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Trouver Power 11 im Test – Der perfekte Akkusauger für unter 150 Euro?

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • solide Saugleistung
  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • austauschbarer Akku
  • schickes Display mit Akkustand-Anzeige
  • geniales Preis-/Leistungsverhältnis
Nachteile
  • bescheidener Lieferumfang
  • eher kleine Staubkammer mit umständlicher Leerung
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Ich bin seit einigen Monaten stolzer Besitzer eines Dreame F9. Seitdem bin ich unter anderem in eine eigene Wohnung gezogen. Spätestens seit ich alleine lebe, möchte ich meinen Saugroboter wirklich nicht mehr missen. Die Reinigung von Hartböden und den meisten Teppichen funktioniert tadellos und auch die Wischfunktion macht einen soliden Job. So ein Roboter nimmt einem wirklich viel Arbeit ab und der Dreame F9 ist ein richtiges Preis-/Leistungswunder.

Zwischendurch muss man dann aber doch mal selber staubsaugen: Hinter den Türen, in schwer erreichbaren Ecken und Nischen oder auch auf hochflorigen Teppichen. Dafür habe ich bisher einen ziemlich alten, ganz normalen Staubsauger von Siemens benutzt. Der macht seinen Job durchaus gut, ihn jedes mal aus der Nische heraus zu kramen, das Kabel einzustecken und am Ende wieder aufzurollen ist dann aber doch ziemlich umständlich. Das trifft besonders auf mich zu, da ich ihn wirklich nur zwischendurch für kleine Bereiche meiner Wohnung brauche – den Rest erledigt ja der Dreame F9.

Da ich mit meinem Saugroboter so zufrieden bin, habe ich mich sehr auf den Trouver Power 11 gefreut. Trouver ist nämlich eine neue Tochtermarke von Dreame und Dreame ist wiederum Teil des Xiaomi Ökosystems. Das bedeutet natürlich nicht gezwungenermaßen, dass wir es hier mit einem guten Akkustaubsauger zutun haben. Aber ich war von Beginn an ziemlich positiv gestimmt, da ich mit Dreame gute Erfahrungen gemacht habe. Wird der günstige Trouver Power 11 meinen Erwartungen gerecht?

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Lieferumfang des Trouver Power 11

Direkt mit dem Lieferumfang zu starten ist vielleicht ein bisschen unglücklich – es ist nämlich der größte Kritikpunkt am Trouver Power 11. Aber fangen wir von vorne an. Der Handstaubsauger hat mich in einem wirklich ansprechend aussehenden Karton erreicht. Die Pappe kommt mit roten Akzenten – genau wie der Sauger selbst. Im Innern befindet sich dann folgendes:

  • Trouver Power 11 mit angebrachter Staubkammer
  • Saugrohr
  • Bodendüse mit Walze
  • Fugen- und Milbenaufsatz
  • Wandhalterung
  • Ladekabel mit angebrachtem EU-Netzteil
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (Deutsch, Englisch u.v.m.)

Was mir direkt auf dem ersten Blick gefehlt hat: eine Teppichwalze. Und bisher kann man eine passende Walze auch noch nicht nachkaufen – sehr schade! Sämtliches Zubehör der Dreame Sauger ist mit dem Trouver Sauger nämlich inkompatibel. Immerhin sollte die Reinigung hochfloriger Teppiche eines meiner Haupteinsatzgebiete für den Sauger werden.

Etwas wild ist übrigens auch die Wandhalterung – sie besteht nämlich aus Metall. Pappwände in billigen Wohnungen dürften ihre Probleme damit haben, sie sicher zu halten. Der Sauger ist hingegen komplett aus Kunststoff und relativ leicht. Die Aufsätze kommen alle mit einem intuitiven und ausgezeichnet funktionierenden Klick-Mechanismus.

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Design & Verarbeitung

Der Trouver Power 11 und auch das Zubehör sind in Weiß mit einigen roten Akzenten gehalten. Eine ansprechende Kombination – nicht zu langweilig, aber auch nicht zwanghaft speziell. Das harte Plastik ist tadellos verarbeitet und fühlt sich gut an – am Griff wird es nach längerer Benutzung aber etwas warm. Apropos Griff, bei Bedienung des “Auslösers” gibt der Sauger ein gut hörbares Klicken von sich. Will man ihn nicht die ganze Zeit festhalten, kann man ihn über einen Knopf auf der Oberseite arretieren. Gut gelöst!

Bleiben wir direkt auf der Oberseite, dort befindet sich nämlich auch das Display des Trouver Power 11. Das ist in einem so günstigen Sauger ungewöhnlich und macht wirklich einiges her. Und praktisch ist es natürlich auch, dauerhaft den Akkustand in Prozent und die in drei Stufen einstellbare Saugleistung angezeigt zu bekommen.

Das Zubehör ist ebenso tadellos verarbeitet wie der Body des Saugers. Das Saugrohr ist aus leichtem Metall gefertigt und hat einen gebürsteten Look. An den Verbindungsstücken ist Kunststoff verbaut, zum Abnehmen muss ein Knopf gedrückt werden. Dieser hat einen soliden Druckpunkt und ist auch nach einiger Benutzung nicht ausgeleiert.

IMG 20201218 162506Der Staubbehälter des Trouver Power 11 ist mit 0,3 Liter Volumen übrigens nicht allzu groß. Je nachdem wie verschmutzt der Boden ist, muss man die Staubkammer alle zehn Minuten leeren. Das geschieht zwar relativ intuitiv, ist aber umständlicher und zeitaufwändiger als bei Konkurrenzmodellen.

Und um diesen Abschnitt mit einem positiven Gefühl abzuschließen, habe ich mir das Beste für das Ende aufbewahrt. Der Akku des Trouver Power 11 ist ganz einfach wechselbar! Er kann einfach von der Rückseite der Haupteinheit abgezogen und durch einen baugleichen Akku ausgetauscht werden. Das ist besonders hilfreich, wenn man eine sehr große Fläche saugen muss und eine Akkuladung dafür nicht ausreicht. Der Ladeanschluss befindet sich direkt am abnehmbaren Akku.

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Mit dem Trouver Power 11 staubsaugen – Saugleistung & Akkulaufzeit

Wie gut saugt es sich denn nun mit dem Budget-Handstaubsauger aus dem Hause Dreame? Nun, erst einmal ziemlich gut. Laut Herstellerangabe entwickelt der Trouver Power 11 eine Saugleistung von 20.000 pa und wird dabei 71 db laut. Damit reinigt er Schmutz von Hartböden problemlos – Krümel, Staub, Kaffeepulver und alles Weitere. Auch aus meinem Teppich kriegt er mit der “Allround”-Walze einiges rausgesaugt – allerdings weniger als mein alter Siemens-Sauger, der aber auch einen Aufsatz extra für Teppiche hat.

Auch mit dem Milbenaufsatz ist die Leistung für den aufgerufenen Preis beachtlich. Ich benutze dieses Zubehör besonders gerne zum Reinigen meiner Couch – nach ein paar Abenden vor dem Fernseher mit der einen oder anderen Packung Lays Heinz Ketchup Chips, die ich mühselig aus den Niederlanden importiere, sammeln sich da einige Krümel an. Für Fugen ist der Fugenaufsatz übrigens nicht schlecht. Mit ihm lassen sich, wenn er an das Saugrohr angebracht wird, auch Spinnweben entfernen. Ich nutze ihn außerdem gerne zur Reinigung der Lichtschächte.

Alle Aufsätze lassen sich auch direkt an den Body des Trouver Power 11 anbringen, wozu er dann zum Handsauger wird.

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Saugleistung – die drei Stufen und wozu sie gedacht sind

Wie eingangs schon erwähnt – der Trouver Power 11 kommt auf bis zu 20.000 pa Saugleistung. Auf der höchsten der drei Stufen wird er aber auch ziemlich laut und schrill – das kann die Nachbarn durchaus nerven. Für Teppiche würde ich die höchste Stufe dennoch empfehlen und auch auf Textilien macht die Milbenbürste den besten Job, wenn viel Leistung anliegt.

Für das “einfache” Reinigen von Hartböden sind die unteren beiden Stufen geeignet – das allermeiste wird tatsächlich sogar auf der niedrigsten Stufe weggesaugt. Die sind dann auch deutlich leiser und der Ton hat eine niedrigere – vor allem eine weniger nervende – Frequenz.

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Akkulaufzeit des Trouver Power 11

Der Trouver Power 11 hält auf der untersten Stufe ungefähr eine Stunde durch. Benutzt man den starken Turbo-Modus, verringert sich die Laufzeit signifikant. Man kann dem Akkustand quasi dabei zusehen, wie er in Fünf-Prozent-Schritten schrumpft. Länger als 12 Minuten hält der Sauger in diesem Modus nicht durch.

Dafür ist der 2.500 mAh große Akku aber wechselbar. Wenn man also einen Ersatz-Akku kauft (siehe Preisvergleich) kann man die Laufzeit ohne Probleme verdoppeln – bei größeren Häusern mit viel Wohnfläche ist das sicherlich sinnvoll. Ich habe das tatsächlich nie gebraucht – länger als ein paar Minuten am Stück habe ich den Trouver Power 11 nie benutzt.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Der Trouver Power 11 ist ein solider Handstaubsauger. Die Saugleistung geht völlig in Ordnung, die Verarbeitung ist toll und das Display ist ein nettes Feature. Der wechselbare Akku ist auch ein Vorteil gegenüber einem Großteil der Konkurrenz. Die (teurere) Konkurrenz bietet dafür einen weitaus größeren Lieferumfang und oft einen größeren Staubbehälter.

Mir persönlich hat besonders eine Teppichbürste gefehlt – das Reinigen von Teppichen ist für mich der hauptsächliche Einsatzzweck eines Staubsaugers. Hartböden kriegt mein Saugroboter nämlich auch ausgezeichnet gereinigt.

Unter dem Strich ist das größte Argument für den Trouver Power 11 der Preis. Wenn euer Budget begrenzt ist – Schlagt zu! Ihr werdet mit einem sehr guten Handstaubsauger belohnt. Wenn ihr aber etwas mehr Geld in die Hand nehmen könnt, kriegt ihr bei einem Dreame T20 oder vergleichbaren Modellen auch mehr geboten – vor allem beim Lieferumfang!

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Helmut Kern
Gast
Helmut Kern (@guest_82942)
9 Monate her

Also so toll diese Dreame & Co Sauger sein mögen….wenn man Ersatzakkus nur bei AliExpress bekommt…ist das für mich ein KO Kriterium….ob sich das kurzfristig wohl ändert, daß man diese Akkus auch in Deutschland kaufen kann?

Andy
Mitglied
Mitglied
Andy (@andy)
1 Jahr her

Danke für die Tests auch zu den Staubsaugern. Ich suche als Ergänzung zu meinem Roborock S5 auch einen Akkustaubsauger. Auf der einen Seite möglichst günstig, aber wenn ich dann die Nachteile lese (deutlich zu kleiner Staubbehälter, fehlender Flexschlauch), lande ich doch wieder beim Dreame T20 (der momentan leider zu teuer ist…).

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
1 Jahr her
Antwort an  Andy

Es gibt noch viele weitere Dreame. z.B. den V10 oder den XR (dann auch mit Teppichbürste im Lieferumfang). Beide gibt es häufig im Angebot für um die 160€. Schau dich einfach hier mal um: https://www.chinahandys.net/gadget-bestenliste/handstaubsauger/

beste Grüße

Jonas

Andy
Mitglied
Mitglied
Andy (@andy)
1 Jahr her
Antwort an  Jonas Andre

Danke, das war mir bekannt. Ich schaue regelmässig hin 🙂 Allerdings bevorzuge ich die Komponenten des T20: austauschbarer Akku, das Display, die V-förmige Bürste, die angeblich den langen Haaren meiner Freundin den Kampf ansagt,… Da ich Zeit habe, kann ich schauen, ob der T20 noch günstiger wird (wenn Dreame weiter im Monatstakt neue Staubsauger rausbringt). Ansonsten wirds dann halt ein V10 oder V10 Pro. Eine Teppichbürste brauche ich nicht, da ich keine Teppiche habe.

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