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Oclean X10 im Praxistest

Getestet von Erik Zürrlein am
Vorteile
  • starker Motor, super Reinigung
  • gute Akkulaufzeit & Laden über USB-C
  • autark nutzbar, simple Bedienung, aber...
Nachteile
  • ohne App-Anbindung
  • hoher Preis
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Die teuren smarten Zahnbürsten von Oclean zeichnen sich für gewöhnlich durch die Anbindung in die Oclean App aus: Die neue Oclean X10 hingegen wird autark genutzt, bietet eine bessere Akkulaufzeit von bis zu 60 Tagen, aber ist genau so teuer wie das derzeitige Top-Modell, die Oclean X Pro Elite. Für die Oclean X10 werden 100€ (UVP) fällig. Wie schlägt sich die elektrische Zahnbürste in der Praxis? Ist hier weniger mehr oder macht sie nichts anderes als die Oclean Flow für 30€?

Oclean X10 im Sortiment

Oclean hat sich bei uns mit den smarten Features und der Oclean-App etabliert – Der Grundstein für „Gamification“ und Individualisierung des Zähneputzens, gewissermaßen. Es folgten zahlreiche Zahnbürsten, mit denen der Hersteller die verschiedensten Preisbereiche abdeckt. Die smarten Funktionen, wie anpassbare Putzprogramme, bleiben den Top-Modellen vorbehalten. Oclean ordnet die Zahnbürsten inzwischen in drei Kategorien ein:

  • Smart Serie: Oclean X Pro Elite, Oclean X Pro & Oclean X10 (80-100€)
    • Die Modelle zeichnen sich durch „smarte“ Features aus, z.B. mithilfe der App-Anbindung oder verschiedenen Putzprogrammen. Das Display darf hier natürlich nicht fehlen
  • Ultra-Leise-Serie: Oclean Air 2T, Oclean Air 2 (50-60€)
    • Einfaches Zähneputzen bei einem besonders leisen Betrieb
  • Klassische Serie: Oclean Flow, Oclean F1, Oclean Endurance (30€)
    • Simple elektrische Zahnbürsten mit dem Fokus auf dem Wesentlichen

Design & Verarbeitung

Die Oclean X10 ist in drei Farben erhältlich. Wir haben das klassisch-weiße Modell in „Pearl Grey“, dazu kommen noch „Ocean“ Blau und „Coral“ Pink. Aufgelockert wird der uni-farbene Look durch das Display-Element, mit den zwei Buttons und dem Wellen-Muster darunter. Im Betrieb wird das Oclean Logo ebenfalls weiß beleuchtet. Das Gewicht liegt bei 110 Gramm und die elektrische Zahnbürste misst 26 mm im Durchmesser. Ohne den Bürstenkopf misst die Oclean X10 169 mm, der Bürstenkopf ist 84 mm lang und insgesamt ist sie 253 mm lang. Vor Wasser ist sie nach IPX7 geschützt. Bedient wird sie über den Start-Button und den zwei Knöpfen darunter, um den Modi oder die Reinigungsstärke zu ändern.

Zum Lieferumfang gehört zwar nur ein Bürstenkopf, dann aber zumindest in der passenden Farbe. Ebenfalls enthalten sind ein 50cm langes USB-Kabel, Schutzkappe für den Bürstenkopf, Gummischutz für die schwingende Aufnahme an der Zahnbürste und eine magnetische Wandhalterung. Diese klebt man (3M-Klebepad) einfach an die Badezimmer-Fließen und hat direkt den passenden Aufbewahrungsort für die Oclean X10.

Beim Material der elektrischen Zahnbürste setzt man wieder auf matten Kunststoff, der eine merkliche Textur bietet. Die Oclean X10 liegt so auch bei nassen Händen griffig in der Hand. Das komplette Displayelement samt dem Muster darunter ist unter glänzendem Kunststoff. Die Verarbeitung ist soweit grundsolide und ist ohne Sicken und Kanten zusammengesetzt. Mit dem großen Akku für bis zu 60 Tage Laufzeit unten im Gehäuse liegt die Oclean X10 sicher in der Hand.

Ersatzbürstenköpfe

Oclean selbst gibt an, dass alle Bürstenköpfe mit sämtlichen elektrischen Zahnbürsten kompatibel sind. Auf der Oclean X10 habe ich drei Stück getestet, die ich noch daheim hatte, und alle funktionierten.

Oclean X10 Test Buerstenkoepfe

Die Bürstenköpfe teilt man in drei Kategorien und Härtegraden ein. Persönlich gefallen mir die „Plague Control“, also die Härtesten, am besten – Ich habe auch keine Probleme mit sensiblem Zahnfleisch. Mit 6€ pro Stück sind sie nicht gerade günstig bei Oclean selbst. Im Preisvergleich verlinken wir euch Alternativen.

Funktion & Betrieb

So richtig smart wie etwa die Oclean X Pro Elite ist die neue Oclean X10 zwar nicht, bietet für eine „elektrische Zahnbürste“ aber schon genug Features. Auf die App-Anbindung verzichtet man, kann aber Reinigungsmodus und Intensität direkt an der X10 verstellen. Dazu sind Sensoren in der Oclean X10 verbaut: Ein Lagesensor bzw. Gyroskop, um sie durch in die Hand nehmen aufzuwecken und um während des Zähneputzens die Lage im Mund zu bestimmen. So bekommt man nach der Reinigung Feedback darüber, welchen der vier Mundbereiche (Links und Rechts, jeweils Oben und Unten) man ausgelassen hat. Einen Smiley und Sternewertung gibt es danach als Bewertung. Die Putzzeit / der Timer steht stehts auf 2 Minuten und nach 30 Sekunden wird man durch Vibration daran erinnert, einen anderen Bereich im Mund zu säubern.

Ist man nicht zufrieden mit dem Ergebnis, dann drückt man einfach auf den oberen Button, um den Putzvorgang um 30 Sekunden zu verlängern. Hier kommen wir auch schon zu einem Problem der Oclean X10. Ich putze lieber vier Minuten die Zähne. Nach einer erfolgreichen 2-Minuten Reinigung, dauert es etwas, bis man den nächsten Putzvorgang starten kann. Bei der Oclean Flow z.B. geht das deutlich schneller auf Knopfdruck. Fünf Reinigungsmodi in jeweils fünf Intensitätsstufen sind an Bord:

  • Oclean X10 Test ModiReinigen: ist der intensivste Modus und arbeitet durch einfache Schwingungen
  • Aufhellen: zeichnet sich durch besonders starkes Hin- und Herschwingen der Borsten aus
  • Massieren: arbeitet schon sanfter
  • Empfindlich: ist der leichteste Modus, kann auf Stufe 5 aber immer noch ordentlich reinigen
  • Polieren: arbeitet ebenso intensiv wie „Reinigen“, aber zeichnet sich durch eine zusätzliche Schwingungsrichtung aus

Eindruck in der Praxis

Wie man schon herausliest, verhalten sich die Putzprogramme allesamt recht ähnlich in der Praxis. Persönlich nutzte ich am häufigsten „Reinigen“ auf Stufe 4. Gerade wenn man abends in der Routine vor dem Schlafengehen ist, hat man kaum noch die Muße den Modus zu wechseln. Über das Display, statt über die App, kann man aber viel schneller mal wechseln.

In der höchsten Stufe geht mir die Oclean X10 zu intensiv vor, dafür merkt man regelrecht, wie sich der „Schmutz“ löst 😉. Das ist auch der Eindruck, der im Vergleich zur Oclean Flow bleibt, die ich davor lange genutzt habe. Auch wenn sich die Angabe mit 80.000 (X10) vs. 76.000 (Flow) Schwingungen pro Minute kaum unterscheidet, so merkt man der Oclean X10 an, dass sie (auf Wunsch) viel stärker ist.

Akkulaufzeit der Oclean X10

Die Bestimmung der Akkulaufzeit gehört bei den Oclean Modellen meist zu den schwierigsten Aufgaben im Test: Die Oclean X10 wird mit 60 Tagen angegeben. Im Praxistest hatte ich die elektrische Zahnbürste nun fast 3 Wochen und bin bei knapp halbem Akkustand angekommen. Dazu gehört natürlich auch etwas mehr Ausprobieren, aber auch zwei mal 2 Minuten (morgens und abends) Zähneputzen pro Tag. So würde ich vermutlich bei ungefähr 45 Tagen landen. Vielleicht kalkuliert Oclean mit etwas weniger täglicher Nutzungszeit.

Oclean X10 Ultraschallzahnbuerste im Test 6Die Akkulaufzeit ist damit super, aber auch das Aufladen wurde vereinfacht. Kabellos kann man die Oclean X10 zwar nicht laden wie die Oclean X Pro (Elite), dafür muss man aber auch nicht das spezielle Ladekabel (mit zwei goldenen Kontaktpins) heraussuchen. Am Boden der elektrischen Zahnbürste ist ganz einfach ein USB-C Port eingelassen, wie schon bei der Oclean Flow. Ein USB-C Kabel hat man im Grunde immer zur Hand! Die Schutzkappe ist zwar etwas fummelig zu öffnen, gewährleistet aber auch den Schutz vor Wasser mit IPX7. Die Ladezeit gibt Oclean X10 mit 3,5 Stunden an.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Die Oclean X10 bietet eine starke Akkulaufzeit, einen sehr starken Motor und ist mit dem Display auch simpel und zielsicher nutzbar. Auf die App-Anbindung verzichtet man, was zwar als Rückschritt betrachtet werden könnte in der Preisklasse, aber um ehrlich zu sein: Nach der Einrichtung und etwas Rumspielen, nutzt man die Oclean App eher selten. Auch wenn man mit der Nutzung über drei Buttons und dem kleinen Display weniger Optionen hat, wechselt man doch eher mal.

Mit 100€ UVP platziert man sie auf einem Level mit der Oclean X Pro Elite. Das ist leider arg teuer und ob mir der Aufpreis im Vergleich zur Oclean Flow wert wäre, ist schwer zu beurteilen. Vielleicht kommt bald ein Angebot, das den Preis auf ca. 70€ drückt – Das wäre der Oclean X10 angemessen.

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