Dreame D9 Max Test

Getestet von Erik Zürrlein am
Vorteile
  • hohe 4.000 Pa Saugstärke
  • souveräne Navigation
  • hält lange genug durch: Akku, Staub- & Wasser
  • starkes Gesamtpaket ohne wirkliche Schwächen
Nachteile
  • hohe Leistung nur auf Teppichen von Vorteil
  • individuelle Raumreinigung nur über Timer-Umweg
  • wenig Neuerungen / Top-Modelle mit mehr Features
  • geringer Lieferumfang
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Der neue Dreame D9 Max setzt genau am Konzept des Vorgängers an: zeitgemäße Saugroboter-Ausstattung mit einem starken Motor zu einem fairen Preis. So geht Dreame beim neusten Modell keine Experimente ein: Navigiert wird „nur“ über einen klassischen Lidar Laser oben, Schnickschnack wie eine Absaugstation oder besonderen Fokus auf die Wischfunktion gibt es nicht und alles funktioniert wie gehabt. Das Highlight am Dreame D9 Max ist dann die Reinigungsleistung mit 4000 Pa, die auf dem Teppich ein beeindruckendes Ergebnis hinterlässt. In Kombination mit dem nassen Nachwischen und der soliden Navigation bleiben die Böden daheim sauber.

Der neue Dreame D9 Max darf mit der 4000 Pa Saugleistung im Praxistest beweisen, wie gut er die Power auf den Boden bringt!

Dreame D9 Max: Spezifikationen im Vergleich mit der Konkurrenz

Dreame ist derzeit unermüdlich, wenn es um neue Produkte – ob nun Handstaubsauger oder Saugroboter – geht. Bediente man noch Anfang und Mitte des Jahres den Markt mit neuen Top-Modellen samt 3D Laser Erkennung und einer autarken Absaugstation, so ist nun wieder die Mittelklasse dran.

Mit dem Dreame D9 Max können wir es uns auch einfach machen. Im Grunde ist es der Dreame Z10 Pro, das derzeitige Top-Modell des Herstellers, nur ohne die Absaugstation und das „3D-Laser-Modul“ zur Objekterkennung an der Front. Beziehungsweise der Dreame Bot L10 Pro ohne Objekterkennung.

  Dreame D9 Max Dreame D9 Dreame Z10 Pro Realme TechLife Robot Vacuum Xiaomi Mi Robot 2
  Dreame D9 Max Test Beitragsbild Dreame D9 Produktbild Deame Bot Z10 Pro opener Realme Saugroboter Beitragsbild Xiaomi Mi VAcuum Wischfunktion
Saugleistung: 4.000 Pa 3.000 Pa 4.000 Pa 3.000 Pa 2.100 Pa
Abmessungen: 35 x 9,68 cm 35 x 9,68 cm 35 x 9,6 cm 35 x 10 cm 35 x 8 cm
Gewicht: 3,7 kg 3,8 kg 3,7 kg 3,3 kg 3,6 kg
Wischfunktion:  
Wasserbehälter: 270 ml 270 ml 150 ml 350 ml

(optional)

150 ml
Staubbehälter: 570 ml 570 ml 400 ml 600 ml /

300 ml

(kombiniert)

420 ml
Akkugröße: 5.200 mAh 5.200 mAh 5.200 mAh 5.200 mAh 3.200 mAh
Laufzeit: 150 Minuten 150 Minuten 120 Minuten 150 Minuten 120 Minuten
Reinigungsfläche: 250m² 250m² 130m² 120m² 150m²
Appsteuerung: Mi Home Mi Home Mi Home /

Dreame

Realme Link Mi Home
Mapping:  
Navigation: Laser Laser Dual-Laser Laser Laser

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Das Design des Vorgängers, dem Dreame D9, überarbeitet man nur an wenigen Stellen und wie immer haben wir einen runden Saugroboter samt Laser, Wartungsklappe mit dem Staubtank und beleuchtete Buttons zur Bedienung. Von letzterem allerdings nur noch zwei: Powerbutton / Starten des Saugvorgangs sowie den Home Button.

Farblich haben wir (leider) eine schwarze Hochglanzfläche oben, die Staub gut sichtbar macht. Dafür ist der Rahmen drumherum aus mattem Schwarz und weniger anfällig. Im Durchmesser erreicht der Dreame D9 Max 35cm und ist vom Boden aus gemessen 9,68cm hoch. Daheim habe ich eine Vitrine mit Standfüßen, unter der ein 35 x 9,65cm großer Roborock S5 Max noch saugt, der Dreame D9 Max aber leider nicht. Nachgemessen sind es ca. 10cm – Beachtet dies bei den Möbeln, die ihr daheim habt. Die maximale Steighöhe des Dreame D9 Max, also wie hoch Absätze / Bodenschwellen sein dürfen, beträgt 2cm. Die halbrunde Türschwelle bei mir, die ca. 1,5cm Höhenunterschied ausgleicht, war für den Dreame D9 Max kein Problem.

An rotierenden Teilen haben wir oben den LiDAR-Laser unter einem quadratischen Aufbau mit abgerundeten Ecken und einem integrierten Kontaktsensor. Unten am Dreame D9 Max ist die entnehmbare Hauptbürste mit V-förmig angeordneten Borsten. Und seitlich am Saugroboter schaut die Seitenbürste hervor. Unter der Klappt befindet sich der Staubtank zum Ausleeren oder Austauschen des Staubfilters, die WiFi-Kontroll-LED mit Reset-Pin daneben und das kleine Reinigungswerkzeug, um die Hauptbürste von Haaren zu befreien.

Die Verarbeitung ist völlig solide und kein Teil macht einen fragilen Eindruck. Etwas dezentral platziert passt der schwarze Dreame D9 Max unauffällig in die Wohnungsausstattung. Hier hat aber bisher auch kein Saugroboter der großen Hersteller ein anderes Ergebnis erzielt.

Lieferumfang des Dreame D9 Max

Im Karton findet sich in Schutzfolie verpackt und mit Transportsicherungen ausgestattet der Dreame D9 Max. Das übliche Reinigungswerkzeug mit Borsten und Klinge zur Haarentfernung ist unter dem Deckel im vorhergesehenen Platz. Installiert werden muss noch die einzelne Seitenbürste, der Staubfilter ist bereits im Staubtank integriert. Ersatzteile liegen nicht bei, die findet man aber wie gewöhnlich günstig bei AliExpress.

Ansonsten liegt dem Dreame D9 Max das nötige Equipment zur Nutzung bei. Der Wassertank ist über zwei Raster am Dreame D9 Max befestigt, bietet 270ml Volumen sowie ein Wischpad, das in die Waschmaschine kann. Die Ladestation bietet weder eine Möglichkeit das Kabel elegant aufzurollen und damit verschwinden zu lassen, noch findet sich eine wasserfeste Kunststoffmatte im Karton. Dafür haben wir bei der Global Version ein Kleingerätekabel mit EU-Stecker und Klettband zum Zusammenbinden von überschüssigem Kabel.

Software: Xiaomi Mi Home App

Homescreen / zentrale Anlaufstelle

Die Mi Home App (im Google Play Store) von Xiaomi ist auch für den Dreame D9 Max die zentrale Anlaufstelle. Einmal eingerichtet, lässt sich der Saugvorgang auch jedes Mal manuell über den Powerbutton starten – Dagegen spricht nichts. Die Mi Home App lädt man ganz normal im Google Play Store herunter, loggt sich in seinen Xiaomi Account ein und wählt den „Deutschland“ Server aus.

Bei der Einrichtung oder Zurücksetzen der WLAN-Verbindung – Einfach den Power- und Homebutton für drei Sekunden gedrückt halten bis die Sprachansage ertönt – dann muss man das heimische WiFi-Passwort dem Saugroboter mitteilen. Hier funkt der Dreame D9 Max im 2,4 GHz Netz, was aufgrund der höheren Reichweite auch sinnvoll ist.

Dreame D9 Max im Smart Home

Dreame D9 Max Test Screenshot Anleitung

Tipps zur Einrichtung von Dreame:

Dreame ist zur Einbindung der Saugroboter in das vorhandene Smart Home bestens gerüstet. Mit der gemeinsamen Nutzung der Mi Home App, kann man alle Xiaomi Geräte mit dem Saugroboter vernetzen. Zum Beispiel ist es so möglich, den Dreame D9 Max über den Lichtschalter zu starten oder man beginnt automatisch die Reinigung, wenn man das Haus verlässt und die „Alarmanlage scharf stellt“.

Das bedeutet auch, dass die Reinigung über „OK Google“ via Sprache oder über das „Google Home“ Menü gestartet werden kann. Und auch ein Skill für Amazons Alexa steht bereit – Hier könnt ihr ihn einfach aktivieren und dann am Smartphone einrichten.

Bedienung in der Mi Home App & Software-Features

Den Dreame D9 Max ruft man entweder über Mi Home App auf oder hinterlegt sich ein Shortcut auf den Startbildschirm. Die grafische Oberfläche bietet neben den Einstellungen oben rechts, zwei Buttons unten zum “Starten der Reinigung” und “Zurückschicken zur Ladestation” noch die Schnellauswahl zwischen der Raumreinigung, Wahl einer rechteckigen Zone oder normale Reinigung der gesamten Räumlichkeiten. Oben bekommt man noch die Daten zum letzten abgeschlossenen Saugvorgang präsentiert sowie den aktuellen Ladestand. Leider ohne die genaue Prozent-Angabe, was gerade bei größeren Räumlichkeiten praktisch gewesen wäre.

Folgende Features findet man noch in den Einstellungen zum Dreame D9 Max in der Mi Home App:

Alle Einstellungen

  • Weitere Geräteeinstellungen

    Reinigungsmodus: Wahl zwischen den vier Leistungsstufen

  • Wasserdurchfluss (mit der integrierten Pumpe): Wahl zwischen drei Stufen der abgegebenen Wassermenge auf das Wischpad
  • Automatisierung
    • Erstellen von Zeitplänen nach Wochentagen, Uhrzeit, Wahl der zu reinigenden Räume und Auswahl der Saug- / Wasserstufe
    • Verknüpfung innerhalb des eigenen smarten Mi Home mit anderen Geräten („Wenn“ – „Dann“ Prinzip)
  • Reinigungsverlauf: Übersicht der letzten Saugvorgänge
  • „Restzeit“ / Status der Ersatzteile abfragen: Filter, Haupt- und Seitenbürste
  • Fernsteuerung: Den Dreame D9 Max mit Pfeilen manuell steuern
  • Saugroboter akustisch lokalisieren (wenn er unter der Couch verloren geht 😉)
  • Saugroboter für andere Nutzer (z.B. Familienmitglieder freigeben)
  • Systemaktualisierung durchführen
  • Geräteeinstellungen mit noch mehr Möglichkeiten:
    • Zeitzone & Sprachpaket ändern, z.B. Englisch oder Deutsch
    • Lautstärke der Sprachansagen
    • Benachrichtigungen Ein / Aus
    • Teppich-Boost: Automatische Erhöhung der Saugleistung auf Teppichen
    • Reinigung automatisch fortsetzen, wenn der Akku zur Neige geht und der Dreame D9 Max nachladen muss
    • Do not Disturb Modus: In welchen Zeitraum der Saugroboter auf keinen Fall Starten darf

Ein paar Dinge fallen beim Dreame D9 Max und der Mi Home App auf, die bei der Konkurrenz besser gelöst sind:

  • Die Karte lässt sich zwar schnell vom Hauptbildschirm auswählen (für die Etagenreinigung gut) und bearbeiten – lieber wäre mir aber ein direkter Wechsel zwischen den Saugstufen und Wasserlevel gewesen. Hierfür muss man jedes Mal den Umweg über das Einstellungsmenü gehen.
  • Auch lässt sich nicht direkt pro Raum die Reinigungsstärke und Wassermenge festlegen. Roborock bietet das zum Beispiel in der App an. Aber es ist mit Umweg auch beim Dreame D9 Max möglich! Hierfür geht man über die Automatisierung bzw. Reinigung nach Zeitplan, z.B.: Montag 14:00 zunächst Küche und Flur mit maximaler Leistung, danach das Bad mit besonders viel Wasser.
  • Und noch ein typisches allgemeines Problem der Mi Home App – Dafür kann der Dreame D9 Max aber im Grunde nichts. Die Server sind echt lahm! Es dauert manchmal einfach zu lange, bis das Gerät als online gemeldet wird und der Saugvorgang sich starten lässt. Bei Roborock geschieht dies einfach schneller.

Saug- und Reinigungsleistung

Highlight und Verkaufsargument am Dreame D9 Max ist der neue Motor, der nun ebenfalls auf eine Leistung von insgesamt 4000 Pa auf der höchsten Saugstufe kommt. Damit haben wir nun schon einige Modelle, welche die Leistung unseres ersten Saugroboters, dem Xiaomi Mi Vacuum 1, gewissermaßen verdoppelt haben.

Laser-Navigation + 4000 Pa + Wischfunktion

Zusätzlich wurde auch die Hauptbürste verbessert. Die misst nun 16,8 cm in der Breite und hat eine V-förmige Anordnung der Borsten. Die Seitenbürste hat normale Borsten und kehrt besonders in Ecken und Kanten den Staub zur Hauptbürste hin. Dazu kommt beim Dreame D9 Max die Wischfunktion. Hier wird zwar nur ein nasses Wischtuch hinterhergezogen, das nimmt Feinstaub auf und verbessert das Reinigungsbild minimal.

Navigation und Sensoren

Der Dreame D9 Max fährt mit seinem LiDAR-Laserturm oben absolut souverän durch die Wohnung, lässt sich nicht von hochflorigen Teppichen beeindrucken und fährt auch Ecken / Kanten zielsicher an.

Am Staub- und Wischroboter sind noch weitere Sensoren angebracht, die bei der Navigation und der Arbeit unterstützen:

  • Die gesamte Frontpartie federt ein und registriert so Zusammenstöße, die der Laser nicht „sehen“ konnte
  • Unten am Saugroboter befinden sich zudem zwei „Fallsensoren“, die den D9 Max davor bewahren, eine Treppe hinunterzupurzeln
  • Der LiDAR-Laserturm oben hat einen Kontaktsensor, der sich nach unten drücken lässt. So verhakt er sich nicht unter schrägen Möbeln.

Vermutlich fehlen da noch diverse interne Sensoren, für die Praxis sind sie aber nicht weiter relevant. Nett wäre noch ein Näherungssensor rechts am Dreame D9 Max gewesen, wo auch die Seitenbürste liegt. Bei früheren Modellen ist uns aufgefallen, dass die Saugroboter damit geschmeidiger an Wänden entlangfahren.

„Nur“ ein LiDAR-Laser oben – Braucht es mehr?

Bei den Top-Modellen setzt man immer mehr auf die Kombination aus herkömmlichem Laser oben sowie einem zweiten Laser vorne oder einer 3D / ToF Kamera zur besseren Erkennung. Vielleicht ein paar allgemeine Worte, wer davon profitiert.

  • Ob nun Xiaomi, Dreame, Roborock, Realme oder die anderen großen Hersteller: Die Navigation via Laser läuft inzwischen exzellent und die Saugroboter fahren souverän die Räumlichkeiten ab.
    • Solange die Wohnung aufgeräumt ist, sich nicht viel verändert und die Böden ein wenig auf den Saugroboter-Einsatz „optimiert“ worden sind (z.B. verlegt eure Kabel am Boden nicht lose 😉)
    • Dann braucht es die HighEnd-Technik mit doppelter Navigation eigentlich nicht.
  • Wer aber nun den Saugroboter vor schwierigere Umstände stellt, kann über ein Top-Modell nachdenken.
    • Gerade wenn Kinder etwas liegen lassen oder die Hunde Gegenstände in der Wohnung verteilen, stolpern die normalen Staubsaugroboter hier drüber gerne mal.

Kartenverwaltung & mehrere Stockwerke

Dreame D9 Max Test Screenshot Mehrstock KartenNoch ein paar Worte zu der Mehr-Stock-Reinigung und Speicherung mehrerer Karten, da dies bei Saugrobotern ja häufiger ein Punkt ist, der noch nicht ganz zuverlässig umgesetzt wird. Bei der ersten Benutzung muss der Dreame D9 Max zunächst eine Karte erstellen. Dies dauert knapp 25% länger als ein normaler Saugvorgang später, da sich der Sauger öfter „mal umschaut“. Die erstellte Karte wird dann schon von der Mi Home App in Räume unterteilt, aber man kann noch nachbessern, die Räume umbenennen und No-Go-, virtuelle Wänder sowie Nicht-Wischen-Zonen einzeichnen – so weit wie gehabt.

Hat man nun mehrere Stockwerke, die der Dreame D9 Max übernehmen soll, muss man zunächst das Feature aktivieren. Dann ist es möglich, eine neue Karte anzulegen, wovon insgesamt drei gleichzeitig gespeichert werden können. Also neue (zweite bzw. dritte) Karte anlegen, Saugroboter samt Ladestation im nächsten Stockwerk platzieren und dann wieder anpassen.

Trägt man den Saug- und Wischroboter nun in ein anderes Stockwerk, wählt man nur noch die jeweilige Karte aus und der Dreame D9 Max verrichtet wie gewohnt seine Reinigungsarbeit. Die Ladestation kann nach der Einrichtung immer an ihrem vorhergesehenen Platz bleiben.

Praxiseinsatz des Dreame D9 Max

Wie sich der Dreame D9 Max nun in den heimischen Gefilden schlägt? Entscheidend sind in der Praxis drei Faktoren:

Vier Saugstufen zur Wahl

  • Der wichtigste Punkt: Eine zuverlässige Navigation, damit auch alle Bereiche angefahren werden sowie Ecken und Kanten abgesaugt werden
  • Eine anständige Saugleistung, wobei die maximale Leistung erst auf Teppichen zur Geltung kommt
  • Und auch die Wischleistung macht dann noch das Quäntchen Unterschied aus

4000 Pa bieten auch die Top-Modelle von Dreame, der L10 Pro und Z10 Pro, und auf ebener Fläche liefert der günstigere D9 Max hier ebenso stark ab. Die Erkennung von Teppichen und Boost in den Turbomodus sollte man definitiv aktivieren, da sich so die 4000 Pa erst erkennbar machen. Auf normalen Hartböden, wie Parkett, PVC oder Fließen, reicht die Standard-Stufe.

Der Staubtank misst 570 ml, was bei uns meistens für drei bis vier Saugvorgänge ausreicht, bevor der Tank zu voll ist, die Saugleistung abnimmt und er ausgeleert werden sollte. Tipp: In dem Zuge saugt man auch kurz den Papierfilter mit dem Handstaubsauger ab, so setzt er sich weniger schnell zu und hält länger.

Wischleistung

Der Wassertank lässt sich im Ganzen abnehmen und am besten unter dem Hahn befüllen. Die Nutzung von zusätzlichen Reinigungsmitteln ist nicht vorhergesehen – Es wird sogar davon abgeraten in der Anleitung – aber mit unserem Roborock S5 Max praktizieren wir es nun schon seit gut 2 Jahren und der verträgt es.

Das Wischpad wird in eine Schiene geschoben und mit zwei Klettverschlüssen fixiert. Im Lieferumfang befindet sich leider nur ein Tuch, man kann aber weitere bestellen und das benutzte auch ohne Probleme in die Waschmaschine werfen.

Drei Stufen für die Wassermenge

Der Wassertank bietet ein Volumen von 270 ml. In der Praxis hat mir die Menge für insgesamt 135m² gereicht auf mittlerer Stufe. So konnte der Dreame D9 Max dreimal 45m² reinigen, bevor der Tank leer war.  In das Wohnzimmer mit dem Teppichboden darf er nicht mit montiertem Wischpad und der Raum ist als „Nicht-Wischen“ Zone gekennzeichnet.

Einstellen lässt sich die abgegebene Wassermenge in drei Stufen, was über eine Pumpe im Roboter realisiert wird. Sieht man vom Wasser auf der kleinsten Stufe im Grunde nichts, so hat man auf der höchsten Stufe leicht feuchte „Bahnen“ direkt nach dem Reinigungsvorgang des Dreame D9 Max. So nass wie mit einem herkömmlichen Wischmop ist es aber bei Weitem nicht, sodass man nach der autarken Saug- und Wischreinigung nicht lüften muss.

Ergebnis des Wischmodus: Beim Dreame D9 Max haben wir weder ein vibrierendes Wischpad, noch rotierende Bürste oder ein spezielles (Y-) Muster: Das Wischtuch wird einfach hinterhergezogen, wischt frische Flecken weg und sammelt Feinstaub auf. Auch wird das Wischpad wieder über zwei Federn links und rechts auf den Boden gedrückt und so die Reinigungsleistung verbessert.

Die Wischleistung unterstützt dabei den Motor bei der Reinigung, sorgt aber für ein schöneres Reinigungsbild. Nur Wunder sollte man einfach nicht erwarten: Die Tomatensoßeflecken in der Küche darf man noch immer per Hand wegwischen. Nur muss man mit einem Saug- und Wischroboter eben seltener mit Muskelkraft ran.

Akkulaufzeit

Dreame D9 Max Test Sample 5Wie im Grunde alle Saugroboter derzeit auf dem Markt, ist auch der Dreame D9 Max mit einem 5200mAh Akku ausgestattet. Dreame selbst gibt damit eine maximal zu reinigender Fläche von 250m² an und eine Arbeitszeit von 150 Minuten. Reicht dies nicht aus, kann der Dreame D9 Max auch selbstständig die Ladestation anfahren und die angefangene Arbeit fortsetzen, sobald wieder genügend nachgeladen wurde.

Der Dreame D9 Max schafft in unserer Wohnung knapp 1m² in 1,1 Minuten. Die gut 90m² große Wohnung hat eine Reinigungsfläche von 60m², wofür der D9 Max (meistens) 66 Minuten benötigt. Auf der zweithöchsten Stufe inklusive montiertem Wassertank und Wischpad kehrt er danach mit einem Akkustand von 50% zurück zur Ladestation.

So sind mit den Einstellungen und dem 5200mAh großen Akku ungefähr 100m² möglich, da der Dreame D9 Max mit 10% restlicher Batterieleistung die Ladestation aufsucht. Reduziert man die Leistung drastisch, wären auch mehr Quadratmeter möglich – Allerdings ist dies aufgrund der schwächeren Reinigung nicht zielführend. Geladen ist der Dreame D9 Max von 10 auf 100% in gut 4 Stunden.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Dem Dreame D9 Max kann man zu dem Preis wirklich kaum etwas ankreiden! An einigen Stellen ist es die Software, bei der die Konkurrenz es ein kleines bisschen besser macht. Der aufgerufene Preis zum Marktstart klingt auch fair. So eine enorme Saugstärke bekommt man sonst zu diesem Preis nirgends. Bei der restlichen Ausstattung sind wir auf Höhe des Klassenstandards und dementsprechend verwöhnt. Für den „normalen“ Haushalt ist das absolut super. Der Akku schafft auch große 3 bis 4 Zimmerwohnungen in einem Durchgang, der Staub- und Wassertank halten gut drei bis vier Reinigungen durch und die Navigation mit dem LiDAR-Laser lässt den Dreame D9 Max souverän seine Arbeit verrichten.

Einschätzung zur Konkurrenz – Wie schlägt sich der Dreame D9 Max im Vergleich?

Sieht man mal vom Xiaomi Mi Vaccum Pro (zweite Modell mit Wischfunktion) ab, den man im Angebot für ca. 180€ bekommt und damit noch immer unser Preis-Leistungs-Sieger ist, so verdient sich der Dreame D9 Max im Praxistest direkt seine Lorbeeren und bekommt eine Kaufempfehlung! 

Den Dreame D9 hatten wir zuletzt für 209€ aus DE. Hier muss man dann schon überlegen, ob die 50€ Aufpreis aktuell wirklich gerechtfertigt sind. Die Modelle von Roborock kosten derzeit allesamt über 300€ und spielen in der Premium-Liga unter den Saugrobotern. Und dann hätten wir noch die Saugroboter, die mit einer Absaugstation daher kommen, wie der Lysto R1 oder Viomi S9. Die sind allesamt teurer, bieten aber den Luxus, den Saugroboter noch seltener entleeren zu müssen. Bei Coolladen (einem neuen Shop von Edwaybuy) bekommt ihr den Dreame D9 Max aktuell für 260€ mit dem Gutscheincode “CLD9MAX10“. Versendet wird der Sauger direkt aus Deutschland.

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DerFried
Gast
DerFried (@guest_81193)
29 Tage her

Sieht komplett wie der mova l600 aus, auch von den Eckdaten. https://www.movaglobal.com/de/Robot-Vacuum-Cleaner/L600