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Kameravergleich: Nothing Phone 2 vs. Google Pixel 7a

Mit dem Nothing Phone 2 (zum Test) ist das Unternehmen um OnePlus-Mitgründer Carl Pei  vollends in den Highend-Smartphonemarkt eingestiegen. Dafür wurde laut Hersteller auch die Kamera im Vergleich zum Vorgänger, dem Nothing Phone 1 (zum Test), verbessert. Mit einem neuen Sensor von Sony mit weiterhin 50 Megapixel und einer erheblich verbesserten Software will man die Bildqualität auf das nächste Level gehoben haben. Apropos Software: Google zeigt bereits seit vielen Modellgenerationen seiner Pixel-Smartphones, wie man mit guter Softwareoptimierung hervorragende Bildresultate selbst mit älteren Kamerasensoren erreicht. Davon profitieren auch Käufer der etwas günstigeren a-Serie. Das ebenfalls erst kürzlich vorgestellte Google Pixel 7a (zum Test) hat zudem auch einen neuen Sensor mit 64 Megapixel erhalten. Grund genug für uns, die beiden Smartphones in einem Kameravergleich gegeneinander antreten zu lassen.

Kameraausstattung: Nothing Phone 2 vs. Google Pixel 7a

Während uns zum Nothing Phone 2 ausführliche Informationen zu den verbauten Kamerasensoren vorliegen, schweigt sich Google über die genauen Spezifikationen aus. Festhalten lässt sich aber, dass beide Hersteller bei der Hauptkamera jeweils auf einen hochauflösenden Sensor mit 50 bzw. 64 Megapixel setzen. Wie üblich kommt auch hier das Pixel-Binning-Verfahren zum Einsatz, bei welchem mehrere Pixel zu einem zusammengefasst werden. Entsprechend beträgt die Auflösung der Bilder standardmäßig 12,5 Megapixel beim Nothing Phone 2 und 16 Megapixel beim Google Pixel 7a. Eine weitere Gemeinsamkeit ist zudem, dass beide Hersteller auf eine dedizierte Zoomkamera verzichten. Bei Ultraweitwinkel- und Frontkamera setzt Nothing hingegen auf deutlich höher auflösende Sensoren als Google. Doch mehr Pixel bedingen bekanntermaßen nicht zwingend eine bessere Bildqualität.

Kameravergleich Nothing Phone 2 Pixel 7a 2

Nothing Phone 2

  • Hauptkamera: 50 Megapixel (Sony IMX890), f/1.9, 1/1.56 Zoll, 24mm, Autofokus, OIS
  • Ultraweitwinkel-Kamera: 50 Megapixel (Samsung JN1), f/2.2, 1/2.76 Zoll, 114°
  • Frontkamera: 32 Megapixel (Sony IMX615), f/2.5, 1/2.74 Zoll

Google Pixel 7a

  • Hauptkamera: 64 Megapixel, f/1.89, 1/1.73 Zoll, 26mm, Autofokus, OIS
  • Ultraweitwinkel: 13 Megapixel, f/2.2, 120°
  • Frontkamera: 13 Megapixel, f/2.2, 20mm

Hauptkamera: Nothing Phone 2 vs. Google Pixel 7a

Hinweis: Im Folgenden findet ihr immer auf der linken Seite die Aufnahmen des Nothing Phone 2 und auf der rechten Seite die des Google Pixel 7a.

Bei guten Lichtbedingungen liefern sowohl die Hauptkamera des Nothing Phone 2 als auch die des Google Pixel 7a ausgezeichnete Aufnahmen. Im direkten Vergleich fallen die Bilder des Pixels weniger farbintensiv und daher natürlicher aus. Welche der beiden Charakteristiken einem selbst am meisten zusagt, bleibt aber natürlich eine Frage des Geschmacks. Die HDR-Funktion ist hingegen beim Pixel 7a stärker aufgestellt. Der Dynamikumfang fällt hier nochmals etwas größer aus. Beim Nothing Phone 2 hingegen stört uns in dieser Hinsicht die vergleichsweise dunkle Abstimmung der Aufnahmen. Auch der Detailgrad überzeugt beim Google-Phone mehr, wenngleich der Unterschied nicht groß ausfällt.

In der Nacht bieten beide Smartphones selbstverständlich auch einen Nachtmodus, der hervorragend funktioniert. Selbst starke Kontraste zwischen feinen Bildelementen bilden beide Kameras dank der guten Software ausgezeichnet ab. Auch Details werden gut eingefangen, wenngleich im Vergleich zu Tageslicht der Detailgrad niedriger ausfällt. Nur beim Farbprofil lassen sich Unterschiede feststellen. Die Nachtaufnahmen des Nothing Phone 2 fallen etwas wärmer aus, während das Pixel mit einer kälteren und gleichzeitig natürlicheren Abstimmung aufwartet.

Zusammengefasst sehen wir das Google Pixel 7a bei der Hauptkamera vor dem Nothing Phone 2. Die helleren und natürlicheren Aufnahmen in Kombination mit dem besseren HDR-Modus sind daran maßgeblich beteiligt. Damit sichert sich das Google-Phone den ersten Punkt unseres Kameravergleichs.

Zoommodus

Wie bereits eingangs erwähnt, bieten beide Smartphones keine dedizierte Zoomkamera. Trotzdem findet man in den Kamera-Apps einen Schalter für zweifachen Zoom. Dahinter verbirgt sich ein digitaler Zoom, bei welchem das Bild der Hauptkamera vergrößert wird. Aufgrund der hochauflösenden Sensoren mit Pixel-Binning und Softwareoptimierung sind die Ergebnisse besser, als man es sonst von einer digitalen Vergrößerung gewohnt ist. Trotz Softwaremagie muss man aber qualitative Einbußen in Kauf nehmen. Eine dedizierte Zoomkamera lässt sich damit aber nicht ersetzen und aufgrund des geringeren Detailgrads sind die Aufnahmen auch nur für kleinere Bildschirme geeignet.

Ultraweitwinkel-Kamera

Bei der Ultraweitwinkel-Kamera hingegen ist der Unterschied zwischen den zwei Smartphones deutlich größer. Trotz der niedrigeren Auflösung fängt die Kamera des Google Pixel 7a sichtlich mehr Details ein. Die Aufnahmen des Nothing Phone 2 sehen im Vergleich schon fast verschwommen aus. Wir vermuten, dass Google das bessere Resultat durch stärkeres Nachschärfen erzielt. Unabhängig davon bieten die Bilder aber schlichtweg mehr Strukturen. Außerdem fällt erneut die dunkle Abstimmung beim Nothing Phone auf, durch die trotz gut funktionierendem HDR-Modus weitere Details verloren gehen. Die helleren und natürlicheren Aufnahmen des Pixel 7a gefallen uns eher. Für beide Smartphones gilt aber wie fast immer: Die Qualität der UWW-Kamera ist nicht mehr der Hauptkamera vergleichbar.

Nachtaufnahmen gelangen grundsätzlich zwar ebenfalls mit den UWW-Kameras, wir würden aber empfehlen bei schlechten Lichtbedingungen eher zur Hauptkamera zu greifen. Die Qualität lässt nämlich in beiden Fällen deutlich nach und Details gehen massiv verloren. Tendenziell funktioniert der Nachtmodus beim Pixel 7a etwas besser, indem er umfassender die Szenerie aufhellt. Die Dynamik der Bilder ist aber bei beiden Smartphones gut. Beim Nothing Phone 2 fällt die Abstimmung wie bei der Hauptkamera etwas wärmer aus, während das Pixel 7a einen kälteren und natürlicheren Ansatz wählt. Somit sichert sich das Google-Phone auch bei der Ultraweitwinkel-Kamera einen Punkt. Der deutlich höhere Detailgrad ist ein klarer Pluspunkt für die Kamera. Im Hinblick auf die restlichen Aspekte nehmen sich die zwei Smartphones nicht viel. 2:0 für Google.

Frontkamera

Auch bei der Frontkamera wissen das Nothing Phone 2 und Google Pixel 7a zu überzeugen. Auf den ersten Blick sind sich die Aufnahmen dabei ziemlich ähnlich. In beiden Fällen erhält man Selfies mit einer natürlichen Farbgebung und einem guten Dynamikumfang. Nur bei genauer Betrachtung fällt auf, dass die Selfies des Nothing Phones etwas mehr Details bieten. Womöglich macht sich hier die höhere Auflösung des Sensors bezahlt. Außerdem lässt sich auch erkennen, dass die Bilder eine stärker ausgeprägtes Bokeh besitzen.

Bei schlechten Lichtbedingungen hingegen kommen die Frontkameras an ihre Grenzen. Details gehen sichtlich verloren und auch der Nacht- und HDR-Modus zeigt hier nicht so starke Wirkung wie bei den rückseitigen Kameras. Im direkten Vergleich sind die Aufnahmen des Pixels aber noch stärker von Bildrauschen geprägt als die des Nothing Phone 2. Damit steht es 2:1 für das Google Pixel.

Portraits

Selbstverständlich bieten beide Smartphones darüber hinaus auch einen Portraitmodus. Bei diesem wird via Software eine niedrige Tiefenschärfe generiert, die ein natürliches Bokeh imitieren soll. Das funktioniert in beiden Fällen gut und die Erkennung ist weitestgehend präzise. Einzelne Details wie Haarsträhnen lässt das Pixel 7a gelegentlich aber auch im Hintergrund untergehen. Beim Nothing Phone 2 tritt dieses Problem seltener auf. Auch der Übergang zwischen Objekt und Hintergrund gefällt aufgrund seiner harmonischeren Charakteristik hier besser als beim Google-Phone. Somit steht es jetzt 2:2.

Fazit

Am Ende unseres Kameravergleichs lässt sich festhalten, dass sowohl das Nothing Phone 2 als auch das Google Pixel 7a eine grundsätzlich solide Kameraperformance bieten. Insbesondere bei der wichtigen Hauptkamera hat das Smartphone von Google aber die Nase vorn und sichert sich trotz Gleichstand den Gesamtsieg in unserem Vergleich. In Aspekten wie dem HDR- oder Nachtmodus zeigt sich, dass der amerikanische Tech-Riese weiterhin mit seiner Softwareoptimierung auf höchstem Niveau ist. Vom Nothing Phone 2 hätten wir uns stattdessen mehr Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger gewünscht. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass das Pixel 7a deutlich günstiger ist als das Nothing Phone 2. Wer also auf der Suche nach einem Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera ist, sollte weiterhin die Pixel-a-Serie mit in die engere Auswahl nehmen. Das neue Modell von Nothing steht aufgrund des gestiegenen Preises hingegen auch in direkter Konkurrenz zu weiteren Top-Smartphones wie dem Xiaomi 13 (zum Test).

Was ist eure Meinung zu den Kameras des Nothing Phone 2 und Google Pixel 7a? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.



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Helmex
Gast
Helmex (@guest_99352)
7 Monate her

Vielen Dank für das Vergleichsbild mit dem Springbrunnen. Endlich mal ein Bild mit einem bewegten Motiv. 99% meiner Fotos werden unter schlechten Lichtbedingungen und mit Personen geschossen, die anders als Häuser oder Landschaften, sich naturgemäß bewegen. Bitte mehr davon denn diese Disziplin offenbart für mich den waren Kamerakönig. Lange Belichten ist einfach.

Hardy
Gast
Hardy (@guest_99350)
7 Monate her

Das Pixel 7a hat bei den Portaits ja mal vollkommen versagt. Komplett stümperhaft und unsauber ausgeschnitten. Das muss man doch sehen

Simicio
Gast
Simicio (@guest_99335)
7 Monate her

Sehr guter Vergleich. Was nur etwa sunter den Tisch gefallen ist, ist dass das Nothing einen UWW mit Autofokus hat und somit auch die Möglichkeit Makros zu schießen.

Imi
Gast
Imi (@guest_99330)
7 Monate her

Der Nothing Phone 2 hat für mich eindeutig die bessere Kamera.

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