Das Teclast Master T10 bringt Schwung in den lahmenden Tabletmarkt. Findet man immer mehr Notebooks zu erschwinglichen Preisen, Convertibles und Suface-Klone bricht das T10 die Linie: ein waschechtes Multimedia Tablet mit 10 Zoll 2K Display und der gleichen Hardware-Basis wie das Xiaomi Mi Pad 3. Das Konzept kombiniert mit einem vernünftigen Preis von 180€ und es hat sich unsere Aufmerksamkeit gesichert!Teclast T10 2 1200x760

Teclast T10 3 300x159Das Teclast T10 weiß eigentlich auf Anhieb zu gefallen. Die Rückseite ist aus rauem silbernem Metall und das 10 Zoll Display weiß umrandet. Die Hardware ist zeitgemäß und auch an sonstiger Ausstattung ist alles Wichtige vorhanden, sogar ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite – reicht das aus, um das „Tablet-Defizit“ wett zu machen?

Unterschiede zum Teclast T8

Teclast T8 300x219Das Teclast Master T10 und das Teclast Master T8 teilen sich die Hardware und unterscheiden sich im Design in nur wenigen Punkten. In der Nutzung vom 8 Zoll zum 10 Zoll Tablet gibt es wesentliche Unterschiede, weshalb es wohl eine Sache der persönlichen Präferenzen sein dürfte. Folgende Punkte sind uns aufgefallen:

  • Das T8 kommt mit USB-Type-C Anschluss (warum nicht beim T10, Teclast?)
  • Das 8,4 Zoll besitzt die gleiche Auflösung, kommt aber dadurch auf eine höhere Pixeldichte; auch das Display kommt anscheinend von einem anderen Hersteller
  • Der Fingerabdrucksensor ist auf die Vorderseite gewandert und fungiert hier zusätzlich als Button
  • Die rückseitige Kamera steht nicht raus

Auf dem Papier ist das T8 das bessere Tablet, mehr Tablet für sein Geld bekommt man mit dem T10.

Design

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Nach dem Hype vor knapp 6 Jahren um das iPad nahmen die Absatzzahlen von Tablets stark ab. Ein Ultrabook oder ein Convertible ist einfach praktischer zum Arbeiten unterwegs dank der Tastatur. Auch mit installiertem Windows OS bieten sich mehr Möglichkeiten. Und dank der größer werdenden Smartphones mit Bildschirmdiagonalen zwischen 5 und 6 Zoll, benutzt man dieses ebenso gerne, um auf der Couch zu surfen und Videos zu schauen. Hat das herkömmliche Tablet also ausgedient?

Das Teclast Master T10 ist ein recht hübsches Stück Technik geworden. Die Optik ist nicht an das iPad oder Samsungs Tab-Serie angelehnt. Die Verarbeitung ist trotzdem zufriedenstellend und auch mit hochwertigen Materialien hat man nicht gegeizt. Erhältlich ist bisher nur eine Farbe: vorne weiß und hinten silber. Die Abmessungen sind typisch für ein Tablet mit 10 Zoll Bildschirm: 239 x 167 x 7,5 mm bei 553g Gewicht. Ich habe kein Problem, es mit einer Hand zu halten und der anderen zu navigieren – meistens landet es aber sowieso auf dem Schoss.

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Aber üblich für 10 Zoll Tablets: Das Teclast Master T10 setzt auf das Querformat: Buttons, Kamera, Ausstattung sind so gelegen, dass sie am besten zu erreichen sind, wenn man das T10 im Querformat nutzt. Auch mit dem schmäleren Rand links und rechts gelangt man mit beiden Daumen gut zum Display; eine Erhöhung oder ein Rand sind nicht vorhanden.

Die Rückseite des T10 ist aus Metall, welches in hellem Silber und matter Oberfläche zu gefallen weiß; auch zu den Kanten hin ist schön abgerundet. Hinten findet man noch den Fingerabdrucksensor, welcher am besten mit dem linken Zeigefinder zu erreichen ist. Leider finden sich auf dem Deckel noch recht viele Gravuren. Auch die Kamera in der Mitte sticht ins Auge. Diese ist auf einem silbernen Plastikstreifen angebracht, der noch den Empfang sicherstellen soll – wobei ein Mi Pad 3 sowas nicht nötig hat. Auch steht die Kamera leicht aus dem Gehäuse heraus.

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Um den Rahmen herum liegen die Anschlüsse, diese sind auf der Rückseite auch alle symbolisch gekennzeichnet. Oben rechts der Powerbutton, daneben die Lautstärkewippe. Oben links micro-HDMI und micro-USB. Seitlich davon liegt noch der Klinkenanschluss und microSD-Slot. Der Einschub ist bei uns nicht sauber ausgeschnitten, es sind deutliche Zacken zu erkennen.

Lieferumfang

In der hübschen weißen Verpackung ist alles ordentlich untergebracht und das Teclast Master 10 sicher eingepackt. Anbei findet sich noch ein Schnellladegerät (9V/2A), microUSB-Kabel, SIM-Tool sowie Unterlagen wie Garantiekarte und Anleitung.

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Display

Im Teclast T10 kommt ein 10.1 Zoll IPS-Display zum Einsatz, welches mit 2560 x 1600 Pixeln auflöst. Mit den 2.5K bzw. WQHD erreicht man allerdings nur eine Pixeldichte von 289PPI. Bedeutet, man kann einzelne Pixel bei ca. 40cm Abstand zum Display erkennen. Nicht weiter schlimm, das Display ist immer noch brillant und profitiert von Inhalten, die in 1440P zur Verfügung gestellt werden.

Teclast T10 4 255x300Der Bildschirm des T10 kann mit seiner Farbwiedergabe, Schärfe und Kontrast überzeugen. Inhalte wie man sie vom PC-Bildschirm kennt, werden in etwa genauso auf dem Display präsentiert. Einzig das Weiß hat man nicht perfekt hinbekommen. Es schmälert nicht die Darstellung von Websites oder den Lesefluss, ist aber gräulicher als man es kennt. Besserung bringt der Reading-Mode, welcher den Bildschirm auf Schwarz-Weiß schaltet. Auch ein Eye-Care-Mode kann über die Schnelleinstellungen aktiviert werden. Dadurch wird der Blaulicht-Anteil gesenkt, was die Augen schont. Ich nutze ihn immer in den späten Abendstunden. Wer weitere Anpassungen an den Displayeinstellungen vornehmen möchte, kann das über Mira Vision tun. Daneben findet man noch Einstellungen für die HDMI-Ausgabe.

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Auch ist die Displayhelligkeit sehr hoch. Mir genügt drinnen das untere Drittel der Skala. Außerhalb spiegelt das Glas zwar sehr, aber man kann das T10 noch gut nutzen. Dafür erkennt man bei entsprechender Displayhelligkeit Lichthöfe in den Ecken. Zwecks der adaptiven Helligkeit / automatischen Anpassung ist ein Lichtsensor mit an Bord. Er funktioniert größtenteils ganz ok; mein Smartphone kriegt das aber besser hin. Auch hat er so seine Probleme an bestimmten Stellen, z.B. interpretiert er die Strahlung des TVs falsch und springt zwischen zwei Helligkeiten hin und her. In solchen Situationen muss man über die Schnelleinstellungen die adaptive Helligkeit deaktivieren.

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Der Touchscreen ist gewöhnungsbedürftig! Die Eingaben gehen nicht so leicht von der Hand. Bei meinem alten Tablet oder dem Smartphone kann man über das Display huschen, ohne den Finger ganz aufzusetzen und die Eingaben werden ausgeführt. Beim Teclast T10 bedarf es etwas mehr, man muss entschlossener herangehen. Am besten reagiert der Touchscreen auf eine große Fläche, Swipes mit Seite des Fingers werden oft ignoriert. Man gewöhnt sich innerhalb weniger Tage daran und merkt das Manko nicht mehr – trotzdem hätte man dies besser machen können. An der Glasoberfläche liegt das nicht: diese ist schön glatt und auch in einem gewissen Maß resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Leider teilt das Teclast T10 ein Manko mit fast allen Tablets auf dem Markt: Das Display ist ziemlich anfällig für Kratzer. Wer das Gerät häufig im Rucksack mit spitzen Gegenständen verstaut, sollte sich eine Displayschutzfolie zulegen. Diese gibt es günstig auf Aliexpress.

Leistung

Das Teclast T10 bietet genau die gleich Hardware-Basis wie auch das Xiaomi Mi Pad 3 – welche sich im Test auch bewährt hat. Die Basis bildet der MediaTek MT8176 Hexa-Core. Hier werkeln 2 ARM Cortex-A72 Kerne mit einem Takt von 2.1 GHZ und ein Energiesparcluster von 4 A53 Kernen mit 1.7 GHZ. Den Prozessor unterstützt die PowerVR GX6250 GPU mit 600MHz sowie 4GB RAM. Daneben findet das System, Apps und Medien auf 64GB Speicher Platz.

Das System läuft größtenteils sehr flüssig und rund. In der Praxis hat man immer seine Freude mit der Geschwindigkeit des T10 Tablets. Apps öffnen sich augenblicklich und auch die Ladezeit fällt nicht viel länger aus als auf dem Smartphone. Hinzukommt, dass Apps für das Tablet größer sind und auch das System mit der Auflösung von 2560 x 1600 mehr zu rechnen hat.

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Mi Pad 3 Antutu

Aber die Konkurenz ist nicht schneller. Das Teclast T10 gehört damit zu den performansten Geräten auf dem Markt. Das Convertible, Chuwi Hi10 bietet zwar Windows und eine richtige Tastatur als Vorteil, kann bei der Geschwindigkeit nicht mithalten:

Was sich auch auf die Gaming-Performance leider auswirkt, denn der Flaschenhals ist klar die GX6250 GPU. Games laufen soweit gut, nur muss man bei den Grafikdetails zurückregeln. Asphalt 8 z.B. war nur auf mittleren Details sauber spielbar. Mit weniger leistungshungrigen Games hat man keine Probleme und kann sie auf dem großen Display genießen. Für Gelegenheitszocker also durchaus ausreichend. Der Speicher hingegen ist lahm. Das Teclast Master T10 bringt zwar 64GB Speicher mit sich, dieser ist aber mit 64MB/s read und 81MB/s write, nicht sonderlich schnell. Das merkt man im normalem Betrieb kaum, eher beim Installieren von Apps – auf einem Flagship-Smartphone samt rasantem UFS-Speicher öffnen sich Apps nach dem Download viel schneller. Ganz anders der Arbeitsspeicher: fast 10GB/s schafft dieser und gehört somit zu den schnellsten auf dem Markt. Hier wurde also zu hochwertiger Hardware gegriffen.

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Die 64GB Speicher sollten hingegen den meisten ausreichen, um alle möglichen Apps darauf zu speichern. Wer hingegen für eine Reise, mit längerer Abstinenz von WIFI, plant, darf auf den micro-SD Slot zurückgreifen. Streaminganbieter wie Netflix und Amazon Prime bieten die Möglichkeit Inhalte herunterzuladen und offline anzuschauen. Schnell eine entsprechend große SD-Karte eingesetzt, das WLAN geplagt und man hat genügend Serien für die längste Autofahrt.

System

Auf dem Teclast T10 wurde quasi Stock-Android 7.0 installiert. Das bedeutet das Google-OS in seiner Reinform – fast! Über den Launcher 3 hat man kleine Anpassungen vorgenommen, um das OS besser auf das Tablet abzustimmen. Zum einen ist die App-Übersicht deaktiviert. Auch unten bei den Buttons findet man mehr Funktionen: die drei Punkte um die jeweiligen Optionen aufzurufen, Lauter und Leiser als zusätzliche On-Screen-Buttons sowie die Screenshot-Funktion als Taste ganz links.Teclast T10 Features 3 1200x123An weiteren Anpassungen mangelt es auch so nicht; was aber alles nur den Zweck hat, die Android-Bedienung für ein Tablet zu optimieren. Unter den Schnelleinstellungen findet man Modi, Teclast T10 Features 4 105x300um die Augen zu schonen, durch Senkung des Blaulichtanteils.

Teclast hat drei Apps vorinstalliert. Zum einen eine Art Safe für die wichtigsten Apps. So kann man Mails, Facebook,…  zusätzlich per Passwort oder Fingerabdruck sperren – wenn mehrere das T10 nutzen, sicherlich nützlich. „OTA“ ist, wie der Name schon sagt, für Updates für das Tablet zuständig. Dies ist meistens unter den Einstellungen – Systeminfo integriert. Und als letztes ein Auto-Start-Blocker: jeder kennt es, Windows lädt gut ein Dutzend Programme beim Hochfahren, die den PC verlangsamen. Beim Tablet kann man dies mit der App verhindern. Eigentlich sind die drei ganz nützlich, aber wer die Apps nicht nutzen möchte, muss sie irgendwo auf dem Bildschirm in einem Ordner verstecken – aber unter Bloatware fallen diese Apps sicherlich nicht.

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Teclast T10 Features 10 300x225Im Ganzen bin ich äußerst zufrieden mit der Leistung und der Nutzbarkeit des Teclast T10. Das System reagiert flott und damit rumzuspielen macht Spaß! Dabei ist es jedem selbst überlassen, wie sinnvoll er das T10 nutzen möchte. Mein altes Tablet z.B. diente in letzter Zeit nur noch als Streaming-Gerät; was daran lag, dass Websites einfach unbenutzbar waren. Mit dem Android-Tablet kann man einiges anstellen, da auch Dritt-Software leicht zu installieren ist: Widgets können ja auch sinnvoll sein, habe ich während des Tests festgestellt.


Apple-Kritiker bitte überspringen; der Vergleich zu meinem bisherigen Tablet, einem alten iPad 3: Damals hat es noch gut 500€ gekostet und das Display war eine Weltneuheit. Trotzdem sieht es heute gar nicht alt aus gegenüber dem T10. Android benötigt weitaus mehr Leistung und Apps sind leider nicht so gut optimiert. Grafisch anspruchsvoll Games kann man inzwischen auf dem iPad vergessen, für Videos ist es aber immer noch sehr gut zu gebrauchen. Das Teclast T10 ist brandneu, bietet mit seinem 16:9 Display Vorteile bei der Video-Wiedergabe und ist im Vergleich ein Kraftprotz – in manchen Punkten scheitert es aber dennoch.

Kamera

Im Teclast T10 findet man auf der Rückseite eine 8MP Kamera und vorne ein Sensor, der mit 13MP auflöst. Im Tablet benötige ich die Rückkamera viel viel seltener als im Smartphone, allerdings bekommt die Selfie-Cam durch Videotelefonie eine wichtige Aufgabe.

Der Sensor auf der Rückseite hat eine große Blende mit f2.0 bringt ganz brauchbare Ergebnisse hervor. Bei den Smartphones würde ich ihn in die untere Mittelklasse einordnen. Wird die Aufnahme richtig fokussiert und überbelichtet sich nicht grundlos, bekommt man ein Bild, welches in keinem Bereich schlecht ist; aber auch nicht gut. Es fehlt an Kontrast und Detailwiedergabe. Auch ist das Bild mehr ran gezoomt, als man es gewohnt ist. Mit dem einzigem Modus, HDR, kann man nicht viel rausholen. Den bekannten Effekt mit starkem Kontrast bekommt man – ob die Aufnahmen, dadurch aber besser gelingen? Für Skype, oder andere Apps, wo die Frontkamera zum Einsatz kommen muss, kann man das Teclast Master T10 nutzen. Zum Glück laufen die wenigsten mit ihrem Tablet als Kamera rum.

Weshalb auch die Frontkamera schon mehr überzeugen kann. Hier löst die Kamera mit 13MP auf und die Selfies gelingen astrein. Überzeugen können die Details, Farben und Kontrast. Am besten gefällt mir jedoch, dass der Hintergrund unscharf wird und das Motiv im Vordergrund scharf bleibt: ohne DSLR Modus oder Dual Cam. Bauartbedingt durch den Sensor, der hinten in der Mitte sitzt, musst die Frontkamera ein Stück nach links wandern. Das führt dazu, dass man nicht natürlich in die Kamera schaut, sondern nur, wenn man darauf achtet.

Konnektivität

Das Teclast Master T10 verfügt über alle nötigen kabellosen Schnittstellen – abgesehen von mobilen Daten, hier muss man auf den Hotspot des Smartphones zurückgreifen. In lokale Wifi Netzwerke kommt man über den b/g/n/ac Standard und sowohl in 2.4GHz Netzwerke als auch 5GHz. Das funktioniert in der Praxis auch ganz zufriedenstellend, der Datendurchsatz lag in der gesamten Wohnung auf einem Level, das für 1440p Streams hervorragend war. Aber es gibt auch Geräte, die einen besseren Empfang haben; das Metallgehäuse bremst das T10 aus.

Der verbaute Bluetooth 4.0 Chip macht in der Praxis keine Probleme und fungiert wie man es gewohnt ist. Auch GPS ist an Bord; in einem Tablet keine Pflicht. Das T10 braucht kurze Zeit für einen Fix, aber dann bekommt man auch seine Position drinnen auf 3m genau bestimmt. Ein E-Kompass fehlt.

Der Fingerabdrucksensor ist auf die Rückseite gewandert und wirkt dort etwas verloren. Am besten erreicht man ihn mit dem linken Zeigefinger. Das Teclast Master T10 wird aus dem Standby entsperrt, was auch mit Übung zuverlässig klappt. Dafür platziert man den Finger und wartet eine Sekunde – ist das Gerät nicht entsperrt, kriegt man das nicht gesagt und probiert es genug. Hatte man zu viele Versuche, bleibt das Display trotzdem noch schwarz und man muss es manuell entsperren. Den Fingerprint-Sensor kann man noch mit zusätzlichen Funktionen belegen. Diese sind in der Theorie ganz cool und praktisch, aber durch seine Platzierung kamen wir zu oft unabsichtlich auf den Sensor. Deshalb bleiben die extra Funktionen einfach ungenutzt.

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Die Lautsprecher des T10 befinden sich genau da, wo man seine Hände platziert. Ist das so gewollt? Durch die Handform verstärkt man den Klang; in der Theorie. Häufig blockiert man dadurch auch die Lautsprecher. In der Praxis tut es nichts zur Sache, denn wir sind zufrieden. Man bekommt zwar nicht viel Bass, greift aber trotzdem bei Netflix und YouTube auf die Speaker zurück.

Akku

Teclast T10 Benchmark 7 188x300Der Akku des Teclast Master T10 fasst stolze 8100mAh – für ein 10 Zoll Tablet mit 2.5K Auflösung und hoch-taktendem Hexa-Core aber nicht überdimensional viel. Im PC Mark Battery Test (Work 2.0) schaffte das T10 8 Stunden. Zum Vergleich: das Mi Pad 3 kommt auf die gleiche Zeit mit einem 6400mAh Akku und 8 Zoll Display.

In der Praxis weiß die Laufzeit zu überzeugen, mir hielt der Akku in der Testwoche gut 2 bis 3 Tage. Wobei hier auch ordentlich Videos geschaut, gezockt wurde und Benchmarks gelaufen sind. Eine Stunde Video-Streaming bei mittlerer Bildschirmhelligkeit verbrauchte 13% Akku.

Was uns aufgefallen ist: das T10 ist unter 10% Akkukapazität sehr schnell leer. Hier springt es innerhalb von 10 Minuten auf 7, dann auf 4% und schaltet sich aus. Die Akkukapazität wird anscheinend falsch berechnet vom System – wenn man es weiß, kann man es berücksichtigen bei der Nutzung des Tablets.

Das Laden geht dafür richtig flott: 50% sind nach 70 Minuten drinnen, 2/3 in 2:00, 90% stehen nach 2:50 da. Für die letzten 10% braucht man, wie üblich, länger – am Ende stehen 4:30 auf der Uhr. Für so einen großen Akku ein gutes Ergebnis.

Fazit und Alternative

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Erik Zürrlein:

Mit dem Teclast Master T10 hat man ein sehr gutes Multimedia-Tablet auf die Beine gestellt. Das herkömmliche Tablet ist ausgestorben? Mitnichten. Der Hexa-Core von Mediathek bringt genügend Leistung für aktuelle Games und stressfreies (Couch-)Surfen. Der Akku übersteht längere Reisen und mit der Ausstattung und Verarbeitung muss man sich vor der Konkurrenz nicht verstecken.

Es gibt auch an einigen Stellen Schwachstellen: der Lichtsensor, die Touchscreen Sensibilität oder der deplatzierte Fingerabdrucksensor – aber nichts davon stört die Nutzung in gravierenden Ausmaßen. Bedenkt man den Preis und die gebotene Leistung, wie das hochauflösende Display und die schnelle Hardware, kann man über die kleinen Fehler hinwegsehen. Alternativen sind rar geworden, die beste ist wohl noch das Xiaomi Mi Pad 3. Es bietet nur einen 8 Zoll großen Bildschirm, kann dafür aber mit dem bekannten Xiaomi-Faktor überzeugen. Wollt ihr mehr als ein Tablet für das Vergnügen, muss ein Convertible oder kleines Notebook ran.

82% Scharf
  • Verarbeitung und Design 80 %
  • Display 80 %
  • Betriebssystem und Performance 80 %
  • Konnektivität und Kommunikation 90 %
  • Akkulaufzeit 80 %

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Kommentar Updates
 
Gast
Ingo Leonard

Vielen Dank für den hervorragenden Testbericht.
Mich freut insbesondere, dass das GPS nicht so katastrophal sein soll, wie andere Tester berichten.
Bei der Berechnung der Pixeldichte scheint dir aber ein grober Fehler unterlaufen zu sein. Ich komme auf einen Wert von klar über 300 und kann mir kaum vorstellen, dass man da noch Pixel sehen kann.
Sehr freuen würde ich mich auch über ein Bild des Testcharts mit der Frontkamera. Das sagt über die Schärfe immer am meisten.
Besten dank und weiter so 😉

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