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Umfrage am Sonntag – Die größten Flops des Smartphone-Markts 2020

2020 war ein Jahr, das viel Anlass zum Meckern gegeben hat. In dieser Umfrage wollen wir von Euch wissen, welche Technik-Trends des Jahres 2020 besonders daneben gewesen sind.

Wir fassen Euch zunächst die größten Flops des Jahres zusammen, danach könnt Ihr abstimmen!

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Die größten Flops des Jahres 2020

Glänzende Kunststoff-Rückseiten

Nicht ganz neu, aber 2020 besonders in Mode: Die glänzenden Kunststoff-Rückseiten. Dieses “Feature” dient insbesondere dazu, das Aussehen von Glas nachzuahmen und den Smartphones optisch einen hochwertigen Eindruck zu verleihen. Das Problem dabei ist nicht einmal die Verwendung von Kunststoff, sondern die Struktur der Oberfläche: Durch die glänzend glatte Beschichtung sind die Handys nämlich so anfällig für Kratzer, dass sie bereits nach wenigen Tagen aussehen, als hättet man sie jahrelang unachtsam benutzt.

Das Traurige daran ist: Letztendlich führen die Hersteller damit die Kunden hinters Licht. Das Gerät sieht im Laden todschick aus. Dass das schöne Aussehen bereits nach ein paar Tagen futsch ist, interessiert den Hersteller natürlich nicht die Bohne. Schließlich ist das Handy ja verkauft und bei der Produktion konnte man ein paar Euro einsparen.

Die Krone der glänzenden Rückseiten geht dieses Jahr eindeutig an Samsung. Während die meisten Hersteller wenigstens den Anstand hatten, Smartphones oberhalb der 250€ mit Glas zu bestücken, verbaute Samsung glänzende Kunststoff-Rückseiten bei Smartphones bis zu 450€!

Unser Samsung M51: Nach zwei Tagen sorgsamer Nutzung befanden sich schon zahlreiche Kratzer auf der Rückseite.

Quad- und Penta-Kameras

2020 war das Jahr der tausend Kameras. Jedes Smartphone bekam so viele Kameras verpasst, dass man sich wunderte, wofür die eigentlich alle gut sein sollten. Dem Käufer wollte man damit suggerieren, dass die Handys besonders gute Fotos aufnehmen könnten. Leider offenbarten vor allem die Tests der günstigen Smartphones, dass die Sensoren meist gar keinen Nutzen erbrachten. Masse ist eben nicht immer gleich klasse.

Die Krone der tausend Kameras geht dieses Jahr eindeutig an Realme. Der Hersteller hat dazu sogar selbst eine Studie durchgeführt, die er auf der IFA stolz penetrierte…. *ähh* …präsentierte. Naja, jedenfalls ist es jetzt amtlich: Realme hat mit 66,1% die höchste “Quad-Kamera Penetration” von allen.

Darauf kann man stolz sein ;-).

AI Alles

Artificial Intelligence, also Künstliche Intelligenz, ist mit Sicherheit eine der größten technischen Revolutionen der letzten Jahre und wird uns auch in naher Zukunft noch einige Überraschungen bringen. Tatsächlich kommt auch in Smartphones schon relativ viel AI zum Einsatz, etwa bei der Gesichtserkennung beim Face-Unlock, den smarten Assistenten oder beim AI-Modus in der Kamera-App. Dennoch ist im Jahr 2020 nicht überall “AI” drin, wo “AI” draufsteht. Überhaupt könnte man sagen, dass “AI” dieses Jahr zum Modewort verkommen ist.

Schlichtweg jedes Smartphone muss mittlerweile “AI” auf das Kamera-Modul gedruckt bekommen und für jedes Gadget gibt es eine App, die natürlich mit AI-Technik funktioniert. Ein absoluter Vorreiter in der AI-Hyperinflation sind derweil die kleinen China-Hersteller àla Umidigi, Oukitel, Elephone usw. Sie dürfen sich daher die AI Krone teilen.

Das Umidigi A7S hat ein Thermometer. Schön… vor allem in Corona-Zeiten. Aber was ist noch besser als ein Thermometer? Richtig… Ein AI Thermometer!

Wenn die AI Quad-Camera nicht mehr reicht, wird es Zeit für die AI Front-Camera. Hier im Oukitel C18 Pro für unter 100€.

Abstimmung

Nun seid Ihr an der Reihe: Was sind für Euch die größten Flops des Jahres 2020 gewesen? Nutzt unser Tool zum Abstimmen oder kommentiert, falls Ihr an etwas ganz anderes gedacht habt. Wir sind gespannt auf Eure Meinung.



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Lu Kas
Gast
Lu Kas (@guest_73066)
6 Monate her

Also beim Note 20 hat Samsung auch Kunststoff als Rückseite eingesetzt, und das lag bei über 900€ und nicht nur bei 450€ wie im Artikel steht… ?

Paul
Gast
Paul (@guest_73036)
6 Monate her

Mich würde mal interessieren wie ihr diese riesigen Teile den tragt wenn ihr unterwegs seit, in die Hosentasche passen sie nicht mehr.
Warum gibt es denn bei keinem der Hersteller was ähnliches wie das Iphone 12 Mini, nur zu einem “vernünftigen” Preis?

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_72997)
6 Monate her

Nebeneffekt der Smartphones mit den ganzen vielen Kameras: Die Hauptkamera wurde 2020 trotzdem in den Billigsegmenten unter 150€ erstaunlich gut und endlich ordentlich brauchbar, sodass die Zeit der absoluten schlechten Fotos endlich vorbei ist.

Ich123
Gast
Ich123 (@guest_72990)
6 Monate her

Für mich ist die immer steigende Größe der Geräte der größte Flop. Es mag ja komfortabel sein ein großes Display zu haben, aber handlich ist es nicht, da man zwei Hände zum Bedienen benötigt.

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_72998)
6 Monate her
Antwort an  Ich123

Ich denke, das liegt daran: Heutzutage macht man viel mehr mit dem Smartphone als noch vor einem Jahr und um jetzt über den Tag zu kommen sind um 5000mAh nötig, auch um in 12 Monaten, wenn der Akku etwas nachlässt, noch über den Tag zu kommen. Bei den kleinen Geräten wäre da trotz kleineren Display, was weniger zieht, trotzdem rund 5000mAh nötig und das ist nur mit viel mehr Dicke machbar, das will aber auch wieder keiner und so muss man halt zum Pixel 4a oder iPhone Mini greifen und kommt dann halt nach einem Jahr nicht mehr über den… Weiterlesen »

Schnubbi
Gast
Schnubbi (@guest_73005)
6 Monate her
Antwort an  Shorty2020

Shorty, ein interessanter Gedanke, dem ich zustimme. Außerdem sind Smartphones vor allem in der Länge gewachsen. Dadurch steigt die Bildschirmdiagonale überpropotional mehr als der Zwang zur Zwei-Hand-Bedienung, ein Vorwurf, der ja gern gemacht wird. Ich weiß leider nicht, ob das Display des Galaxy S3 für Ich123 bereits als groß gilt!? Denn bereits damals habe ich die meisten Dinge auf meinen S3 mit zwei Händen gemacht: Spielen im Querformat (allgemein alles im Querformat), Schreiben von Texten, in den (oberen) Ecken etwas auswählen, die besseren Fotos… Daher verstehe ich die Kritik an der zweiten Hand nur bedingt (mein Verhalten ist ja sicher… Weiterlesen »

Ich123
Gast
Ich123 (@guest_73007)
6 Monate her
Antwort an  Schnubbi

Ich besitze das Mi6 seit ein paar Jahren, spiele auch gerne Spiele im Hochformat. Die Größe ist gerade noch mit einer Hand bedienbar und kann dabei zb ein Bier trinken..

Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden..

Querformat nutze ich eher selten, und wenn, dann werden in der Regel keine Hände benötigt, während man zb einen Film betrachtet.

Und das S3 mochte ich nicht ?

Shorty2020
Gast
Shorty2020 (@guest_73033)
6 Monate her
Antwort an  Ich123

Einhandbedienug hängt auch von der Kopflastigkeit ab, das ist bei den derzeitigen Xiaomi ein Problem, darum hab ich mir ein Realme 7pro geholt

ajf
Gast
ajf (@guest_73079)
6 Monate her
Antwort an  Shorty2020

Also mein Redmi 4 prime hatte vor vier Jahren 4100mAh Akku, bei 5 Zoll Display und weniger als 7cm Breite. Damit bin ich die ersten 2,5 Jahre auch als heavy Nutzer locker ueber den Tag gekommen. Die letzten 1-2 Jahre jetzt eher nicht mehr/wirds knapp, weil der Akku halt nicht mehr ganz das schafft was er konnte als er neu war. Aber insgesamt ist das Geraet prima was den Akku angeht. Neue SoCs sind noch Strom effizienter, dann koennte man noch ein AMOLED nehmen, was vielleicht auch nochmal Akku spart. Und sowieso, der Bildschirm ist der groesste Stromfresser, also ist… Weiterlesen »

Reinhard_Schaefer
Gast
Reinhard Schäfer (@guest_73640)
6 Monate her
Antwort an  Ich123

Ich kann mich noch erinnern, als ich mir 2007 das HTC HD2 mit 4,3 Zoll Bildschirm zulegte, dass alle Bekannten meinten, das Gerät wäre zu riesig (damals waren 3,5 bis 3,7 Zoll das Maximum). Alle haben heute Bildschirme mit deutlich mehr Diagonale. Ich finde mehr Bildschirm momentan noch gut, wenn die Entwicklung über 7 Zoll hinausgeht wird es mit der Hosentasche schwierig. Bereits meine jetzigen 6,7 Zoll sind hart an der Grenze. Ich frage mich manchmal, wie ich früher die kleinen Tastaturen bedient habe. Deshalb wird vermutlich die Zukunft zunächst mal mehr klappbare und rollbare Displays bringen, weil die Nutzer… Weiterlesen »

Petunia
Gast
Petunia (@guest_72988)
6 Monate her

Lieber sollte man sich sinnlose 2 Sensoren sparen und das Handy 5 oder 10 Euro günstiger anbieten.

Rahmaron
Mitglied
Mitglied
Rahmaron (@rahmaron)
6 Monate her

Also, bei den drei oben genannten bleibt mir auch nur die nutzlose Kamera, besonders da ich dies nur als Preistreiberei sehe. Zu den größten technischen Flops: die Versuche der Industrie faltbare Smartphones herzustellen… da hat mein innerer Nerd mal herzlich gelacht, da fand ich die Idee eines ausrollbaren Displays (von Xiaomi?) noch am besten. Mir gefallen so einige Trends nicht, aber sinnlose Aufkleber und Bezeichnungen, die kann ich ignorieren. Ausserdem hat man das Gefühl das “perfekte” Kameras dringend in Smartphones gehören. Da kommt mir der Mogg hoch, aber evtl. bin ich auch einfach zu alt für den Trend. Ich mag… Weiterlesen »

Onemaster
Gast
Onemaster (@guest_72989)
6 Monate her
Antwort an  Rahmaron

Da bin ich bei vielen Dingen deiner Meinung. ich empfinde schon die Kameras in günstigen Geräten recht gut und manchmal denke ich es kommt nicht mehr allein auf das Motiv an und die Erinnerung die man geschossen hat sondern wie „perfekt“ es ist. Finde ich nun mal total daneben. Als ob das Motiv Nebensache ist und man das Foto analysiert in Form von farbtreu, scharf, keine Pixel erkennbar usw….ich glaube 90% aller die ich so im Bekanntenkreis habe interessiert das nur nicht. Die schauen sich das Foto an und sagen ihre Meinung über das was zu sehen ist. zudem nutzen… Weiterlesen »

Ingrid A.
Gast
Ingrid A. (@guest_72993)
6 Monate her
Antwort an  Onemaster

Anwendungsfall abhängig. Richtig ist, dass bei guten Lichtverhältnissen auch Mittelklasse Smartphones durchaus auch gelungene Fotos zustande bekommen. Beurteilt kann allerdings nur werden was man sehen kann und gezeigt wird nur was einigermaßen gelungen ist. Sprich was ich mit einem Mittelklasse Phone nicht abbilden kann wird auch nicht als Foto festgehalten und ergo auch nicht gezeigt. Es muss nicht Nacht sein oder sich gleich um Dunkelheit handeln um deutliche Unterschiede zu Tage treten zu lassen, da reicht auch schon mittelmäßige Beleuchtung wie sie beispielsweise in Kirchen zu finden ist. Auch wenn ich in der Natur unterwegs bin und zufällig mal Störche… Weiterlesen »

Onemaster
Gast
Onemaster (@guest_73001)
6 Monate her
Antwort an  Ingrid A.

Gut ich bin was Bilder machen angeht nun wirklich nicht die Zielgruppe. Solange die Bilder schöne Farben abbilden sowie scharf sind reicht mir das. Videos mache ich jetzt sogut wie gar nicht. da brauche ich dann auch keinen Stabilisator. dass man nicht nur nachts fotografiert um da gute Ergebnisse zu erzielen ist mir bewusst. Regenwetter drübe Tage oder Dämmung reichen da schon aus um nicht mehr ganz so gute Fotos zu bekommen. Aber wie gesagt ich knipse nicht sehr oft. Man schaut sich das Bild einmal kurz an meist und dann verstaubt es. Mit Videos genauso, ich kann da aber… Weiterlesen »

Rahmaron
Mitglied
Mitglied
Rahmaron (@rahmaron)
6 Monate her
Antwort an  Onemaster

Vor einigen Jahren hatte ich eine kühne Idee, vielleicht werden Chinahersteller -oder Apple- auch mal auf sowas kommen: Smartphones die man auf Wunsch konfigurieren und bestellen kann, so wie bei PCs schon seit 20 Jahren. Gerade bei Xiaomi sollte das eigentlich kein Thema sein. Man wähle 1 von 3 gängigen Gehäusen, in meinem Fall die “schlechtesten” Kameras die es gibt, das gesparte Geld von NFC, Kamera, Fingerabdruck-Rotz und ähnlichem stecke ich dafür in ein gutes Display, einen guten Prozessor, und vielleicht in besseren/schnelleren Speicher. Wird wohl noch über Jahre ein frommer Wunsch sein, aber wer weiss…. Wenn ich im Jahr… Weiterlesen »

Onemaster
Gast
Onemaster (@guest_73002)
6 Monate her
Antwort an  Rahmaron

Das wäre sicherlich möglich, ich bezweifle aber dass dies anhand der Massenproduktion in den Produktionsstraßen so umgesetzt werden könnte. Da laufen doch täglich ein paar mehr Geräte vom Band als PCs täglich. was natürlich auch nicht schlecht wäre, man bestellt sich sämtliche Komponenten sowie das Gehäuse einzeln und baut sich sein Smartphone so zusammen wie man es mit PCs zuhause macht. Aber dann fällt die von vielen gewollte IP68 Zertifizierung weg. da fällt mir ein, LG ging mit dem 5G den Weg mit modularen Erweiterungen. Hätte man die Entwicklung konsequent weitergeführt könnte man heute evtl schon so einiges damit anstellen.… Weiterlesen »

Devonoki
Gast
Devonoki (@guest_73000)
6 Monate her
Antwort an  Onemaster

Irrsinnige Preise? Naja, beim Mi 10 pro bleibt bei Xiaomi fett 3stellig was hängen, bei einem RN9S ist der Gewinn niedrig 2stellig pro Gerät und generiert sich in der Summe schlichtweg durch die Masse.

Ingrid A.
Gast
Ingrid A. (@guest_72986)
6 Monate her

Schade, dass ihr gerade mal ganze drei Antwortmöglichkeiten vorgebt. Für mich das mit Abstand größte Ärgernis ist die Preisgestaltung. Kein Hersteller bietet mehr Smartphones im “High End” Bereich zu günstigen Preisen an, so wie das früher Xiaomi noch getan hat. Auf Platz zwei folgt eine größtenteils sinnlose Zusammenstellung der Smartphones. Das von euch angesprochene Kamera Set Up ist heirbei nur ein Teilaspekt. Die meisten hätten gerne ein Smartphone mit sehr guter Kamera, gutem Display und ausreichend schnellem SOC. Kaum oder keiner der Hersteller bietet das an. Fast immer wird entweder auf eine der Komponenten verzichtet bzw. nur stark abgespeckt angeboten… Weiterlesen »

Drachenlord
Gast
Drachenlord (@guest_72982)
6 Monate her

Ich stimme für die nutzlosen Kamera-Setups. Empfindliche Smartphones kann man immer noch in Hüllen stecken, und das AI-Gewäsch ignoriere ich einfach, aber mit diesen qualitativ oft nutzlosen 2 MP-Kameras zur “Auffüllung” wird nur der Preis in die Höhe getrieben und der Kunde genasführt.