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Oppo A74 vorgestellt – günstigeres 4G-Modell mit AMOLED-Display und Snapdragon 662

Oppo geht aktuell in die Mittelklasse-Offensive. Auf einem Schlag hat das chinesische Unternehmen vier neue Smartphones für den hiesigen Markt vorgestellt. Das Top-Modell ist das Oppo A94 5G, etwas günstiger sind das A74 5G und A54 5G. Mit dem Oppo A74 (ohne 5G im Namen) sind wir beim günstigsten neuen Mittelklasse-Smartphone der Marke angelangt. Es kostet rund 249 Euro und bietet unter anderem ein AMOLED-Display und den Snapdragon 662. Alle Spezifikationen gibt es wie immer bei uns!

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Abmessungen, Design & Anschlüsse

Prism Black

Wie auch sein Schwestermodell mit 5G im Namen besteht das Oppo A74 komplett aus Kunststoff. Das Smartphone ist mit 160,3 x 73,8 x 7,95 Millimeter relativ dünn und mit 175 Gramm einer der leichteren Vertreter seiner Klasse. Die IPX4-Zertifizierung sollte gegen Regen schützen, untertauchen sollte das Handy aber auf keinen Fall. Das Oppo A74 erscheint in den Farbvarianten Prism Black (Schwarz) und Midnight Blue (Blau mit Farbverlauf).

Die Vorderseite unterscheidet sich augenscheinlich nicht wirklich von der des Schwestermodells. Wir haben es mit einem 6,4 Zoll großen Display mit abgerundeten Ecken zu tun, das flach im Gehäuse liegt und auch direkt den Fingerabdrucksensor beherbergt. Die Selfie-Kamera ist in einem Punch Hole in der linken oberen Ecke untergebracht. Über dem Display befindet sich nur noch die Hörmuschel, Platz für mehr verwehren die dünnen Ränder. Der Bildschirm wird übrigens von Corning Gorilla Glas 5 geschützt.

Midnight Blue

Auch die Rückseite des Oppo A74 gewinnt sicherlich keinen Innovations-Award. Der glänzende, wahlweise schwarze oder blaue Kunststoff ist glatt und spiegelt leicht. Die drei Kameras finden ihren Platz in einem dunklen Element links oben. Rechts unten platziert Oppo noch sein Logo – ein aufgeräumtes und elegantes Design.

Im Rahmen befinden sich der Ein-/Ausschalter, die Lautstärkewippe, ein USB-C-Anschluss und ein analoger Audioanschluss. Einen belegbaren Knopf gibt es leider nicht. Der USB C-Port ist nur via USB 2.0 angebunden, was aber gängig ist. Für den SIM-Schacht, der zwei Nano SIM-Karten aufnehmen kann, liegt außerdem eine kleine Nadel dem Lieferumfang bei.

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Spezifikationen des Oppo A74

Prozessor, Speicher & Akku

Oppo setzt im 4G-Modell des A74 auf den altbekannten Snapdragon 662 von Qualcomm. Den Prozessor kennen wir aus dem Redmi 9T und – ganz aktuell – aus dem Poco M3. In beiden genannten 100€ Smartphones ist die Leistung absolut solide, aber das gilt nicht unbedingt für ein 250 Euro-Smartphone. In diesem Preisbereich setzen Xiaomi, Redmi und Poco bereits auf Prozessoren der 7xx-Reihe von Qualcomm. Wir haben die Benchmark-Ergebnisse des Poco M3 und Redmi 9T eingebunden, damit ihr die potenzielle Leistung des Oppo A74 einordnen könnt.

Antutu
Geekbench Single
Geekbench Multi
3D Mark (Slingshot)

An der Seite des Mittelklasse-Chips stehen sechs Gigabyte LPDDR4X-RAM und 128 Gigabyte UFS 2.1-Speicher. Letzterer kann via microSD-Karte um bis zu 256 Gigabyte erweitert werden, vermutlich nur bei Verzicht auf Dual-SIM. Obwohl das Oppo A74 dünner ist, als seine großen Brüder mit 5G, kommt es ebenfalls mit einem 5.000 mAh großen Akku. Hier kann dieser sogar per Kabel mit bis zu 33 Watt schnellgeladen werden – Wireless Charging ist nicht mit an Bord. Laut Oppo sollen 34 Stunden Gesprächszeit, 20 Stunden Videowiedergabezeit und 475 Stunden Mobilfunk-Standby mit einer vollen Ladung möglich sein.

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Display & Kameras

Während die 5G-Modelle ein LTPS-Display mit 90 Hertz verbaut haben, spendiert Oppo dem 4G-Modell des A74 ein AMOLED-Display. Das Panel misst 6,4 Zoll in der Diagonale, hat eine Bildwiederholrate von 60 Hertz und löst mit 2.400 x 1.080 Pixel auf. Das Seitenverhältnis liegt bei 20:9, die Pixeldichte bei 409 Pixel pro Zoll. Dank AMOLED hat der Bildschirm perfekten Kontrast. Über die Helligkeit macht der Hersteller allerdings keine Angaben.

Bei den Kameras hat Oppo ganz offensichtlich den Rotstift angesetzt. Das Oppo A74 kommt mit einem Triple-Setup, das auf dem Papier nicht unbedingt überzeugen kann:

  • Hauptkamera: 48 Megapixel, Objektiv mit f/1.7
  • Makro: zwei Megapixel, Objektiv mit f/2.4
  • Tiefeninformationen: zwei Megapixel, Objektiv mit f/2.4

Oppo A74 Titelbild Midnight Blue IIIn diesem Preisbereich komplett auf eine Ultraweitwinkelkamera zu verzichten ist mindestens gewagt, realistisch betrachtet ziemlich frech. Somit haben wir nur eine nutzbare Kamera auf der Rückseite, nämlich die Hauptkamera. Makro-Cams sind oft eher als unnötige Spielerei zu verbuchen und der Tiefensensor hilft nur bei der Kantenerkennung im Portrait-Modus.

Fotos und Videos werden durch eine elektronische Bildstabilisierung (EIS) unterstützt. Apropos Videos – die schießt das Oppo A74 maximal mit 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde. Die Selfie-Kamera hat einen fixen Fokus, löst mit 16 Megapixel auf und hat ein Objektiv mit f/2.4-Blende.

Konnektivität

Das Oppo A74 funkt in allen hierzulande wichtigen 2G/3G/4G-Frequenzen (auch mit VoLTE und VoWiFi), natürlich inklusive LTE-Band 20. Zur Standortbestimmung sind GPS, BeiDou, Glonass und Galileo an Bord, außerdem WLAN a/b/g/n/ac für Internet in den eigenen vier Wänden. Wi-Fi Direct und Bluetooth 5.0 sind ebenfalls unterstützt, was im Vergleich mit den 5G-Modellen fehlt, ist leider NFC. Das macht das Smartphone für mich persönlich schon nicht nutzbar, da ich täglich via Google Pay bezahle.

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Preis, Verfügbarkeit & unsere Einschätzung

Das Oppo A74 erscheint in Deutschland am 10. Mai und kostet 249 Euro (UVP). Es ist vorerst bei Sparhandy, Amazon und Expert erhältlich. Bei Media Markt und Saturn erhaltet ihr das Smartphone im Bundle mit Wireless-Kopfhörern (Oppo Enco W11).

Das AMOLED-Display ist das große Argument für das Oppo A74 – dieses Merkmal hat es sogar seinen teureren Schwestermodellen voraus. Dafür fehlen 5G, NFC, 90 Hertz, ein dem Preis angemessener Prozessor und eine Ultraweitwinkelkamera. Ob sich dieses Gesamtpaket gegen andere 4G-Modelle wie das Mi 11 Lite 4G durchsetzen kann, wagen wir an dieser Stelle zu bezweifeln. Zumindest zu dem aktuell aufgerufenen Preis gibt es leistungsstärkere und besser ausgestattete Alternativen bei der Konkurrenz.

Quellen

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