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Wanbo X2 Max im Test – Neuauflage des Volksbeamers

Getestet von Michael am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • FHD als native Auflösung
  • günstiger Preis
  • sehr gutes Bild bei Dunkelheit
  • Projektionsgrößen bis 100 Zoll empfehlenswert
  • Android mit Google Playstore
Nachteile
  • sehr träge Systemperformance
  • Widevine L3
  • ab 80 Zoll nicht mehr gleichmäßig scharfes Bild
  • automatische Trapezkorrektur unbrauchbar
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Der Hersteller Wanbo ist aus der Welt der kompakten Beamer nicht mehr wegzudenken. Gerade im Einsteigerbereich ist das Angebot riesig und teilweise undurchsichtig. Zahlreiche Modelle wie der Wanbo T2 Max, T2R, T6 Max oder Xgimi MoGo 2 versuchen die Gunst der Kundschaft zu gewinnen. Dabei unterscheiden sich viele Modelle nur marginal voneinander. Eine Gemeinsamkeit besitzen sie aber alle. Sie bieten überraschend viel Beamer für wenig Geld. Auch der neue Wanbo X2 Max möchte sich in die Reihe der günstigen kompakten Beamer mit Full-HD Auflösung und sattem Funktionsumfang einreihen.

Wanbo X2 Max Einleitung

Mit einem Preis von knapp 150€ und einer Lichtleistung von 450 ANSI Lumen versucht man an die Erfolge des beliebten Wanbo T2 Max (zum Test) anzuknüpfen. Ob dem Hersteller das gelungen ist und wie sich der Beamer im Test geschlagen hat, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Lieferumfang des Wanbo X2 Max

Der Beamer kommt in einem kleinen weißen Karton zu euch, der folgendes Zubehör enthält:

  • Wanbo X2 Max Beamer
  • Fernbedienung
  • Eurostecker (C7) 150 Zentimeter
  • Bedienungsanleitung
  • Linsenschutz aus Weichplastik

Für den Betrieb wird kein separates Netzteil benötigt. Dieses ist bereits integriert und der Beamer wird direkt mittels C7 Buchse auf Eurostecker mit dem Stromnetz verbunden. Wem die 150 Zentimeter nicht ausreichen, der kann ein C7-Anschlusskabel in beliebiger Länge problemlos im Internet bestellen. Durch den Direktanschluss an 230V ist leider ein Betrieb mit Akku oder Powerbank nicht möglich. Die Plastikabdeckung der Linse sollte keinesfalls entsorgt werden. Diese ist zwar nicht besonders hochwertig, schützt die Linse für den Transport aber ausreichend.

Design und Verarbeitung des Wanbo X2 Max

Das Design kennen wir schon vom Wanbo X2 Pro (zum Test) den wir bereits ausführlich unter die Lupe genommen haben. Mit den Abmessungen von 225 x 177 x 94 Millimeter und einem Gewicht von 1,53 Kilogramm ist ein kinderleichter Transport jederzeit möglich. Das weiße, quaderförmige Design ist recht gefällig, erweckt aber durch die Verwendung von matt weißem Kunststoff kein Premiumgefühl. Wanbo verbaut auf jeder Seite jeweils einen 5 W Lautsprecher, der ein entsprechendes Soundvergnügen ermöglichen soll. Die Verarbeitung ist hochwertig und gib keinen Anlass zur Kritik.

Auf der Oberseite befindet sich mittig der Powerbutton des Beamers. Die vier Gummifüße auf der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand auf so ziemlich jedem Untergrund. Bedauerlicherweise sind diese nicht in der Höhe verstellbar. Möchtet ihr den Anstellwinkel des Beamers ändern, könnt ihr entweder ein 1/4 Zoll Stativ für die mittige Aufnahme kaufen oder ihr müsst euch mit einem Gegenstand behelfen, den ihr unter den Beamer packt. Seitlich befindet sich noch die Klappe für den Staubfilter der Lampe.

Anschlüsse des Wanbo X2 Max

Die Anschlüsse auf der Rückseite teilen sich wie folgt auf:

  • 1x USB-A Port
  • 2x HDMI-Anschluss
  • 1x AV Anschluss
  • 1x 3,5mm Klinke
  • C7 Eurostecker Stromanschluss

Das Wanbo hier zwei HDMI Anschlüsse verbaut, ist wirklich erfreulich. Somit muss nicht konstant zwischen Spielekonsole und PC umgesteckt werden.

Fernbedienung

Die Bluetooth-Fernbedienung ist ein guter alter Bekannter, der uns bisher durch die komplette Wanbo Produktpalette begleitet hat. Neben den Grundfunktionen wie Home/Zurück/Lauter/Leiser/Mute und der Steuerung mittels Steuerkreis, bietet sie zwei Tasten für den manuellen Fokus und eine manuelle Maussteuerung. Aktiviert ihr diese, habt ihr einen Mauszeiger, den ihr mittels Steuerkreis bewegen könnt. Das funktioniert zwar eher schlecht als recht, allerdings ist diese Funktion in einigen Apps für den Anmeldebildschirm unverzichtbar.

System und Software

Ausgestattet mit sagenhaften 1 GB RAM und 8 GB internem Speicher (3,8 GB frei für Apps und Filme) wirkt das veraltete und teilweise schlecht übersetzte Android 9 alles andere als flüssig. Angesichts der mäßigen Leistungswerte und des veralteten Betriebssystems sollte der Hersteller lieber ein paar Euro mehr auf den Verkaufspreis aufschlagen, um ein angemessenes Nutzererlebnis zu ermöglichen. Alternativ kann man natürlich auch einen Streaming-Stick an einem der HDMI-Anschlüsse betreiben und das Betriebssystem komplett umgehen. Dann ist der günstige Preis ein großer Vorteil, denn einen Chromecast oder FireTV-Stick bekommt man für um die 20€ bei Kleinanzeigen und hat dann ein ziemlich perfektes System zur Verfügung.

Für die Kommunikation mit eurem heimischen WLAN steht WiFi 6 zur Verfügung. Es werden sowohl 2,4GHz als auch das 5GHz Frequenzband unterstützt. Die drahtlose Kommunikation zur restlichen Peripherie kommt über Bluetooth 5 zustande. Erfreulicherweise klappt das Koppeln von Soundbars völlig reibungslos und mittels Miracast/AirCast ist auch das Android/iOS Handy schnell eingebunden. Mit dem Handy oder Tablet ist fast keine Verzögerung der Eingabe (Input-Lag) feststellbar. Somit ist der Beamer sogar für das ein oder andere Handyspiel interessant. Anders sieht es bei der Ausgabe über HDMI aus. Hier ist ein spürbarer Input-Lag vorhanden, der den Spielspaß erheblich trübt. Für Videos und Präsentationen spielt das allerdings keine Rolle.

Der Wanbo X2 Max unterstützt lediglich Widevine L3, wodurch das Streaming bei vielen Anbietern nur in SD möglich ist. Dieser Aspekt ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, dass der Beamer 1080p nativ unterstützt.

Das Einstellungsmenü bietet euch neben den Grundfunktionen vor allem verschiedenste Möglichkeiten, das Bild in Farbe, Helligkeit und Kontrast zu verändern. Während der Autofokus meist gute Arbeit leistet, funktioniert die automatische Trapezkorrektur nur auf einer Seite des Bildes. Erfreulicherweise findet sich im Menü eine manuelle 4 Punkt Trapezkorrektur, mit welcher sich das Bild wirklich passabel einstellen lässt.

Bildqualität des Wanbo X2 Max

Kommen wir zum wichtigsten Teil des Tests. Mit 450 ANSI Lumen und einer Auflösung in 1920 x 1080 Pixel sollte die Bildqualität durchaus überzeugen können.

Bei normalem Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung kommt der Beamer schnell an seine Grenzen. Die Projektionen mit 75 und 100 Zoll bieten zu wenig Kontrast und Farben, um ein ansehnliches Bild auf die Leinwand zu zaubern. Wer den Beamer bei Tageslicht nutzen möchte, sollte sich auf 50 Zoll beschränken oder den Raum entsprechend abdunkeln. Die Nutzung bei direkter Sonneneinstrahlung ist dementsprechend nicht möglich.

Bei Dunkelheit bietet sich ein völlig anderes Bild. Selbst die 100 Zoll Projektion ist ausreichend hell, kontrastreich und farbenfroh. Man hat hier nicht das Gefühl, hinter einem 160€ Beamer zu sitzen. Einzig die Schärfe lässt bei Projektionsgrößen von mehr als 80 Zoll zu wünschen übrig. Das Bild ist dann nicht mehr gleichmäßig scharf. Stellt man die Ränder scharf, wird die Mitte leicht unscharf und umgekehrt. Für den normalen Kinoabend stört dies nicht und fällt auch kaum auf. Dieses Verhalten wird umso ausgeprägter, je größer die Projektion wird. Daher würden wir eine maximale Bildgröße von 100 Zoll empfehlen. Für Präsentationen mit viel Text ist der Beamer somit ungeeignet.

Lautsprecher, Stromverbrauch und Lautstärke

Der Wanbo X2 Max bietet mit den 2 x 5W Stereolautsprechern ein sehr lautes Kinoerlebnis. Die Soundqualität bewegt sich aber nur auf dem Niveau günstiger Bluetooth-Lautsprecher. Während die Lautsprecher selbst bei hoher Lautstärke kaum verzerren, bieten sie im Tieftonbereich kaum Potenzial und sind auch für Musikliebhaber eher eine Notlösung.

Im Betrieb liegt der Stromverbrauch bei gemessenen 52-55W. Der Wert im Standby liegt bei nicht nennenswerten 0,4W. Somit genehmigt sich der Beamer gut 3,5kWh aus eurem Stromnetz pro Jahr.

Der Lüfter des Wanbo X2 befindet sich von vorn gesehen auf der rechten Seite des Gerätes. Die Lautstärke fällt mit 38 dB(A) sehr niedrig aus. Normalerweise läuft der Lüfter immer konstant auf einer Geschwindigkeit. Wird der Beamer allerdings in sehr warmer Umgebung betrieben, kommt es häufiger vor, dass der Lüfter für 1-2 Sekunden auf 40 dB(A) hochdreht. Dadurch entsteht eine recht nervige Geräuschkulisse. Für den Filmabend spielt das aber kaum eine Rolle, da die Filmgeräusche im Normalfall wesentlich lauter sind.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Mit dem Wanbo X2 Max hat der Hersteller erneut einen preiswerten Beamer im Angebot, der vor allem bei Dunkelheit eine starke Performance abliefert. Durch die Helligkeit von 450 ANSI Lumen ist ein Einsatz bei Tageslicht natürlich nur begrenzt möglich. Dafür erhaltet ihr einen kompakten Beamer mit Android Betriebssystem, der auch ohne Zusatzhardware das Streaming aller gängigen Anbieter ermöglicht. In Zukunft wäre ein performanteres Betriebssystem und eine Widevine L1 Zertifizierung wünschenswert. Das holt ihr euch am besten mit einem günstigen FHD Streaming Stick auf den Beamer. Gerne könnt ihr euch auch die Vergleichsmodelle wie den Wanbo T2 Max (Zum Test) oder Wanbo X2 Pro (Zum Test) noch einmal anschauen, um das passende Model für euch zu finden. Auch unsere aktuelle Beamer-Bestenliste ist auf der Suche nach einem Beamer einen Blick wert.

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