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Redkey F10 Akkustaubsauger im Test

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • 5 unterschiedliche Saugstufen
  • hervorragende Saugleistung
  • wechselbarer Akku
  • gute Usability
  • knickbares Rohr
Nachteile
  • viel Kunststoff
  • durchschnittliche Akkulaufzeit
  • schwerer als die Konkurrenz
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Mit dem Redkey F10 haben wir den ersten Akkusauger des neuen Herstellers bei uns im Test. Im Preisbereich von 150-200€ tummeln sich aktuell so einige Handstaubsauger von Xiaomi, Dreame und Co., die sich lediglich in Nuancen unterscheiden. Mal unterscheidet sich das Zubehör und die übliche Spielerei mit der theoretischen Saugleistung in Pascal darf natürlich auch nicht fehlen. Ob die Hersteller nun 20.000 oder 25.000 Pascal angeben, wirkliche Unterschiede kann man in der Praxis kaum ausmachen. Der Redkey F10 geht nicht nur optisch seinen eigenen Weg, sondern will auch mit einem knickbaren Rohr auf sich aufmerksam machen. Im Test finden wir heraus, ob das Gerät wirklich seine 160€ wert ist. Immerhin gibt es für den gleichen Preis schon einen Xiaomi G9 oder einen Dreame V10 im Angebot.

Redkey F10 im Test

Dreame V11 Dreame XR Roborock H6 Redkey F10 Dreame V10 Pro
Gewicht: 1,6kg 1,6kg 1,4kg 1,8 kg 1,6kg
Saugkraft: 25.000pa 22.000pa 24.000pa 23.000 pa 22.000 pa
Saugleistung / Airwatt: Turbo 150AW Turbo 140AW Turbo 150AW Turbo 140AW Turbo 140AW
Behältervolumen: 0,5l 0,5l 0,4l 0,6l 0,5l
Akku: 3000mAh 2500mAh 3610mAh 2500mAh 2500mAh
Akkulaufzeit: 1:30 / 0:45 / 0:12 Turbo 60 / 30 / 10 1:30 / 0:45 / 0:15 1:00 / 0:08 1:30 / 0:30 / 0:10
Ladezeit: 3:50 3 4:00 5:30 3
Preis: 220€ 140€ 240€ 160€ 190€

Design und Verarbeitung

Das Handteil des Redkey F10 misst 37 x 23 x 12 Zentimeter und bringt 1,85 Kilogramm auf die Waage. Damit ist der Sauger definitiv kein Leichtgewicht und wirkt in der Hand auch etwas klobiger als die Konkurrenz. Dafür fasst die Staubkammer aber auch 600ml und lässt sich wie gewohnt mit einem Knopfdruck entleeren. Alternativ kann man die Kammer auch nach links drehen und dann entnehmen. Das klappt meiner Meinung nach aber zu einfach. So kommen wir auch schon zum größten Kritikpunkt am Sauger. Die Verarbeitung und Haptik ist einfach schlechter als bei der Konkurrenz. Bis auf die metallische Hälfte des großen Saugrohrs besteht der Redkey F10 komplett aus Kunststoff. Nicht jeder Kunststoff ist gleich, aber der hier verwendet Kunststoff fühlt sich nicht gerade hochwertig an. Manche abnehmbaren Teile sind sehr leichtgängig und die Steckverbindungen haben teilweise zu viel Spiel. Der F10 arbeitet mit zwei Filtern, einer unter der Klappe mit dem Redkey-Logo oben und einer hinten unter der silbernen Abdeckung.

Redkey F10 TestGrundsätzlich sind die Ansätze, die der Redkey F10 verfolgt, wirklich positiv. So lässt sich die Staubkammer einfach komplett lösen, indem man sie dreht. Auch zur Reinigung der großen Bodendüse kann man diese per Knopfdruck auswerfen lassen. Deutlich einfacher als bei Dreame oder Xiaomi gelöst. Weiter geht es mit den LED-Leuchten an der großen Hauptbürste. Grundsätzlich ein tolles Feature, aber die insgesamt 6 LEDs sind einfach nicht hell genug. Das Highlight am Gerät ist dann der klickbare Hauptrohr, das mir in puncto Langlebigkeit allerdings Bauchschmerzen macht.

Die ANzeige des Redkey F10

Per Knopfdruck lässt sich das Hauptrohr abknicken und man kann unter Schränken saugen, ohne sich auf den Boden legen zu müssen. Der Nachteil ist, dass man auch nicht genau sieht, was man so auf bzw. einsaugt.

Lieferumfang des Redkey F10

Im Lieferumfang befindet sich folgendes Zubehör:

Redkey F10 Lieferumfang

  • Handteil mit angebrachter 0,6 l Staubkammer
  • Saugrohr mit Knickfunktion (68cm)
  • Bodendüse mit Teppichwalze
  • EU-Netzstecker
  • 2 x Fugenaufsatz
  • Wandhalterung mit Schrauben und Dübeln
  • Bedienungsanleitung

Wer viele Hartböden hat, der wird wohl die Softwalze vermissen. Ansonsten ist auch kein Flexschlauch beim Redkey F10 mit dabei. Die kleine Milbenbürste für die Couch oder das Auto gibt es hier leider auch nicht. So wirklich konkurrenzfähig ist also auch das Zubehör nicht. Die Ladestandsanzeige befindet sich direkt am Akku (3 LEDs) und dort wird auch mit dem EU-Netzstecker geladen. Der Sauger kann alternativ auch über die Wandhalterung geladen werden, die zusätzlich Platz für 2 Aufsätze bietet.

Praxiseinsatz

Zunächst zur Steuerung. Der Redkey F10 hat einen Pistolenabzug, der nur einmal zum Starten gedrückt werden muss. Die Option für sparsameres Arbeiten gibt es hier nicht. Wer also nur Saugleistung möchte, wenn der Knopf auch gedrückt wird, muss sich nach einem anderen Sauger umschauen. Die meisten Modelle bieten mittlerweile beides zur Auswahl. Der F10 verfügt über einen Staubsensor, der im sogenannten Automatikmodus die gewünschte Saugleistung regelt. Zumindest ist das die Theorie, denn in der Praxis wechselte der Sauger höchstens in Stufe 2. Das manuelle Steuern der Stufen ist also Pflicht. Das klappt mit den beiden Tasten auch problemlos. Je nachdem wie viel Schmutz sichtbar ist, sollte man die Saugstufe selbst wählen. Für Teppiche würde ich mindestens Stufe 3 empfehlen. Ansonsten bekommt man noch optisch angezeigt, ob der Motor oder die drehende Bodenwalze blockiert ist. Den Ladestand muss man in 33% Schritten am Akku ablesen.

muti fuctional

Die Handhabung ist so weit zufriedenstellend, nur mit aktivierten Knickrohr wird es etwas komplizierter. Dann lässt sich der Redkey F10 deutlich schwerer steuern und die Bodendüse kippelt gerne. Schauen wir uns nun noch die Saugleistung mit 23000 Pascal in der Praxis an. Vielleicht kann Redkey uns doch noch positiv überraschen. Die Lautstärke in dB-A unterscheidet sich je nach Saugstufe wie folgt:

  • Stufe 1: 67 dB-A 
  • Stufe 2: 72 dB-A 
  • Stufe 3: 75 dB-A 
  • Stufe 4: 77 dB-A 
  • Stufe 5: 80 dB-A

Hartböden

Auch ohne die bekannte Softwalze verrichtet der Redkey F10 auf harten Böden eine astreine Arbeit. Hier reicht auch Stufe 2-3 locker aus, um Fließen oder Parkett von oberflächlichem Staub oder Essensresten zu befreien. In unserem Münztest schaffte der Redkey F10 bis Stufe 3 die 50-Cent-Münze, bei Stufe 4 die 1€ Münze und auf Stufe 5 sogar die 2€ Münze. Die Geldstücke wurden jeweils den 68cm langen Schaft komplett nach oben gesaugt.

Teppichböden

Ebenfalls eine hervorragende Saugleistung zeigt sich bei Teppichböden, dafür ist die rotierende Bürste auch ausgelegt. Auf Stufe 3-4 reinigt man in Windeseile Krümel und Staub auf Teppichen aller Art.

Fugendüsen

Die Fugendüsen nutze ich gerne im Auto und auch hier kann mich der Redkey F10 überzeugen. Man merkt nach 15 Minuten allerdings das hohe Gewicht des Handteils deutlich und für Steinchen im Fußraum muss man auch schonmal die Saugleistung auf Stufe 4-5 erhöhen. Für eine 20-minütige Schnellreinigung reichte mir der Akku gerade so aus, für meinen doch sehr kompakten Seat Mii.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist sehr stark von der jeweiligen Saugstufe abhängig. Auf harten Böden würde ich mindestens Stufe 2 empfehlen und bei Teppich dann die Stufe 3 auswählen. Wobei es auch immer auf den Verschmutzungsgrad ankommt. Der Unterschied zu meinem Dreame V10 Pro war an dieser Stelle deutlich spürbar. Bad, Küche und Schlafzimmer (mit Teppichboden) reinige ich mit dem Dreame in 15 Minuten und hab dann noch einen halben Akku über. Beim Redkey F10 war nach meinem normalen Reinigungsvorgang nur noch eine Lampe an (also 33% Akku). Der Hersteller selbst gibt 60 Minuten auf Stufe eins und 8 Minuten auf Stufe 5 an. Beide Stufen nutzt man in der Praxis allerdings kaum. Für eine gemischte Arbeitszeit aus allen Stufen würde ich maximal 20-25 Minuten angeben, länger reichte der Akku des Saugers im Test nie.

Akkuleistung Redkey F10 Ladegeschwindigkeit

Die Ladezeit des Redkey F10 ist mit 5,5 Stunden sehr lange. Der Akku ist allerdings einfach austauschbar und so kann man auch zu einem zweiten Akku greifen. Bei jungen und neuen Herstellern stellt sich allerdings wie so oft die Frage nach der Verfügbarkeit solcher Ersatzakkus. Wer bei Dreame, Xiaomi oder Roborock kauft, der hat immer auch Zugriff auf Ersatzteile und Ersatzakkus. Bei kleineren und neuen Herstellern ist das zunächst einmal fraglich. Aktuell bekommt man nämlich keinen Ersatzakku und damit ist das Feature “wechselbarer Akku” nur auf dem Papier gut. Diesen Punkt gilt es nochmal mehr bei Verschleißteilen wie neuen Hepa-Filtern zu beachten. Sollte dieses Zubehör nicht verfügbar sein, dann ist der Sauger nach einer gewissen Zeit unbrauchbar.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Der erste Versuch klappt meistens nicht so richtig. Der Redkey F10 ist hierfür ein Paradebeispiel und kann im heiß umkämpften Saugrobotermarkt kaum mithalten. Da hilft auch der günstige Preis von 145€ kaum. Dass ich die Langlebigkeit anzweifele, lassen wir mal aus der Bewertung raus. In der Kerndisziplin Saugleistung kann der Redkey F10 wirklich überzeugen. Aber es hapert dann an einigen anderen Stellen: Der Sauger ist schwer, die LEDs an der Bodenwalze sind zu schwach, das Knickrohr mehr Gimmick als sinnvoll und die Akkulaufzeit nur durchschnittlich. Auch der Lieferumfang fällt eher mager aus. In einer Welt, in der es so viele Dreames und auch z.B. den Xiaomi G9 in einem ähnlichen Preisbereich gibt, kann ich den Redkey F10 leider kaum empfehlen.

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LessieDHund
Gast
PuhMuggel (@guest_78788)
11 Tage her

“das Knickrohr mehr Gimmick als sinnvoll” warum denn das? Wenn man die, in diesem Fall schlechte, Haltbarkeit außer Acht lässt ist das doch voll praktisch um z.B. unter einem Tisch zu saugen.