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Edifier Neo Buds Pro – der Kopfhörer mit LDAC & LHDC

Getestet von Max Drechsel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • starker Sound in allen Lagen
  • neutrale Abstimmung mit Reserven
  • umfangreicher Equalizer (App)
  • BT 5.0, LDAC & LHDC
  • guter Tragekomfort mit vielen Stöpseln
  • gute Sprachqualität
  • gute Audiosteuerung (Lautstärke über App)
  • schicke, aber dezente Beleuchtung
  • IP54 Zertifikat
  • starker Lieferumfang in schicker Box
Nachteile
  • recht leise bis ~ 70 % Lautstärke
  • gehobener Preis
  • keine Passstücke aus Memory Foam im Lieferumfang
  • nur durchschnittliche Akkuleistung
  • Basis Touchsteuerung nahezu unbrauchbar (ohne App)
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Wir hatten bis jetzt viele gute Kopfhörer und auch Lautsprecher von Edifier im Test, doch ein Topmodell in Sachen True Wireless waren uns die Chinesen noch schuldig. Es ist nun also Zeit, den Test zu den Edifier Neo Buds Pro nachzuholen. Bei den Neo Buds Pro heißt es zudem nicht kleckern, sondern klotzen: Statt einem hochauflösenden Codec sind hier gleich zwei davon vorhanden: LHDC und LDAC. Ob die TWS-Kopfhörer auch im Detail überzeugen, klären wir im Test.

Design, Verarbeitung & Lieferumfang

Edifier Neo Buds Pro Test 12

Wiederkehrende Leser unserer Tests reiben sich vermutlich die Augen. Die Neo Buds Pro, die kenne ich doch? Ganz recht. Edifier nutzt fast 1:1 das Design der TWS NB2 Pro. So fällt allerdings der Näherungssensor auf der Innenseite weg. Auch die Schlitze für den Druckausgleich sind etwas gewandert. Zu guter Letzt ist der Stiel am unteren Ende nicht mehr flach, sondern abgerundet und auch das Mikrofon am Stiel wurde etwas schmaler designt.

33 mm sind die Buds lang, 23 mm tief und 20 mm breit. Damit fallen sie in etwa gleich zu den NB2 Pro aus, sind aber nur halb so lang. Gefertigt werden die Neo Buds Pro natürlich aus Kunststoff.

Dieser Umstand gilt natürlich auch für die Station. Die wirkt vertraut und ähnelt jener des Vorgängers, besitzt jedoch Anpassungen, die über Details hinaus gehen. Optisch hebt sich vornehmlich der Deckel mit seiner integrierten Metallplatte ab, auf der natürlich das Logo platziert wurde. Leider verpasst man an der Stelle das Gelenk für die Öffnung aus Alu zu fertigen.

Auf der Rückseite befindet sich wieder der USB-C-Anschluss. Allerdings ist er vertieft in die Station eingelassen. Das schützt den Anschluss etwas, hat aber zusätzlich den Vorteil, dass eine mögliche Spannung im Kabel die Station auf den Boden drückt, statt abzuheben.

Vorn an der Station bekommt man dann Knight Rider Vibes zu spüren. Die LED für den Ladestand wird als schmales, rotes Band ausgeführt und ist in drei Bereiche unterteilt. Somit leuchtet das Band auf der jeweiligen Seite auf, wenn man einen Earbud hineinfallen lässt. Beim Schließen der Station zeigt das mittlere Feld an, wie der Ladestand der Station aussieht und beim Öffnen gibt es eben eine kurze Lichtspielerei.

Trotz Kunststoffgelenk gibt es keine Beanstandung zur Verarbeitungsqualität. Die ist einwandfrei. Ein leichter Einrastpunkt bei maximaler Öffnung ist auch gegeben und die Earbuds lassen sich bequem einsetzen und herausnehmen. Farblich gibt es keine große Auswahl, aber immerhin sind Weiß oder Schwarz verfügbar.

Lieferumfang der Edifier Neo Buds Pro

Edifier Neo Buds Pro Test 1

Edifiers Verpackung für die Neo Buds Pro ist einfach krass. Nach dem Auspacken aus der Umverpackung, klappt man einen Deckel auf, der innen gepolstert ist. Der Blick ist nun frei auf die Station. Einfach riesig, das Ding. Schön, dass die ganze Verpackung nicht nur eine leere Hülle darstellt, im Inneren befinden sich:

  • Ladestation (500 mAh/3,7V)
  • 7 Paar Stöpsel (Antibakteriell, 7 unterschiedliche Größen)
  • USB Type-C auf USB-A Kabel (40 cm)
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung (u.a. deutsch, englisch, chinesisch, französisch)
  • Gummi Tragetasche (130 x 100 mm)

Tragekomfort

Edifier Neo Buds Pro Test Wear

Der Tragekomfort ist top. Mit der großen Auswahl an Stöpseln ist definitiv einer dabei, der passt. Zur Unterstützung sind diese auch farblich codiert, damit man den passenden auch sofort wiederfindet, falls man diese mal wechselt.

Edifier wirbt mit antibakteriellen Stöpseln, ob die angeblich 99 % aller Bakterien „abwehren“. Wie das erreicht wird, bleibt aber offen und könnte genauso gut auch reines Marketing sein. Alternative Stöpsel aus Formschaum passen natürlich auf die Earbuds, aber nicht unbedingt in die Station. Der Lautsprecherausgang misst typische 5 mm.

Im Ohr fühlen sich die Neo Buds Pro ausgezeichnet an. Sie lassen sich schön eindrehen und sitzen grundsätzlich fest an Ort und Stelle. Auch nach längerem Tragen habe ich kein Drücken festgestellt. Allerdings fällt der Korpus der Buds nicht gerade klein aus, weshalb sie schlicht für manche Ohren nicht geeignet sind.

Edifier Neo Buds Pro Test IPXEbenfalls nicht geeignet sind die Earbuds für starke Betätigungen. Gegen Gewichte stemmen im Fitnessstudio ist nichts einzuwenden, aber schon beim schnellen Joggen können die Buds lockerer werden – vielleicht dann doch Formschaum?

Kein Problem ist hingegen der Tragekomfort der Station in der Tasche. Die abgerundete Oberfläche hat den Vorteil, sich gut an die Gegebenheiten anzupassen. Wasser stellt in der Regel auch keine Gefahr dar und selbst gegen Staub sind die Neo Buds Pro geschützt, dank IP54 Rating.

Soundqualität der Neo Buds Pro

Edifier Neo Buds Pro Test Codecs

Und da sind wir auch schon beim Sound angekommen. Und Edifier will es wissen. LHDC für unterstützende Geräte und LDAC für eine noch deutliche größere Anzahl an Smartphones stehen bereit. Als Fallback steht nur SBC zur Verfügung, wer braucht schon AAC. LDAC ist bei High-End Smartphones in der Regel standardmäßig integriert, es sollte also mit der breiten Masse an teuren Geräten möglich sein, dies auch zu nutzen. Letztlich müsst ihr das aber bei eurem Smartphone abchecken. Alternativ geht natürlich auch LHDC.

Aber nicht nur über die Codecs geht Edifier stark in den Ring, sondern auch über den Treiber, oder besser die Treiber. Edifier verbaut gleich zwei Lautsprecher, einen ausbalancierten und einen dynamischen. Letzterer übernimmt die Tiefen und Mitten, der „balanced driver“ ist hauptsächlich für die Höhen zuständig und stammt von Knowles. Wer nun leichte Déjà-vus bekommt, der liegt richtig, denn ein ähnliches Set-up besteht bereits bei den Soundcore Liberty 3 Pro. Gut möglich, dass es sich hier um die gleichen Treiber handelt, allerdings verschweigt Edifier, wie groß diese ausfallen. Bluetooth 5.0 rundet das Bild ab, wobei man gerne auch schon auf Version 5.2 hätte setzen können.

Frequenz: 20–40000 Hz
Bluetooth: 5.0
Chipset: k.A
Maximale Leistung: k.A.
ANC Dämpfung: 42 dB
Reichweite: 8 Meter
Modellnummer: EDF200051
Widerstand: 24 Ohm
Einzelnutzung: Ja
Lautstärke: 92 dB
Apt-X: Nein – aber LDAC und LHDC
Profile/Codecs: A2D, HFP 1.7, HSP 1.2, AVRCP 1.6, SBC, SPP, LHDC, LDAC
Akkukapazität EB: 40 mAh / 3,5 V
Akkukapazität LS: 500 mAh / 3,5 V
Wasserresistenz: IP54

Sound

Edifier Neo Buds Pro Test Driver

Ein erster Vergleich zu den Soundcore Liberty 3 Pro wurde bereits gezogen. Auch bei der Soundabstimmung und der Feinheit der Auflösung liegt man sehr nahe beisammen. Edifiers Neo Buds Pro machen dadurch ein gutes Bild, unterscheiden sich aber im Detail.

Insgesamt wirkt der Sound der Neo Buds Pro etwas flacher in den Tiefen, diese sind aber ansonsten ausgesprochen präzise. Wer hier mehr Dampf will, muss den Equalizer bemühen, Reserven sind ohne Probleme vorhanden und hieven die Neo Buds Pro locker auf das Klangbild der Soundcore.

Weiter geht es mit den Mitten, die einfach verdammt gut klingen. Stimmen werden sauber wiedergegeben, ohne zu weit in den Vordergrund zu rücken, bleiben aber im Zentrum der Ausgabe, genau da, wo sie hingehören. Auch die Höhen können überzeugen. Eventuell sind diese dem ein oder anderen sogar etwas zu kräftig, aber nie unsauber, selbst bei maximaler Lautstärke.

Details werden in Hülle und Fülle wiedergegeben und ich habe stellenweise wieder Details in Stücken gehört, die mir mit anderen Earbuds gar nicht mehr aufgefallen sind. Leichteste Verzerrungen bei Synthwave werden genau so abgebildet wie die nebenbei anfallenden Geräusche eines Orchesters. Das Ausgangsmaterial muss nur mitspielen.

Selbst ohne Equalizer taugt mir die Abstimmung schon richtig gut und liegt im sehr neutralen Bereich. Sehr vorteilhaft für den Aufbau einer Bühne, der sich in jedem Fall einstellt. Instrumente sind ausgezeichnet im Raum ortbar und auch die Stereoaufteilung funktioniert hervorragend.

Was ich nicht bestätigen kann, ist die Lautstärke, die angeblich viel zu leise sein soll. Ja, die Neo Buds Pro sind bis ca. 70 % eher auf der gediegeneren Seite, aber man kann bis 100 % aufdrehen, ohne sich das Trommelfell zu zerstören und erreicht spätestens ab 80 % einen guten Pegel, bei dem auch ohne ANC die Umgebung ausgeblendet wird.

Mir sagt der Sound der Edifier Neo Buds Pro zu. Sehr sogar. Klanglich macht man mit den Kopfhörern von Edifier nichts falsch und erhält ein tolles Sounderlebnis. Zusätzlich kann man über den starken Equalizer die Buds auf seine Vorlieben abstimmen, aber dazu gleich mehr.

ANC & Game-Mode

Edifier Neo Buds Pro Test ANC

Edifiers Neo Buds Pro setzen auch auf ANC. Dieses steht in zwei Stufen zur Verfügung, wobei die kleinere der beiden Stufen eher mager ausfällt, während die stärkere, zweite Stufe, eine hervorragende ANC-Implementation aufzeigt, die auch an der Abmischung nichts verändert. Lediglich die Höhen werden nicht so stark gedämpft.

Interessant ist auch der Modus „Ambient Sound“ (Umgebungsgeräusche). Dieser dient auch als Transparenzmodus und verstärkt die Außengeräusche deutlich. Er fügt aber auch eine Geräuschkulisse von Vögeln und starkes (Wasser?) Rauschen hinzu. Die Lautstärke des Transparenzeffekts lässt sich in 6 Stufen regeln.

Ebenfalls am Start ist ein Game-Mode, welcher die Latenz auf gut 80 ms drücken soll. Im Test zeigte sich eine leichte Verbesserung der Latenz. Lippenbewegungen waren dadurch die meiste Zeit OK, bei Spielen macht sich die Verzögerung aber stark bemerkbar.

Pairing

Edifier Neo Buds Pro Test 10

Für das Pairing gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man öffnet das Etui und die Earbuds gehen sofort in den Pairing-Mode, oder man forciert diesen, indem man den kleinen Knopf in der Mitte der Station drückt. In beiden Fällen werden die Kopfhörer daraufhin gefunden und können verbunden werden, was durch einen kurzen Signalton bestätigt wird.

Für verschiedene Modi gibt es auch eine englische Sprachausgabe, zum Beispiel für den Game-Mode. Eine weitere Besonderheit gibt es bei LHDC und LDAC. Diese können beide in der App aktiviert werden. Es kann aber immer nur einer der Codecs aktiv bleiben. Das führt dann zu einer Re-Kopplung der Buds. Diese fragen automatisch noch mal danach, die Kopplung muss aber bestätigt werden.

Für die Steuerung der Kopfhörer wurde ein Touch Sensor im oberen Ende des Stiels integriert. Edifier bietet nicht zuletzt in der App eine umfangreiche Touch-Steuerung an. Unterschieden wird hier zwischen zwei und dreimal Drücken, außerdem ist sie komplett frei belegbar. Im Standard sieht die Steuerung so aus:

  • L zweimal Antippen: ANC Stark/Umgebungsgeräusche/Normal
  • L dreimal Antippen: Game-Mode An/Aus
  • R zweimal Antippen: Pause/Play
  • R dreimal Antippen: Nächster Titel
  • L/R zweimal Antippen, bei Anruf: Annehmen/Auflegen
  • L/R zwei Sekunden gedrückt halten, bei Anruf: Ablehnen

Wie schon beschrieben, kann man die Konfiguration für die Audiosteuerung nach Belieben verändern, die Anruffunktion ist fest. Es ist so auch möglich, eine Lautstärkeregelung zu aktivieren. Einziger Kritikpunkt an der Sache ist, dass für die Fülle an Optionen die 4 mögliche Befehle etwas knapp sind, daher auch die eher ungewöhnliche Standardbelegung.

App – Edifier Connect

Edifier Neo Buds Pro Test App

Edifier nutzt schon länger die eigene App Edifier Connect. Sie ist ganz normal über den Google Play Store beziehbar und benötigt keinen extra Account, um ihrer Tätigkeit nachzugehen. Während die App aktiv ist, wird ein Band in der Kurznachrichtenleiste angezeigt, in welchem die wichtigsten Funktionen auf Kurzwahl liegen.

Ansonsten lesen sich die Features wie bei anderen Earbuds. ANC kann umgeschaltet werden, der Game-Mode ebenfalls, es gibt einen integrierten Media-Player und natürlich wird auch der Akkustand angezeigt.

Möglich sind auch Firmware-Updates und die Belegung der Touch-Funktion. Richtig interessant wird es aber beim Equalizer. Dieser funktioniert etwas anders als gewöhnlich oder besser gesagt, fällt deutlich umfangreicher aus. So lassen sich nicht nur die Dezibel für bestimmte Tonebenen anheben, sondern ihr bestimmt selbst exakt, welches Frequenzband bearbeitet wird, wie viel Gain es bekommt und könnt sogar den Q-Factor bestimmen.

Außerdem lässt sich die Touch-Sensibilität einstellen, was besonders bei Mützen oder anderen Kopfbedeckungen helfen dürfte. Ein Re-Paring und das direkte Deaktivieren der Earbuds in der App ist auch möglich und natürlich lässt sich LHDC oder LDAC aktivieren. Nicht nur das, ihr dürft sogar selbst das Sampling Rate bestimmen. Das ist wirklich ein Gesamtpaket, wie man es bei kaum einem anderen Earbud bekommt. Beeindruckend!

Firmware-Update – weitere App nötig?

Ich habe viele Berichte gefunden, dass zuerst eine weitere App „Edifier-Magic“, die von der Edifier-Connect-App geladen wurde, notwendig war, um speziell die Neo Buds Pro zu aktualisieren. Allerdings scheint dies Schnee von gestern zu sein. Mein Testexemplar kam in Version 2.1.5 und aktualisierte sich über eine Meldung in der App auf 2.1.6. Anscheinend wurde mit einem Update der Connect-App, die Funktionalität der Magic-App, integriert.

Sprachqualität der Edifier Neo Buds Pro

Edifier Neo Buds Pro Test 11

Mit jeweils drei Mikrofonen sind die Edifier Neo Buds Pro bestens auf Sprachanrufe vorbereitet. Wobei diese Mikros natürlich auch für die ANC-Funktion genutzt werden.

Primär ist bei einem Anruf das Mikrofon unten im Stiel wichtig, welches die Stimme aufnimmt, die anderen beiden versuchen mögliche Störgeräusche zu erkennen und herauszufiltern. Selbiges funktioniert bei Edifier ausgezeichnet und die Geräuschisolierung befindet sich fast auf dem Niveau des ANCs. Das heißt, besonders der Tiefton und Mittelbereich wird stark gefiltert, hier kommt fast nichts beim Hörer an. Etwas weniger effektiv arbeitet die Filterung im Hochtonbereich.

Auch gegen sehr plötzliche laute Geräusche, wie ein Autohupen, sind die Kopfhörer nicht völlig gefeilt, reduzieren aber selbst solche Ärgernisse moderat.

Edifiers Neo Buds Pro eignen sich also gut zum Telefonieren. Die Stimme wirkt lebhaft und mit wenigen Ausnahmen natürlich. Längere Gespräche sind so kein Problem. Es ist zwar nach wie vor Luft nach oben, aber die Neo Buds Pro machen schon einen guten Job.

Einen mäßigen Job machen die Buds jedoch bei der Empfangsreichweite. Zwar kommt immerhin Bluetooth 5.0 zum Einsatz, allerdings kommt man selbst im Freien gerade so auf 10 Meter. Deutlich reduziert wird die Reichweite nicht nur durch ein dickes Hindernis, sondern auch durch die Aktivierung von LDAC oder LHDC, eben weil die Bitraten fest in den Einstellungen gewählt werden. Zwar hat man damit zu jederzeit die bestmögliche Qualität, aber man sollte sich nicht zu weit entfernen. 3-5 Meter waren bei der höchsten Bitrate noch drin.

Akkuleistung der Edifier Neo Buds Pro

Edifier Neo Buds Pro Test 5

Es wird fast schon gebetsmühlenartig propagiert, wie Earbuds trotz kleiner Größe und tausenden Features viele Stunden Musik liefern. Meistens erfüllen die Buds diese Versprechen dann nur unter sehr spezifischen Umständen – oder gar nicht.

Bei Edifier geht man gar nicht so sehr darauf ein, wie lange die Buds durchhalten, sondern geht mit der Ladezeit in die Offensive. So benötigten die Kopfhörer nur 10 Minuten, für umgerechnet, eine Stunde Ladung. Allerdings ist auch das nur die halbe Wahrheit, denn je nach Musik und Lautstärke fällt dieser Zeitraum eher geringer aus. Zudem haben wir schon höhere Werte durch zehnminütiges Schnelladen gesehen.

Edifier Neo Buds Pro Test 23

Insgesamt sollen die Neo Buds Pro 6 Stunden ohne und 5 Stunden mit ANC durchhalten. Von beiden Werten kann man bei 40 mAh noch mindestens eine Stunde abziehen, zumindest bei Lautstärken über 70 %. Dadurch, dass die Buds in niedrigen Lautstärken vergleichsweise leise agieren, können die Werte bei 50 % erreicht werden.

Interessant ist, dass Earbuds und Ladestation jeweils eine Stunde für eine komplette Ladung benötigen. Ungewöhnlich, auch weil der Akku der Station mit 500 mAh deutlich größer ausfällt. In Sachen Akkuleistung fallen die Neo Buds Pro also eher durchschnittlich aus, haben aber eine überschaubare Ladezeit.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Für mich persönlich sind die Edifier Neo Buds Pro ein paar der besten Earbuds, die ich seit einer Weile getestet habe. Klar, sie kosten in der Regel 130 € (sind aber immer wieder auf 100 € reduziert), aber sie bieten für dieses Geld auch viel Mehrwert.

So kann nicht nur die App und deren Equalizer überzeugen, sondern auch die Soundkulisse mit einer sauberen Abstimmung ab Werk punkten. Für Fetischisten stehen mit LDAC und LHDC gleich zwei sehr hochwertige Codecs bereit, bei denen man auch noch frei wählen kann, in welchem Modus diese verwendet werden.

Selbst die oft gerügte Sprachqualität kann überzeugen und das ANC ist immerhin brauchbar, wenn auch nicht auf dem Niveau von etwa den 1More ANC. Einzig die Akkuleistung passt nicht so richtig ins Bild und bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück. Codecs und ANC kosten eben Leistung, dafür geht halt das Laden recht zügig.

Für mich sind die Edifier Neo Buds Pro eindeutig zu empfehlen. Preis und Ausstattung stimmen, der Sound ist bombe und selbst die Aufmachung spricht mich an. Klare Kaufempfehlung und der feierliche Einzug für Edifier in unsere Bestenliste direkt auf den zweiten Platz hinter den 1More Evo. Im Vergleich zu unserem Spitzenreiter bekommt man bei Edifier ein etwas schmuckloseres Aussehen und verzichtet auf Wireless-Charging. Dafür sind die Einstellungsmöglichkeiten für den Sound bei Edifier aber viel größer.

 


Gesamtwertung
89%
Design / Verarbeitung
95 %
Tragekomfort
90 %
Soundqualität
95 %
Sprachqualität
90 %
ANC Qualität
85 %
Akkuleistung
75 %
Preis / Leistung
90 %

Preisvergleich

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Manfred
Gast
Manfred (@guest_89808)
12 Tage her

LOL
Die Serie hieß “Knight Rider”, das Auto “K.I.T.T” (Knight Industries Two Thousand).

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
13 Tage her

Hallo,
Auch diesen Satz
So benötigten die Kopfhörer nur 10 Minuten, für umgerechnet, eine Stunde Ladung.
verstehe ich nicht.
Gruß Georg

Wackelohr
Mitglied
Mitglied
Wackelohr (@wackelohr)
13 Tage her

Hallo,
was sind Night Rider Vibes?
Gruß Georg

Joe
Gast
Joe (@guest_89810)
12 Tage her
Antwort an  Wackelohr

Hallo Georg,
Was ist Eigeninitiative und was ist ein Gehirn? Was kann man in Verbindung mit diesen zwei Dingen tun??? Die wärst erstaunt!
NLG Joe

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