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Anker Soundcore Motion X600 im Test

Getestet von Leonardo S. am
Vorteile
  • guter Sound mit warmer Abstimmung
  • hochwertige Verarbeitung aus Aluminium
  • Spatial Audio
  • IPX7 Zertifizierung
  • Bluetooth 5.3 + LDAC-Codec
  • Google Fast Pair
Nachteile
  • kein Multi-Pairing
  • kein Schnäppchen!
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Soundcore, die Untermarke des Zubehör-Spezialisten Anker, konnte sich in den vergangenen Jahren mit diversen Audio-Produkten einen guten Ruf erarbeiten. Auch hier bei chinahandys.net haben wir bereits diverse Lautsprecher und Kopfhörer von Soundcore getestet und waren dabei häufig von Funktionsumfang und Klangqualität begeistert. Die Soundcore Liberty 3 Pro TWS-Kopfhörer (zum Test) belegen etwa aktuell den dritten Platz in unserer Bestenliste und der Anker Soundcore Motion+ Bluetooth-Lautsprecher (zum Test) ist ebenfalls derzeit eine der empfehlenswertesten Optionen in seinem Segment.

Mit dem neuen Soundcore Motion X600 will Anker jetzt auch in das Premium-Segment der Bluetooth-Lautsprecher einsteigen. Die UVP des eleganten Lautsprechers liegt zum Marktstart bei stolzen 199 €. Damit steht der Motion X600 in direkter Konkurrenz zu Produkten bekannter Premium-Marken wie Bose, Bang & Olufsen oder Sonos. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Soundcore. Wir haben den Soundcore Motion X600 in den vergangenen Wochen ausführlich getestet und für euch herausgefunden, wie sich der Lautsprecher mit Spatial Audio schlägt.

Lieferumfang des Soundcore Motion X600

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Der Soundcore Motion X600 wird einer eleganten Verpackung ausgeliefert. Im Inneren befindet sich neben dem Lautsprecher auch ein USB-C-Kabel. Ein Netzteil ist wie bei den meisten Bluetooth-Lausprechern nicht Teil des Lieferumfangs. Erhältlich ist der Motion X600 in drei Farbvarianten. Unser Exemplar mit der Farbe „Polargrau“ erstrahlt in einem dezenten Dunkelgrau. Zur Auswahl stehen aber auch „Mondblau“ und „Auroragrün“.

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Verarbeitung und Design

Mit seinem Aluminium-Gehäuse vermittelt der Soundcore Motion X600 echtes Premium-Feeling. Die Verarbeitung ist tadellos und lässt keinen Raum für Kritik. Auf der Vorderseite des Lautsprechers verbergen sich hinter dem großen Gitter zwei Hoch- und zwei Mittel-Tief-Töner. Die schräge Oberseite des Lautsprechers überzieht eine angenehm gummierte Oberfläche, in welche die verschiedenen beleuchteten Bedienelemente mit definiertem Druckpunkt eingelassen sind. Außerdem ist an dieser Stelle auch prominent ein Full-Range-Treiber platziert, der ein wesentlicher Bestandteil des Spatial Audio Konzepts des Lautsprechers ist.

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Die Rückseite des Soundcore Motion X600 wird ebenfalls durch ein Gitter unterbrochen, das die verbaute Passiv-Membran abdeckt. Im unteren Teil sind zudem hinter einer Gummiabdeckung der USB-C- und AUX-Anschluss eingelassen. Für einen sicheren Stand sorgt die gummierte Unterseite inklusive vier Standfüßen. Selbst auf glatten Oberflächen verrutscht der Lautsprecher somit nicht.

Mit Abmessungen von 311 x 171 x 81 Millimeter und einem Gewicht von 1,94 Kilogramm ist der Motion X600 kein besonders portabler Lautsprecher. Die hochwertige Optik lässt aber auch vermuten, dass Soundcore trotz integriertem Akku und IPX7 Zertifizierung eher einen Einsatz in den eigenen vier Wänden vorsieht. Auch die diversen Audio-Features kommen in geschlossenen Räumen mehr zur Geltung, aber dazu später mehr. Dennoch ist auf der Oberseite ein Bügel angebracht, der einen sicheren Griff beim Tragen garantiert. Die geriffelte Unterseite der Tragehilfe unterstreicht den Eindruck, dass Soundcore auch auf kleine Details geachtet hat.

Funktionen und App

Wie auch andere Bluetooth-Lautsprecher von Anker ist der Anker Soundcore Motion X600 mit der Soundcore-App kompatibel. Diese ist sowohl für Android (zur App) als auch für iOS (zur App) verfügbar. In der Anwendung könnt ihr dann den Lautsprecher euren Präferenzen nach anpassen und Informationen wie den aktuellen Akkustand einsehen. Ein wesentliches Feature ist der einstellbare Equalizer. Hier könnt ihr zwischen den vier Optionen „soundcore Signature“, „Stimme“, „Höhenanhebung“ und „Ausgeglichen“ wählen oder eine benutzerdefinierte Einstellung festlegen, die sich dank des 9-Band-EQ präzise konfigurieren lässt. In der App könnt ihr außerdem noch die Soundeffekte des Lautsprechers deaktivieren und die Firmware aktualisieren.

Kabellos empfängt der Motion X600 das Audiosignal über Bluetooth 5.3. Neben den verlustbehafteten Standard-Codecs, beherrscht der Lautsprecher auch den LDAC-Codec für Hi-Res-Audio. Dieser muss aber in der App erst manuell aktiviert werden. Zudem benötigt ihr ein Smartphone mit Android 8.0 oder höher, das LDAC unterstützt. Dies sollte man vor dem Kauf überprüfen. iPhones unterstützen LDAC derzeit nicht.

Erfreulich ist zudem, dass der Motion X600 Googles Fast Pair Technologie unterstützt. Dadurch wird das Pairing zum Kinderspiel: Sobald ihr den Lautsprecher aktiviert, erscheint auf eurem Android-Gerät ein Popup mit einer Grafik des Lautsprechers. Bestätigt ihr daraufhin die Kopplung, ist der Motion X600 auch automatisch bei jedem Android-Gerät hinterlegt, bei welchem ihr mit eurem Google-Account angemeldet seid. Selbstverständlich könnt ihr den Motion auch auf klassische Art und Weise verbinden. Dafür müsst ihr nur die Bluetooth-Taste gedrückt halten, um den Lautsprecher in den Pairing-Modus zu versetzen. Die Lautstärke könnt ihr zudem ebenfalls über die Tasten steuern und dank eingebautem Mikrofon lässt sich der Soundcore Motion X600 auch als Freisprecheinrichtung verwenden. Die Klangqualität ist dabei auf einem guten Niveau.

Der einzige Kritikpunkt der bleibt, ist, dass kein Multi-Pair unterstützt wird. Das heißt, dass der Motion X600 immer nur mit einem Endgerät verbunden werden kann und für einen Wechsel stets der Pairing-Modus aktiviert werden muss. Beim Anschalten verbindet sich der Lautsprecher automatisch mit dem zuletzt verbundenen Gerät. Immerhin könnt ihr aber zwei Motion X600 zu einem Stereo-Paar verbinden.

Klang des Anker Soundcore Motion X600

Der wohl wichtigste Aspekt eines Bluetooth-Lautsprechers dürfte mit Sicherheit die Klangqualität sein und hier kann der Soundcore Motion X600 abliefern. Doch kurz noch zu den technischen Eckdaten: Anker gibt im Datenblatt eine Gesamtleistung von 50 Watt und einen Frequenzbereich von 50 Hz bis 40 kHz an. Diese Werte sollte man aber nicht zum Vergleichen unterschiedlicher Modelle herziehen. Sie sagen wenig bis gar nichts über die Klangqualität aus.

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Um den Motion X600 ausführlich testen zu können, habe ich den Lautsprecher mit Musik der Streaming-Dienste Spotify und Tidal bespielt und was soll ich sagen: Der Lautsprecher kann richtig gut klingen. Um die maximale Klangqualität herauszuholen, solltet ihr den Motion X600 aber in der Nähe einer Wand positionieren und den Bass-Boost aktiviert lassen. In beiden Fällen fehlt dem Klang sonst deutlich Fundament. Auch beim Spatial Audio Modus empfiehlt es sich, ihn aktiviert zu lassen. Konkret generiert hier der Lautsprecher aus der Stereo-Spur eine 3-Wege-Spur, die in einer merklich größeren Klangbühne resultiert. Für einen Lautsprecher dieser Größe ist das wirklich beachtlich. Ich würde sogar so weit gehen, dass Personen, die sonst zu einer günstigen Stereo-Anlage greifen würden, getrost zugreifen können. Im kleinen Format erhält man hier einen ebenso räumlichen Klang, der im Wohnzimmer gut zur Geltung kommt. Im Freien lässt sich der Lautsprecher natürlich auch verwenden, die Vorteile des Spatial Audio Klangs kommen hier aber nicht so gut rüber. Eine kleine Gartenparty kann man mit dem Lautsprecher aber notfalls auch beschallen.

%nameDie Klangcharakteristik des Soundcore Motion X600 lässt sich ganz klar als warm gefärbt bezeichnen und man merkt, dass der Lautsprecher nicht dem Anspruch einer analytischen Klangquelle mit flacher Frequenzkurve gerecht werden will. Das ist in Anbetracht des Einsatzzweckes aber meiner Meinung nach sehr passend. Die Bässe sind angehoben, ohne aber dabei die prägnante Signatur der Soundcore Motion Boom (zum Test) oder gar Boom Plus (Zum Test) zu erreichen. Im Vergleich verhält sich der X600 angenehm dezenter und setzt auch Stimmen mit seinen gut abgestimmten Mitten in Szene. Der Hochton gefällt ebenso gut und fügt sich gut in das Klangbild ein. Die Verwendung des LDAC-Codecs würden wir euch bei der Nutzung zudem empfehlen. Bei entsprechender Quelle erreicht ihr so eine hörbar bessere Klangqualität mit mehr Details und besserer Differenzierung. Natürlicher ist dafür auch entsprechendes Musikmaterial notwendig.

Mit dem Motion X600 muss sich Soundcore bei der Klangqualität definitiv nicht mehr vor den Größen wie JBL, Bose oder Bang & Olufsen verstecken und überflügelt unserer Meinung nach die vergleichbar bepreisten Konkurrenzmodelle der genannten Hersteller sogar.

Akkulaufzeit

Anker verbaut beim Soundcore Motion X600 einen 6.400 mAh Akku. Laut dem Hersteller soll die Laufzeit bei 12 Stunden liegen. Im Test konnten wir bei mittlerer Lautstärke ca. 11 Stunden erreichen – ein guter Wert. Wie sonst üblich, verkürzt sich die Laufzeit aber bei höherer Lautstärke oder bei der Nutzung des LDAC-Codecs. Sobald der Akkustand niedrig ist, leuchtet die Standby-Taste rot auf und ihr werdet durch ein akustisches Signal darauf hingewiesen. Geladen wird mit maximal 15 Watt. Eine vollständige Ladung nimmt damit rund 6 Stunden in Anspruch.

Testergebnis

Getestet von
Leonardo S.

Der Soundcore Motion X600 überzeugt im Test mit tollem Klang, der in Anbetracht der Baugröße dank der Spatial Audio Funktion eine außergewöhnlich große Klangbühne generiert. Damit überflügelt der Lautsprecher seine Konkurrenz deutlich. Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass Anker derzeit 199€ für den Lautsprecher aufruft. Trotzdem würden wir aufgrund des guten Klangs und der guten Ausstattung zu einem Kauf raten. Zudem reduziert Anker seine Produkte erfahrungsgemäß regelmäßig. Eventuell lohnt es sich hier auf ein Angebot zu warten. Besonders gut macht sich der Lautsprecher unserer Meinung nach in den eigenen vier Wänden. Hier kommen die Klangfunktionen am besten zur Geltung. Eine Party am Badesee übersteht der Lautsprecher dank IPX7 Zertifizierung aber ebenso. Der einzige Kritikpunkt ist nur das fehlende Multi-Pairing.

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