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Fenix PD32 V2.0 Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • simples User Interface
  • nur drei Leuchtstufen
  • ausdauernde Performance
  • top Verarbeitung
Nachteile
  • Preis recht hoch
  • Micro-USB Ladeanschluss
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Wir haben für Euch mit der Fenix E28R und auch der Fenix PD40R V3.0 bereits zwei Taschenlampen des sehr bekannten chinesischen Herstellers getestet. Nun folgt mit der Fenix PD32 V2.0 eine weitere Lampe im EDC-Format. Ob sie mit den anderen Modellen mithalten kann, erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

Spezifikationen der Fenix PD32 V2.0

Die neue Fenix PD32 V2.0 sieht auf den ersten Blick aus wie eine typische 18650-Taschenlampe. Mit einem Gewicht von 132 g inklusive Akku und einer Gesamtlänge von 13 cm, ist sie jedoch schon etwas länger als eine Convoy S2+, eine Sofirn SC31 Pro oder eine Fenix E28R. Die Lampe ist aus A6061-T6 Aluminium gefertigt und besteht aus zwei Teilen: dem Lampenkopf samt Batterierohr und der Tailcap.

Der Lampenkopf samt Batterierohr ist 10,7 cm lang und hat vorn am Kopf einen Durchmesser von 25 mm. Im Lampenkopf sitzt eine OSRAM KW CSLPM1.TG LED mit Smooth Reflektor. Die LED sitzt perfekt zentriert im Lampenkopf. Für den Abschluss des Kopfes ist eine flach gezahnte Bezel angedeutet, auf der die Lampe ohne Probleme kopfüber stehen kann. Auf der Höhe der LED beginnt außen am Gehäuse eine ca. 12 mm breiter Streifen der etwas erhaben und zusätzlich immer wieder abgeflacht ist. In dem noch runden Bereichen dieses Rings sind jeweils zwei kleine Kühlrippen angedeutet. Der Bereich ist jedoch nicht eckig genug, um das Wegrollen der Lampe auf flachen Oberflächen auch ohne montierten Clip zu verhindern. Für etwas besseren Grip an dieser Stelle sorgt er dennoch.

Das direkt anschließende Batterierohr hat das identische Knurling wie auch schon die Fenix E28R. Es sieht zwar sehr hochwertig aus aber erhöht den Grip nur sehr leicht. Am unteren Ende des Batterierohrs befindet sich schließlich die Aufnahme für den Clip. Dieser kann um volle 360° rotiert werden.

Die Tailcap ist 3,5 cm lang und hat im hinteren Ende ebenfalls einen Durchmesser von 25 mm. Auch hier gibt es wieder einen ähnlich konstruierten Bereich wie am Lampenkopf, wo die Strukturelemente in Richtung der Längsachse verlaufen. Das Ende der Lampe ist ähnlich ausgeführt wie bei der Fenix E28R. So findet man auch hier zwei Füßchen, die zeitgleich als Lanyard-Aufnahme dienen. Diese Füße sind bei der PD32 V2.0 vom Material her jedoch etwas dicker, dafür bieten sie eine kleinere Standfläche für die Lampe im Vergleich zur E28R. Die Lampe ist auf den Füßchen durchaus tailstandfähig, selbst wenn das auf nicht ganz so glatten Oberflächen schnell zur Wackelpartie wird. Die “Füße” der PD32 V2.0 hätte Fenix meiner Meinung nach definitiv etwas breiter konstruieren sollen.

Auf dem Ende der Tailcap sitzt schließlich der Heckschalter in Form eines Forward Clicky. Er ist mit einer Silikonkappe geschützt, auf der das Fenix-Logo zu erkennen ist. Der Clicky ist angenehm breit und gibt ein haptisches sowie akustisches Feedback, sobald er durchgedrückt wurde. Durch den Heckschalter ist die Endkappe natürlich nicht magnetisch. Die Lampe ist nach IP68 wasserdicht und übersteht Stürze aus einem Meter Höhe.

von links: Convoy S2+, Fenix PD32 V2.0 und Fenix E28R

Fenix verzichtet beim Gehäuse der PD32 V2.0 vollständig auf Status-LEDs, Ladebuchsen oder anderen Schnick-Schnack. Diese Taschenlampe überzeugt mit minimalistischem Design und macht einen sehr soliden Eindruck. Hier hält man eine Taschenlampe in der Hand, die man wohl jahrelang nutzen kann, bevor das Material in die Knie geht.

Lieferumfang der Fenix PD32 V2.0

Zum Lieferumfang der Fenix PD32 V2.0 gehören neben der Lampe und dem 18650 Li-Ion Akku noch ein Lanyard, ein Holster, ein O-Ring und eine Bedienungsanleitung. Zum Zeitpunkt des Tests war das Produkt noch nicht endgültig veröffentlicht. Unser Testgerät kam dadurch noch ohne den hier dargelegten Lieferumfang – deshalb “nur” ein Produktbild von Fenix an dieser Stelle.

Fenix PD32 V2.0 Lieferumfang

User Interface

Für eine EDC-Taschenlampe wie die Fenix PD32 V2.0 ist es sehr wichtig, im Einsatz schnell den gewünschten Leuchtmode parat zu haben. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über den Heckschalter und ist angenehm einfach gehalten. Grundsätzlich besitzt die Lampe nur drei Leuchstufen (Low, Med und High) mit Mode Memory. Mit einem Tap auf den Heckschalter gelangt man direkt in den Momentary Memory Mode, also in die letzte genutzte Leuchtstufe. Lässt man den Schalter los, geht die Lampe wieder aus. Bei einem vollständigen Click auf den Schalter wird die Lampe dauerhaft im Memory Mode eingeschaltet. Bei eingeschalteter Lampe wechselt man mit einem kurzen Tappen durch die drei Leuchstufen. Ein erneutes Clicken des Heckschalters schaltet die Lampe schließlich wieder aus. Aus sämtlichen Stufen gelangt man über ein Click & Hold von etwa 0,5 Sekunden direkt in den Strobe Mode, was absolut praktisch ist für eine solche Lampe.

Zustand Aktion Resultat
Aus 1 x Click Lampe an – Memory Mode (zuletzt genutzte Leuchtstufe)
Aus 1 x Tap Lampe an – Momentary Memory Mode
Aus/An 1 x Click & Hold Lampe an – Strobe Mode
An 1 x Click Lampe aus
An 1 x Tap Wechsel der Leuchtstufe (Low – Med – High)

Ein elektronischer Lockout ist nicht verfügbar. Um die Lampe dennoch vor dem unbeabsichtigten Einschalten zu schützen, kann man die Tailcap einfach eine halbe Umdrehung aufdrehen (sogenannter “manueller Lockout“).

Fenix PD32 V2 Show 02

Das User Interface der Fenix PD32 V2.0 ist meiner Meinung nach so simpel wie genial. Drei Leuchstufen, Momentary und Memory Mode und dazu noch direkter Zugriff auf den Strobe Mode – mehr braucht eine solche Lampe nicht. Bravo Fenix!

Performance der Fenix PD32 V2.0

Um die Leuchteigenschaften der Fenix PD32 V2.0 etwas veranschaulichen zu können, habe ich natürlich wieder verschiedene Beamshots für Euch gemacht. Im White Wall Shot erkennt man einen recht klar abgegrenzten, sehr hellen Spot. Der Übergang zum Spill ist eher schmal und der Spill ist dann wiederum nach außen hin recht scharf abgegrenzt. Ich finde das Profil sehr angenehm, denn es bringt genügend Helligkeit und Reichweite im Spot aber zeitgleich noch einen angenehm hellen Spill. Die Farbtemperatur dürfte bei ca. 6.000 K liegen.

Fenix PD28 V2.0 01

Für die Outdoor-Beamshots habe ich die Fenix E28R und auch die Olight Warrior Mini als Vergleichlampen herangezogen. Alle Aufnahmen wurden während einer Session mit identischen Einstellungen (Blende f/8,0; ISO 200, 18 mm, 4 Sec.) gemacht.

farbtemperaturskala

Der Low Mode ist mit 30 Lumen meiner Meinung nach sehr gut gewählt, denn in dieser Lichtstufe macht man noch nicht zu viel Licht, um unnötig aufzufallen, kann aber locker eine Karte lesen oder verlorene gegangene Gegenstände direkt um sich herum suchen. Der Low Mode steht dabei immerhin für 82 Stunden zur Verfügung. Der Med Mode ist mit 350 Lumen schon hell genug, um nächtliche Spaziergänge durch den Wald zu absolvieren. Er steht dabei sogar für knapp 5,5 Stunden zur Verfügung. Die 1.200 Lumen des High Mode sind dann schon ordentlich hell. Dieser Mode ist für etwas mehr als 2,5 Stunden nutzbar, allerdings wird hier natürlich vorher schon runtergeregelt. Die maximale Reichweite von 395 Metern schafft die PD32 V2.0 auch knapp.

Vor allem im direkten Vergleich zur Fenix E28R wird der deutlich fokussiertere Beam der PD32 V2.0 gut sichtbar. Die Reichweite der PD32 V2.0 ist bereits im Med Mode deutlich größer als bei vergleichbaren Modes der Konkurrenz. Dies ist dann auch auf der jeweils höchsten Stufe der Fall. Trotzdem ist immer noch genügend Spill vorhanden, um auch etwas in die Breite auszuleuchten.

Fenix PD32 V2.0 Tabelle

Akku

Als Akku findet ein 18650 Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 3.500 mAh in der Fenix PD32 V2.0 Platz. Es handelt sich um eine geschützte Button Top Zelle (erhöhter Pluspol) mit integriertem Micro-USB Ladeport. Hier hätte ich mir durchaus einen USB-C Port gewünscht. Die Lampe kann grundsätzlich auch mit ungeschütztem Button Top Zellen betrieben werden. Flat Top Zellen (flacher Pluspol) funktionieren jedoch nicht ohne weiteres. Neben dem 18650er Format können zum Betrieb der Lampe auch zwei CR123A Batterien verwendet werden. Auch die Nutzung von zwei 16340 Li-Ion Akkus ist denkbar, selbst wenn Fenix dies aufgrund der Betriebssicherheit nicht empfiehlt.

Fenix PD28 V2.0 09

Zum Laden des Akkus muss dieser aus der Lampe entnommen werden. Nun kann ein Micro-USB Kabel angeschlossen werden. Im Pluspol der Zelle ist eine Status-LED verbaut, die während des Ladevorgangs rot aufleuchtet. Ist der Akku voll geladen, leuchtet die LED schließlich grün. Grundsätzlich ist auch das Laden des Akkus in einem normalen Li-Ion Ladegerät möglich. Dies konnte ich ebenfalls positiv testen.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Fenix PD32 V2.0 wirkt im ersten Augenblick fast ein bischen bider. Das ist aber durchaus so gewollt, denn die Lampe bietet dem Nutzer einfach nur genau das, was man wirklich braucht: ein robustes Gehäuse, ein simples User Interface mit Heckschalter sowie eine richtige starke Performance in nur drei Leuchtstufen. Mir hat es die Fenix PD32 V2.0 absolut angetan, denn ihr minimalistisches Gesamtkonzept kann wirklich überzeugen.

Wer eine leistungsstarke Taschenlampe sucht, die auch im echten Outdoor-Einsatz jederzeit performen kann, ist bei der Fenix PD32 V2.0 genau richtig aufgehoben. Der Preis von ca. 60 EUR ist zwar recht hoch aber man bekommt hier sehr solide Technik für sein Geld. Gute Alternativen sind ganz klar die sehr ähnliche Convoy S2+, die Sofirn SC31 Pro oder aber auch die Klarus E2.

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rundumeli
Gast
rundumeli (@guest_74091)
1 Jahr her

der fokus auf praxis ist zwar ok, aber einfach die lumen aus dem prospekt abzuschreiben, mutet etwas seltsam an. gerade im high-modus wäre interessant zu erfahren, nach wieviel minuten sie runterregelt… und auf welches niveau?

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_74076)
1 Jahr her

Testet ihr auch mal diese Taschenlampen, die 500.000Lumen und mehr haben, wo man kurzzeitig ganze Baustellen etc. ausleuchten kann? Würde mich mal interessieren ob das alles seriös ist, gesehen hab ich dazu schon genug Videos, aber ob das alles so stimmt?

pavlov
Gast
pavlov (@guest_74090)
1 Jahr her
Antwort an  Shorty2020

Das in die Augen macht bestimmt aua.

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