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Cyansky M3 Titan Taschenlampe im Test

Getestet von Jens M. am
Vorteile
  • super kompakte Bauweise
  • hochwertiges Titangehäuse
  • einfaches User Interface
Nachteile
  • Schalter sehr flach
  • kein Schnäppchen
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Mit der Cyansky H5 hatten wir erst vor Kurzem die erste Taschenlampe aus dem Hause Freasy Gears bei uns im Test. Neben leistungsstarken Throwern hat der chinesische Hersteller aber auch noch mehr zu bieten. Die Cyansky M3 ist eine kleine EDC-Lampe aus Titan. Kann sie im Test überzeugen?

Spezifikationen

Die Cyansky M3 ist ein echter Winzling: gerade einmal 5,1 cm lang bringt sie inklusive Akku auch nur 47 Gramm auf die Waage. Das auffälligste ist natürlich das Gehäusematerial – Titan! Wir kennen dies bereits z.B. von der Olight I5T und I3T und auch hier verleiht dieser hochwertige Werkstoff dem Gerät das gewisse Etwas. Mit den geringen Abmessungen gehört die Cyansky M3 natürlich zu den EDC-Lampen und passt in jede noch so kleine Tasche. Sie besteht grundsätzlich aus dem Lampenkopf und dem Batterierohr.

Der Lampenkopf ist 1,9 cm lang und hat einen Durchmesser von 2,2 cm. In ihm sitzt eine Cree XP-G3 LED hinter einem kleinen Orange Peel Reflector. Den oberen Abschluss bildet ein aufgesetzter, flacher Bezelring. Dieser ist ebenfalls aus Titan gefertigt. Direkt unter dem Bezelring schließt sich ein mehrfach abgeflachter Bereich an, der außerdem horizontale Kühlrippen besitzt.

In diesem Bereich befindet sich der Seitschalter der M3. Es handelt sich um einen glatten, runden Schalter mit knapp 6 mm Durchmesser. Er steht circa 1 mm aus dem Gehäuse heraus und ist leider nur schlecht im Dunklen tastbar. Er gibt ein leichtes Feedback beim Drücken, was für meinen Geschmack etwas stärker sein könnte, denn gerade bei diesen kleinen Abmessungen des Schalters wäre es gut, wenn man ein deutliches Feedback bei der Bedienung bekommt. Insgesamt ist der Seitenschalter also nicht gerade das Highlight der Lampe – optisch fügt er sich jedoch gut in das Design ein.

Das Batterierohr ist 3,9 cm lang und hat einen Durchmesser von 2,0 mm. Es ist im Hauptteil ebenfalls immer wieder abgeflacht. Leichte Flächenneigungen reichen jedoch trotzdem aus, damit die Lampe (ohne verbauten Clip) bspw. von einem Tisch rollt. Auch im Griffbereich des Batterierohrs wurde das Kühlrippendesign des Kopfes wieder aufgenommen, selbst wenn diese hier deutlich gröber sind und wohl eher Design als Funktion ansprechen.

Direkt unterhalb des Griffteils schließt sich der Bereich zur Clip-Montage an. Hier kann der beiliegende Deep-Carry-Clip montiert werden. Dieser sitzt recht stramm und kann daher nicht so einfach verloren gehen. Die Endkappe der Cyansky M3 ist vollständig flach und besitzt eine Aufnahme für ein Lanyard. Auf ihr ist die Lampe natürlich tailstandfähig, aber sie ist nicht magnetisch. Das Gewinde zum Lampenkopf hin ist mit einem O-Ring versehen und leider ab Werk nicht wirklich geschmiert. Mit ein wenig Silikonfett kann man hier aber leicht Abhilfe schaffen und dann dreht das Gewinde butterweich. Die Cyansky M3 ist nach IP68 wasserdicht und übersteht Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe.

Taschenlampenzwerge: Cyansky M3 – Folomov EDC C2 – Olight S1R Baton II (von links nach rechts)

Im Vergleich zu den bisher von mir getesteten und ebenfalls recht kleinen Folomov EDC C2 oder Olight S1R Baton II, ist die Cyansky M3 sogar noch mal etwas kleiner. Sie ist gewissermaßen der Zwerg unter den Taschenlampenzwergen, aber bietet trotzdem einen Output von bis zu 700 Lumen.

Ich finde das recht markante Design in Kombination mit dem Titan ein wirklich gelungenes Konzept. Die Lampe ist alles andere als Langweilig und weist ebenfalls eine sehr gute Verarbeitungsqualität auf.

Lieferumfang der Cyansky M3

Im Lieferumfang der Cyansky M3 befindet sich die Lampe samt 16340 Li-Ion Akku, ein Micro-USB Kabel, der Deep-Carry-Clip, eine O-Ring sowie eine Bedienungsanleitung.

Cyansky M3 01

User Interface

Bei einer so kleinen Taschenlampen erhofft man sich natürlich eine möglichst einfache Bedienung. Gesteuert wird die Cyansky M3 über den Seitenschalter. Drückt man diesen einmal passiert jedoch erst einmal gar nichts. Um die Lampe einzuschalten, muss man nämlich einen Click & Hold ausführen. Dadurch gelangt die Lampe dann immer in den Low Mode – ein Mode Memory gibt es nicht.

Zustand Aktion Resultat
Aus 1 x Click Keine Aktion
Aus 1 x Click & Hold Lampe an – Low Mode
An 1 x Click Wechsel zwischen den Leuchtmodes (Low – Med – High – Turbo)
An 1 x Click & Hold Lampe aus
An/Aus 1 x Click & Hold (> 1 Sek.) Lampe an – Strobe Mode

Ist die Lampe eingeschaltet, gelangt man über einen einfachen Click in die nächste Leuchtstufe und kann so zwischen Low, Med, High und Turbo wählen. Auch ein Direktzugriff auf den Strobe-Mode ist möglich. Dazu muss man einfach den Seitenschalter für länger als eine Sekunde gedrückt halten. Dies funktioniert bei ein- aber auch bei ausgeschalteter Lampe.

Cyansky M3 05

Ein elektronischer Lockout ist nicht vorhanden. Aber auch hier hilft wie so oft der manuelle Lockout, für den man das Batterierohr einfach eine Viertelumdrehung aufdrehen muss.

Das User Interface ist schnell erklärt und die Aktionstabelle so kurz wie noch nie, was mir wirklich gut gefällt. Doch leider ist der Seitenschalter im Dunklen nur schwer zu ertasten und die Bedienung manchmal etwas knifflig. Nutzer mit recht großen Händen könnten hier also Probleme haben. Trotzdem konnte ich mich mit dem User Interface der Lampe schnell anfreunden.

Performance

Das Lichtbild der Cyansky M3 habe ich wie immer in ein paar Beamshots eingefangen. Auf dem White Wall Shot zeigt sich das Beamprofil der Lampe. Wir sehen einen gar nicht mal so kleinen Spot, der in einem recht diffusen Übergang in den Spill übergeht. Der Spill ist recht gleichmäßig von der Helligkeit her und endet nach außen hin wiederum nicht sehr scharf begrenzt. Am äußeren Rand des Spills kann man noch einen kleinen Streifen mit Grünstich erkennen. Die Lichtfarbe der M3 dürfte rund um die weitverbreiteten 6.500 K sein.

Cyansky M3 11

Natürlich habe ich auch wieder ein paar Outdoor-Beamshots für Euch gemacht. Im Low Mode bringt die Lampe 5 Lumen und ist damit zwar deutlich zu hell für einen Moonlight Mode aber trotzdem hell genug, um beispielsweise eine Karte zu lesen oder das Schlüsselloch einer Tür zu finden. Dieser Mode steht für 72 Stunden zur Verfügung.

farbtemperaturskala

Die 30 Lumen des Med Mode sind dann bspw. schon genug, um sich in geschlossenen Räumen gut orientieren zu können und dort Objekte anzuleuchten. Er steht für 11 Stunden zur Verfügung.

Der High Mode mit seinen 150 Lumen ist dann schon im Outdoor-Bereich für kürzere Spaziergänge nutzbar. Die Reichweite beträgt laut Hersteller etwas über 30 Meter, die ich absolut bestätigen kann. Dieser Mode steht für 2 Stunden zur Verfügung.

Der Turbo Mode ist mit seinen maximal 700 Lumen dann schon ordentlich hell, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Lampe nur etwas über 5 cm groß ist. Dieser Mode steht für circa 30 Minuten zur Verfügung. Cyansky gibt die maximale Reichweite mit 73 Metern an, was sich mit meinen Beamshots ebenfalls bestätigen lässt. Die 50 Meter entfernten Fahrbahnmarkierungen sind noch gut erkennbar und das Licht reicht definitiv noch ein gutes Stück weiter.

Insgesamt finde ich die Leuchtstufen der Cyansky M3 recht ausgewogen. Es ist schon sehr beachtlich wie viel Licht aus diesem Taschenlampenzwerg rauskommt. Vielleicht hätte man anstatt der fünf Lumen des Low Mode lieber einen echten Moonlight Mode mit maximal einem Lumen wählen können, aber das ist natürlich reine Geschmackssache.

Akku

Beim Akku der Cyansky M3 handelt es sich um einen 16340 Li-Ion Akku mit einer Kapazität von 700 mAh. Man bekommt hier eine Button Top Zelle (erhöhter Pluspol) mit integriertem Micro-USB Ladeport. Hier hätte ich mir den moderneren USB-C Port gewünscht. Grundsätzlich ist das 16340er Format (auch mit integriertem Ladeport) problemlos in den gängigen Akku-Onlineshops erhältlich und somit ist hier bei Bedarf auch schnell für Ersatz gesorgt.

Cyansky M3 07

Zum Laden muss die Zelle natürlich aus der Lampe entnommen und kann dann mit dem beiliegenden Micro-USB Kabel geladen werden. Eine kleine Status-LED auf der Pluspol-Seite leuchtet rot während des Ladevorgangs. Ist dieser beendet und der Akku voll geladen, leuchtet die LED schließlich grün.

Testergebnis

Getestet von
Jens M.

Die Cyansky M3 ist die bisher kleinste Lampe in unseren Taschenlampentests. Sie überzeugt mit guter Verarbeitungsqualität und das Titangehäuse macht generell einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch das User Interface ist angenehm simpel gehalten, wenngleich die Bedienung über den flachen Seitenschalter manchmal knifflig werden kann.

Durch den Einsatz von Titan ist die Lampe nicht gerade ein Schnäppchen, wobei die Performance überzeugend ist. Eine echte Empfehlung lässt sich wohl am ehesten für Sammler aussprechen, denen dieser Titan-Exot sicher Freude machen wird. Für den täglichen Gebrauch seid Ihr, vor allem gemessen am Preis, bei der Folomov EDC C2 jedoch besser aufgehoben.

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SimonD
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SimonD (@guest_75619)
1 Jahr her

Wann kommt denn endlich der versprochene Test zur Convoy M21C-U?

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