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5G – der aktuelle Stand der Dinge: Frequenzen, Ausbau & Endgeräte

Der Mobilfunkstandard der fünften Generation (5G) findet seit Mitte 2019 vermehrt Verbreitung. Die Deutsche Telekom und Vodafone haben ihre Netze bereits in Betrieb genommen und kommen mit dem Ausbau besser voran, als zuvor erwartet. Telefónica (O2) und 1&1 Drillisch haben bisher noch keine Sendemasten in Betrieb genommen.

Auch bei den Endgeräten gibt es Zuwachs – dank der Mittelklasse-Chips von Qualcomm und MediaTek unterstützen vereinzelt auch günstige Smartphones bereits 5G. Wie ist der aktuelle Stand der Dinge beim Mobilfunk der fünften Generation? Wir haben alle Infos zum Ausbau, den Frequenzen, den verfügbaren Verträgen und Endgeräten für euch zusammengetragen!

Das Huawei P40 Lite 5G ist eines der günstigsten 5G-Smartphones auf dem Markt.

5G: Frequenzen & Geschwindigkeit

Die Frequenzen von 5G sind in zwei Kategorien unterteilt. In der sogenannten Frequency Range 1 (FR1) befinden sich alle Frequenzen zwischen 600 MHz und 6 GHz, in der Frequency Range 2 (FR2) alles oberhalb von 24 GHz. Die Anzahl an Bändern in der FR1 ist extrem hoch und nur eine Handvoll der möglichen Frequenzen wird auch global verwendet. Wie schon bei 4G kommen also je nach Kontinent und Land andere Bänder zum Einsatz.

Aktuell befinden sich in der FR1 40 Bänder, von denen acht global eingesetzt werden. In Deutschland kommt derzeit ausschließlich der Bereich zwischen 3.400 und 3.700 MHz zum Einsatz, der auch als Band 78 (n78) bezeichnet wird. Es ist aber geplant, auch weitere Frequenzen für 5G einzusetzen. So sollen unter anderem ehemalige LTE-Frequenzen für den neuen Standard verwendet werden. Vodafone und die Deutsche Telekom haben übrigens jeweils ein Spektrum von 90 MHz ersteigert, Telefónica 70 MHz und 1&1 Drillisch immerhin 50 MHz. Daraus lässt sich relativ direkt ableiten, dass die Telekom und Vodafone die leistungsstärksten 5G-Netze betreiben werden.

FDD & TDD – Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Ein 5G-Sendemast, fotografiert mit dem Mi 10 Lite 5G im Nachtmodus.

In der Frequency Range 1 kommen sowohl Frequency Division Duplexing (FDD) als auch Time Division Duplexing (TDD) zum Einsatz. Bei Verbindungen via Zeitmultiplex werden der Upstream und der Downstream auf derselben Frequenz minimal zeitversetzt übertragen. Dadurch wird die vorhandene Bandbreite besser ausgenutzt und es sind nicht zwei Bänder für den Upstream und Downstream nötig. Das ist besonders für die Provider interessant, da das Einrichten eines TDD-Sendemasts schlicht günstiger ist.

Beim in Deutschland als Frequenzmultiplex bekannten Verfahren werden hingegen der Upstream und der Downstream gleichzeitig über zwei verschiedene Frequenzen gesendet beziehungsweise empfangen. Dieses Verfahren ist für die LTE-Netze in Europa am weitesten verbreitet, da es besonders für den Flächenausbau sinnvoll eingesetzt werden kann. FDD ist besser für sich in Bewegung befindende Empfänger geeignet und wird deswegen häufig zur Abdeckung von Bahnstrecken, Autobahnen und Überlandstraßen verwendet.

Die Frequency Range 2 – High Speed-Internet für alle?

Während in der Frequency Range 1 eher niedrige Frequenzen zum Einsatz kommen, beginnt das Spektrum der FR2 erst bei 24 GHz. Aktuell sind maximal 40 GHz für 5G freigegeben, eine Erhöhung auf 60 oder sogar 80 GHz ist in Zukunft aber denkbar und auch vorgesehen. Durch die weitaus kürzere Wellenlänge in der FR2 (wir befinden uns hier bereits im sogenannten Millimeterwellenbereich) sind extrem hohe Datenübertragungsraten möglich.

Ein Nachteil dieser hohen Frequenzen ist die niedrige Reichweite. Würde man in Deutschland ein flächendeckendes 5G-Netz ausschließlich mit den Bändern aus der FR2 aufbauen wollen, bräuchte man ein Vielfaches der aktuell bereits bestehenden Sendemasten. Für alltägliche Aufgaben wie Musik und Videos streamen oder gar Kurznachrichten zu verschicken, wäre die mögliche Geschwindigkeit außerdem ein absoluter Overkill. Im FR2 sind aktuell bis zu 10 Gbit/s möglich, was 1,25 GB/s entspricht.

Dieser Frequenzbereich ist vor allem für sehr komplexe Aufgaben gedacht, die eine hohe Datenrate benötige. Autonomes Fahren oder von außerhalb gesteuerte medizinische Operationen sind zwei gerne genannte Beispiele dafür. Vereinzelt haben große Unternehmen an wichtigen Standorten punktuell bereits eigene Mini-Netze, die solch hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. Wann die Netzbetreiber aber auch für die Allgemeinheit solche Antennen schalten und wie groß das High Speed-Netz dann wird, steht derzeit noch in den Sternen.

bist du bereit fuer das 5G handy netz von vodafone1

5G-Ausbau – Wo stehen wir?

Die Bundesnetzagentur hat den Netzbetreibern zuletzt viele Auflagen zum Netzausbau auferlegt. Werden diese nicht erfüllt, müssen die Betreiber teils empfindliche Strafen zahlen. Unter anderem wurden prozentuale Mindestwerte vereinbar, wie viele Bahntrassen, Autobahnen und Haushalte mit LTE oder besserem Netz versorgt werden müssen. Auch für den 5G-Ausbau wurden Auflagen erteilt, die Vodafone und die Telekom voraussichtlich erreichen werden. Telefónica und 1&1 haben mit dem Aufbau des Netzes noch gar nicht angefangen – möglicherweise werden hier also Strafzahlungen fällig.

Telekom Logo 2013.svg Beim Ausbau von 4G und auch bereits beim vorigen Standard 3G haben die deutschen Netzbetreiber sich ziemlich gehen lassen. Ich lebe beispielsweise in einem Funkloch – übrigens bei allen drei Netzen. Und das in einem Ort mit gut 18.000 Einwohnern, wenige Kilometer vom Stadtkern einer großen Universitätsstadt entfernt. Besonders auf den Autobahnen ist es zwar in letzter Zeit wirklich besser geworden, aber vor allem in den Grenzregionen ist das Netz immer noch eine absolute Katastrophe.

Xiaomi Mi 10 Lite 5G

Der Ausbau von 5G geht bei der Deutschen Telekom und Vodafone weitaus schneller voran, als viele zuvor vermutet hatten. Die Telekom plant bis Ende 2020 40.000 Antennen, Vodafone immerhin 8.000. Laut Angaben der Telekom seien bereits jetzt 40 Millionen Deutsche mit 5G versorgt. Leider haben beide Anbieter aber erhebliche Probleme mit der Geschwindigkeit. Das liegt nicht nur daran, dass ausschließlich der Frequenzbereich 1 von 5G verwendet wird, der sowieso keine extrem hohen Geschwindigkeiten ermöglicht. Das viel größere Problem ist, dass nur wenige Funkmasten an Glasfasern angeschlossen sind, die tatsächlich schnell genug sind, die maximale Geschwindigkeit von 5G zu ermöglichen.

Vodafone nutzt das als Begründung, warum man mit dem 5G-Ausbau aktuell so weit hinter die Telekom zurückgefallen ist. Man wolle sich erst einmal darauf konzentrieren, das Kabelnetz auszubauen und die Funkmasten auch entsprechend schnell anbinden.

Doch selbst wenn die Sendemasten via Glasfaser angebunden sind, ist der 5G-Ausbau teilweise eine Farce. Sowohl die Telekom, als auch Vodafone setzen vermehrt auf Dynamic Spectrum Sharing (DSS). Das erlaubt es den Netzanbietern, alte 3G-Frequenzen ohne großen Aufwand für LTE und 5G zu verwenden. Das bietet zwar ein solides Plus an Geschwindigkeit – bei Vodafone ist immer wieder von 200 Mbit/s die Rede – an “richtiges” 5G kommt es aber natürlich nicht heran. Die Telekom verwendet für DSS Frequenzen um 2,1 GHz, Vodafone um 700 MHz. Unserer Meinung nach bietet DSS kurzfristig Chancen, mehr Menschen mit schnellem Internet zu versorgen. Langfristig ist allerdings 5G mit höheren Geschwindigkeiten ohne Mitnutzung alter Frequenzen erforderlich.

In Deutschland sind aktuell folgende Bänder in Gebrauch:

  • N1 (2,1 GHz, Telekom, via DSS)
  • N3 (1,8 GHz, Vodafone, via DSS)
  • N28 (700 MHz, Vodafone, via DSS)
  • N78 (3,6 GHz, Telekom und Vodafone, Telefónica und 1&1 in Planung)
  • N258 (26 GHz, in Planung)

Meine persönliche Erfahrung mit 5G

Vodafone bringt Deutschland ins 5G Zeitalter 2 1Ich habe seit einigen Monaten einen Vertrag bei Vodafone, der für 5G freigeschaltet ist. Als ich von einer Reise aus der Slowakei zurückgekehrt bin, war ich sehr überrascht. Fast auf der gesamten Bundesautobahn 4 ist 5G verfügbar! Und auch in einigen kleinen Orten, die nahe an der Autobahn liegen, konnte ich das schnelle Netz empfangen.

Auch bei mir in der Gegend gibt es vereinzelt 5G-Empfang. Bekannt sind mir jeweils ein Funkmast in Würselen und in Aldenhoven. Ersterer ist für die Versorgung des letzten Teilstücks der Autobahn 4 gedacht und reicht in etwa bis zum Autobahnkreuz Aachen. Danach fahre ich über die A44 übrigens direkt in ein Funkloch – geil. In Aldenhoven befindet sich ein Testzentrum für Autos, das von der RWTH Aachen betrieben wird und ebenfalls einen 5G-Sendemast bietet.

An vielen Stellen um Aachen herum würde ich mich trotzdem freuen, wenn überhaupt 4G oder immerhin 3G verfügbar wäre. Kornelimünster, große Teile von Brand und Stolberg, so gut wie alle Überlandstraßen in diesem Bereich und fast der komplette Weg die Himmelsleiter hoch in die Eifel sind enorm unterversorgt. Kommt man in der Eifel an, wird es richtig lustig. Hier haben sich die Telekom und Vodafone scheinbar mit dem Aufstellen von Funkmasten abgewechselt. Ein Freund von mir mit einem Telekom-Vertrag hat immer dann Netz, wenn ich keins habe und anders herum.

Der Sonderfall 1&1 Drillisch

Telefónica hat bisher noch gar nicht mit dem Aufbau eines öffentlichen 5G-Netzes begonnen. Bis Ende des Jahres 2020 will man aber immerhin Berlin, Hamburg, München, Frankfurt am Main und Köln mit dem schnellen Mobilfunk versorgen. Warum der Anbieter so weit abgeschlagen ist, konnten wir nicht herausfinden. Viel spezieller ist die Situation aber bei 1&1 Drillisch.

1&1 hat bisher immer Kapazitäten bei den großen Providern angemietet, allen voran bei Telefónica. Bei der Versteigerung der 5G-Frequenzen hat der Anbieter erstmals selber geboten und einige Frequenzen ersteigern können. Das Problem: Allein mit 5G kann man kein flächendeckendes Mobilfunknetz aufbauen. 1&1 hat zwar auch eine für LTE nutzbare Frequenz ersteigern können, die darf der Anbieter aber erst ab 2026 nutzen. Drillisch ist also auf die Kapazitäten von Telefónica angewiesen.

Bei der Übernahme von E-Plus durch Telefónica hat das Unternehmen einer EU-Auflage zugestimmt, die es zwingt, Netzkapazitäten einem weiteren Mitbewerber zur Verfügung zu stellen. Diese Chance hat 1&1 dankend angenommen und Ende 2014 einen auf fünf Jahre befristeten Vertrag mit Telefónica abgeschlossen, der die Option beinhaltet, um weitere fünf Jahre zu verlängern. Das hat 1&1 am 31.12.2019 fristgerecht getan, weswegen 20% der Kapazitäten des Netzes von Telefónica 1&1 zustehen.

Mit dem Netz von Telefónica im Rücken kann 1&1 2021 mit dem Aufbau des eigenen 5G-Netzes beginnen. Einen Haken hat die Sache aber. Das O2-Netz ist sowieso schon das derzeit schwächste in Deutschland. Sonderlich viele Kunden wird 1&1 mit 20% der Kapazitäten also nicht zufriedenstellen können. Möglicherweise muss sich der Anbieter, insofern er weiterhin auf Wachstum aus ist, noch einmal außerhalb der EU-Richtlinie mit der spanischen Telefónica einigen. Das müsste Drillisch sowieso irgendwann tun, wenn der dank der EU-Verordnung zustande gekommene Vertrag Ende 2024 ausläuft.

Verträge mit 5G – Was bieten Telekom und Vodafone?

Huawei P40 Lite 5G

Für 5G freigeschaltete Verträge findet man aktuell nur direkt bei der Telekom und bei Vodafone. Telefónica wirbt mit “5G Ready” – so bezeichnete Verträge unterstützen also 5G, sobald mit dem Aufbau des Netzes begonnen wurde. Bei den sogenannten MVNOs (Mobile Virtual Network Operator) gibt es aktuell noch keine Verträge mit dem Mobilfunk der fünften Generation. Zu diesen MVNOs zählen Anbieter wie Klarmobil, Otelo, Blau und Congstar.

Wenn ihr also einen 5G-fähigen Vertrag haben wollt, seid ihr auf das Angebot von der Telekom und von Vodafone beschränkt. Bei der Telekom sind alle aktuellen Verträge ohne Aufpreis mit 5G nutzbar, dazu zählen auch die Young-Tarife für Kunden unter 28 Jahren und die Prepaid-Tarife. Für alle Kunden über 28 Jahren starten die Preise bei knapp 39€ pro Monat für sechs Gigabyte Internet und eine Allnet-Flat. Die Young-Tarife starten bei knapp 20€ monatlich, ebenfalls für sechs Gigabyte. Ab dem 13. Monat werden 30€ fällig – ihr kommt also über die gesamte Laufzeit gerechnet auf etwa 25€ pro Monat.

Zu den Mobilfunk-Tarifen der Deutschen Telekom

Aktuell arbeitet die Deutsche Telekom für 5G-Roaming in der Schweiz mit dem Partner Sunrise zusammen. Das wurde bisher aber noch nicht offiziell kommuniziert und das Netz ist nur sehr vereinzelt für die Kunden verfügbar. Gut möglich, dass hier in Zukunft weitere Länder und Partner für kostenloses 5G-Roaming in der EU folgen.

Bei Vodafone kann man via Roaming 5G in Italien, Spanien und Großbritannien nutzen. Auch hier werden weitere Länder mit der Zeit folgen. In der Schweiz bietet Vodafone übrigens gar kein kostenloses Roaming an, das gibt es aktuell nur bei der Telekom.

Die Verträge bei Vodafone unterstützen ebenfalls allesamt 5G. Das gilt leider nicht für das Prepaid-Angebot Callya, sondern wirklich nur für Laufzeitverträge für Selbstständige, Kunden unter 28 und “normale” Kunden. Für alle über 28 starten die Preise bei 29,99€ pro Monat für vier Gigabyte Datenvolumen. Für Young-Kunden gibt es auch einen Vertrag mit zwei Gigabyte Datenvolumen, der happige 19,99€ im Monat kostet. Davon würden wir abraten – das nächsthöhere Angebot mit zehn Gigabyte Datenvolumen kostet mit 24,99€ im Monat nämlich nicht allzu viel mehr.

Zu den Mobilfunk-Tarifen von Vodafone

Smartphones und Router mit 5G-Support

OnePlus Nord

Mittlerweile unterstützen immer mehr Endgeräte den neuen Mobilfunkstandard. Der Großteil der günstigen Smartphones kommt allerdings nur mit 4G. Immerhin haben einige 5G-Handys bereits die 300€-Marke unterschritten!

So gut wie alle aktuellen 5G-Smartphones für unter 500€ haben den Qualcomm Snapdragon 765G verbaut, der ein integriertes 5G-Modem bietet. Bisher hat es noch kein Modell mit dem MediaTek Dimensity 1000 (+) nach Europa geschafft – dieser SoC bietet ebenfalls ein 5G-Modem. In China sind allerdings das Vivo iQOO Z1 und das Xiaomi Redmi K30 Ultra mit diesem Chip erhältlich.

In der folgenden Auflistung nennen wir ausschließlich Smartphones, die 5G-fähig sind, unter 500€ kosten und in Europa erhältlich sind. Am Ende geben wir euch dann nochmal einen kleinen Überblick über die in Asien verfügbaren Modelle.

5G-Smartphones unter 500€

Beginnen wir mit dem Xiaomi Mi 10 Lite 5G. Das günstigste Modell aus der Mi 10-Reihe geht mittlerweile für unter 300€ über die Ladentheke. Dafür bekommt man unter anderem einen sehr guten Akku und eine tolle Kamera. Beim Betriebssystem gibt es teilweise noch Probleme und Bugs, der Großteil jener wurde aber mit den letzten Updates behoben. In unserem Test hat das Mi 10 Lite sehr gut abgeschnitten und mit einer tollen Konnektivität überzeugt.

Xiaomi Mi 10 Lite 5G
Vorteile / Nachteile
  • gute Performance
  • solide Hauptkamera mit guter Stabilisierung
  • toller Video-Modus
  • phänomenale Akkulaufzeit
  • sehr gutes und helles Display
  • grandiose Konnektivität
  • Kamera-App hat teilweise Bugs
  • Kunststoff-Rahmen
  • keine Speichererweiterung
Zusammenfassung
Das Xiaomi Mi 10 Lite 5G ist ein solides Smartphone, das sich wenige Schnitzer erlaubt. Das Display ist sehr gut, die Leistung ebenfalls und der Akku ist phänomenal. Die Konnektivität ist ebenfalls grandios – der Mobilfunkempfang besser, als ich es gewohnt bin.  Am Betriebssystem muss aber definitiv noch gearbeitet werden. Da Xiaomi aber normalerweise sehr guten Software-Support bietet, bin ich guter Dinge, dass wir hier Verbesserungen...

Noch keinen Preis gibt es bisher für das TCL 10 5G. Beim OnePlus Nord ist der Marktpreis hingegen klar – hierzulande werden 399€ für das Smartphone fällig. Dafür kriegt man unter anderem ein tolles OLED-Display mit 90 Hertz und die aufgeräumte und schnelle Oberfläche OxygenOS. In etwa in diesem Spektrum wird wohl auch der Preis des Nubia Red Magic 5G Lite liegen. Das Gaming-Smartphone ist (wie alle bisher genannten Modelle) mit dem Snapdragon 765G ausgestattet. In Spanien ist es bereits erhältlich, ein Termin für den Marktstart in Deutschland steht noch nicht fest.

Genau wie beim Nubia kriegt man im Realme X50 5G ein Display mit 120 Hertz. Auch ansonsten kann das Smartphone mit solider Ausstattung punkten, die der des Mi 10 Lite 5G ähnelt. Die Kameras sind in der europäischen Variante aber deutlich schlechter als in China. Mit Huawei betritt ein weiterer Konkurrent das Feld und präsentiert das Huawei P40 Lite 5G. In unserem Testbericht konnte dieses Smartphone nicht wirklich überzeugen.

Huawei P40 Lite 5G
Vorteile / Nachteile
  • schickes Design
  • starke Video-Aufnahmen
  • 40W Schnellladefunktion
  • gute Systemperformance
  • Kopfhörer-Anschluss
  • kein Google Playstore
  • teuer
  • unspektakuläres Display
Zusammenfassung
Das Huawei P40 Lite 5G ist ein insgesamt gelungenes Smartphone ohne größere Schwachstellen. In unserem Test überzeugen insbesondere die gute Systemperformance, die starke Kamera, die breite Konnektivität mit 5G Empfang und der Akku mit 40W Schnellladefunktion. Als die maßgeblichen Kritikpunkte sind hingegen das unspektakuläre IPS-Panel und das Fehlen der Google Play Services zu nennen. Auch wenn das Display kein großer Nachteil ist und...

In China gibt es noch eine ganze Menge weiterer 5G-Smartphones, die (bisher) nicht in Deutschland zum Verkauf angeboten werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind das folgende:

  • Xiaomi Redmi K30 5G, Mi 10 Youth Edition, Redmi K30i
  • Oppo Reno 3 Pro, Reno 3 Pro Vitality Edition, Find X2 Lite, Reno 4, Reno 4 Pro
  • Vivo Z6, X50, iQOO Z1, iQOO Z1X

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Außerdem gibt es mit dem Xiaomi Mi Mix 3 5G (auch als Mi Mix 3 Special Edition bezeichnet) aktuell noch einen Geheimtipp für unter 300€. Das ehemalige Flaggschiff ist in Deutschland erhältlich und aktuell wohl mit das Beste, was man für diesen Preis auf dem Markt bekommt. Allerdings ist die 5G Unterstützung aufgrund fehlender Bänder eingeschränkt. Wir hatten nur das reguläre Mi Mix 3 im Test, die Special Edition wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach nicht schlechter sein.

Xiaomi Mi Mix 3
Vorteile / Nachteile
  • überragendes 6,4 Zoll AMOLED Display
  • schneller und großer Speicher
  • bärenstarke Performance
  • aktuelles MIUI 10 mit Android 9 Pie
  • starke Kameraleistung
  • exzellente Empfangsleistung (Netz, WLAN, GPS)
  • exzellente Verarbeitung...
  • ...mit kleinen Schwächen am Slider
  • Probleme mit dem Näherungssensor
  • momentan noch recht teuer
Zusammenfassung
Das Xiaomi Mi Mix 3 ist wiedermal ein besonderes und extrem interessantes Smartphone geworden. Aber so wirklich verstehe ich die Vorteile gegenüber dem Vorgänger Mix 2S nicht ganz. Display und Selfie-Kamera sind definitiv besser geworden, trotzdem hat die Frontkamera mit Problemen zu kämpfen, auch wenn sich 24MP toll anhören. Dann streicht Xiaomi auch noch die Stereo Lautsprecher ohne erkennbaren Grund und der Slider ist zwar cool, aber eben...

5G-Smartphones über 500€

Xiaomi Mi 10 Pro

Die aktuellen Flaggschiff-Smartphones kommen fast alle mit dem Snapdragon 865 (+) von Qualcomm, der bereits ein eingebautes 5G-Modem bietet. Dadurch sind die derzeitigen Top-Modelle gut für die Zukunft gerüstet und unterstützen Mobilfunk der fünften Generation.

Hier alle aktuellen Flaggschiffe auszuzählen und ausführlich zu beschreiben, würde definitiv den Rahmen sprengen. Die großen Hersteller (SamsungHuaweiXiaomiOppoMotorolaLGSony und OnePlus) haben allesamt 5G-Smartphones hierzulande im Angebot. Teilweise gehören auch Smartphones der oberen Mittelklasse dazu, die über 500€ kosten. Hier wären das LG Velvet und das Motorola Moto Edge zu nennen. Wenn ihr mehr als 500€ für ein Smartphone ausgeben könnt und wollt ist die Auswahl mittlerweile ziemlich groß. Eigentlich alle außer Apple beherrschen mittlerweile 5G.

Router mit 5G-Support

Die Telekom bietet das HTC 5G Hub für 595,95 Euro an, wenn man sich 24 Monate im Unlimited-Tarif für 74,95 Euro an die Telekom bindet. Ohne Vertrag kostet der Router 799,95 Euro.

Das HTC 5G Hub funktioniert auch mit 4G und 3G. Bis zu 20 Endgeräte können sich mit dem WLAN-Netz verbinden, das der Router aufbaut. Gesteuert werden die Funktionen über den integrierten Fünf-Zoll-Touchscreen und das Betriebssystem Android 9 Pie.

Der Gigacube 5G von Vodafone ist in den Preisen je nach dazugebuchtem Tarif gestaffelt. Je nach Tarif kostet der Router zwischen 189,90 Euro und 499,90 Euro. Dafür gibt es aber in keinem Tarif unlimitiert Datenvolumen – bei 150 Gigabyte ist bei Vodafone Schluss.

Der Gigacube 5G verfügt nicht über einen Touschreen, kann sich aber ebenfalls mittels 4G, 3G und sogar 2G mit dem Mobilfunknetz verbinden. Die Technik stammt von Huawei, der Chip des Gigacube 5G kommt auch im Huawei Mate 20 X 5G zum Einsatz.

Unsere Einschätzung: Lohnt sich 5G?

Meine Hoffnung ist, dass 5G beim Netzausbau die Fehler beim Aufbau der 4G- und 3G-Netze ausbügeln kann. Die Deutsche Telekom befindet sich dafür schon auf einem guten Weg. Allerdings ist gerade die Telekom der einzige Anbieter, der auch ein vernünftiges 4G Netz hat. So könnte durch 5G also eine noch größere Diskrepanz zwischen der Telekom und dem Rest entstehen, was günstigen Tarifen mit hohem Datenvolumen sicher nicht zuträglich sein wird.

5G könnte theoretisch schnelles Internet für alle in Deutschland verfügbar machen. Bis das aber wirklich in der Masse ankommt, ist es noch ein weiter Weg. Die Wenigsten können und wollen sich Tarife direkt bei der Telekom und Vodafone leisten. Und auch im Budget-Bereich gibt es noch keine Smartphones, die den neuen Standard unterstützen.

Wir hätten dennoch nicht damit gerechnet, dass die Telekom und Vodafone das 5G-Netz so schnell aufbauen, wie sie es bis dato getan haben. Möglicherweise könnte 5G bereits Ende 2021 für die Masse relevant werden. Bis dann tatsächlich das ultra schnelle Netz über den Frequenzbereich 2 realisiert wird, dürften aber noch einige Jahre vergehen.

Quellen


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Maarqs
Gast
Maarqs (@guest_67032)
1 Monat her

Netter Artikel. Dem auf Drillisch abgestellten Zitat “Allein mit 5G kann man kein flächendeckendes Mobilfunknetz aufbauen” möchte ich in dieser Formulierung widersprechen. Zur bezahlbaren Funkversorgung dünn besiedelter Regionen braucht man tiefe Frequenzen <1GHz. In den USA baut TMUS 5G-600MHz als flächendeckendes Basisnetz auf. Und in Deutschland stellt Vodafone vereinzelt 5G-DSS-700MHz auf. – Das Problem für Drillisch liegt zu geringen Teilen in der verfügbaren Technik, ob sie auf 2100MHz, 2600MHz oder 3600MHz starten ist vernachlässigbar. Drillisch hat keine Lizenzen im Sub-1GHz-Bereich. Da wird erst 2025 was im 800MHz-Bereich versteigert. Und dort etwas ersteigern zu müssen, ist ein unkalkulierbares ökonomisches Risiko. Wenn… Weiterlesen »

Maarqs
Gast
Maarqs (@guest_67064)
1 Monat her
Antwort an  Benjamin Kalt

E+ war ein reiner Mobilfunkanbieter und ist geschluckt worden. Für vier Mobilfunkanbieter gibt der Markt wohl kaum genug Existenznischen her. Ein Premium-Anbieter, ein zweiter Anbieter mit etwas gûbstigeren Preisen und ein billiger Jakob, mehr scheint man im Mobilfunk nicht zu brauchen. Viele Länder haben nur noch drei Mobilfunker. Allerdings hat Drillisch via 1&1 viele DSL-Kunden. Mit einem 5G-Netz, das anfangs hauptsächlich in Großstädten aufgebaut wird könnte Drillisch sein DSL zu einem Hybrid-Produkt 50Mbps per Telefon bei Bedarf 200Mbps zusätzlich via 5G aufrüsten. Allerdings funktioniert so eine Strategie nur solange, bis Telefonica dasselbe Produkt anbietet und Drillisch und Telefonica sich einen… Weiterlesen »

schnitz
Gast
schnitz (@guest_67019)
1 Monat her

Als weiteres Manko derzeit unterstützen bisher nur vereinzelte Hersteller DSS im 5G-Netz. Die Xiaomi Smartphones z.B. können zwar teilweise die relevanten Frequenzen (z.B. n1), aber beherrschen (zumindest mein letzter Stand) noch kein DSS. Mit meinem Mi 10 im Telekom-Netz finde ich nur innerhalb größerer Städte (per n78) 5G.

Drachenlord
Gast
Drachenlord (@guest_66982)
1 Monat her

5G …

Ich würde es schon feiern, wenn ich außerhalb der Städte nicht immer mit Edge rumgurken müsste. Hier in Thüringen bricht alles zusammen, wenn man auch nur einen Schritt aus der Stadt hinaus wagt. Für uns hier wäre schon flächendeckendes 3G der reinste Luxus. xD