist das Anzeigen von Benachrichtigungen. In der App lässt sich einstellen, ob und welche Benachrichtigungen angezeigt werden sollen. Jeden zweiten bis dritten Tag muss man aber in die Einstellungen navigieren und die Benachrichtigungsanzeige wieder aktivieren. Immerhin merkt sich die App aber die Apps, die Benachrichtigungen auf die Uhr senden dürfen. Diese Auswahl ist nämlich auch etwas zeitintensiver, da man jede einzelne App anklicken muss, die keine Benachrichtigung senden soll. Andersherum wäre es vermutlich etwas intuitiver. Auch gibt es keinen Button, mit dem man alle Apps an- oder abwählen kann.

Gesundheits- & Sporttracking

Vorweg sei gesagt: Wer auf der Suche nach einer Smartwatch für das Sporttracking ist und gehofft hat, mit der Xiaomi Watch 2 einen treuen Begleiter gefunden zu haben, wird hier wohl enttäuscht. Das Tracking funktioniert einfach unzuverlässig.

Aber von vorn – in der Theorie kann die Uhr Schlaf, Puls, Blutsausterstoffsätigung, Stress, Schritte und Kalorien messen. Auf der Uhr werden die Daten auch angezeigt, aber besonders Schritte und Kalorien werden bei anderen Geräten großzügiger und realistischer getrackt. Das gleiche Problem mussten wir auch schon bei der Xiaomi Watch 2 Pro bemängeln.

Noch unzuverlässiger ist die Watch 2 aber beim Sporttracking. Wie auch bei der Pro-Version kehrt die Uhr beim Tracking immer wieder zurück auf das Ziffernblatt. Das Training wird dadurch nicht beendet, aber man muss erst wieder auf die Trainingsseite navigieren, um die relevanten Daten angezeigt zu bekommen. Nervenaufreibender ist aber die Tatsache, dass das eigenständige GPS nur manchmal funktioniert. Bei einem Spaziergang habe ich an einem Handgelenk die ältere Watch S1 und am anderen die Watch 2 getragen. Die Watch S1 war dabei mit dem Smartphone verbunden und die Watch 2 war „auf sich allein gestellt“. In der Theorie dürfte das kein Problem für die Watch 2 darstellen, da sie ja über ein eigenständiges GPS verfügt. In der Praxis verlor die Uhr aber ständig das GPS-Signal, wodurch keine Strecke aufgezeichnet wurde. Wirklich zuverlässig funktioniert die GPS-Aufzeichnung mit der Watch 2 auch nur in Verbindung mit dem Smartphone. Probleme hat die Uhr, sobald ein Ärmel oder Ähnliches das Gehäuse bedeckt. Hier hätte ich mir ein deutlich stärkeres Signal erhofft.

Beim Schwimmen ist es mir bei drei Versuchen dreimal passiert, dass die Uhr entweder nicht aufgezeichnet oder komplett falsche Daten angezeigt hat. Ich hatte jedes Mal die Watch S1 als Referenz am anderen Handgelenk. Während die S1 mir zuverlässig die geschwommenen Bahnen, einen Puls und die Trainingszeit angezeigt hat, bekam ich bei der Watch 2 weder die Bahnen noch einen Puls angezeigt. Nach einer Stunde Schwimmen ließ sich das Training auf der Watch S1 jedes Mal einfach beenden und die Daten mit der App auf dem Smartphone synchronisieren. Beim ersten von drei Versuchen hat die Watch 2 den Trainingsmodus zwischendrin auf Gehen geändert, ohne, dass ich es gemerkt habe. Bei den beiden anderen Versuchen hat die Uhr jedes Mal angezeigt, dass die Traningseinheit zu kurz war und zu wenig Daten aufgezeichnet wurden, weshalb ich das Training nicht speichern konnte. Sinnvollerweise wird beim Schwimmen das Display der Uhr für Toucheingaben gesperrt. Diese Sperrung lässt sich durch längeres Drücken der unteren Taste deaktivieren, die Trainingseinheit muss aber schließlich über eine Touchgeste beendet werden. Das sorgt teilweise für Fehleingaben, da meist sowohl das Display als auch die Finger noch nass sind. Somit hat sich die Uhr als sehr unzuverlässiger Partner beim Sport erwiesen – zumindest mit der hauseigenen Sportaufzeichnung.

Tracking mit Google Fit

Dank des Wear OS-Betriebssystems lassen sich sämtliche Apps auf der Uhr installieren. Darunter auch Google Fit, Komoot, Adidas running, Strava und viele andere. Hier werfen wir einen Blick auf die Verwendung von Google Fit. Mithilfe der App lassen sich auch sämtliche Aktivitäten aufzeichnen und sie werden schließlich direkt in die Google Fit App auf dem Smartphone eingepflegt. Die Synchronisation mit Google Fit funktioniert theoretisch auch über die Mi Fitness-App. In der Praxis funktioniert das aber mehr schlecht als recht. Zeichnet man über die Google Fit-App auf, erhält man deutlich realistischere Angaben zu verbrannten Kalorien oder zurückgelegten Schritten.

Erfreulich ist auch, dass Google Fit Fitnessdaten im Hintergrund sammelt. Schritte und Kalorien werden also auch aufgezeichnet, wenn man nicht extra ein Sporttracking ausgewählt hat. Lediglich Schlaf zeichnet die Uhr nicht auf. Somit kann man über Umwege auch auf Mi Fitness verzichten. Nur für grundlegende Einstellungen muss man dann auf die App zurückgreifen. Für alles andere findet man im Playstore genügend Alternativen, die ihren Job deutlich besser machen als Xiaomis hauseigene Fitness-Apps.

Zwischenfazit Tracking

Von Haus aus scheitert die Xiaomi Watch 2 kläglich an klassischen Aufgaben, die eine Smartwatch eigentlich mit Bravour meistern können sollte. Wer also auf der Suche nach einer neuen Smartwatch für Sporttracking ist, sollte sich lieber bei der Konkurrenz umschauen. Als bessere Fitnessbegleiter in der Wear OS Welt wären hier etwa die Galaxy Watch 6 (zum Test), TicWatch Pro 5 (zum Test)und wahrscheinlich auch die Oneplus Watch 2 zu nennen. Die Verwendung von alternativen Apps beweist aber, dass die nötige Hardware vorhanden ist und auch funktioniert. Wie so oft ist aber die Software der limitierende Faktor und die Software von Xiaomi ist einfach bisher nicht auf dem Stand, dass sie einer Wear OS-Uhr gerecht werden könnte. Was bei den Xiaomi Uhren und Fitnessarmbändern mit proprietärem System ein großer Vorteil ist, stellt sich bei Wear-OS als großes Problem heraus. Zumindest aktuell ist die Xiaomi Watch 2 für Sporttracking eher unbrauchbar.

Akkulaufzeit der Xiaomi Watch 2

Die Xiaomi Watch 2 kommt mit einem 495 mAh großen Akku daher, der bis zu 65 Stunden durchhalten soll. Wer erwartet, dass der Wert auch nur annähernd erreicht werden könnte, dem muss an dieser Stelle dieser Zahn schon einmal gezogen werden. Mit aktiviertem WLAN, Bluetooth, AOD und vollem Gesundheitstracking hielt die Uhr maximal einen Tag und eine Nacht durch. Diese Einstellungen sind aber praktisch die stromhungrigsten, die es gibt. Mit ausgeschaltetem AOD und WLAN hält die Uhr etwas länger durch. Dann sind schon zwei Tage und eine Nacht drin. Bei geringer Nutzung über den Tag hinweg ist eventuell auch noch eine zweite Nacht mit sämtlichen Messungen drin – das habe ich im Test aber nicht geschafft. Meistens hatte ich gerade noch so 10 bis 20 Prozent am nächsten Abend übrig. Bei 9 Stunden Schlaf benötigt die Uhr aber im Durchschnitt knapp 15 Prozent, weshalb die zweite Nacht schwierig werden könnte.

Xiaomi Watch 2 Akku

Mit deaktiviertem AOD und WLAN bin ich auf knapp 35 Prozent am Tag gekommen. Hierbei waren sämtliche Messungen aktiv. Wenn bei sämtlichen Messungen aber AOD und WLAN aktiv sind, reichen die 35 Prozent gerade einmal bis zum späten Nachmittag. Ein Tag verbraucht hier etwa 50 Prozent.

Xiaomi Watch 2 Aufladen 2

Das Aufladen der Uhr ist aber verhältnismäßig schnell. Nach 10 Minuten sind bereits knapp 40 Prozent aufgeladen. Das reicht mit stromsparenden Einstellungen und allen Messungen also bereits für einen Tag. Nach 20 Minuten sind bereits 70 Prozent geladen. Bis zu den vollen 100 Prozent vergehen insgesamt 35 Minuten. Legt man die Uhr morgens 10 bis 15 Minuten auf die Ladeschale, während man im Bad ist, tankt sie genug Power, um durch einen Tag und eine Nacht zu kommen. Sobald man aber AOD und WLAN aktiviert, reicht das nicht mehr ganz aus.

Testergebnis

Getestet von
Lennart Moog

Die Xiaomi Watch 2 ist mit exzellenter Hardware ausgestattet. Auf dem Papier ist die Uhr zu dem Preis unschlagbar. Sie sieht schick und elegant aus, trägt nicht so sehr auf wie die Pro-Version und bietet mit Wear OS vermeintlich grenzenlose Freiheit. Im Alltag funktioniert die Uhr auch super, solange man keine der Xiaomi-eigenen Apps verwendet. Die Verlängerung vom Smartphone an das Handgelenk mit WhatsApp, Spotify, Kalender und Maps ist angenehm und funktionierte ohne Probleme.

Katastrophal wird es aber beim Fitnesstracking und beim Zusammenspiel mit der Smartphone-App Mi Fitness. Besonders dramatisch für eine Smartwatch, die auch beim Sport unterstützen soll, ist aber, dass die Trainingsaufzeichnung nicht zuverlässig funktioniert. Im Vergleich zur Watch 2 Pro hat sich also softwareseitig wenig bis gar nichts getan, was sehr schade ist. Preislich ist die Uhr mit aktuell 185 Euro immerhin eine Kampfansage.

Wer die Uhr ohnehin nicht für das Sporttracking verwenden möchte und sich auf gelegentliche Synchronisationsschwierigkeiten mit der App einlässt, bekommt zu diesem Preis eine gute Smartwatch, die die Vorzüge von Wear OS und eine stabile Performance im Alltag mitbringt. Alle anderen werden wohl mit der Samsung Galaxy Watch 6 (zum Test)  oder der TicWatch Pro 5 (zum Test) eher zufrieden. Wer hingegen auf Wear OS verzichten kann, bekommt im Tracking Bereich ohnehin deutlich besseres geboten mit Laufzeiten von über einer Woche. 

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mkaye
Gast
mkaye (@guest_106753)
19 Tage her

Könnt ihr auch die Xiaomi Watch S3 testen?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
19 Tage her
Antwort an  mkaye

Ja, der Test kommt bald. Ist schon länger in Nutzung.

Beste Grüße

Jonas

velisco
Gast
velisco (@guest_106358)
1 Monat her

1,34 zoll display.wie funktioniert Google maps damit? soll ja vorinstalliert sein.

Erik-Zuerrlein
Autor
TeamMitglied
Erik(@erik-zuerrlein)
1 Monat her
Antwort an  velisco

Hallo, ich lade dir ein paar Screenshots hoch. Funktioniert zur Navigation auch super auf dem kleinen Display. Man bekommt z.B. eine Vibration und Richtungsansage, wenn man abbiegen muss. Beste Grüße

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Andreas Hoffmann
Gast
Andreas Hoffmann (@guest_106130)
1 Monat her

Guten Tag
Gibt es auch einen test berichticht? Schanke zwischen der watch 2 pro, wo ich leider überal kritik höre und lese, und der Watch 2. Wichtig sind mir Punkte wie Schrittzähler, Herzfrekquenz, und Kcal verbrauch da ich 50Kg abgenommen habe und gerne Wander sind das die wichtigsten werte für mich.
Heute ist mein Xiaomi 14 Handy gekommen und suche einer alternativ da ich aktuell ein altes IPhone und eine Apple Watch 6 habe.

Liebe Grüße Andy

Arnold Zinner
Gast
Arnold Zinner (@guest_105712)
1 Monat her

Was ist eigentlich aus der XIAOMI H2 geworden, die in den USA als zertifiziert für Blutdruckmessung zugelassen ist? Kann ich das Teil als Herzinsuffizienz-Patient irgendwo irgendwie kaufen? Hat jemand eine Idee?

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre(@jonas-andre)
1 Monat her
Antwort an  Arnold Zinner

Servus, die gibt und gab es leider nur in China: https://www.chinahandys.net/xiaomi-watch-h1-vorgestellt/. Und bei Smartwatches raten wir vom Import ab, die die Systeme voll mit Chinesisch sind und nicht gut nutzbar.

Beste Grüße

Jonas

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