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Huawei Band 4 Pro Testbericht

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • gute Verarbeitungsqualität
  • großer Funktionsumfang
  • integriertes GPS
Nachteile
  • durchschnittliche Akkulaufzeit
  • keine Neuerungen zum Vorgänger
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Vor knapp einem Jahr hatte ich bereits das Huawei Band 3 Pro getestet, was mich damals durchaus überzeugen konnte. Nun haben wir auch dessen Nachfolger, das Huawei Band 4 Pro zum Test bekommen und in diesem Testbericht erfahrt ihr, ob auch die aktuelle Version des Bandes überzeugen kann.

Verarbeitung & Design

Huawei hat beim Band 4 Pro in Sachen Design eigentlich auf jegliche Experimente verzichtet. Auch die aktuelle Auflage des Bandes orientiert sich an der klassischen Form der Fitnessarmbänder der letzten Jahre. Mit Gehäuse-Abmessungen von 45 mm (Länge) x 19 mm (Breite) x 11 mm (Höhe) hat es die identischen Maße des Vorgängers. Auch das Gewicht ist mit 25 Gramm inklusive Armband exakt gleich geblieben. Um ehrlich zu sein, erkenne ich keine maßgeblichen Änderungen am Gehäusedesign im Vergleich zum Huawei Band 3 Pro. Jedoch besteht das Gehäuse beim Band 4 Pro aus Kunststoff, während es beim Vorgänger noch aus Metall gefertigt war. Selbst die Unterseite mit Ladepins und optischem Pulssensor sieht exakt gleich aus. Auch der Übergang zum Armband sowie das Armband selbst sind unverändert: es besteht weiterhin aus Silikonkautschuk, ist 16,5 mm breit und insgesamt 21,2 cm lang. Es wird auch bei diesem Modell mit einer klassischen Dornschließe fest am Arm gehalten.

Huawei Band 4 Pro Testbericht (4)

Das Huawei Band 4 Pro kommt in drei Farbvarianten daher: Cinnabar Red (unser Testgerät), Pink Gold und Graphite Black. Bei der roten und schwarzen Variante ist das Gehäuse jeweils schwarz, während es bei der pinken Variante in Gold gehalten ist. Diese Version zielt also eher auf die weibliche Kundschaft.

Das Design und auch die Verarbeitung des Huawei Band 4 Pro sind gewohnt hochwertig und können mich grundsätzlich überzeugen. Warum man aber in Sachen Optik quasi eine 1:1 Kopie des Vorgängers gewählt hat, bleibt für mich trotzdem fraglich. Hier hätte ich mir von einem Konzern wie Huawei wenigstens ein paar neue Details gewünscht.

Ausstattung

In Sachen Ausstattung hat sich das Band 4 Pro (leider) auch sehr an seinem Vorgängermodell orientiert. So sind mit dem 6-achsigen IMU-Sensor, dem optischen Herzfrequenzsensor und dem Infrarot-Verschleißsensor die gleichen Sensoren verbaut und auch das integrierte GPS sowie der Verbindungsstandard Bluetooth 4.2 sind wieder vorhanden. Des Weiteren ist das Band ebenfalls bis 5 ATM wasserdicht und kann somit auch zum Schwimmen getragen werden. Während mich die verpasste Evolutionsstufe beim Design schon stört, kann ich in Sachen Ausstattung doch eher nachvollziehen, warum es keine bzw. kaum Änderungen gibt. Das Band 3 Pro konnte mich bereits vor einem Jahr mit genau dieser Ausstattung überzeugen und seitdem hat sich bei den Fitnessarmbändern einfach nicht so viel getan, als das eben diese Features auch Anno 2020 völlig in Ordnung für ein solches Fitnessarmband sind.

Neben dem klassischen Schrittzähler sind natürlich auch wieder HUAWEI TruSeen™ 3.5 (24 h Pulsmessung) und HUAWEI TruSleep™ 2.0 (Schlafaufzeichnung) mit an Bord. Des Weiteren gibt es auch Funktionen wie Timer, Stoppuhr, Kamera Fernauslöser und Musiksteuerung. Jedoch sind auch das alles (alt-) bekannte Features, die bei einem modernen Fitnessarmband einfach dazugehören. Das einzige Alleinstellungsmerkmal des Huawei Band 4 Pro in Sachen Ausstattung ist (wie auch schon beim Vorgänger) definitiv das integrierte GPS. Das macht die autarke Aufzeichnung von Sporteinheiten möglich, was so nur sehr wenige Fitnessarmbänder zu bieten haben.

Huawei Band 4 Pro Testbericht (1)

Zum Lieferumfang gehören das Band 4 Pro, ein Ladeclip mit USB-Kabel sowie eine Bedienungsanleitung.

Display

Als Display ist ein 0,95 Zoll großer AMOLED-Touchscreen verbaut, der mit 240 x 120 Pixel auflöst. Dieses Display war auch schon im Huawei Band 3 Pro verbaut und konnte mich voll überzeugen. Daran hat sich auch beim aktuellen Modell nichts geändert. Die Farbdarstellung ist wirklich richtig gut und Pixelsalat sucht man glücklicherweise vergebens. Die Helligkeit kann in fünf Stufen geregelt werden und reicht auf höchster Stufe noch aus, um das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen zu können.

Auch die hilfreiche Funktion, das Band während der Nacht (diesen Zeitraum kann man über die App konfigurieren) etwas dunkler werden zu lassen, ist wieder mit an Bord. Alle Eingaben werden direkt und ohne Zeitverzögerung vom Digitizer umgesetzt.

App & OS

Wie bei allen Huawei/Honor Wearables läuft auch das Huawei Band 4 Pro mit dem bekannten Lite OS Betriebssystem. In meinem Test lief das Gerät stabil auf der Version 1.2.0.26. Das Band wird sowohl über Touch- und Wischgesten als auch über den zentral unter dem Display liegenden Home-Button gesteuert. Über eben diesen Button gelangt man immer wieder auf das Watchface, das natürlich wieder wechselbar ist. Dafür stehen auf dem Band und in der Huawei Helth App bereits viele verschiedene Designs zur Verfügung.

Mit einem Touch auf das Watchface gelangt man auf eine Statusseite mit Infos zum Akku-Stand, Benachrichtigungen und dem Verbindungsstatus zum Smartphone. Mit einem Swipe nach rechts vom Watchface aus, gelangt man dann direkt in die Benachrichtigungen. Das eigentliche Menü des Band 4 Pro ist vertikal vom Watchface aus angeordnet. Mit Swipe Gesten kommt man in die Menüpunkte Schritte, Herzfrequenz, Schlaf, Workout, Nachrichten, Mehr (Einstellungen) und die Musiksteuerung. Die gesamte Navigation ist sehr simpel und quasi selbsterklärend – so wie man es von Fitnessarmbändern gewohnt ist.

Über Bluetooth 4.2 lässt sich das Band 4 Pro völlig problemlos mit dem Smartphone (in meinem Test das Xiaomi Mi 8) verbinden. Dafür wird auf dem Smartphone die Huawei Health App aus dem Google Play Store benötigt. Aufmerksame Leser meiner Testberichte werden wissen, dass ich ein echter “Fan” dieser App bin. Sie wird z.B. auch von der Top Smartwatch Huawei Watch GT 2e genutzt und kann mich immer wieder vollständig überzeugen. Die Übersichtlichkeit und Menüführung sind meiner Meinung nach unerreicht und auch die unterschiedlichen Darstellungen zu Schritten, Herzfrequenz oder Trainingseinheiten sind einfach gut gemacht. Herauszuheben ist hier weiterhin der große Bereich mit vorgefertigten bzw. konfigurieren Lauf-Trainingsplänen/-einheiten. Dieser bleibt einzigartig und macht die Huawei-Modelle vor allem für Läufer noch interessanter.

Natürlich hatte ich das Huawei Band 4 Pro auch beim Laufen dabei. Durch das integrierte GPS kann man seine Trainingseinheit ganz ohne Smartphone aufzeichnen, was sonst eher den etwas größeren Smartwatches vorbehalten ist. Die Bedienung während des Laufens ist ohne echte Hardware-Knöpfe natürlich etwas fummelig, aber man gewöhnt sich schnell daran.

LaufKm GarminKm Band 4 ProØ-HF GarminØ-HF Band 4 Pro
110,4310,40138136
210,4510,35147146

Im Vergleich zu meiner Garmin Forerunner 645 Music wich die Streckenaufzeichnung auf einer 10 km langen Runde maximal 100 Meter ab, was absolut im Rahmen ist. Auch die durchschnittliche Herzfrequenz wich nur um maximal 2 Schläge von den mit der Garmin ermittelten Werten ab. Das Huawei Band 4 Pro macht also auch beim Sporttracking eine richtig gute Figur.

Akku

Der Akku des Band 4 Pro hat eine Kapazität von 100 mAh und soll laut Hersteller für Akkulaufzeiten von 5 – 12 Tagen (je nach Nutzungsintensität) sorgen. Mein Setup für den Akkutest war wie folgt:

  • Helligkeitsstufe 3 von 5
  • HUAWEI TruSeen aktiv mit 24 h HF-Messung
  • HUAWEI TruSleep™ aktiv
  • Arm drehen zum Aktivieren des Bildschirms deaktiviert
  • Anruf-, SMS- und App-Benachrichtigungen aktiv
  • Sporttracking von zwei Laufeinheiten mit insgesamt ca. 2 h aktivem GPS

Mit diesem Setup konnte ich eine Laufzeit von 6 Tagen erreichen, was den Angaben von Huawei entspricht bzw. leicht übertrifft. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Band 3 Pro, konnte die Akkulaufzeit somit leicht verbessert werden. Natürlich ist die Laufzeit z.B. im Vergleich zum Xiaomi Mi Band 4 nicht wirklich atemberaubend, aber der Funktionsumfang, vor allem bezüglich des integrierten GPS, ist eben auch ein anderer. Geladen wird das Band im mitgelieferten Ladeclip über ein USB-Kabel. Ein vollständiger Ladevorgang dauert ca. 100 Minuten.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Vermutlich hätte ich meinen Testbericht zum Huawei Band 3 Pro aus dem letzten Jahr einfach kopieren können und niemand hätte es gemerkt! Leider bringt das Huawei Band 4 Pro eigentlich in keinem Bereichen nennenswerte Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger mit sich. Trotzdem ist es ein gutes Fitnessarmband und vor allem durch das integrierte GPS auch für Sporttracking sehr gut geeignet. Trotzdem hätte ich mir von einem Konzern wie Huawei etwas mehr als Copy & Paste aus dem eigenen Regal gewünscht.

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*Preise inkl. Versand und Zoll. Zwischenzeitliche Änderung der Preise, Rangfolge, Lieferzeit und -kosten möglich. Preise zuletzt aktualisiert am 24.05.2020

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Rossi63
Gast
Rossi63

Die inzwischen verfügbare
Sauerstoffsättigung (SpO2) wäre noch ein Hinweis Wert.

PanEuropean
Gast
PanEuropean

Ich habe je eines für mich und meine 14jährige Tochter in schwarz gekauft. Uns gefällt das elegante, zurückhaltende Design. Meine Tochter trug bisher keine Uhr und ist total begeistert, was das Band alles kann. Das GPS ist das Highlight und funktioniert super. Ein klasse Band für Sport + Schlafüberwachung + und rudimentäre Benachrichtigungsfunktion vom Smartphone. Und das kompakt, dezent und leicht. Die Akkulaufzeit finden wir gut. Zu toppen wäre es noch mit integriertem Speicher für Musik. Mal sehen, was evtl. ein Band 5 Pro bringt?

Andy
Mitglied
Andy

Sehr interessantes Gerät. Musiksteuerung ist möglich, aber ist es auch möglich, Musik auf das Band zu laden, sodass man ohne Handy auf die Joggingrunde kann und dabei nicht auf Musik via Bluetooth Kopfhörer verzichten muss?

PanEuropean
Gast
PanEuropean

Nein, das geht leider nicht.