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Dreame T30 Test – Neuer Motor & etwas Extravaganz

Getestet von Erik Zürrlein am
Vorteile
  • neuer Motor + starke Saugleistung
  • tolles Design & klasse Verarbeitung
  • guter Lieferumfang & durchdachte Teile
  • Display
  • fantastische Usability
  • Akku austauschbar
  • Komponenten leicht zu reinigen
Nachteile
  • kurze Laufzeit im "Turbo"-Modus
  • weiterhin keine Standfunktion
  • kratzempfindliches Display
  • hoher Preis
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Dreame zieht sowohl an Dyson als auch an Roborock vorbei: Der Dreame T30 ist das neue Top-Modell unter den kabellosen Handstaubsaugern, bzw. möchte es werden! Der Praxistest des 400€ teuren Gerätes wird zeigen, ob die Rechnung aufgeht. Dreame T30 Testbericht Akkusauger Bilder 6So hebt man die maximale Saugleistung auf 27.000pa / 190 Airwatt an, der Akku hält bis zu 90 Minuten durch und während des Saugens bekommt man Live-Informationen auf dem Display angezeigt. Dazu gibt es einen großen Lieferumfang samt Flex-Schlauch und rotierender Milben- / Polsterwalze. 

Das ganze Paket hat aber auch seinen stolzen Preis: Zwar gab es die ersten Vorbesteller-Angebote für um die 300€, der reguläre Preis liegt aber dennoch bei 400€. Ist der Dreame T30 diesen Preis wirklich wert? Das finden wir unter anderem in diesem Testbericht heraus. 

Spezifikationen des Dreame T30 & Vergleich

Ihr habt richtig gelesen mit „Live-Informationen“. Die Akkustaubsauger werden nun richtig smart. Der Dreame T30 hat einen Auto-Modus, der mit der Stauberkennung die Saugleistung automatisch anpasst. Damit wird zwar geworden, aber das Feature hatte auch schon der Vorgänger, der Dreame T20 Pro im Gepäck. Wie zum Beispiel auch das Display. Neu ist ein kleiner LED-Rand um die Einheit, der den Betrieb anzeigt (Grün, Orange).

Wirklich neu beim Dreame T30 ist der Motor: Der „Space 5.0“ Motor bringt es auf stolze 150,000 Umdrehungen pro Minute und erreicht damit ein neues Level an Saugleistung. Auch sollen sich Haare und Fäden nicht mehr so leicht an der Bürste und im Staubtank verheddern, da eine V-Förmige Kombi-Walze zum Einsatz kommt. Ein kleines optisches Highlight ist zudem das Saugrohr: Das Metallrohr ist tatsächlich mit Carbon verkleidet. Cool, aber auch etwas unnötig 😉.

Roborock H6

Roborock H6 Testebericht 1

Dreame T30

Dreame T30 Test Beitragsbild

Dreame T20 / T20 Pro

Dreame T20 Pro Titelbild1

Xiaomi Mi G9

Xiaomi Mi G9 Handstaubsauger Staubsauger Akkusauger,Auswechselbarer Akku,2021Neu

Gewicht: 1,4kg (Gerät alleine) 1,6kg alleine

2,85kg (als Bodensauger)

2,7kg (als Bodensauger) 1,5kg alleine

2,5kg (mit Wischer)

Saugkraft: 24.000pa 27.000 pa 25.000 pa 20.000 pa
Saugleistung / Airwatt: Turbo 150AW Turbo 190AW Turbo 150AW Turbo 120AW
Behältervolumen: 0,4l 0,6l 0,6l 0,6l
Akku: 3610mAh mAh 3000mAh 60Wh
Akkulaufzeit: Eco 1:30 / 0:45 / 0:15 Turbo Eco 1:30 / 0:35 / 0:08 1:10 / 0:30 / 0:16 – 0:20

(+Zweiter Akku im Lieferumfang)

0:40 – 0:20 / 0:10 Turbo
Ladezeit: 4:00 4:00 4:00 3:30
Preis: 360€ 400€ 230€/370€ 160€

Moment mal, schon wieder ein neuer Dreame Handstaubsauger? Der letzte Test ist nicht lange her: Der Dreame T20 wurde nach nur einem halben Jahr in einer Pro-Version neu aufgelegt. Der Dreame T20 Pro bietet aber „nur“ einen größeren Lieferumfang (2 Akkus, Ladestation, Wischfunktion mit Aufsatz, zweite Bodenwalze) aber zugegeben für einen fairen / geringen Aufpreis.

Die Wischfunktion fehlt beim Dreame T30 bislang komplett. Da die Kombination im Praxistest lediglich „gemischte“ Gefühle hervorrufen konnte, muss man den Hybridaufsatz nicht vermissen. Bei Aliexpress wir der Aufsatz für etwas über 20€ gelistet, offiziell ist er aber nicht. Vielleicht lässt sich die Wischfunktion also noch nachrüsten.

Lieferumfang des Dreame T30

Ganz so vollgepackt wie beim Dreame T20 Pro ist der Karton des Dreame T30 nicht, aber Zubehör zur Reinigung hat man dennoch mehr als genug zur Verfügung. Das Unboxing habe ich hier mal in der Galerie festgehalten.

Schön gelöst bei Dreame ist der Klickverschluss für alle Teile. Hier wird nichts geklemmt. Den Mechanismus löst man einfach über den Button. Folgendes ist im Lieferumfang enthalten:

  • Dreame T30 Handstaubsauger:
    • Mit Staubbehälter und Filter bereits installiert; der Akku ist separat verpackt und muss noch eingesetzt werden
  • Dreame T30 Testbericht Lieferumfang 1Netzteil mit EU-Stecker:
    • Circa 150cm lang, 5 / 2,5mm Hohlstecker
  • Wandhalterung mit Lade- und Verstaumöglichkeit:
    • Je nach Gegebenheiten lässt sich der Dreame T30 auch hängend aufbewahren. Gut mitgedacht hat Dreame auch bei der integrierten Ladefunktion über zwei goldene Kontakte. Das ganze Zubehör lässt sich nicht verstauen, aber die breite kurze Bürste, die lange Düse, motorisierte Milben- / Polsterwalze und natürlich der Handstaubsauger selbst.
  • Dreame T30 Testbericht Lieferumfang 4Motorisierte Bodenwalze mit Hybridbürste:
    • Das Tool für die Reinigung großer Fläche, wie den Fuß- und Teppichboden. Die Bodenwalze ist insgesamt 25,5cm breit und die Bodenwalze / die Öffnung 22,5cm. Die Walze wird motorisiert angetrieben. Diese hat einen größeren Durchmesser und eignet sich für alle Arten von Böden. Hier wechseln sich weiche und harte Borsten in einem V-Muster ab, um auch richtig in die Fasern von Teppichen einzudringen.
      • Der T20 Pro hatte noch eine zweite Softwalze im Lieferumfang, die sich auch lohnt, wenn man ausschließlich harte Böden saugt.
  • Dreame T30 Testbericht Lieferumfang 5Polster- / Milbenbürste mit einer motorisierten Walze:
    • Die zweite Walze im Lieferumfang ist für alle Arten von Polster gedacht, aber auch aus Teppichen holt die motorisierte Walze einiges raus. Die Polster- / Milbenbürste liegt bündig auf und baut in Betrieb ein Vakuum auf. Einmal genutzt, glaubt man gar nicht, wie schmutzig die Couch doch war oder was sich in der Matratze so angesammelt hat.
  • Dreame T30 Testbericht Lieferumfang 2Breite 2-in-1 Bürstendüse:
    • Die bekannte Kombination aus Düse mit verschiebbaren Borsten. Perfekt für Oberflächen aller Art.
  • Weiche Oberflächenbürste – Perfekt für große oder sensible Flächen:
    • Die Bürste ist 9cm lang und 3cm breit. Mit den weichen Borsten an den Seiten und dem Filz in der Innenseite eignet sie sich perfekt, um Oberflächen abzusaugen, auch Display (Fernseher, Computermonitor sind absolut kein Problem). Bei mir kommt die Bürste sogar recht häufig zum Einsatz und ersetzt den Staubwedel.
  • Fugendüse – Für Zwischenräume oder enge Stellen:
    • Auch die lange Düse ist dabei, misst 30cm und eignet sich für Polsterzwischenräume (z.B. Couch-Ritzen), beim Auto den Raum zwischen Sitz und Karosse oder im Getränkehalter. Der vordere Teil ist sogar durchsichtig, so kann man “live” seinen Dreck sehen.
  • Lange Saugrohr für die Bodenreinigung:
    • Ja, das ist tatsächlich Carbon… Das Rohr ist insgesamt 68cm lang und verwandelt den Dreame T30 so von einem in einen 116cm langen Bodenstaubsauger. Genutzt werden kann es aber auch mit allen Reinigungsaufsätzen.
  • Flexrohr – aufgerollt 22cm lang, aber ausgezogen stolze 70cm:
    • Einfaches Zubehörteil, aber äußerst praktisch in der Handhabung. Mit dem Flexrohr hält man den Dreame T30 in der einen und die Bürstendüse (oder auch die motorisierten Walzen) in der anderen Hand. So muss man nicht den großen Handstaubsauger drehen und wenden zum Absaugen. Einen Stromanschluss hat der Flexschlauch natürlich nicht und funktioniert nicht mit den beiden motorisierten Walzen.
  • Kleiner Winkel mit bis zu 90°:
    • Der Winkel lässt sich in Kombination mit dem Saugrohr oder auch alleine mit den Aufsätzen nutzen. So kann man z.B. tief unter der Couch staubsaugen, ohne sich dabei auf den Boden zu legen.

Dreame T30 Testbericht Lieferumfang 6

Ersatzteile & Reinigung des Akkustaubsaugers

Da wir den Dreame T30 noch vor dem Launch bekommen haben, ist das Sortiment bei Aliexpress noch übersichtlich. Wir fügen die Links später noch ein.

Orientieren kann man sich bei den Preisen des Vorgängers T20 und die sind bei Dreame etwas höher als bei Xiaomi, Roborock oder JIMMY. Zwei HEPA-Filter für 21€, Softwalze für den Bodenaufsatz 25€ oder den kompletten Aufsatz für 70€.

Entleeren & Reinigung: Entleeren lässt sich der Staubbehälter kontaktlos über dem Mülleimer. Einfach den Button vorne am Behälter betätigen und die Klappe geht nach unten hin auf.

Auch der Dreame T30 lässt sich auseinanderbauen, um alles ordentlich sauberzumachen. Dafür dreht man einfach den Behälter mit gewissem Druck und kommt dann auch weitreichend an der Filtersystem ran. Das 5-fache Filtersystem soll dabei 99,7% der Partikel herausfischen.

Waschbar sind dabei alle Ersatzteile des Dreame T30, der Staubbehälter, runde Filter und die entnehmbare Bodenwalze. Natürlich immer mit gewisser Vorsicht.

Verarbeitung und Design

Schick ist der Dreame T30 allemal und er tritt direkt als hochwertiges Haushaltsgerät auf. Komplett zusammengebaut als Bodenstaubsauger bringt er dann auch 2,85kg auf die Waage.

Nutzt man ihn auch als Bodensauger, kommt er auf eine Größe von 116cm, was bei einer Körpergröße von 1,86m noch immer recht angenehm ist. Konnte auch der Vorgänger nicht: Der Dreame T30 bleibt nicht von allein im Raum stehen, dafür braucht es die Ladestation oder eben eine Wand.

Das Gehäuse besitzt an vielen Stellen einen gewissen Tiefen-Effekt mit durchsichtigem Kunststoff oben und grauen darunter. Der „Deckel“ obendrauf hat ein schickes CD-Muster mit dezentem “Dreame”-Schriftzug. Die CE-Zertifizierung ist auch klar leserlich. Das Design ist etwas zerklüftet: Akku unten, Griff mit Bedieneinheit und der Staubtank mit Motor als Zylinder vorne dran.

Aber fast schon zum optischen Highlight wird er dann einfach, wenn das Saugrohr angebracht ist und der Dreame T30 als Bodensauger agiert. Das Saugrohr hat einfach unter der Kunststoffschutzschicht echtes Carbon! Im Inneren ist dann nochmal ein Metallrohr. So muss ich der Dreame T30 definitiv nicht in der Abstellkammer verstecken 😉.

Display & Informationen

Ein Touchdisplay haben wir zwar nicht, dafür ist es angenehm hell und löst sogar erstaunlich hoch auf. Zur Bedienung des Dreame T30 haben wir neben dem Pistolenabzug – Mit dem Zeigefinger toll bedienbar – zwei Tasten über- und unterhalb des Displays. Oben „Verriegelung“ (Schloss), um zwischen Drücken-zum-Saugen und Dauerfeuer umzuschalten sowie unten der Kreis, um zwischen den Saugstufen zu wechseln. Auch diese beiden lassen sich in Betrieb leicht mit dem Daumen betätigen. Folgendes zeigt das Display des Dreame T30 an:

  • Live-Information zum „Reinigungsprotokoll“: Graph aus Laufzeit und Saugleistung
    • Am besten in Kombination mit dem Automatik-Modus, um die Stauberkennung zu beobachten – Das klappt aber nur mit der Bodenbürste!
  • Verbleibende Akkulaufzeit in Prozent oder in Minuten während des Staubsaugens.
  • Säuberungsmodus: In welcher Saugstufe sich der Dreame T30 gerade befindet.
  • Saugmodus / „Verriegelung“: Zeigt an, in welchem Modus – Gedrückt halten oder dauerhaft – sich der Dreame T30 befindet.
  • Filterstatus: Wenn ein Filteraustausch / Säuberung angebracht wäre oder auch wenn er falsch eingesetzt wurde.

Etwas aufpassen muss man bei der Handhabung, da die Scheibe über dem Display nur aus Kunststoff ist. Ob ein Akkusauger nun ein Display braucht? Gerade für den Akkustand und die prognostizierte Saugleistung fand ich es optimal im Praxiseinsatz. Das Live-Diagramm ist in Ordnung, wenn man den Automatik-Modus öfter nutzt. Aber vielmehr als Spielerei ist es letztendlich nicht.

Saugleistung & Vergleich

Highlight am Dreame T30 ist der neue Motor, wobei man den nur auf höchster Saugstufe richtig zu spüren bekommt. Der „Space 5.0“ Motor leistet 190 Airwatt bzw. 27.000 Pascal. Das Ganze am Saugtest mit Geldmünzen in Kombination mit dem Saugrohr verbildlicht:

Dreame sucht den Vergleich…

  • Saugstufe Eco: Bis 10 Cent sind möglich, 20 Cent werden hin und wieder in das Saugrohr gewirbelt, aber nicht hochgezogen.
  • Mittlere Leistung: Hier sind 50 Cent und 1€ kein Problem. Auch ist die Saugleistung meines Gefühls nach etwas stärker im Vergleich.
  • Turbo: 2€ werden mit einem Ruck hochgezogen und da ginge sicher noch mehr!

Der Sauger ist auch etwas leiser geworden durch eine neue Dämmung um den Motor. Die kleinste Saugstufe Eco würde ich mich sogar trauen in der Not auch zur Sperrstunde zu nutzen. Folgende Dezibel-Werte haben wir gemessen (Abstand 1,5m in einem 20m² Raum): Eco – 69 db-A, Normal – 77 db-A, Turbo – 79 db-A.

Auch ist die Bodenwalze nun deutlich leiser im Einsatz. Hier klappert nichts auf Laminat herum und auch die Stützräder aus Gummi sind deutlich größer und weicher geworden. Hier ist der Dreame T30 schon deutlich leiser als mein alter JIMMY JV83 oder auch der Robrock H6.

Tolle Kombination!

Meine Lieblingsbeschäftigung: Das Fahrzeug auf Vordermann bringen – Fast schon ein Praxiskriterium für jeden neuen Akkusauger-Test. Der Dreame T30 liefert hier alles Nötige im Karton mit und bietet wie schon geschrieben mehr als genug Leistung.

Die Bodenwalze für den Kofferraum, die lange Fugendüse für die vielen kleinen Engstellen oder die Softbürste für Oberflächen zum Absaugen. „Großes Achtung“: Mit der Polster- / Milbenbürste auf Filz (Karosserieverkleidung) vorsichtig rangehen und nicht übertreiben, da er Ausfransen kann. Die Fußmatten vertragen das (in den meisten Fällen) schon und werden schön sauber. Auch die Stoffsitze kann man vorsichtig probieren, besser aber einfach auf die breite Kombi-Düse setzen. Auch bei Lüftungsgittern erziele ich hier relativ gute Ergebnisse.

Einzig ein zweiter Akku wäre dafür praktisch. Je nach Autogröße und Grad der Verschmutzung kommt man mit der Akkulaufzeit nicht ganz hin. Anssonsten macht der Dreame T30 beim KFZ eine klasse Figur!

Hartböden:

Große Flächen saugt man ganz einfach mit der 25,5cm breiten Bodenwalze ab. Das Schöne an harten Böden (z.B. Laminat, Fließen, Vinyl, PVC): Schon die niedrigste Saugstufe „Eco“ reicht im Grunde für jeden Grad der Verschmutzung aus und der Dreame T30 hält bis zu anderthalb Stunden durch. Der Dreame T30 setzt hier auf eine Hybrid-Bodenwalze mit V-förmig angeordneten Reihen: harte Borsten für Teppich und weiche Gummi-Lamellen wechseln sich ab. Das Ergebnis ist einwandfrei und gerade nach einem etwas „wildem Kochen“ in der Küche zeigt sich die Reinigungsleistung: Zwiebelschalen, Reis oder sogar etwas geschnittener Knoblauch, der schon leicht am Boden geklebt hat, waren kein Problem.

Etwas härter sind da schon feine Tierhaare, da sie gerne mal wegfliegen durch die Rotation und den Schwung. Letztlich fanden aber auch diese ihren Weg in den Staubtank. Immer noch zum Problem werden lange Haar, die sich gerne um die Enden der Walze schlingen. Das kennen bestimmt viele vom Saugroboter und letztlich hilft nur eine gelegentliche Reinigung der Bürste.

Teppichböden:

Herausfordernder sind da schon Teppichböden, ob nun einzelne Läufer, die Fußmatte vor der Tür oder ein vollflächiger Teppichboden. Mit der Leistungsstufe Eco muss man sich hier meiner Meinung nach nichts vormachen. Einfach eine Stufe hochschalten, die Akkulaufzeit reicht in den meisten Fällen trotzdem aus. Oder man überlässt das einfach dem Dreame T30 – dafür ist der Automatik-Modus ja da.

Die Hybridwalze des Bodenaufsatzes erledigt hier erstklassige Arbeit, wie schon beim Dreame T20 Pro. Fasern werden regelrecht aufgelockert und falls das letzte Mal Staubsaugen schon etwas her ist, wird der Teppich auch deutlich heller nach einem Durchgang.

Auch ist es eine Möglichkeit, das Verlängerungsrohr mit der Milben- / Polsterbürste zu nutzen. Das Vakuum, was hier aufgebaut wird, zeigt auch auf Teppichen seine Wirkung. Nur kommt man so deutlich langsamer voran, dafür wird es „tiefenrein“ 😉.

Polstermöbel:

Das Absaugen der Couch ist seit meinem ersten Handstaubsauger fester Bestandteil der Hausarbeit: Einfach, weil das Ergebnis mit den Milben- / Polstermöbeln so gut ist. Auch der Dreame T30 leistet hier erstklassige Arbeit.

An der motorisierten Walze ist vorne eine drehbare Klappe, die erlaubt Druck aufzubauen. Das Ganze ist meist von kurzer Dauer, da man einfach mit dem Turbo-Modus das Bestmögliche herausholen möchte, die Wirkung aber umso besser.

Automatik-Modus:

Einfach den Akkusauger mitdenken und selbst entscheiden lassen. Über einen Durchsatz-Sensor an der großen Bodenwalze wird selbst die richtige Leistungsstufe festgelegt und auf dem Live-Display im Diagramm festgehalten.

Das klappt schon bei gröberem Schmutz und harten Böden, dann braucht es aber auch eine größere Menge an Dreck. Viel zuverlässiger springt die Automatik auf Teppich an. Bei normalem Teppichboden direkt auf Mittel, beim Hochfloor-Läufer auch in Turbo.

Das Feature ist vorhanden und funktioniert, aber mal nüchtern betrachtet ist es nicht der große Mehrwert. Den Tastendruck kann man auch noch selbst ausführen, so „aktiv“ ist man ja bei der Hausarbeit dabei. Und gelangt man dann zu einem Teppich, versucht man ja das Bestmögliche herauszuholen. Auf anderen Böden sieht man nach dem drüberfahren, ob noch Schmutz verblieben ist und geht einfach nochmal drüber / fährt die Saugleistung hoch.

Akkulaufzeit des Dreame T30

Der Akku im Dreame T30 liefert damit genügend Akkulaufzeit für unsere 90m² Wohnung inklusive der Feinarbeit abseits der Bodenreinigung. Je nachdem, wie viele Teppiche vorhanden sind – Dafür braucht es einfach mehr Leistung – und wie schnell man ist, würde ich auf maximal 140m² Bodenfläche schätzen. Für die Saugleistung auf dem Papier und in der Praxis bin ich zufrieden mit dem Dreame T30 in der Kategorie. Wer mehr Laufzeit am Stück braucht, hält entweder Ausschau nach einem zweiten Akku zum Nachkaufen oder greift zum günstigeren Dreame T20 Pro, der direkt zwei Stück mitliefert.

Folgende Akkulaufzeiten gibt Dreame für den T30 an. Den zweiten Wert zeigt der Akkusauger selbst auf dem Display an – Mit Saugrohr und Bodenwalze montiert:

  • Eco: 90 Minuten angegeben – Ca. 72 Minuten
  • Normal: 35 Minuten – Ca. 28 Minuten
  • Turbo: 7,5 Minuten – 8 Minuten

Aufladen ist an zwei Stellen möglich: Entweder an dem DC-Anschluss direkt am Schaft des Dreame T30 oder über die mitgelieferte Wandhalterung mit den zwei goldenen Pins. Ein kompletter Ladevorgang nimmt 4 Stunden in Anspruch. Der Akku kann einfach entnommen und getauscht werden.

Testergebnis

Getestet von
Erik Zürrlein

Mit ungefähr 350€ zählt der Dreame T30  in die Kategorie „Premium“ im Bereich der Akkustaubsauger. Er muss sich daher auch schon mit Konkurrenten wie dem Roborock H6 (bald auch Roborock H7) oder den Dyson Modelle messen. Gehört der Dreame T30 hier dazu? Definitiv! Das tolle Display, ein großer Lieferumfang und der sehr starke Motor mit mehr als genug Saugleistung überzeugen in unserem Test.

Die Mehrleistung „fühlt“ man nicht, aber besser Haben als Brauchen😉. Auch hinsichtlich der Leistung kommt der Dreame T30 mit 27.000pa / 190 AW dem Dyson V11 nahe. Das Topmodell gibt Dyson mit 220 AW an, der immerhin noch mal ein gutes Stück teurer ist. Über 600€ blättert man hin.

Features und Sperenzchen wie das Kohlestofffaser-Saugrohr lässt sich Dreame eben bezahlen. Im Ganzen gesehen ist der Dreame T30 das auch wert. Die Frage ist nur, ob man wirklich so viel Geld ausgeben muss. Einen soliden Akkusauger für den Haushalt, der den klobigen kabelgebunden Staubsauger ersetzen kann, bekommt man auch günstiger. Zum Beispiel mit dem Xiaomi G9 für 160€ oder Dreame V10 Pro für 200€ / Dreame V11 für 225€ / Dreame T20 für 230€. Das genügt in den meisten Fällen auch, insbesondere wenn der neue Akkusauger nur dem Saugroboter unterstützen soll.

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Martin
Gast
Martin (@guest_79604)
1 Tag her

Hey! Meine Frage passt der t30 Akku auf den normalen t20?!?
Mal ausprobiert…?!?
Weil die Kosten liegen bei t20 135euro und beim t30 85euro.

Danke

jonas-andre
Autor
Team
Jonas Andre (@jonas-andre)
20 Stunden her
Antwort an  Martin

Hey, also ich habe gerade beim Hersteller nachgefragt und laut denen passt der Akku nicht.

Beste Grüße

Jonas

Lulu
Gast
Lulu (@guest_78849)
1 Monat her

“Wer mehr Laufzeit am Stück braucht, hält entweder Ausschau nach einem zweiten Akku zum Nachkaufen oder greift zum günstigeren Dreame T20 Pro…”

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