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Zendure AIO 2400 im Test – Die schönste Art Solarstrom zu speichern

Getestet von Michael am
Vorteile
  • optisch ein Highlight
  • erstklassige Verarbeitung
  • edles Design
  • intelligente Stromeinspeisung dank Shelly 3EM
  • ausgereifte App
  • sehr hohe tatsächlich nutzbare Kapazität (2297Wh)
Nachteile
  • Bruchgefahr der MC4 Buchsen
  • Halterung nur für wenige Wechselrichter geeignet
  • Standfuss lässt sich nicht fixieren
  • gelegentliche Probleme mit der Zendure Cloud
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Über den Hersteller Zendure müssen wir sich nicht mehr viele Worte verlieren. Mit dem Zendure Solarflow (zum Test) und dem neuen Zendure Hub 2000 (zum Test) hat der Hersteller bereits eine Speicherlösung für Balkonkraftwerke im Sortiment, die sowohl durch enorme Kapazität als auch durch einen beachtlichen Funktionsumfang überzeugen kann. Mit dem Zendure AIO 2400 richtet sich der Hersteller nun an die Kunden, die den Wunsch nach einer edleren Optik verspüren und eine Komplettlösung ohne viel Kabelmanagement bevorzugen. Das AIO im Namen steht für All-In-One und soll aufzeigen, dass hier die gesamte Technik inklusive Wechselrichter in einem Gerät steckt.

Zendure AIO 2400 Einleitung

Die moderne Optik, die selbst in Innenräumen eine gute Figur macht und die Speicherkapazität von beachtlichen 2,4kWh stellen die Grundlage für das 1343€ teure Speichersystem. Ob das Zendure AIO 2400 den hohen Erwartungen gerecht werden kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Lieferumfang des Zendure AIO 2400

Der Lieferumfang des knapp 40 Kilogramm schweren Pakets setzt sich wie folgt zusammen:

  • Zendure AIO 2400 Speichersystem
  • Standfuß für AIO 2400
  • Kombinierte Wandhalterung mit Standfußverschraubung
  • Obere Abdeckplatte
  • 4 x MC4 Kabel 30 Zentimeter
  • Trennhilfe für MC4 Stecker
  • Dübel und Schrauben

Zunächst muss das Zendure AIO zusammengebaut werden. Ohne den fertigen Standfuß kann das Speichersystem nicht stehen.

Montage und Aufbau

Zunächst wird der untere Standfuß mit dem kombiniertem Stand- und Wandhalterungssystem verschraubt. Dazu legt Zendure 6 Kreuzschlitzschrauben bei, die dank vorgefertigter Gewinde einfach eingeschraubt werden. Danach kann das eigentliche Speichersystem einfach hineingestellt werden. Möchtet ihr das Zendure AIO 2400 an der Wand montieren, so wird die Bodenplatte nicht benötigt und das Wandhalterungssystem einfach an der Wand verschraubt. Dazu legt Zendure entsprechende Dübel und Schrauben bei.

Zendure AIO Montage 4

Das Zendure AIO 2400 wird dabei einfach nur in den Standfuß eingeschoben, wie man es auch von Fernsehgeräten kennt. Leider lässt sich der Standfuß nicht wie bei Fernsehgeräten mittels Schrauben fixieren. Das bedeutet, wenn ihr das AIO 2400 transportieren wollt, löst sich dieser beim Anheben des Systems wieder. Während ihr also das 31 Kilogramm schwere System von A nach B tragt, verbleibt der Standfuß an Ort und Stelle und ihr habt kaum eine Chance das Zendure AIO 2400 kratzerfrei abzustellen.

Montage des Wechselrichters

Zendure bietet das AIO 2400 im Set mit dem Hoymiles HMS-800-2T an, den wir bereits ausführlich für euch getestet haben. Für die Montage werden einfach die zwei Rändelschrauben in die vorgesehenen Gewinde geschraubt, der Wechselrichter eingehängt und die Schrauben fest gezogen.

Um die Eingänge des Wechselrichters mit den Ausgängen des Zendure AIO 2400 zu verbinden, müssen die MC4 Kabel theoretisch nur in die dafür vorgesehenen Buchsen gesteckt werden. Aufgrund der sehr starren Kabel empfiehlt es sich, diese vorher mit einem Föhn zu erwärmen. So lassen sie sich für den Anschluss vorbiegen und in Form bringen.

Ist dies erledigt, lassen sich die Kabel ohne großen Kraftaufwand anschließen. Biegt ihr die Kabel nicht vor, üben diese durch die starre Konstruktion und den geringen Abstand der Buchsen zum Wechselrichter sehr hohe Seitenführungskräfte auf die Ausgangsbuchsen des Zendure AIO 2400 aus. Hier besteht die Gefahr, eine der MC4 Ausgangsbuchsen des AIO 2400 abzubrechen.

Leider ist genau dies bei uns im Test passiert. Entweder war das häufige Trennen der Steckverbindung oder der Druck der Kabel durch den Hoymiles Wechselrichter schuld. Um die Gefahr eines Bruchs zu minimieren, könnt ihr auch die beiliegenden MC4 Verlängerungskabel verwenden, um die Spannung auf den Buchsen zu eliminieren. Dennoch liegt hier ein Konstruktionsmangel vor. Die Buchsen dürfen bei moderater Beanspruchung nicht brechen.  Zendure hat bestätigt, dass dieses Problem bei einigen wenigen Modellen auftritt und mit der nächsten Revision des Zendure AIO 2400 behoben wird. Solltet ihr also ähnliche Probleme haben, wendet euch direkt an den Zendure Kundensupport.

Ist der Wechselrichter montiert, fehlt abschließend noch die Verschraubung der oberen Abdeckplatte. Ist dies erledigt, erstrahlt das Zendure AIO 2400 in einer sehr aufgeräumten, cleanen Optik.

Laut Zendure ist das AIO 2400 mit 99% aller Wechselrichter auf dem Markt kompatibel. Das mag von der elektrischen Seite her zwar stimmen, allerdings ist die Befestigung vom Zendure AIO 2400 speziell auf den Hoymiles HMS-800-2T optimiert. Der Anker MI80 (Baugleich AP System EZ1-M)  lässt sich zwar fixieren, aber der Anschluss von Solarmodulen wird unmöglich. Der Deye Sun-M80G3 ist etwas kompakter, womit die MC4 Stecker gerade so noch angeschlossen werden können. Bei diesem passt dann allerdings die obere Abdeckplatte des Zendure AIO 2400 nicht mehr darauf.

Design und Verarbeitung des Zendure AIO 2400

Auf den ersten Blick würde man nicht auf Idee kommen, dass man es hier mit einem Speicher für Balkonkraftwerke zu tun hat. Die einen sagen, das Zendure AIO 2400 erinnert sie an ein modernes Designobjekt, welches auch von einem Künstler entworfen worden sein könnte. Andere wiederum sehen im AIO 2400 einen modernen Heizkörper, wie man ihn auch in Wohnräumen vorfindet. Allerdings waren sich alle einig, dass das System exzellent verarbeitet ist. Das Gehäuse mit den großen Kühlrippen wirkt in Verbindung mit dem dunkel eloxierten Aluminium sehr edel.

Alle Kanten sind entgratet und alle Ecken abgerundet. Die Abmessungen des Zendure AIO 2400 betragen 657 × 427 × 150 Millimeter. Mit einem Gewicht von 37 Kilogramm inkl. Standfuß ist das System ein ziemlicher Brocken. In Verbindung mit dem Hoymiles Wechselrichter kommen wir auf ungefähr 40 Kilogramm, weshalb der Transport immer mit zwei Personen erfolgen sollte.

Die Rückseite ist funktional gehalten und ermöglicht, zwei Solarmodule direkt an das Zendure AIO 2400 anzuschließen. Diese werden mit den oberen MC4 Buchsen verbunden. Die unteren MC4 Anschlüsse geben die gespeicherte Energie des AIO 2400 wieder an den Wechselrichter ab. Seitlich bietet das AIO zwei Vertiefungen, die als Tragegriffe fungieren können. Bis auf die bruchempfindlichen MC4 Buchsen ist der Verarbeitung perfekt und das Design sowohl funktionell als auch optisch sehr ansprechend.

Als optisches Highlight verbaut Zendure in seinem AIO System eine RGB-Beleuchtung in der Front. Diese lässt sich in der App in den verschiedensten Varianten konfigurieren, wodurch das System vor allem bei Dunkelheit ein echter Blickfang wird.

Technische Daten des Zendure AIO 2400

Zendure AIO 2400 technische Daten

Das Zendure AIO 2400 bietet, wie der Name schon vermuten lässt, eine Kapazität von 2400Wh. Die maximale Eingangsleistung der Solarmodule liegt bei 1200W. Während der erste PV Eingang nur 400W aufnehmen kann, sind es beim zweiten satte 800W. Dank der hohen Eingangsleitung ist eine Ladung der 2,4 kWh in wenigen Stunden möglich, insofern ihr über entsprechend starke Solarmodule verfügt. Zendure spendiert dem AIO eine Akkuheizung, die nach demselben Prinzip funktioniert wie bei dem Zendure AB2000 Akku (zum Test) des Solarflow Systems. Somit kann das System selbst bei Temperaturen von –20°C noch geladen werden. Sollte euch die Kapazität noch nicht ausreichen, so können auch zwei Zendure AIO 2400 zu einem 4,8kWh Kraftwerk zusammengeschlossen werden. Diese teilen sich dann einen 600/800W Wechselrichter, um die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland einzuhalten.

Steuerung des Zendure AIO 2400 mit der Zendure App

Um das AIO 2400 nutzen zu können, ist es zwingend erforderlich, die Zendure App für Android oder iOS zu verwenden. Nach der Installation müsst ihr unter Angabe eurer Mailadresse ein Nutzerkonto anlegen.

Die Startseite informiert euch neben dem aktuellen Ladestand des Akkus darüber, wie viel Energie momentan von den Solarmodulen erzeugt wird. Für jedes Solarmodul wird die Leistung separat für den Tagesverlauf angezeigt. Weiterhin könnt ihr die Energieverteilung zwischen Akku und Wechselrichter einsehen. Unter dem Menüpunkt “Energie” verbergen sich historische Daten von Tag/Monat/Jahr und die Konfiguration der verschiedenen Betriebsmodi.

In den weiteren Einstellungen können neben Firmware Updates und Netzwerkeinstellungen auch die obere und untere Ladegrenze festgelegt werden. Wenn ihr euren Akku schonen wollt, empfiehlt es sich, ihn zu maximal 90% aufzuladen. Unter dem Menüpunkt “Entladegrenze einstellen” könnt ihr manuell festlegen, wie viel Leistung das Zendure AIO 2400 in euer Hausnetz abgeben soll. Hier können in Abhängigkeit von eurem Wechselrichter Werte von 30-1200W gewählt werden. Weiterhin könnt ihr die untere Entladegrenze festlegen. Möchtet ihr die gesamte Akkukapazität nutzen, kann diese auch auf 0% gesenkt werden. Um Tiefentladungen des Akkus zu vermeiden, steht der Wert von Werk aus auf 10%. Hinter der Option “Bypass-Modus” verbirgt sich die automatische Umschaltung der Solarpanels auf den Ausgang, wenn euer Akku voll geladen ist. Das bedeutet, dass die komplette Leistung der Solarmodule an den Wechselrichter weiter gegeben wird, wenn der Akku des AIO zu 100% gefüllt ist. Bei Bedarf kann dieser Modus deaktiviert werden. Somit wird bei vollem Akku die Leistung der Solarmodule gekappt und die Energie bleibt ungenutzt.

Um die gespeicherte Energie eures Zendure AIO 2400 Akkus in euer Hausnetz einzuspeisen, stehen euch insgesamt vier verschiedene Modi zur Verfügung, die sich exakt so auch beim Zendure Solarflow System wiederfinden. Wer also schon mit dem bisherigen System vertraut ist, findet sich sofort zurecht.

Akkuprioritätsmodus

In diesem Modus kann ein Zeitfenster festgelegt werden, in dem der Akkuladung besonderer Vorrang gegeben wird. In dieser Zeit wird die Leistung an den Wechselrichter auf 100W begrenzt und der Überschuss im Akku gespeichert. Wie auch beim Zendure Solarflow halten wir diesen Modus für komplett überflüssig, da der Terminmodus diesen ebenfalls abbilden kann.

Terminmodus

Im Terminmodus könnt ihr festlegen, wann wie viel Energie in euer Hausnetz abgegeben werden soll. So können beispielsweise in den ersten Stunden 0W an euren Wechselrichter fließen, um erst einmal die Akkus etwas zu laden. Zu späterer Stunde könnten dann 150W eingespeist werden, um eure Grundlast zu decken und in den Abendstunden, wenn die Familie zu Hause ist, eine entsprechend höhere Leistung.

Intelligenter Abgleichmodus

In diesem Modus wird eine vordefinierte Grundlast mit Zendures SmartPlugs kombiniert. Diese intelligenten Steckdosen werden einfach zwischen die Steckdose und euren Verbraucher gesteckt. Sie erfassen bei Aktivität des Gerätes den Stromverbrauch und funken ihn an das Zendure AIO 2400 weiter. Dieses erhöht dann seine Ausgabeleistung zum Wechselrichter (festgelegte Grundlast) um den Wert, den der SmartPlug meldet. Somit können stromhungrige Geräte wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder mobile Klimaanlage neben der Grundlast gezielt versorgt werden.

Smart CT-Modus

Für die Nutzung des Smart CT-Modus muss ein Smart-Meter (Shelly Pro 3EM, Shelly 3EM) in eurem Zählerschrank installiert werden.

Dieses ermittelt den Stromverbrauch in eurem kompletten Haus und meldet diesen an euer Zendure AIO 2400 weiter. Die Funktion ist ähnlich der SmartPlug, nur dass hier keine einzelnen Steckdosen, sondern das komplette Hausnetz überwacht wird. Zendure nutzt dafür eine Kooperation mit dem Hersteller Shelly, der jahrelange Erfahrung im Bereich Smart-Meter und smarter Haussteuerung vorweisen kann. Mit den Daten, die das Smart-Meter sendet, weiß das Zendure AIO 2400 stets, wie viel Energie im Haus benötigt wird und regelt die Ausgangsleistung völlig automatisch nach dem aktuellen Bedarf.

Das Zendure AIO 2400 im Test

Bevor wir das System an unsere Labornetzteile hängen, werfen wir einen Blick in das Innere des Zendure AIO 2400.

Nach dem Entfernen von 48 Schrauben und trennen diverser Kabelverbindungen kann man endlich einen Blick auf das Innere erhaschen. Unter dem Metallkäfig auf der linken Seite verbirgt sich das 2,4kWh große Akkupaket. Auf der rechten Seite sieht man den integrierten PV Hub, der die Steuerung und die Verteilung der Energie übernimmt. Auch hier ist die Verarbeitung auf einem sehr hohen Niveau. Alle Kabelverbindungen sind großzügig dimensioniert und teilweise durch extra Gewebeschläuche geschützt.

Das Zendure AIO 2400 ist offiziell nach IP65 gegen Umwelteinflüsse geschützt. Somit muss es starkem Strahlwasser dauerhaft standhalten. Um diesen Schutz zu gewährleisten, sind gleich zwei umlaufende Dichtungen verbaut. Die MC4 Buchsen und WLAN Antenne sind zusätzlich komplett vergossen.

Um die volle Leistungsfähigkeit zu testen, betreiben wir das AIO 2400 vorerst an zwei Labornetzteilen mit 60V/21A.

Bereits ab 16V Eingangsspannung erwacht das Zendure AIO 2400 und beginnt den Akku zu laden. Das System regelt selbstständig bis an die Stromgrenze (20A/14A) der beiden Eingänge. Um die maximale Leistung zu erreichen, müssen eure Solarmodule an dem 400W Eingang mindestens 31V und an dem 800W Eingang mindestens 42V liefern. Ihr solltet also bei der Auswahl der Solarmodule auf eine hohe Arbeitsspannung achten. Dies ist besonders für den 800W Eingang relevant.

Die Ladeleistung von 1200W wird über die komplette Dauer des Ladevorgangs gehalten. Dank des großzügigen Aluminiumkühlkörpers erwärmt sich das Zendure AIO 2400 während der Ladung nur unwesentlich. Die Akkutemperatur stieg während des 2-stündigen Ladevorgangs um etwa 10°C. Für einen Test der tatsächlich nutzbaren Kapazität haben wir das Zendure AIO komplett aufgeladen und mit 300W bis auf 0% entladen. Die Ausgabemenge wurde dabei mittels Strommessgerät hinter dem Hoymiles HMS-800-2T gemessen. Nach über 7 Stunden zeigte das Messgerät 2297Wh an. Das entspricht beeindruckenden 96% der Herstellerangabe von 2400Wh.

Das Zendure AIO 2400 im Realbetrieb

Für den Testzeitraum wurde das Zendure AIO 2400 mit zwei 440W Solarmodulen versorgt. Selbst im Monat April ist es an sonnigen Tagen problemlos möglich, den Speicher zu füllen. Somit kann die Energie entweder bequem in den Nachtstunden genutzt oder per Smart-CT Modus gezielt eingespeist werden. Ein Test mit 2 Solarmodulen am 800W Eingang funktionierte ebenfalls völlig unauffällig. Bei 1320W Modulleistung mit guter Ausrichtung ist der Speicher spätestens zur Mittagsstunde voll und der Bypass Modus wird aktiviert. Das Zendure AIO 2400 gab sich bei uns im Test sehr folgsam und funktionierte ohne Fehler. Allerdings kommt es in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder vor, dass die Zendure Server nicht ordnungsgemäß funktionieren oder überlastet waren. In dem Fall arbeitet die Einspeisung im Smart-CT oder intelligenten Abgleichmodus stark zeitversetzt oder gar nicht. Hier muss Zendure unbedingt an seinen Serverkapazitäten arbeiten, um für mehr Zuverlässigkeit zu sorgen.

Amortisation des Zendure AIO 2400

Die Frage, die sich vielen Kunden immer wieder stellt, ist, ob sich so ein System überhaupt rechnen kann. Wer ein großzügig dimensioniertes Balkonkraftwerk mit 4 Solarmodulen besitzt, und den Smart CT-Modus verwendet (der ständig bedarfsgerecht einspeist), wird vermutlich 500-600kWh zusätzlich durch das Zendure AIO 2400 pro Jahr einsparen können. Bei einem Strompreis von 30 Cent/kWh ergib das eine Ersparnis von 150-180€ pro Jahr. Somit könnte sich das 1343€ teure System nach 7-8 Jahren amortisieren. Man darf allerdings auch nicht vergessen, dass so ein Speicher in Kombination mit einem Smart-Meter (Shelly 3EM) zu einem bewussteren Umgang mit der Energie führt. Daher berichten viele Nutzer, dass sich ihr Stromverbrauch stärker reduziert hat, da ihnen nun bewusst wurde, wie viel Energie einzelne Geräte wirklich verbrauchen. Diese wurden dann bei Nichtbenutzung konsequent ausgeschaltet oder gegen stromsparende Alternativen ersetzt. Weiterhin ist die Solartechnik in Verbindung mit Stromspeichern ein interessantes Hobby, welches einfach Spaß macht und das Technikerherz höher schlagen lässt.

Testergebnis

Getestet von
Michael

Das Zendure AIO 2400 ist wohl momentan das schönste Speichersystem für Balkonkraftwerke. Zudem funktionierte es vom ersten Testtag an ohne irgendwelche Probleme. Der Aufbau, Anschluss und die Einrichtung in der App waren in unter 30 Minuten erledigt. Die Verarbeitung ist tadellos und die Optik konnte uns uneingeschränkt überzeugen. Alles wirkt aufgeräumt und wie aus einem Guss. Deutliche Kritik müssen wir allerdings an den verbauten MC4 Buchsen/Steckern üben. Diese sind äußert bruchanfällig und sollten daher entsprechend sorgsam behandelt werden. Für den Anschluss des Wechselrichters empfehlen wir auf jeden Fall die beliegenden Verlängerungskabel zu verwenden, um hohe Krafteinwirkungen auf den MC4 Buchsen zu vermeiden. Dieser Konstruktionsmangel ist für so ein teures System inakzeptabel und wird hoffentlich zeitnah beseitigt. Dennoch ist Zendure mit dem AIO 2400 der bisher modernste und funktionalste Speicher für Balkonkraftwerke gelungen. Wir sind gespannt, ob die anderen Mitbewerber am Markt nachziehen oder in diesem Jahr vielleicht sogar noch die ein oder andere Überraschung bieten können.

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PanEuropean
Gast
PanEuropean (@guest_108277)
23 Tage her

Diese Solarspeicher kranken alle an dem gleichen Problem: Eeshalb muss ich dem System vorgeben, wann ich wieviel Strom brauche bzw. nutzen möchte? Stellen wir uns den Speicher doch einfach als Blackbox vor. Auf der einen Seite kommt der Strom durch die Panels rein und auf der andern geht er raus ins Netz des Hauses oder der Wohnung. Was passiert in der Box? Es sollte doch odealerweise wie folgt sein: Die Panels laden die Akkus und das Netz entlädt sie. Die Panels laden dabei immer in die Akkus bis diese evtl. voll sind. Erst dann müsste das System auf Bypass regeln und… Weiterlesen »

PanEuropean
Gast
PanEuropean (@guest_108284)
23 Tage her
Antwort an  Michael

Hallo Michael,
danke für die prompte und kompetente Antwort. Da werde ich mich mal einlesen und im Netz recherchieren. An dieser Stelle auch nochmals Lob für den tollen Artikel.
Nichtsdestotrotz sollte meines Erachtens eine so vollautomatische Regelung ohne Cloudanbindung eigentlich bei solchen System Standard sein. Denn lass den Hersteller mal insolvent werden oder man stelle sich die Montage eines solchen Systems in der “Pampa” ohne Internet/Mobilfunk vor…
Danke nochmals, gut gemacht 😉

Peter
Gast
Peter (@guest_108271)
23 Tage her

Hallo Michael, vielen Dank für diesen aufschlussreichen Test des AIO! Für mich der informativste Test, den ich bisher im Web gefunden habe. Ich habe auch seit kurzem einen AIO in Betrieb und frage mich, wie ich meine VIER 415W Solarmodule am besten anschließe. Bei Dir am Dach sind ja auch vier Module zu sehen. Zwei Module kann man ja problemlos parallel per Y-Verbinder am 800W Eingang anschließen. Aber Frage: Was passiert, wenn man am 400W Eingang ebenfalls zwei parallel Module zu je 400W anschließt? Wird er überlastet und beschädigt im ungünstigsten Fall, oder begrenzt er einfach die Eingangsleistung auf 400W… Weiterlesen »

Mörv
Gast
Mörv (@guest_108280)
23 Tage her
Antwort an  Peter

Peter. Das steht auch im Text:
“Das System regelt selbstständig bis an die Stromgrenze (20A/14A) der beiden Eingänge.”

Also kaputt geht der Eingang nicht. Er kann halt nicht mehr als diese 400watt verarbeiten.
Ob er das überschüssige was er nicht verarbeiten kann dann durchreicht an dein Stromnetz hab ich jetzt nicht gelesen.

Wenn du vier Panels hast, dann schließe an den 800w die beiden an wo du meinst das die am meisten aus der Sonne ziehen und an den 400watt Eingang die beiden Panels die nicht so viel Sonne abbekommen.

Das ist meine Meinung, keine Garantie auf Richtigkeit!
Grüße Mörv

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